Neu hier und ich brauche dringend Euren Rat...

  • Hallo Kleene,

    herzlich willkommen hier im Forum.
    Schön,dass Du zu unserer Selbsthilfegruppe gefunden hast.
    Du hast ja schon viel durchgemacht.Deine Geschichte berührt mich.Momentan kann ich Dir nicht viel schreiben.
    Ich werde das später nachholen.Du wirst sicher noch einige Beiträge bekommen.

    LG Peter Pan

    P.S. Ich hab auch die DVD,auch mir als Mann kullern da noch Tränen

  • Hallo Kleene,

    erstmal herzlich Willkommen hier.

    Viel geschrieben, nö, das hätte wohl eher noch mehr sein können. Da hat sich eine Menge aufgestaut, es ist ja auch sehr sehr viel passiert.

    Ich will mich da jetzt mal kurz halten, da es wie Du Dir wohl vorstellen kannst keine Zentrallösungen aus der Schublade gibt. Hier im Co-Abhängigenforum wirst Du bestimmt viel Sachen finden die Dir bekannt vorkommen.

    Ich denke der Austausch macht es bei Dir. Das Treffen von Gleichgesinnten, das Gefühl mit diesem Problem und all seinen Spielarten nicht alleine dazustehen. Bleib am Ball , und Du wirst bestimmt die eine oder andere Lösung für Dich herausfiltern können.

    Viel Grüsse auch an Deine Knutschis

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Kleene,

    Deine Geschichte macht betroffen. Sie liest sich wie viele Geschichten erwachsener Kinder von Alkoholikern. Du hattest keine Kindheit, keine Jungend und auch als Erwachsene richtest Du Dein gesamtes Leben auf das Deiner Mutter aus und hast immer noch kein eigenes Leben. Du bist darüber mittlerweile selbst krank geworden und hast enorme psychische Störungen. Hört sich schlimm an so komprimiert, nicht wahr? Ist es auch und zwar für Dich. Es ist nämlich Dein Leben. Dein Körper signalisiert Dir, was Dein Verstand noch nicht wahrhaben will. Du vernachlässigst Dich für das Wohl anderer, aller anderen nicht nur für das Deiner Mutter. Das ist nicht gut und das geht auf Dauer auch nicht gut.

    Du fragst was Du tun kannst für Deine Mutter. Garnichts…………..

    Wo der Weg ist? Der Weg ist bei Dir und führt geradewegs zu Dir. Sie Dir selbst wichtig und kümmere Dich um Dich selbst. Sei Dir selbst wieder etwas wert und betrachte Dich nicht weiter geringer als alle anderen in Deiner Umgebung.

    Deine Mutter ist eine erwachsene Frau, fähig sich um sich selbst zu kümmern. Sie hatte genug Möglichkeiten ihrer Sucht zu entkommen, sie hat sie nicht genutzt, sie will sie nicht. Höre auf Entschuldigungen zu suchen für ihr Trinken. Es liegt ganz allein in ihrer Hand und sie will nichts tun. Sie will offenkundig immer noch trinken.

    Es liegt nicht an Dir, nichts was Du tust oder auch lässt ist dafür verantwortlich das sie trinkt. Weder trifft Dich eine Schuld noch kannst Du etwas dagegen unternehmen. Sie will nun einmal trinken. Es ist schwer zu akzeptieren, dass weis ich selbst sehr gut. Lerne ich doch gerade das im Moment und es tut oft weh. Meine Mutter ist zurzeit in ihrer 4 Entgiftung. Du siehst, auch eine Entgiftung ist nicht unbedingt die Lösung aller Probleme. Ob die momentane etwas bringt wird die Zeit zeigen. So sehr es mich freut, baue ich keine Häuser mehr auf ihre Versprechungen und Anläufe. Das ist besser für mich, mein Leben, meine innere Ruhe.

    Das ist der einzige Weg für Dich zu akzeptieren, dass Deine Mutter trinkt und nichts was Du tust oder auch nicht etwas daran ändern kann. Wenn sie trinken will, wird sie es tun. Es ist egal ob Du bittest, bettelst oder flehst. Dein persönliches Leid erreicht sie nicht, wenn sie trinkt. Das ist Teil der Krankheit. Ich weiß nicht wie oft ich auf meine Mutter eingeredet habe wie auf einen dummen Gaul, oft hat das im Streit geendet. Gebracht hat es nichts, nur neues Leid für mich.

    Dein Therapeut hat Recht, viele Alkoholiker bringen sich um. Aber bei ihnen ist es wie bei jedem anderen auch, die die es wirklich wollen schaffen es auch. Du wirst es nicht verhindern können, wenn sie es wirklich will. Wenn nicht wird sie rechtzeitig um Hilfe rufen. Sollte sie es nochmals androhen, dann fahre nicht hin, sondern rufe die Polizei, die kümmert sich dann um alles Weitere. Damit hast Du genug getan, Du lässt sie damit nicht im Stich, aber bist selbst auch nicht präsent.

    Du kannst etwas für Dich tun. Laß Deine Mutter los, höre auf sie täglich anzurufen, sie kontrollieren, dass tut Dir nicht gut und hilft ihr überhaupt nicht. Es schadet nur Dir. Laß Deine Mutter sich um selbst kümmern, auch Deine Schwester ist erwachsen und kann für sich selbst sorgen. Du hast Dein bisheriges Leben ausschließlich anderen gewidmet, es wird Zeit an Dich und nur an Dich zu denken. Du läufst Dingen hinterher, die nicht erreichbar für Dich sind solange Deine Mutter trinkt, ihre Liebe und ihre Fürsorge. Ich bin vom vielen Nachlaufen irgendwann müde geworden und war auch am Ende ziemlich weit unten. Mein Ziel habe ich heut noch nicht erreicht, ich versuche es aber auch nicht mehr. Es gibt inzwischen wichtigeres für mich, MICH!

    Kümmere Dich um Dich selbst, sei Dir selbst wieder wichtig, nimm Dich selbst und Deine persönlichen Sorgen ernst dann hast Du auch wieder die Kraft am Leben teilzunehmen. Die anderen kommen mit ihren Sorgen schon ganz allein und ohne Deine Hilfe klar. Glaub mir, genau das habe ich auch festgestellt. Ich habe mich nicht mehr um alles und jedes gekümmert und mir um ungelegte Eier Gedanken gemacht. Weder ist Welt eingestürzt noch hat sie aufgehört sich zu drehen. Nur hatte ich plötzlich mehr Luft zum atmen. Ein schönes Gefühl.....

    Kümmere Dich um Dein Leben, laß wieder Leben in Dein Leben. Du willst doch nicht so weiter machen oder? Niemand ist auf Dauer allein glücklich. So niedlich Meerschweinchen auch sind, so schön und wichtig es ist gute Freunde zu haben, sie ersetzen keinen Partner und keine Liebe.

    Nimm Dir das nicht selbst, gibt Dir wieder Freude am Leben. Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft die Du brauchst......
    Skye

  • Hallo Kleene,

    ich schließe mich einfach Michi06s Worten an. Du hast nicht die Verantwortung für das Leben Deiner Mutter, sondern für Dein eigenes. Sie hat Dir das Leben geschenkt, aber Dein Leben gehört Dir selbst.

    LG, Meni

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