alte Pfade - ich suche neue Wege und brauche Eure Hilfe

  • Hallo sahira

    Herzlich willkommen !
    Ich habe dich schon bei den Co's gelesen...

    Nun,ich weiß nicht,was war zuerst da:
    Der Alkoholmißbrauch oder die Depression.
    Ich höre (in meiner realen SHG) oft,das wenn der Alkohol weggelassen wird,die Depressionen weniger werden bzw. nach längerer Abstinenz ganz verschwinden.
    Eine ganze Flasche Wein "mühelos" auszutrinken und der Griff zu "härteren" Alkohol spricht für eine hohe Toleranzschwelle und damit -in meinen Augen-für süchtiges Verhalten.
    Der Alkohol wird von dir als Stresslöser mißbraucht und naja,Gründe zu trinken haben wir Süchtigen immer gesucht und auch gefunden!;-)
    Ich denke,du bist dir bewußt,dass dein Umgang mit dem Alk" nicht normal" ist ....?
    ....und du gibst dir eine Portion Mitschuld (und dem Alk) bei deinen Problemen mit dem Partner.

    ...einfach mal meine Gedanken dazu...
    liebe Grüße von
    Backmaus

  • Hallo Sahira,

    herzlich willkommen im Forum.

    Ich habe mich sehr lange Jahre daran festgehalten, daß ich trinke - weil ich depressiv bin. Wenn ich die nicht hätte - würde ich auch nicht trinken.

    So bin ich für mich fast 20 Jahre rumgeeiert - bis eine Therapeutin mich gezielt darauf ansprach, daß der Alkohol die Ursache ist und nicht jeder der Depressionen hat trinkt - jedoch fast ausschließlich jeder der trinkt - an Depressionen leidet.

    Vor etwa 6 Jahren war das. Ich wollte davon nix wissen und bin noch lange rumgeiert. Mein Konsum wurde immer mehr - die Kontrollverluste häuften sich. Die Spirale drehte sich unaufhörlich. Täglicher Konsum, schlechtes Gewissen - das ganze Programm halt.

    Bis mein Tag X kam und ich den Alkohol als Auflösungsmittel meiner Selbst angenommen habe. Ich habe mich hier erkundigt und etliche Bücher zum Thema Alkoholismus gelesen, um zu erfahren, wie diese Droge überhaupt wirkt und es mit meinem Leben reflektiert.

    Ich bin für mich dankbar, daß ich nicht erst eine körperliche Abhängigkeit entwickeln musste, um zu erkennen, daß ein Aufhalten lediglich die vollkommene Abstinenz ermöglicht. Heute bin ich erstaunt, wie tief der Alkohol in mein Leben eingriffen hat.

    Schau für dich genau hin... werde achtsam dir selbst gegenüber, denn der Grat ist extrem schmal.

    Liebe Grüße
    Maria

  • Hallo Sahira,

    ich habe durchaus noch depressiven Phasen, die auch mehrere Tage anhalten können. Es fällt mir aber wesentlich leichter durch diese Zeiten zu gehen bzw. mich daraus zu befreien. Außerdem erkenne ich Tief´s eher und kann so eher gezielt dagegen wirken.

    Mit Alkohol habe ich verharrt und auf der Stelle gestanden... regungslos und handlungsunfähig. Wenn ich mal durch große eigene Anstrengung einen Lichtblick in mir erarbeitet habe, habe ich ihn aus dieser Euphorie darüber durch das Draufkippen schnell wieder ausgelöscht. So befand ich mich in meinem Kreislauf.

    Trinken und hereinfallen ins Loch... durch große eigene Anstrengung wieder herauskrabbeln... Freude drüber es geschafft zu haben... Trinken und wieder hereinfallen.

    Lg Mieken

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