Hallo!
Mich Intressiert, wie Ihr mit eurer Krankheit im Sozialenumfeld umgeht.
In meiner Shg. haben wie schon über das Thema, diskutiert.
Ich selbst gehe sehr offen damit um. Ich lebe in einen kleinen Dorf südlich von München. Die meisten Menschen im Dorf wissen das ich Alkoholiker bin.
Die meisten Leute finden es gut Das ich nicht mehr trinke. In meiner Arbeit wissen auch alle bescheid und unterstützen mich. Ich habe bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht, das ich mit meiner Krankheit so offen umgehe. Was aber für mich gut ist, muß nicht für andere gelten.
Ich wünsche euch allen viel Kraft und Gesundheit, Wolfgang!
Wer darf wissen, das ich Alkoholiker bin?
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kossi -
3. Februar 2010 um 08:39
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Hallo Karsten!
Ich bin Deiner Meinung. In meiner Shg. haben wir darüber Diskutiert und ich habe festgestellt, das viele Angst haben offen zu sein. Darum meine ich das dieses Thema sehr wichtig ist, anderen Betroffenen zu zeigen wie hilfreich es ist offen für seine Krankheit zu sein. Ob Im Privatbereich oder im Beruf.
Grüße, Wolfgang -
Hallo Germane!
Es stimmt, beim Thema Alkoholiker bekommt man ein positives Feedback. Beim Thema Depression, sagen die meisten nur , reiß dich zusammen. Manchmal wünsche ich mir ich hätte Krebs anstatt Depressionen. Krebs wird im Umfeld akzeptiert, Depressionen nicht. Bei meiner Frau und Kinder habe ich ein schlechtes gewissen wenn es um meine Depressionen geht. Wenn es um meine Alkoholkrankheit geht, zeigen alle verständnis.
Viel Kraft und Glück, Wolfgang! -
Hallo Wolfgang und Andreas,
ähnlich wie beim Alkohol führt auch bei der Depression kein Weg am Outen vorbei.
Bei mir ist es so, dass alle in meinem Umfeld meine Depression kennen und erst einige die Alkoholkrankheit.
Wir nehmen den Menschen oft schon IHR Urteil ab, indem wir sagen, sie hätten kein Verständnis.Ich hab hier inzwischen an einigen Stellen gelesen, dass beide Krankheiten oft eine Symbiose bilden.
Ebenso sollte es mit dem Outen gehen. Vorsichtig, an der richtigen Stelle.Der Spruch: Reiß Dich zusammen! bei der Depression ist ungefähr gleichzusetzen mit: Hör einfach auf zu trinken! beim Alkoholismus.
Und wir wissen ja inzwischen, nur nicht trinken reicht ja nicht. So reicht auch nur sich zusammenreißen nicht.Liebe Grüße
Biti -
glück auf
ich hab dazu schon an einigen stellen geschrieben
am ausfühlichsten
gucksdu hier: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…2-0-asc-64.htmlseite 9 :
als aller erstes hab ich gelernt + mir angewöhnt jedem mit dem ich länger als ein paar minuten zu tun habe (z.b. auch urlaubsbekanntschaften) klar und deutlich zu sagen, dass ich trockener alkoholiker bin + als solcher keinerlei alk konsumieren darf.
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matthias -
Ich habe zwischen Entgiftung und LZT alle Bekannten von meiner Krankheit unterrichtet. Mir ist es auch nicht leicht gefallen, aber diesen Schritt halte ich fast für den wichtigsten überhaupt. Dein Umfeld kann dich schützen und wird es auch tun, sofern es sich um wirkliche Freunde handelt. Ich fühle mich einfach besser, wenn alle wissen, dass ich nicht mehr trinken will und bin auf sehr viel Verständnis gestoßen.
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