Der 3-Tage Innungsausflug

  • war "Saufen" mit Ansage. Warum habe ich diese primitiven Alk-Gespräche, Verbrüderungen, Anmachen und Peinlichkeiten früher nie gemerkt?
    Ich war entsetzt und hatte zu keinem Zeitpunkt Schmacht. Obwohl wir eine Brauereibesichtigung und einen Cocktailabend auf dem Programm hatten. Ausserdem habe ich mindestens drei Personen als genau so abhängig wie mich erkannt. Schlimm, diese Tricks und Entschuldigungen um "mehr" zu bekommen!! Da wurde mir selbst so der Spiegel vorgehalten, ich war fassungslos.

    Übrigens habe ich meinen klaren Kopf im ANgesicht der grünen Gesichter morgens sehr sehr genossen.

    Liebe Grüße

    Fides

    nordisch by nature

  • Hallo fides,
    mir ging es genauso.,wir bekommen wieder viuel mehr vom Leben mit,


    LG Peter Pan

  • Hallo Fides und Guten Morgen,

    da kann ich mich nur peters Worten anschliessen, man hat nüchtern einfach mehr vom Leben. Ich ärgere mich heut noch drüber, viel verpasst zu haben. Ich kann mich heut über viel mehr Dinge freuen, weil ich sie nicht mehr verpasse. Ich bin nur froh, die Entwicklung meiner Tochter icht versäumt zu haben, sie war zum Glück schon ca. 20 als es bei mir richtig bergab ging und wohnte schon mit ihrem Freund zusammen. Wenigstens das....

    Ja, fides, hähähä, ich denk auch manchmal an die anderen nach Partys, ich kann schon früh aufstehen und bin fit, während es denen noch den ganzen Tag schlecht geht. Schadenfreude ist ja bekanntlich....
    Mit Mitte 20 sieht es noch etwas anders aus, da steckt man noch einiges weg, aber mit Anfang/Mitte 40 sieht das nicht mehr so aus.

    Lieben Gruß
    Sabine

  • Moin Fides,

    ich weiss nun nicht, wie lange du schon trocken bist, möchte dir aber bzgl. deines Ausfluges nachfolgende Geschichte erzählen:

    Ich erinnere mich an eine Wegbegleiterin in meiner Gruppe. Sie wollte sich auch vom Alkohol für immer verabschieden.Was hat sie für entscheidene Maßnahmen ergriffen oder auch nicht.

    Sie erzählte, dass sie am nächsten Wochenende mit ihrem Mann in eine deutsche Weingegend reise, um dort in einem größeren Bekanntenkreis an einer Weinprobe teilnehmen wollte.
    Sie wollte keinen Alkohol trinken, das hatte sie sich fest vorgenommen. Aber eben das Zusammensein, das wollte sie nicht „opfern“, das war ihr sehr viel wert.

    Wir begegneten ihr mit tausend Gründen, mit den Gefahren, die dieses Dabeisein trug. Mit entscheidenen Lebensveränderungen und der Verinnerlichung dieser, die notwendig sind. Letztendlich mit der unerträglichen Situation, die entstehen werde, wenn alle besoffen der Weinprobe fröhnten und sie inmitten dieses Kreises säße. Und immer wieder der Gefahr des Rückfalls. – Sie schwankte, aber fuhr dennoch hin.

    Kurzum, sie hatte dieses Weinfest besucht, aber war wieder mit ihrem Mann kurzfristig abgereist, weil sie es nüchtern nicht ertragen konnte. Getrunken hatte sie nicht. –

    Nun hatte sie aber zuhause im Keller wohl einen recht immensen Weinvorrat, die edelsten Tropfen über Jahre gesammelt. Wir rieten immer wieder diesen zu entsorgen, und wenn er denn wertvoll war, doch zu verschenken.

    Und das war auch eine Veränderung, an die sie sich nicht so heran machen wollte. Begründet als Wert, aber insgeheim sicherlich als Hintertürchen. Das war keine Konsequenz.

    Letztendlich konnte sie eines Tages dieser offen gelassenen Tür nicht widerstehen.

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