Guten Morgen Isi und ein Herzliches Willkommen hier im Forum!
Ich finde es ganz super, dass du für dich schon sooooo viel erkannt hast, weisst, woran du leidest, und das mit so jungen Jahren.
Da kann ich nur staunen. Denn bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich so richtig durchgeblickt habe, und schliesslich auch reagiert habe.
Da bleibt mir nur für dich zu wünschen, dass es auch ganz schnell gechieht, dass du für dich den richtigen Weg einschlägst.
Zu dieser Erkenntnis musst du ja selbst kommen.
Wir können nur unsere Wege erzählen.
Gezuckt habe ich bei deinen Worten: ..."nur damit er es nicht trinkt".
Diese Phase habe ich lange durchgezogen. Mitgetrunken, weil ich dachte, so seinen Konsum zu verkleinern.
Totaler Unsinn. Im Gegenteil, denn so bin ich ziemlich "abhängig" geworden.
In unserer Familie wurde nicht geraucht und nur zu Festen oder so getrunken. Das Glas Wein war ein Genuss. In meiner späteren Ehe wurde es und seine Genossen zu meinem Beruhigungs- Ablenkungs- Einschlafritual.
Bis ich aufgewacht bin und wusste, jetzt ist Schluss. Nichts hat geholfen. Kein Bitten, Wüten, Drängen, Erpressen, ..... und stellte das letzte Ultimatum: Sofort Entzug mit Hilfe oder mein sofortiger Gang zum Anwalt.
Ich denke, mein Mann hat schon in den Wochen davor gemerkt, dass ich mich verändert hatte oder dass irgendwie etwas anders ist. Und hat gespürt, dass ich es diesmal Ernst mache.
Nun leben wir schon 20 Monate in einer teilweise aufregenden aber auch sehr beruhigenden Trockenzeit. Für die ganze Familie eine Umstellung.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für dich weiterzudenken, weiter zu leben und deinen Rhythmus zu finden. Suche und halte Abstand, wenn er trinkt, lebe dein Leben, deine Hobbies, andere Freunde/innen usw.
Dir kannst du helfen!
Liebe Grüße, Gotti.