Co-Abhänigkeit und ihre Folgen

  • Hallo Elfe-Ally,

    ein herzliches Willkommen von mir im Forum.

    Wenn Du Dich speziell hier im Co-Abhängigenbereich etwas durch die Thematik liest, wirst Du sehen , das Du mit dieser Problematik nicht alleine stehst.

    Du wirst hier bestimmt im Forum viele Antworten bekommen und nachlesen können, und es gibt überall Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.
    Solche Empfindungen, Schuldgefühle, Selbstzweifel sind ganz sicher auch Folgen von diesen Erfahrungen die Du ja schon beschrieben hast. Wichtig ist vor allem 'das Erkennen', damit Du etwas dagegen unternehmen kannst.

    Schön das Du hergefunden hast.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Elfe-Ally,

    herzlich willkommen hier bei ukns im Forum.

    Hier im Co-Bereich wirst Du viele Antworten auf Deine Fragen bekmmen


    LG Peter Pan

  • Hallo Elfe-Ally,

    auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen !

    Ich hätte auch niemals gedacht, dass man hier soviel Feedback erhält, man sieht "hoppla, die anderen kennen diese Probleme"....und DU BIST NICHT ALLEIN !!!
    Bei uns in der Familie ist das Thema Alkohol eigentlich schon immer "beschrieben". Meine beiden Großväter tranken, deren Väter scheinbar auch....und das Thema ist immer da. Der Vater kommt nach Hause, man stellt ihm bereitwillig schon das Bier hin, weil man weiß, sonst hat er schlechte Laune. Man bekommt als Kind Worte zu hören, die einem als Erwachsener schon arg zusetzen würden. Das gesamte Familienleben ist geprägt vom Alkohol.
    Uuuund es war ein Geheimnis !!! Du hattest niemanden, dem Du Dich anvertrauen konntest, wußtest nicht, wohin mit Deiner Wut, Deinen Gedanken.
    Als ich in der 8. Klasse war lernte ich meine beste Freundin kennen. Selbst ihr habe ich von den Problemen erst viele, viele Jahre später erzählt. Weil ich Angst hatte, dass auch sie sich von mir abwendet, sobald sie davon erfährt. Aber ganz im Gegenteil...sie war für mich da und ist es bis heute.
    Wirklich beschäftigen tue ich mich im Prinzip erst mit dem Problem in unserer Familie, seit meine Tochter geboren wurde. Weil ich in erster Linie nicht verstehen konnte, wie ich bei ihrem Vater an ein absolutes Abbild meines Vaters geraten konnte.

    Heute bin ich dabei, langsam zu verarbeiten. Dabei kommen mir hier und da Tränen, weil die Erinnerungen einfach nur weh tun.

    Im Augenblick habe ich nur einen ausgeprägten Hass auf meinen Vater, und dieser wird bis zu seinem hoffentlich baldigen Tode nicht mehr abebben.
    Früher habe ich mich für diese Gedanken selbst nocht gehasst, aber heute nicht mehr. Kann vielleicht nicht jeder nachvollziehen. Aber er macht uns nur weiter kaputt.
    Im Prinzip könnte ich hier einfach alle Zelte abbrechen und mit meiner Tochter im "irgendwo" ein neues Leben beginnen. Aber leider, leider kann ich es nicht, denn ich hätte begründete Angst um meine Mutter, weil er ihr etwas antun würde. Denn dann hätte er ja die Kontrolle über mich verloren.

    Alles nicht so einfach....

    Gruß,
    Kerstin

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