Moin Lotta,
das hört sich ja wirklich schlimm und lebensbedrohend an.
Ich gehe davon aus, dass dein Bruder volljährig ist und daher vom Gesetz für sein Leben selbst verantwortlich ist.
Wie du es schilderst, sehe ich da die einzige Möglichkeit, dass er in einem Krankenhaus einen Entzug macht und dann möglichst schnell in eine Langzeittherapie wechselt. Leider ist es aber so, dass ohne die Einsicht und den absoluten Willen des Selbstbetroffenen es unmöglich ist, ihn dort hinzubringen und auch sicher zu sein, dass er dort bleibt.
Da kann man wirklich nur mit der gesamten Familie versuchen, auf ihn positiv einzuwirken. Das kostet natürlich viel Kraft und man darf aber auch nicht verzweifeln, wenn man nicht das bewirkt, was man damit ja möchte. Der Alkoholismus ist eine heimtückische Krankheit, die dem Menschen jede Willenskraft nehmen kann.
Ich wünsche dir (euch) viel Kraft, deinem Bruder die Augen zu öffnen.
Gruß, Freund.