Was kann ich tun?

  • Liebe Nina,
    ich denke es ist ein Schutzmechanismuß...denn wenn er keine Gefühle investiert, kann er auch nicht verletzt werden...
    Kinder von Alkoholikern haben es meist schwer vertrauen zu haben...es wurde von klein auf immer wieder verletzt. Der Vater verspricht etwas, trinkt Alkohol, das Versprechen einhalten, fehlanzeige...machen wir morgen...wieder Alk..wieder fehlanzeige usw.

    Allerdings weiß ich auch nicht wie du ihm da helfen kannst, vielleicht einmal mit ihm darüber reden und wenn das was bringt, muß er sich weiter selber helfen...er muß sich damit auseinandersetzen WOLLEN, sonst nützt es nichts.

    Auch mein Freund hatte dieses gefühlskalte und aggressive aber seiner Meinung nach hatte es nichts mit seinem Vater (der trank auch sehr viel und mußte mit 65 aufhören, weil er sterbenskrank wurde)und auch nichts mit seinem eigenen Alkoholkonsum zu tun.
    Er meint, er sei immer schon so gewesen, so ist er eben..halt Steinbock...
    ...und da war ich machtlos...

    Ich denke, wenn jemand nichts erkennen will, kann ihm auch keiner helfen, dann kannst du nur dich selber fragen, ob du dir nicht zu schade bist, dich so behandeln zu lassen...dann kannst du nur dir selber helfen.

    Merlina

  • Liebe Nina,
    ich kenne das: Undurchschaubare, komplizierte Männer üben eine gewisse Faszination aus.
    Ich fühle mich auch immer zu den schwierigeren Zeitgenossen hingezogen.
    Es ist reizvoll, so eine harte Nuss zu knacken und den weichen Kern rauszukitzeln. Doch Vorsicht! Leicht verliert man sich in so einer "Aufgabe". Da lauert die Abhängigkeit. Man fängt an, Dinge hinzunehmen, die einen eigentlich verletzen oder in irgendeiner Art nicht guttun. Das wird entschuldigt mit: naja, er hat es ja nicht leicht etc. ...
    Ich kann Dir nur raten: grenz dichab. Lasse nichts zu, was DIR nicht guttut.
    Zerbrich dir nicht SEINEN Kopf.
    Du bist nicht seine Therapeutin, sondern seine Freundin.
    Zwangsbeglückung bringt auch nichts.
    Wenn er Probleme hat, Gefühle zuzulassen, kann er sich professionelle Hilfe holen.
    Pass auf dich auf,
    liebe Grüße von Thelma
    Meine Worte sind gutgemeint, letztlich führe ich hier nur ein Selbstgespräch.

  • Fleur- Blümchen,
    du musst doch mit dem Vater deines Freundes nicht "umgehen", wenn dir dieser Umgang unangenehm ist.
    Ihr werdet schon Möglichkeiten finden, du und Die"Schwieger"-Mutter, euch zu sehen.
    entweder wenn der Gatte abwesend ist oder halt an einem anderen Ort.
    Ich wiederhole mich jetzt, weil's mir irgendwie wichtig ist:
    Halte dich aus Dingen raus, die Dir nicht guttun.
    Genieße deinen Freund, wann immer Du willst.
    Stecke aber klar Deine Grenzen ab.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Viele von uns mussten durch eine harte Schule gehen, um das zu lernen.
    Vielleicht kannst du dir das ersparen, ich wünsche es Dir.
    In diesem Sinne,
    Alles Gute,
    Thelma

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