Hallo mitsch und herzlich willkommen
Wenn dein Vater 16 Jahre trocken war, dann rückfällig wurde, dann wird ihn das ganz besonders hart treffen und er hat das Gefühl, die 16 Jahre waren umsonst. Wenn er es schafft, wieder an die Zeit vor seinem Ausrutscher anzuknüpfen, dann sollte er es auch weiterhin schaffen trocken zu bleiben. Um aber auch moralische Unterstützung zu bekommen ist es vorteilhaft, wenn er in eine Selbsthilfegruppe gehen würde. Dort kann er mit Leuten reden, die dasselbe Problem haben wie er. Dort wird er auch erfahren, dass es immer wieder Leute gibt, die auch nach so langer Zeit wieder mal rückfällig werden und dass er also keine Ausnahme ist.
Wenn er aber eine Therapie mitmachen will, dann muss er zur Suchtberatung, die auch den Antrag dafür stellt. Dort weiß man auch wo es entsprechende Kliniken gibt. In Eußerthal war ich damals und es hat mir dort sehr gut gefallen, wäre nur ca. 30 km von euch weg. Überlegt euch das mit der Klinik, es sieht dramatischer aus, als es ist. Wenn er guten Willens ist, dann kann er das auch mit etwas Hilfe von einer SHG oder auch von der Suchtberatung ohne weiteres schaffen, dann kann man die 2 Wochen auch als Ausrutscher und nicht als Rückfall ansehen.
Wünsche euch viel Erfolg
Gruß Henri