weis nicht mehr weiter

  • :D ich betrachte mich als "Neuling", weil ich erst vor 23 Tagen erfahren habe, dass ich Co-Abhängig bin. Du bist in diesem Forum supergut aufgehoben, da gibt es viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeele Spezialisten.

    Ich weiß noch, dass ich extremst aufgewühlt war, als ich mit diesem Thema konfroniert wurde und ich bin noch immer dabei, meine Gedanken, Gefühle, .... zu sortieren.

    Das, was die "Profis" hier, zu allererst sagen, ist: Es ist eine Krankheit, er/sie muss es von sich aus wollen, ... den Entzug. Alles andere gilt nicht!

    Und die Aufgabe der Co-Abhängigen ist es, wieder zu sich selbst zurückzufinden und bei sich zu bleiben. Gar nicht so einfach, wenn man die Hälfte seines Lebens damit beschäftigt war, sich um andere zu kümmern.

    Lies` Dich durch die Lebensgeschichten der anderen, Du findest bestimmt viele Hinweise und auch Kontakte zu Menschen, die in der selben Situation stecken/steckten, wie Du.

    Von Herzen alles Liebe,
    Ingrid :D

  • Guten Morgen TaLu,

    herzlich willkommen hier im Forum. Dich hier anzumelden, um dich auszutauschen, war ein erster, guter Schritt in die richtige Richtung. Und mit vielen solcher guten Schritte, wirst du auch für dich etwas verändern können, wenn du es willst.

    Unsere Krankheit ist der der Alkis gar nicht so unähnlich. Wenn du hier die vielen Geschichten durchliest, wirst du für dich immer wieder Ähnlichkeiten feststellen. Und natürlich auch die Tatsache, dass das Verharren in den jeweiligen Situationen mit dem Verstand nicht unbedingt zu begreifen ist. So, wie das Trinken für uns Angehörige mit dem Verstand nicht zu erfassen ist. Aber Sucht ist nun mal keine Frage von Verstand, sondern sie hat ihre ganz eigenen Gesetze. Und auch unsere Krankheit, die Co-Abhängigkeit, ist eine Sucht. Nach Anerkennung, nach Zuwendung, nach Gefühlen.

    Lies dich hier in Ruhe ein. Du wirst viele Hinweise und Tipps finden, dich aus deiner Sucht zu lösen. Wenn du sie für dich angenommen hast. Dazu ist es wichtig, deine Gedanken auf dich zu konzentrieren. Dies kannst du hier gut üben und bekommst bestimmt viele Rückmeldungen mit der Zeit.

    Keine Sorge, auch schwere Wegstrecken lassen sich bewältigen. Noch dazu mit der Unterstützung einer Gruppe von Menschen, die wissen, wovon du sprichst.

    Ich wünsch dir Kraft.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo TaLu,

    erstmal herzlich Willkommen hier.


    Habe mal mein Post hier her kopiert...


    Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, daß Dein Mißtrauen absolut berechtigt ist. Ein Alkoholiker verstrickt sich nur allzu oft in seine Lügen, belügt sich und sein Umfeld, um sich dieses aufrecht zu erhalten.
    Wir als Angehörige tragen es meist einige Zeit mit, bis der Punkt kommt, wo auch wir auf extremste Weise damit konfrontiert werden.

    Zitat


    er sagt er will mit dem thema in ruhe gelassen werden und er nimmt die pillen ja (weil ich es will)bloß warum kann er nicht mit mir reden schließlich gehts mich ja auch was an!

    Ich möchte Dir nicht die Hoffnung nehmen, aber unter der Voraussetzung, daß er es für Dich tut, wird das nichts werden. Er muß es selbst einsehen, daß er krank ist.

    Zitat


    was sagt ihr wie soll ich mich verhalten?
    ich habe ihm auch klar gemacht wenn er das jetzt nicht macht gehe ich mit den kindern er sieht das als erpressung

    Was sagst Du? Ist es Erpressung oder würdest DU wirklich gehen? Nur, wenn Du dies auch wirklich durchziehst, kannst Du Dein Leben in die richtige Richtung lenken. Wenn Du nur drohst und nicht gehst, wird er Dich nicht mehr ernstnehmen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, für Dich und Deine Familie den richtigen Weg für Euch zu finden und, daß Du Dich hier gut austauschen kannst.


    Lieben Gruß
    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • Ich habe Deinen Beitrag mal hierher kopiert, weil es sonst zu unübersichtlich wird!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Hallo TaLu,

    ganz klar:
    Sei ehrlich, sprich Deine Zweifel an, und dann kümmere Dich um Dich, beobachte ihn, aber vermeide es, zu kontrollieren. Es ist seine Entscheidung, was er macht, aber dabei mußt Du dann für Dich die Konsequenzen ziehen.
    Setze Dir eine Zeit fest, in der sich etwas ändern muß. Wenn nicht, würde ich gehen.

    So habe ich es getan! Eigentlich ganz einfach, wenn da nicht immer das Co-Denken dazwischen kommen würde... :wink:

    Hole Dir hier den nötigen Rückhalt, dann auch für Dich Nägel mit Köpfen zu machen...

    Ich wünsche Dir dabei ganz viel Kraft

    Lieben Gruß

    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • hallo talu,

    es ist normal, wenn dein freund nicht mit dir reden kann.

    verdrängt er das problem für sich selber?
    will er sich selbst nicht damit auseinander setzen?
    schämt er sich dafür?

    ich glaube, wir könnten es auch gar nicht verstehen, selbst wenn sich unsere partner öffnen könnten.

    wünsche dir eine gute nacht - emz

  • Guten Morgen TaLu,

    ich habe auch erlebt, dass "mein Alki" die erste Zeit mit mir gar nicht über seine Trinkzeit reden wollte. Im Gegensatz zu dir, denke ich aber schon, dass dies mit Emotionen, Gefühlen also, zu tun hat. Nur sind wir geneigt, bei Emotionalität nur an die angenehmen Gefühle zu denken. Gefühle sind aber auch Scham und Stolz. Und ich kann mir vorstellen, dass gerade die Scham ein großes Hemmnis ist, zu reden.

    "Mein Alki" ist inzwischen drei Jahre trocken und so langsam können wir ganz normal über Dinge sprechen, die damals passiert sind. Ich glaube, es hätte auch in der ersten Zeit nicht so viel Sinn gemacht, da ich noch zu sehr meine eigenen Verletzungen in den Vordergrund gerückt hätte bei solchen Gesprächen. Inzwischen habe ich gelernt, dass ich damals manche Dinge sehen wollte, die gar nicht da oder wahr waren. Und dass Verletzungen nicht aus Bosheit passiert sind. Wir haben uns beide entwickelt und können deshalb nun über "damals" miteinander reden.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • guten morgen talu,

    dafür bin ich aber auch jetzt erst aufgestanden. musste die nacht vorher einen auftrag fertig machen, war dann 04.30 als ich ins bett ging und war so überdreht, dass ich gestern nicht schlafen konnte. kann es mir im moment zeitlich einteilen.

    zunächst mal, du machst gar nichts falsch. falsch ist die krankheit alk, die er hat. hat auch gar nichts mit seiner emotionalität zu tun. wenn er erkennt, er hat ein problem, dann heißt das nicht gleich zwangsläufig, dass nun sofort massenweise erkenntnisse aus seinem mund strömen. das braucht zeit, viel zeit. dafür gibt es dann ja auch die langzeittherapie. das muss ihm erst mal bewusst werden, da legt man nicht einfach einen schalter im kopf um und hat einen neuen lebensweg vor augen. nerv ihn nicht mit fragen, das reibt dich auf und bringt ihn nicht weiter. das muss sich alles langsam entwickeln.

    liebe grüße - emz

  • warum solltest du auch luftsprünge machen. nur weil er gerade mal nicht trinkt? gerade dieses auf und ab, er trinkt nicht - also bin ich gut drauf, er trinkt - also bin ich nicht gut drauf, das macht uns fertig. also bleibe ganz ruhig, denn das, was er gerade demonstriert, besagt rein gar nichts, da ist noch ein langer weg vor ihm.

    verinnerliche dir noch mal den beitrag von käferchen auf der vorherigen seite ganz unten.

    liebe grüße - emz

  • Guten Morgen TaLu,

    hast du denn deinem Partner deine Gefühle und Empfindungen selbst mitgeteilt? Hast du ihm gesagt, dass du gern in den Arm genommen werden möchtest? Ich habe das Gefühl, dass du das, was dir wichtig ist, ihm gegenüber gar nicht klar formulierst.
    Ich habe eher den Eindruck, dass du darauf wartest, dass er dir erfüllt, was du dir wünschst, ohne dass du es sagen musst. Ich getraute mich auch nicht, zu sagen, was mich bewegte. Es war da eine ständige Angst, ihn zu verärgern und damit vielleicht wieder zum Trinken zu bringen. Aber ich habe Briefe geschrieben. Auf dem Papier alles aufgeschrieben, was mir am Herzen lag. Trotzdem hat "er" mit mir damals nicht gesprochen. Ich weiß aber inzwischen, dass er vieles von dem, was ich ihm geschrieben habe, nie vergessen hat. Jetzt, nach drei Jahren Trockenheit, merke ich immer wieder, dass er genau weiß, was mir wichtig ist. Nicht alles, was ich gerne hätte, kann er mir erfüllen. Aber das ist auch in Ordnung.

    Vielleicht kann dein Partner auch wirklich im Moment nicht über sein "Innenleben" mit dir sprechen. Mancher kann dies besser mit ebenfalls Betroffenen, weil er sich da besser verstanden fühlt.

    Wir Co´s neigen ja dazu, eine Art Belohnung zu erwarten für all das, was wir ausgehalten haben. Denn das ist mit einer der Gründe unserer Krankheit. Wir wollen mit unserem Helfen Anerkennung und Zuwendung bekommen. Liebe und Hilfe sind aber keine Geschäft, für das wir irgendwann die Belohnung bekommen

    Du hast jedoch jedes Recht, misstrauisch zu sein. Ich kann dies gut verstehen. Der abhängige Partner jedoch nicht unbedingt. Für ihn ist das Vertrauen wichtig. Dass wir ihm zutrauen, dass er es durchhält. Das war für mich eine sehr schwierige Zeit, die ich nur mit Hilfe einer realen SHG geschafft habe.

    Gibt es in deiner Nähe die Möglichkeit, eine reale SHG aufzusuchen? Dort hättest du auch Menschen, mit denen du besprechen kannst, was im Moment mit dir passiert. Und du würdest dich mit deinem Redebedürfnis von ihm unabhängig machen. Wenn er wirklich aufhören will, hat er erst einmal mit sich selbst genug zu tun und auch mit ganz anderen Dingen, als sich um dein Seelenleben zu kümmern.

    Es gibt ganz einfach eine Zeit, in der jeder für sich an seiner Gesundheit arbeiten muss. Ich denke, die ist in deiner Partnerschaft gerade ganz akut. Ich wünsche dir Kraft und Mut, für dich selbst zu sorgen, ohne dich von der Zuwendung deines Partners abhängig zu machen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • TaLu,
    Entschuldigen für den trinkenden Partner zu suchen, ist nicht der einzige Punkt, an dem Co-Abhängigkeit festzumachen ist. Inwieweit hast du dich über deine eigene Krankheit, die Co-Abängigkeit, denn schon informiert? Dein Partner ist, wie er ist. Und wenn du von seinen Fehlverhalten sprichst, dann ist das deine Empfindung. Du empfindest sein Verhalten als nicht angemessen. Du wolltest etwas verändern. Du wolltest IHN verändern. Ein Ansinnen, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Denn ändern kannst nur du dich selbst. Und er sich. Er braucht Zeit dafür. Nutze diese Zeit, dich mit deinen eigenen Anteilen, die bisher die Beziehung genauso beeinflusst haben wie sein Trinken, auseinander setzt. Das ist der einzige Punkt, an dem du für dich etwas verändern kannst.

    Sich beklagen, sich als Opfer zu fühlen, ist dabei der uneffektivste Weg. Nimm dein eigenes Leben in die Hand. Er wird, wenn er soweit ist, das auch mit seinem tun.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hey TaLu,

    ich hab ja schon eine ganze Weile nichts mehr von dir gelesen. Wie geht es dir? Ich würde mich freuen, wenn du dich wieder einmal meldest.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

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