Hilfe für einen Freund

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Also..hier geht es nicht wirklich um mich sondern um meinen besten Freund.
    Wir habe und in letzter Zeit weniger gesehen weil wir beide nach unserem Schulabschluss viel zu tun hatten und ich im Ausland war, aber wir beide sind sozusagen eine Familie und da ich jetzt wieder hier bun und wir uns jetzt wieder öfter sehen ist mir natürlich sofort aufgefallen das etwas nicht stimmte.
    Da ich nebenbei in einer Bar arbeite hat er mich natürlich besucht und am nächsten Morgen (ich musste ihn nach Hause bringen..) hat er mir dann gestanden dass er nicht wirklich weiter weiß...
    Tja, ich war natürlich auch erst mal fertig, habe aber gleich gesagt das ich ihm helfen werde.
    Natürlich habe ich ihm eine Therapie vorgeschlagen und ihm gesagt das es anders nicht geht, aber er ist nunmal sehr stolz und eigen und sagt das er dass alleine machen will.
    Ich habe mich informiert und weiß dass das nichts bringt...aber ich denke ich werde ihn schon dazu bringen.
    Aber es wird etwas dauern..und jetzt bleib ich mal bis dahin bei ihm und pass auf das er nichts trinkt..
    Jetzt würde ich gerne wissen mit was ich zu rechnen habe...welche körperlichen Folgen wird das haben, wie wird er sich verhalten, ist es überhaupt möglich es für ein paar Tage ohne Medikamente durchzustehen. (Er ist seit ca. 6 Monaten abhängig...davor hat er regelmäßig getrunken...in den letzten Monaten viel zu viel...täglich so viel das er fast permanent betrunken war).
    Ich hoffe jemand kann mir antworten, es ist mir nämlich sehr wichtig...ich werde auch in einem Krankenhaus anrufen und mich erkundigen..wollte es aber auch so probieren da ich es hier vielleicht doch echter erfahre..
    Danke schon mal!
    Franz

  • Danke erstmal..


    Ich habe lange mit ihm geredet und er will aufhören...aber er hat ziemliche Angst davor, was ich sehr gut verstehen kann...
    Ich würde ihn am liebsten gleich ins Krankenhaus bringen weil ich mir einfach Sorgen machen aber er weigert sich permanent dagegen und bis jetzt ist er der Meinung es reicht wenn einfach nur jemand aufpasst das er nichts trinkt.
    Ich halte davon sehr wenig und ehrlich gesagt habe ich auch etwas Angst weil ich nicht weiß was passieren kann und ob er nicht in gefahr ist oder so..
    Ich werde auf jeden Fall erstmal bei ihm bleiben und versuchen ihn endlich dazu zu bringen zu einem Artzt zu gehen...
    Bis jetzt ist es nur so das seine Hände wahnsinnig zittern und er absolut nicht aufstehen will...
    Wenn es schlimmer wird rufe ich auf jeden Fall meinen Hausartzt an mit dem wir auch befreundet sind...nur wollte ich das erstmal nicht weil wir uns eben kennen und mein Freund nicht will das es jemand weiß..
    Ich hoffe nur er kommt zur Vernunft und entscheidet sich ins Krankenhaus zu gehen...

  • Hallo Franz,


    er soll trinken, Tee, Wasser (Kaffee ist nicht gut), soviel wie möglich, seinem Körper fehlt Flüssigkeit. Ein Teelöffel Salz dazu, ist auch gut, aber Haupsache trinken.


    Wird der Alkoholspiegel nach dem Abbau nicht wieder aufgefüllt, kann der Körper sich nicht so schnell umstellen. Entzugserscheinungen sind die Folge: Zittern, Brechreiz, starkes Schwitzen, Schlafstörungen, Angst, Unruhe. Diese Erscheinungen können fast unmerklich mit Schwächegefühlen und Verdauungsstörungen beginnen und sich bis zu einer schweren und lebensgefährlichen Krankheit, dem Delirium steigern.


    Das kann bis zu fünf Tagen nach Beginn der Abstinenz auftreten. Im äußersten Notfall (kein Arzt, kein Krankenhaus erreichbar), bleibt leider nichts anderes übrig, als wieder Alkohol zu trinken.


    viel Glück und das es gut geht


    wünscht
    Henri

  • Hallo Franz, hallo Karsten,


    vom Arzt hatte ich eben nichts geschrieben, weil Franz seinen Hausarzt anrufen wollte, wenn es schlimmer wird.


    Zum Delir noch ein paar Infos

    Das Delir ist eine lebensbedrohliche akute Krankheit. Es kommt dabei zu schweren Angst- und Unruhezuständen, starkem Zittern und Sinnestäuschungen(sehen von weißen Mäusen). Das eigentliche Delir beginnt mit dem Verlust der zeitlichen und örtlichen Orientierung. Das Delir tritt im allgemeinen 2 - 3 Tage nach einem plötzlichen Alkoholentzug auf.


    Bei fehlender Behandlung sterben ungefähr 20% der Deliranten.


    Die Frage stellt sich, wie weit gehst du das Risiko ein, dass er in ein Delir fällt oder einen Krampfanfall bekommt. In beiden Fällen kannst du nur noch dafür sorgen, das er schnellstmöglich arztliche Hilfe erhält, wobei natürlich kostbare Zeit verloren geht. Es muss nicht in ein Delir fallen, aber die Möglichkeit besteht. Was mir zu denken gibt, ist noch nicht einmal das Zittern der Hände, sondern dass er nicht aufstehen will. Deshalb denke ich, es wäre richtig den Hausarzt anzurufen. Damit bist du erst einmal aus der Verantwortung raus.


    Wie heißt es bei er Ersten-Hilfe:"Besser einmal zuviel alarmiert als einmal zu wenig".


    in dem Sinn


    Gruß Henri

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