Ich weiß nicht weiter...

  • Hallo AntiA

    Du wirst sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit dein Vater sein Problem einsieht und bereit ist, Hilfe anzunehmen.

    Es ist nicht genau abzuschätzen, wie schnell er zur Therapie könnte. Beantragt wird die Therapie von der Suchtberatung bei der Deutschen Rentenversicherung. Dazu fertigt die Suchtberatung einem Sozialbericht an zu dem auch ein Gutachten des Arztes gehört. Da der Hausarzt so oder so eingeschaltet werden muss, kannst du dich auch sofort bei ihm erkundigen.

    Dass er deinen Sohn nicht mehr sehen darf, ist ein Mittel ihn zu einer Therapie zu bewegen, allerdings halte ich es nicht für eine so tolle Idee wie du es vorhast. Wenn er sich nicht beraten lässt, darf er deinen Sohn nicht sehen, hört sich irgendwie nach einer Art Bestrafung an. Da kann es sein, dass er abblockt, er sich ganz zurückzieht und du ihn gar nicht mehr erreichst. Du kannst es eher so darstellen, dass es nicht gut für deinen Sohn ist, wenn er betrunken mit ihm umgeht und dass du es nicht weiter verantworten kannst. Ein Argument hast du, weil er wegen des Alkohols seine Arbeit verloren hat. Ob du damit die nötige Wirkung bei ihm erzielst, ist zwar fraglich, aber doch sicher einen Versuch wert.

    Wünsche dir/euch viel Erfolg

    Gruß Henri

  • Hallo AntiA,
    also erst einmal: "Therapie machen" heißt noch lange nicht trocken werden.
    Der erste Schritt ist die Einsicht, dass man alkoholkrank ist und sein Leben dahin gehend verändern will, vom Alkohol ganz und gar weg zu kommen. Weil man sonst vor die Hunde geht.
    Laut deinen Schilderungen verharmlost dein Vater sein Trink- und Suchtverhalten ja gänzlich und sieht seinen desolaten Gesundheitszustand nicht. Er müsste also diesen ersten Schritt gehen.
    Dann kann man eben über die Suchtberatung z.B. stationären Aufenthalt für Entgiftung, Therapie usw., wie berichtet, beantragen.
    Aber es gibt eben über das "Trockenwerden" keine Lehrbücher, das wär schön. Es ist vielmehr ein langer Lernprozess, das Leben neu ohne Alkohol zu gestalten (während und nach der Therapie) und diesen nicht zu vermissen oder zu entbehren.
    Glücklich darüber zu sein, von dieser Teufelsdroge weg zu sein.
    Gibt es eigentlich auch eine Mutter (Frau) ?
    LG., Freund.

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