Beiträge von Whitewolf

    Rumkugeln, Weinbrandbohnen, Mo* Cherie

    Das sind wohl die Klassiker die auch jeder kennt.

    Was ist mit Bierschinken? Benutzt Ihr Senf oder Essig? Reife Bananen oder Apfelmus? Sauerkraut ?

    Tiramisu und Schwarzwälder dürfte auch klar sein.

    Ethanol wird ja als Konservierungsmittel und Geschmacksträger eingesetzt. Damit dürften wohl sehr viele Produkte wegfallen.

    Ich esse schon immer Rum-Trauben-Nuss Schokolade weils lecker ist. Aber da war bis dato nur Rumaroma drinn. ( Gibt es ja von vielen Herstellern)

    In Zukunft schau ich da etwas genauer drauf, ich hasse wegschmeissen. Auch wenns nur Schokolade ist.

    Mir ist vor nicht allzulanger Zeit mal etwas aufgefallen:

    Es gibt beim bekanntesten blau-weissen Discounter eine sehr leckere Schokoladenserie mit den dollsten Mischungen. Da greif ich gerne mal in das Sortiment und da habe ich bemerkt das in der Rum-Trauben-Nuss Schokolade tatsächlich echter Rum verwendet wird. Steht auch klein auf der Packung drauf...

    Hallo?

    Schokolade wird von Kindern konsumiert? Ich dachte da wird nur mit alkoholfreiem Rum-Aroma gearbeitet? Die Schokolade riecht und schmeckt auch richtig scharf nach Rum.

    Ich mag die Geschmacksrichtung eben und hab mir da nix bei gedacht, mit Rum hatte ich es eh nie. Von daher war das bis dato kein Problem für mich.

    Als ich das erste Stück gegessen habe sprangen plötzlich meine Sensoren an...

    Das ist doch wohl der Oberhammer das den Kindern da echter Alkohol ( und nicht wenig ) in den Kopf geschraubt wird.

    Man sollte tatsächlich mal probieren ob die das an der Kasse frei kaufen können...

    Ich tu mich so schwer unter Menschen zu gehen. Hat das jemand schon gehabt. Ich gehe einkaufen, ja, aber das ist für mich schon schwierig. Rein und schnell wieder nach Hause. Hab schon meine sportsachen an, das kann doch nicht so schwer sein. Verdammt.

    Doch, ist es. Es ist für Dich so schwer wie Du es empfindest. Das kann niemand genau nachfühlen und niemand kann darüber urteilen.

    Aber Du musst ja auch nichts erzwingen. Aber akzeptieren für die Zukunft solltest Du es nicht.

    Deine ganz persönliche Geschwindigkeit. Zwei Schritte vor und einen zurück ist auch Fortschritt.

    Du hast schon sehr viel geschafft und Du solltest Dir die Zeit nehmen die Du brauchst. Vertraue auf Deinen inneren Antrieb. Irgendwann löst sich der Knoten schon.

    Wenn Du weinen musst dann weine. Das befreit Dich in kleinen Stücken und ist ein Zeichen dafür wieviel Du gelitten hast. Der Trennungsschmerz ist natürlich da, ist aber nur die oberflächliche Begründung dafür.

    Vielleicht hast Du Dir lange Jahre selbst sehr wehgetan, hast Dich verbogen und Dein Leben und Deine Persönlichkeit in fremde Hände gelegt? Das muss dann jetzt einfach mal raus. Leg in der Therapie die Karten schonungslos auf den Tisch .

    Du fühlst Dich schutzlos und alleine, dabei kannst Du eigentlich alles auch prima ohne Hilfe ( Wäre natürlich auch besser für das Selbstwertgefühl ). Vielleicht solltest Du mit der Psychologin dann mal genauer schauen was das ist, damit Dir das nicht noch einmal passiert.

    Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, wenn ich wie ein getretenes ängstliches Tier mit hängendem Kopf und eingezogener Rute durch die Gegend laufe, werde ich auch so behandelt von der Umwelt. Ich werde bemitleidet, evtl. beschützt , weniger belastet und auch bedauert, lebe wie in einem unsichtbaren Käfig. Will ich das wirklich? Ist das alles was das Leben mir noch bietet?

    Jeden Tag den Kopf ein paar Millimeter höher und die Schritte etwas länger und bestimmter beim auftreten. Dann bekommst Du von Deinem Umfeld plötzlich ein ganz anderes Feedback , wirst immer stärker und bist nicht mehr so verletzlich.

    Aber eins nach dem anderen. Wenn Du so weitermachst wie bisher und Dir in ein paar Wochen das hier alles nochmal durchliest, dann wirst Du vermutlich darüber etwas schmunzeln.

    lG WW

    Einzeltherapeut, 25 Jahre „trocken“, eine Herausforderung. Selbstmitleid nicht zugelassen.

    Ein Glücksgriff.

    Selbstmitleid ist noch vor der eigentlichen kompletten Entgiftung der Zustand, welcher am meisten Zeit verbrennt in den Maßnahmen.

    Weinen ist natürlich erlaubt, wir haben einen schlimmen Weg hinter Uns bis zu Klinik. Aber es muss auch zeitnah wieder aufhören und der Kopf muss wieder hoch. Wir wollen uns ja eigentlich nicht dauernd die Bodenfliesen anschauen und in der Vergangenheit verharren. Am Himmel passiert deutlich mehr, da ist Bewegung und da sind die Farben einer Zukunft.

    Einfach den Körper mal richtig gerade machen und strecken, den Kopf ganz weit nach oben und das Gefühl nachhalten. Das hat einen grossen psychologischen Effekt, ganz ohne Therapeut.

    lG WW

    Hallo NiLiHaMi,

    eine traurige Geschichte, aber notwendig denke ich. Kann sie eigentlich bei der Mutter weitertrinken?

    Sonst hatte ich dies immer gemacht, weil sie sich geschämt und nicht getrau hat.

    Ich hoffe diese Selbstverantwortung ist okay. Oder sollte ich wieder anrufen in der Klinik?

    Sie braucht nur 112 wählen und schon ist sie in einer Klinik. Bei dem Gesundheitszustand wäre das eh angebracht. Von da geht es dann irgendwie weiter.

    Es ist nachvollziehbar das sie da nicht anrufen will, trotzdem muss sie das selbst tun. Dann steckt da auch eine andere Motivation dahinter. Ich kenne dieses "Schamgefühl" nur zu gut, ich habe in meiner Saufzeit auch immer versucht jemanden zu finden der sowas für mich macht. Wenn ich dann einen Dummen gefunden habe, war ich so erleichtert und hab erstmal einen drauf getrunken. 90% dieser fremdausgemachten Termine hab ich dann eh nicht wahrgenommen.

    Mit den täglichen Telefonaten klammert sie an Euch, versucht Ihr Territorium zu halten. Auch diese Spitzfindigkeiten mit anderen Frauen sprechen dafür. Darüber hatte ich schonmal was geschrieben. Sie braucht das für den Kopf und um nicht in Behandlung zu müssen.

    Versuch doch die Telefonate zu reduzieren, bei Euch ist alles im Lot, sie soll sich um sich selbst kümmern. "Nächstes Telefonat wenn Du beim Arzt warst" z.B. . Vorher nicht.

    Versuch so viel Distanz wie möglich aufzubauen. Mit den täglichen Telefonaten hilfst Du Ihr nicht. Das ist eher Leidensverlängerung.

    Nun gut sie sagt auch, dass sie nun weiß, was der Tiefpunkt des Lebens bedeutet

    Mitleidheischendes Rumgefasel. Sie hat keinen Schimmer davon. Aber wenn sie so weitermacht wird sie es evtl. noch erleben.

    Es läuft doch garnicht so schlecht für sie. Sie hat nen Dach überm Kopf, hat jetzt auch noch Ihre Mutter mit reingezogen in Ihre unmittelbare Suchtwelt. Sie kann Dir jeden Tag auf den Pils gehen und versuchen Dich weichzuklopfen. Ob und wieviel sie weiterhin trinkt entzieht sich Deiner Kontrolle.

    Tiefpunkt? Wohl eher Säuferparadies.

    Alles in Allem geht es mir und den Kids gut. Ich kann normal schlafen, mache im Moment was mir gefällt.

    Mit einem nassen Alkoholiker im Haus auf "häuslicher Entgiftung" bricht das alles wieder zusammen. Ich wünsche Dir die Kraft das durchzuhalten, ja, es sogar noch zu reduzieren. Damit Ihr wieder Luft bekommt, aufblühen könnt , mal wieder lachend und unbeschwert in einen Tag starten könnt.

    lG WW

    Ich pack das nicht. Kann mir von euch jemand helfen.

    Ich mache das immer so: Ich teile mir das in kleine Schritte auf und nähere mich an.

    Du könntest Dir vornehmen erstmal Deine Sportsachen zu packen. Wenns dann reicht, dann lass die stehen erstmal. Nix passiert.

    Beim nächsten Anlauf nimmst Du Dir vor schonmal hinzufahren. Die Sachen stehen ja schon, einfach mitnehmen. Wenns auf dem Parkplatz zuviel wird dann fährts Du eben wieder. Passiert auch nix.

    Irgendwann gehst Du dann rein und ziehst Dich schonmal um. Wenns reicht kannst Du jederzeit wieder gehen.

    At last nimmst Du Dir vor an ein bestimmtes Gerät zu gehen, Augen zu und durch. Wenn Du dann erstmal dabei bist klappts von selbst und Du machst die Erfahrung das nichts weiter passiert und alles fällt leichter.

    Also nicht das grosse Ganze samt Abschluss durchziehen wollen und schon im Vorfeld komplett abbrechen, sondern annähern mit kleinen Schritten.

    Irgendwann fragst Du Dich was eigentlich mit Dir los war.

    lG WW

    Ich fühle mich gerade so dumm und hilflos.

    Ich weiß noch nicht mal mehr, ob ich noch auf meiner Seite bin.

    Alles gut, alles richtig gemacht.

    Du schreibst von Traurigkeit, Scham, Angst, Hilflosigkeit und sogar von Dummheit.

    Warst Du schon immer so ( das kleine hilflose dumme Mädchen das an die Hand genommen werden muss )? Oder hat sich das erst im Laufe Eurer Beziehung entwickelt?

    Denk mal genau darüber nach wie Du vorher warst.

    Alkoholiker haben die Gabe zu manipulieren und die richtigen Knöpfe zu drücken, damit der Partner nicht aufmuckt und sie am saufen hindert.

    Das geht am Besten über das Selbstwertgefühl. Sie gaukeln Dir vor wie hilflos Du doch ohne sie bist.

    Du machst auf mich keinen dummen oder hilflosen Eindruck. Aber evtl. musst Du Dich ja erstmal aus dem Loch schaufeln und Dich wieder daran gewöhnen das Du etwas wert bist und auch etwas alleine kannst.

    lG WW

    meine Frau hat mich eben nochmal angerufen und immer und immer wieder gesagt, wie sehr sie bei mir und den Kindern sein möchte, nur bei mir sein will usw.

    Ich vermute das diese Versuche jetzt an Intensität zunehmen werden. Dringlicher. Mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Gründen das Du sie sofort holen musst.

    Wenn Du dann immernoch nicht spurst steht sie vermutlich einfach so vor der Tür.

    Gibt es für diesen Fall einen Plan?

    lG WW

    Das war schon ein mega Schritt für mich. Sie hat mich auch ständig angefleht, dass ich sie nach Hause mitnehmen soll, aber ich habe es verneint. Und bin dann auch irgendwann gegangen.

    Das war ein weiterer wichtiger Schritt und auch wenn es sich nicht so anfühlt war er richtig.

    Ich wünsche Dir, das Du für Dich / Euch da konsequent bleiben kannst.

    Ich versuche mal aus der Sicht eines Alkoholikers zu beschreiben was da jetzt vermutlich passiert:

    Sie wird jetzt irgendwie registrieren, das sie sich ein wichtiges Standbein in Ihrer Suchtwelt weggesoffen hat. Dieses Standbein ist bildlich gesprochen. Es ist nicht mehr als ein gedanklicher Zufluchtsort, an den sie ja immernoch kann wenn ihr danach ist. Es gibt zwischendurch Stunden, an denen sie sich daran festklammert im Kopf und damit über allem steht was passiert.

    Jetzt wird dieser mehr gedankliche Zufluchtsort versperrt. Das muss ersetzt werden um weiter glücklich saufen zu können, um noch Euphorie entwickeln zu können. Die Bettelei wäre z.B. ein Anzeichen dafür. Was genau dieses Loch dann ausfüllt wissen nur die Götter.

    Ich vermute, das jetzt erstmal Ihre Trinkmenge steigt. Ihr jetziges "Gesprächsumfeld" wird mit einer vermehrten Unzufriedenheit konfrontiert. Grundtenor wäre vermutlich : "Alle sind schlecht und wollen ihr böses" . Es werden Scheinwelten im Kopf aufgebaut, hirnrissige Beschlüsse gefasst und Stunden später wieder verworfen. Erleichterung um die nicht mehr vorhandene Verantwortung wechselt mit Panikgefühlen. Der Gedankenkonsens verschiebt sich mehr in die Richtung: "Was ich mache ist klar, bleibt nur die Frage mit wem oder wo." Die Frage nach dem "ob" kommt nicht auf. Das Verletzungspotential an sich selbst und an ihrem Umfeld wird vermutlich steigen.

    Dazu muss man wissen, das Alkoholiker in Ihren Trinkphasen ein anderes Zeitgefühl und Leidensempfinden haben als nüchterne Menschen. Minuten können zu Stunden werden und umgekehrt, dazwischen Blackouts. Alles verschoben.

    Es ist für einen Aussenstehenden, selbst wenn er daneben sitzt, nicht zu ermessen welches Leidpotenzial gerade vorliegt. Eingekapselt im eigenen Rausch.

    Das könnte dazu führen, das sie bald wieder in eine Entgiftung muss, gesteigerte Trinkmenge ( welche das Loch dann leider doch nicht ausfüllen kann )und zunehmende Dunkelheit in der Psyche. Gesteigerter Leidensdruck. Die dunkle Sinnlosigkeit, die Erkenntnis der eigenen Hilflosigkeit wird stärker.

    Das sind ganz schlimme Zustände und Kämpfe, welche sie aber leider ganz alleine bestreiten muss.

    Das ist wichtig für alles Weitere. Alleine, im Kopf muss das stattfinden. Hilfe würde nur ablenken in diesem Prozess. Das macht es für Dich so wichtig den Abstand auch beizubehalten.

    Ich denke die einzige Möglichkeit mit Ihr noch vernünftig über alles weitere reden zu können, wäre wohl gegen Ende einer Entgiftung, wenn sie noch in der Einrichtung ist. Das sind die wenigen Momente, an denen ihr entgiftet und noch im geschützten Rahmen bewusst wird, was alles kaputtgegangen ist und noch kaputtgehen wird. Danach übernimmt der Alkohol sofort wieder die Regie, ob im Kampf mit der Abstinenz oder im Suff. Beides fordert wieder alle Ressourcen.

    Daraufhin erwähnte sie nur, dass eine LZT nichts bringt.

    Wenn sie das sagt dann ist das so. Sie steuert ihr Schiff im Alkoholmeer.

    Streich es aus Deinen Gedanken und triff dementsprechend Deine Entscheidungen.

    Es gibt keinen zu erhoffenden Zeitrahmen für Dich und die Kinder. Entgiftungen dauern, Antragstellungen bis evtl. Therapiebeginn dauern ewig... es ist also nichts da auf das Du warten solltest.

    Nach dem was ich gelesen habe, wage ich mal zu behaupten das sie ohne fremde Hilfe da nicht mehr rauskommt. ( fremd heisst auch wirklich fremd, therapeutischer Abstand, auch Du fällst da raus ) . Sollte sie es schaffen, wirst Du einem anderen Menschen gegenüber stehen, mental stark verändert. Andere Wahrnehmung, andere Prioritäten.

    Du solltest am Besten nicht mehr mit ihr über den Alkohol reden. Ihre Baustelle. Verlasse Dich nicht auf das gesprochene Wort, sondern urteile nur nach den Taten.

    Euer Leben geht ja trotzdem weiter. Verharre nicht in einem wartenden Schockzustand ( Du bist ja dabei Dich freizuschütteln und das ist gut ). Die Lebenszeit, welche sie für sich versäuft, ist auch Eure Lebenszeit die genutzt werden kann und sogar muss. Es geht ja alles weiter.

    Du hast die Waffen aus Unwissenheit und Liebe aufgenommen und Dein bestes versucht. Du hast verloren, das war leider absehbar. Die unbedingte Kapitulation gegenüber der Macht der Alkoholsucht gilt für alle Parteien. Also auch für Dich. Auch wenn es rational und auf Gefühlsebene nicht genau zu beschreiben ist.

    lG WW

    Hallo Evelin,

    auch von mir einen Glückwunsch zum halben Jahr ohne:thumbup:.

    Der Körper und das Gehirn dürften wieder auf Normalbetrieb umgeheilt sein nach diesen Monaten. Die Festplatte auf der das Suchtprocedere gespeichert ist befindet sich jetzt im Stand-By Modus. Ein Schluck Alkohol reicht aus um sie zu wecken und alles fährt wieder hoch und geht an die bekannte Arbeit. Der Körper ist jetzt und für immer darauf vorbereitet den Alkohol schnell und effektiv zu nutzen um schnellstmöglich den Urzustand wieder herzustellen.

    Es wird Situationen geben in denen Du besonders anfällig bist. Wenn die Psyche mal schlecht drauf ist und dies und das noch draufkommt. Dann könnte es sein das Dir der Alkohol als Lösungsmittel der Probleme vorgeschlagen wird.

    Es wäre gut wenn Du dann die richtige Strategie an der Hand hast, nach einem halben Jahr sollte da ja schon einiges abgespeichert sein.

    Ich muss gut auf mich aufpassen und achtsam bleiben. In jeder Hinsicht!

    Damit machst Du alles richtig.

    lG WW

    Hallo NiLiHaMi,

    ich hatte Dir ja am 18.3. mal was zu dem Verhalten geschrieben und versucht darzulegen was da mit Deiner Frau passiert. Und wo Du in Ihrer Rangordnung stehst. Notfalloption.

    Sie ist sehr krank.

    Besserung ist wohl nicht in Sicht. Ob es nicht besser wäre die Kinder rauszuhalten? Ich weiss es nicht genau, vermutlich wäre es besser.

    Sie hat immernoch Macht über Dich

    und spielt das rigoros aus. Fremdgesteuert durch Nervengift, irgendwo zwischen besoffener Euphorie und kaltem Entzug. Je nachdem was gerade Phase ist. Die Zustände können sich innerhalb weniger Stunden um 180° drehen. Darauf kannst Du Dich nicht einstellen, Pläne sind von vorneherein zum scheitern verurteilt.

    Das ist nicht mehr Deine Frau. Das ist nicht mehr die Mutter. Alles nur auf dem Papier.

    Sucht.

    Du weisst nicht mehr wo oben und unten ist, ob helfen oder ignorieren.

    Du hast uns erst nach vielen Wochen eine kurze Situationsdarstellung geschrieben, vielleicht wäre es besser öfter hier zu schreiben? Evtl. können wir Dir ja etwas helfen in dieser Achterbahn.

    lG WW

    Hallo Mare,

    das ist erschütternd und ich kann nicht nachfühlen wie es Dir jetzt gehen mag. Da kommt jetzt einiges auf Dich zugerollt dem Du Dich bestmöglichst stellen musst / willst.

    Du solltest Dir natürlich Hilfe holen um diese Zeit zu überstehen. Was da evtl. angeboten wird solltest Du mit den Ärzten besprechen denke ich.

    Ich hielte es für sehr ungesund wenn Du das alles alleine versuchst zu stemmen.

    Schreib uns doch mal wie es DIR geht, damit wir Dich bestmöglich unterstützen können.

    Was beschäftigt Dich jetzt am meisten?

    lG WW

    Ich habe Sorge, dass ich mich nicht mehr ausreichend mit meiner Sucht beschäftige.

    Was bedeutet für Dich " ausreichend" ? 24/7 ?

    Ich mach mir Druck. Druck alles richtig zu machen

    Trockendruck ? Lieber Trockenarbeit.

    Du kannst die verlorene Sauf-Zeit nicht wieder rückgängig machen. Dieses Druckgefühl gepaart mit einer Anfangseuphorie ist nicht hilfreich für eine gewisse Gelassenheit oder Zufriedenheit.

    Der Körper, das Gehirn und die Psyche brauchen einfach Zeit für die Umstellung.

    Es geht einfach ganz personenbezogen nicht schneller. Preise gibt es auch nicht dafür. Du hast noch Dein ganzes trockenes Leben vor Dir.

    Erhol Dich von einem unsagbaren Vergiftungsmarathon und tausche nicht Trockendruck gegen Saufdruck.

    Wenn Du vor der Macht des Alkohols kapitulierst, verinnerlichst das jeder Schluck die Erkrankung wieder ausbrechen lässt, dann hast Du schon sehr viel geschafft.

    Das Leben gestaltet sich individuell und hat immer Überraschungen parat. Das kannst Du nicht alles auswendig lernen um im Falle des Falles ein Programm abzurufen.

    Menschen machen übrigens Fehler, aus denen kann man lernen.

    In einer Therapie und auch hier im Forum wird nicht geheilt. Es werden Lösungsstrategien an die Hand gegeben. Und nicht alle sind für jeden sinnvoll. Wenn Du Dir ein paar rausgepickt hast die bei Dir funktionieren, dann stabilisiere diese erstmal bevor Du zu neuen Ufern aufbrichst.

    Versteh mich nicht falsch, Du sollst nicht alles einstellen. Aber es sollte doch viel mehr Lebensqualität überbleiben als es Dir zur nassen Zeit möglich war.

    lG WW