Hallo, ich heiße Gerhard

  • Moin Gerhard,

    erst einmal Glückwunsch zu deinem Entschluß am 1.11. und den nunmehr 12 Tagen Nüchternheit.
    Leider konnte ich aber in deinem posting neben deiner Alkoholenthaltsamkeit nicht den Weg und deine Lebensveränderungen entnehmen, die notwendig sind, um eine dauerhafte Trockenheit glücklich zu erlernen und Bestand zu geben.
    Wenn du magst, kannst du ja berichten.

    Gruß, Freund.

  • P.S.
    Was ist, wenn sich deine Frau nicht positiv für dich entscheidet ?
    Fällt dann der Anlass weg ? Das wird ein harter Prüfstein, an dem du jetzt schon hier gewaltig arbeiten kannst.

  • Hallo Gerhard,

    ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Auch von mir einen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung von nun an ein neues "trockenes"Leben zu führen.

    Es wäre schön und auch nötig für Dich, wenn Deine Motivation nicht nur in Deiner zerbrochenen Partnerschaft zu finden ist.
    Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt, zwei hast Du schon getan.
    Seit zwölf Tagen lässt Du das erste Glas stehen, und Du suchst den Austausch, Rat, Hilfe.

    Schreibe ruhig etwas mehr über Dich, und wie der Weg weiter aussehen soll.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Moin Gerhard,

    Mein Weg: nichts mehr Trinken … reicht leider nicht !
    Therapie ist auch nicht unbedingt notwendig, dafür hast du hier eine sehr gute Selbsthilfegruppe gefunden, in der du lesen, schreiben und mit anderen an dir arbeiten kannst, deinen Erfolg für dich bestimmen kannst.

    Motivation ist noch da … puuh, hört sich an wie „ne Kiste Bier ist noch da“.
    Diese Motivation musst du in den finalen Willen umwandeln, nie mehr Alkohol trinken zu wollen.

    Und das eben nicht nur in Hinsicht auf eine Zusammenführung deiner Familie, weil die Gefahr eben besteht, dass dann deine Enthaltsamkeit nur künstlich ist, nicht verinnerlicht wird und du bei Wegfall dieses Anlasses wieder in alte Verhaltensmuster fällst.

    Zu deinem neuen Weg gehören neben häuslicher Alkoholfreiheit auch gravierende Veränderungen in deinem Lebensumfeld, auch Trennungen von bestimmten Personen, mit denen Alkoholkonsum zur Tagesordnung gehören, das Fernhalten von Feierlichkeiten mit Alkohol etc., ein neues Umfeld.
    Es gehört dazu, sich wirklich ein „neues“ Leben aufzubauen, mit neuen Aktivitäten, teilweise neuen Menschen, neuen Perspektiven etc., daraus schöpft man.

    Das alles kann man hier im Forum mit kontinuierlicher Arbeit erfahren und muss es eben im Leben umsetzen. Das fordert aber schon eine gewisse Auseinandersetzung.

    Hierzu bietet sich beispielsweise im geschlossenen Bereich die Möglichkeit an, seinen Weg (etwas verschlossener) zu dokumentieren und in einer geschlossenen Gemeinschaft aufzuarbeiten.

    Du musst die Trockenheit wirklich ab sofort an erste Stelle in deinem Leben setzen, nicht nur „Motivation ist noch da“. Du hast hier kompetente Ansprechpartner und Gleichgesinnte.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Gerhard

    und Herzlich Willkommen hier in unserer SHG und im Forum.

    Das wichtigste wurde schon von meinen Vorschreibern genannt. Der Wunsch nach Trockenheit muss von Dir selber kommen und er muss auch sehr stark sein und an erster Stelle stehen.

    Motivation von außen allein wird nicht ausreichen, auch nicht, einfach nur nicht mehr zu trinken. Um ein zufriedenes, trockenes Leben führen zu können, bedarf es einiger grundlegender Änderungen. Du schreibst, das Du eigentlich keine Freunde mehr hast, auch nicht so schlimm, Du kannst neue Freunde finden, vielleicht hätten die alten eh nicht mehr für Dein neues, trockenes Leben Verständnis gehabt.

    Du kannst auch hier neue Freunde finden, die Dich auf Deinem Weg in die Trockenheit mit Ratschlägen und Unterstützung begleiten können und auch werden. Wichtig ist allerdings dabei, auf Erfahrungen zu vertrauen, Ratschläge WIRKLICH anzunehmen, nicht nur zu lesen. Und auch lernen, sie umzusetzen.

    Das hört sich jetzt alles erstmal schwer an, aber das alles geschieht ja nicht von einem Tag auf den anderen, sondern nach und nach. Mach einen Schritt nach dem anderen auf Deinem Weg, dann kommst Du auch sicher voran.

    Der Weg ist nicht einfach, das wird Dir hier niemand versprechen können, es ist Arbeit an sich selber, aber es lohnt sich allemal. Auch können wir Dir nicht versprechen, das Deine Patnerschaft wieder in Ordnung kommt, denn Du wirst durch Deine Trinkerei viel Vertrauen in Dich zerstört haben. Das ging uns sicher allen so, denn nasse Alkies lügen wie gedruckt, ich bildete dabei keine Ausnahme und Du wohl auch nicht. Diese Vertrauen kann nicht von heut auf morgen zurückkommen, vielleicht magst Du auch mal im CO-Breich reinlesen, dann kannst Du Dir in etwa vorstellen, wie Deine Frau sich fühlte.
    Aber eine Partnerschaft kann wieder aufgebaut werden, auch dafür gibt es hier Beispiele.

    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg in die Trockenheit.

    Lieben Gruß
    Lilly

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