Rückfall nach Langzeit-Therapie - was jetzt?

  • Hallo Catti,

    Herzlich willkommen im Forum,

    Zitat

    So langsam fühle ich mich "über-therapiert" - aber scheinbar hat meine hinter mir liegende Therapie ja nicht gefruchtet....

    Eine Therapie "fruchtet" auch nicht einfach so. Sie trägt, bei mir, nur zu einem sehr geringen Teil zu meiner Trockenheit bei.

    Du schreibst du hattest die Rückfälle eigentlich ohne Grund, dabei ist der Grund doch ersichtlich: Du bist Alkoholikerin, wolltest trinken und hast es getan.

    Das dein Selbstwertgefühl nun am Boden ist, ist verständlich. Das ging mir nach jedem Rausch auch so.

    Ob eine weiter (stationäre) Therapie für dich sinnvoll ist, kann ich dir nicht beantworten. Es kommt auf deine Einstellung dazu an.
    Ich war im ersten Jahr meiner Abstinenz arbeitslos und habe Harz 4 bezogen. Für mich war das gut. Ich habe während dieser Zeit viel gelernt und meine Konzentration galt nur mir und meiner Krankheit.

    Ich wünsche dir alles Gute
    Oliver

  • Hallo Catti,

    Zitat

    Hinfallen, aufstehen, weitermachen - sonst kann ich es ganz vergessen!!

    Wie oft meinst Du denn kannst Du noch aufstehen ? :roll:

    Mit so einer leichtfertigen Einstellung zum wiederholten Rückfall hilft denke ich auch keine Therapie......

    Was willst Du denn jetzt anders machen ?

    L. Gr. Rose

  • Hallo Catti,

    wenn Du zur Zeit soviel Zeit hast, würde ich an Deiner Stelle versuchen mich abzulenken, mir hilft immer viel Bewegung draussen, dann werde ich müde, wenn abends die Gedanken kreisen lese ich, damit lenke ich mich ab, wenn meine Gedanken an Alkohol kommen.
    Ich weiß ja nicht, wie es zu deinen Rückfällen gekommen ist, ich bin bis jetzt damit ganz gut gefahren.
    Für mich ist auch ganz wichtig, dass ich sprechen kann, wenn mich etwas belastet, hast Du eine SHG oder so ?

    Liebe Grüße

    Elli

  • Hallo Catti,

    Zitat

    Und das macht mir auch total Angst, weil ich irgendwie in meinem Leben noch so gar nichts Gescheites hingekriegt habe.

    dieser Satz erinnert mich sehr an meine früher Denkweise. Ich hatte auch immer das Gefühl nie irgendetwas richtig oder gescheit zu machen. Irgendwann habe ich dann mal genauer darüber nachgedacht . Was ist denn eigentlich gescheit, oder was muss ich richtig machen? Was ist richtig?

    Für mich ist richtig, was mich glücklich macht. Und was mich glücklich macht, steckt in mir. Ich muss es nur hören. Und das ist nicht leicht.

    Gruß
    Oliver

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