Alkoholikerin braucht Hilfe

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Für beide Gruppenbereiche kannst du hier Vorstellen und hier bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo, ich bin neu hier, Annelies, Alkoholikerin
    Ich habe mich hier angemeldet, weil ich Rat und Hilfe suche. Eigentlich trinke ich schon länger.Auf Feten, bei Treffen mit Freunden, Zusammenkünften der Familie. Viele kennen das. Es hat lange gedauert,bis ich merkte,daß etwas nicht normal sein kann. Ich brauchte immer mehr, um in Stimmung zu kommen und locker zu werden. Inzwischen kann ich ohne nicht mehr sein.Wenn ich nach unruhiger Nacht am Morgen munter werde, zittern meine Hände. Besser wird es erst wenn ich ein Glas Wein oder Cognac hinuntergeschüttet habe. Ich bin inzwischen davon überzeugt, Alkoholikerin zu sein und komme nun da nicht mehr raus. Ich will, ich muß aufhören zu trinken.Wie habt ihr es gemacht. Aber bitte ohne Arzt, ich schäme mich in Grund und Boden, wenn ich jemanden von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen muß.
    Liebe Grüße Annelies

  • Hallo Annelies


    Auch von mir herzlich Willkommen an Board.


    Wie schon von den Vorpostern erwähnt, Alkoholismus ist eine Krankheit. Und wenn man krank ist, geht man gewöhnlich zu einem Arzt, um sich helfen zu lassen. Das ist bei der Alkoholkrankheit auch nicht anders, und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Schämen musst du dich, wenn du nichts dagegen tust. Als erstes, gehe zu deinem Hausarzt und rede mit ihm offen über deine Krankheit. Dur wirst sehen, es fällt dir leichter als du jetzt glaubst.


    Der nächste Schritt wäre dann für dich, zur Suchtberatung zu gehen, die es in jeder Stadt gibt. Dort findest du Profis, die dich beraten können. Auch hier gilt, keine Angst davor zu haben, denn diese Leute sind es gewohnt, mit uns alkoholkranken Leuten umzugehen und du bist da keine Ausnahme.


    Zu deiner Frage: “Wie habt ihr es geschafft?“
    Ich wurde seinerzeit vom Arbeitgeber vor die Entscheidung gestellt, Therapie oder Kündigung. Ich habe mich für die Therapie entschieden, habe 12 Wochen LZT gemacht und bin seit der Zeit trocken. Ich kann heute nur sagen, es war für mich der einzige Weg, um vom Alkohol wegzukommen.


    Ich wünsche dir, dass du das auch schaffst.


    Gruß Henri

  • Hallo,


    bei uns im Krankenhaus kommen einige Frauen, die immer Angst haben, wenn sie zu ihrem Alkoholproblem stehen sollen. Gerade als Frau ist es noch schwerer sich als Alkoholikerin zu outen.
    Aber ich möchte Dir auch Mut machen. Vertraue Deinem Hausarzt und er wird Dir helfen. Es gibt ja auch die Möglichkeit , seinen Alkoholentzug in einer anderen Stadt zu machen. Einfach mal mit dem Arzt und dem Kostenträger bzw. Krankenkasse sprechen.
    Wenn Du nichts unternimst, wird es nur schlimmer und alle anderen merken es dann doch.
    Dann lieber jetzt ehrlich sein und sich Hilfe suchen.


    Gruß
    Susanne

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