Kann mir jemand Ratschläge geben?

  • Hallo.
    Ich wende mich an euch, weil ich (besser gesagt mein Freund) ein Problem habe. Ich habe mir eigentlich nie etwas dabei gedacht, dass mein Freund ab und zu ein Bier getrunken hat. Wenn wir weggegangen sind, was nicht so oft vorkam, hat er manchmal was über'n Durst getrunken, aber das ist in seinem Alter ja nicht ungewöhnlich. Aber er hat ein Problem gesehen, wo ich keines sah. Sein ehemaliger Mitbewohner ist momentan in einer Entzugsklinik - wegen Alkohol. Und mein Freund möchte genau dort nicht landen. Er sieht sich selbst auf dem Weg zum Alkoholiker und möchte sich nun Hilfe suchen. Allerdings will er mich da nicht hineinziehen, er denkt, ich würde das vielleicht nicht schaffen. Er will erst mal zu Profis und dann weiterschauen, was uns beiden angeht.
    Jedoch liebe ich ihn und will ihn nicht verlieren. Ich möchte ihm helfen, so gut es geht. Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps, was ich machen könnte oder wie ich mich verhalten kann? Oder wisst ihr, was ihm wohl empfohlen werden könnte, wenn er unter der Woche das ein oder andere Bier trinkt und alle paar Wochenenden betrunken ist?
    Ich möchte ihn wirklich nicht verlieren und hoffe, dass ihr mir mit Rat und Tat zur Seite stehen könnt. Danke.

    Lg, Anyanka

  • Guten Morgen Anyanka,

    herzlich Willkommen hier in diesem Forum.

    Du bist hier sicher ganz richtig gelandet.

    Wenn Dein Freund etwas ändern will, dann ist die erste Hürde schon genommen.

    Denn der eigene Wille ist Grundvoraussetzung für Deine Hilfe.

    Du kannst ihm anbieten, ihn auf seinem Weg in die Nüchternheit zu unterstützen. Doch gehen muss er ihn alleine.

    Wenn er sich professionelle Hilfe holen möchte, ist das doch schon ein sehr guter Anfang.

    Vielleicht kannst Du ihn ja überreden, hier ein wenig mitzulesen.

    Hier sind sehr viele Gleichgesinnte, die sich gerne mit Dir und auch mit Deinem Freund austauschen werden.

    Und ihr könnt sicher auch hier den einen oder anderen Rat oder Tip bekommen.

    Viel Glück Euch Beiden und liebe Grüße
    Speedy53

  • hallo Anyanka,

    herzlich Willkommen bei uns.

    Irgendwie habe ich den Eindruck als ob bei diesem Beitrag die Hälfte fehlt.

    Was bedeutet Profis ? Will er zum Arzt ? In eine SHG, zur Suchtberatung?

    Er will 'deswegen' erstmal schauen wie es bei Euch weitergeht?
    Du hast Angst Ihn zu verlieren? Warum? Weil er trinkt oder der Meinung ist er wäre auf dem Weg zum Alkoholiker?
    Deswegen legt man doch keine Beziehung auf Eis !??

    Was genau willst Du denn für Ihn tun??
    Wenn er Angst hat zuviel zu trinken, warum lässt er es dann nicht?

    Kläre und doch mal etwas detaillierter auf.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • @ Speedy
    Danke für deine lieben Worte. Wenn es möglich ist, werde ich meinen Freund mal mitbringen, hier kann er bestimmt einige gute Tipps bekommen.

    @ Whitewolf
    Kann sein, dass ich in der Aufregung ein bisschen was vergessen habe, ich wollte ja auch nicht zu sehr ins Detail gehen, vielleicht liegt's daran.
    Ich habe Angst um diese Beziehung, da er gestern eigentlich zu mir kam, um mit mir Schluss zu machen. Er weiß selbst noch nicht, wie es weitergehen soll und hat bezweifelt, dass ich diesen Weg mit ihm gehen kann oder will. Ich bin ein sehr sensibler Mensch, vielleicht wollte er mir nichts zumuten. Na ja. Dazu kommt noch etwas Privates, das ich hier nicht so gerne ausbreiten möchte, wo aber Alkohol auch wieder eine Rolle spielte.
    Wo genau er jetzt hingehen will, weiß ich nicht. In dem Schock gestern habe ich ihn nicht ausführlicher nach den "Profis" gefragt. In eine Suchtklinik wie sein Freund will er jedenfalls nicht, so weit ist er wohl noch nicht.

    Ich weiß nicht, was ich für ihn tun möchte. Deswegen wende ich mich an euch, denn ich weiß nicht einmal, was ich machen kann. Aber ich will ihm da durchhelfen, so gut ich kann.

    Keine Ahnung, ob er einfach so mit dem Trinken aufhören kann. Ich denke mal, es wird nicht so einfach wie bei mir (hatte nie ein Alkoholproblem, habe aber vor 2 Jahren von heute auf morgen komplett aufgehört zu trinken), aber auch nicht so schwer wie bei seinem Freund. Wir werden sehen, was ihm empfohlen wird, ob er noch irgendwelche anderen Tipps bekommt. Wäre es denn möglich, dass ihm ein Arzt oder jemand bei der Suchtberatung rät, dass er das alleine machen muss, eine Freundin im Wege stehe oder sonst was?

  • Hallo Anyanka,

    dachte ich mir schon. So wird auch langsam ein Schuh draus.

    Ich denke mehr als abwarten und Ihn von Deinem Hilfsangebot in Kenntnis setzen wird Dir da nicht übrigbleiben.
    Da wir ja auch die näheren Umstände nicht kennen besteht aus dieser Sicht hier natürlich auch die >Mögkichkeit das er den Grund nur vorschiebt weil er die Beziehung sowiso beenden möchte.

    Aber das ist nur spekulativ , das kannst Du Dir sicherlich besser beantworten.

    Jemand der sein Alkoholproblem angehen will, muss deshalb nicht auf eine einsame Insel.

    Da Du selbst ja nicht mehr trinkst wüsste ich auch nicht warum jemand Deinem Freund von Dir abraten sollte. Es sei denn....und da sind wir wieder bei den Spekulationen.
    Ein Partner der hilfreich zur Seite steht ist in fast jeder Lebenslage eine gute Sache.
    Vorrausgesetzt der Patient möchte das auch.

    Da scheint irgendwo der Haken zu sein.

    Ansonsten wäre dieses Forum schon ein guter Tip um sich zumindest zu informieren, was es für Möglichkeiten gibt und auf welchem Stand man ist.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Nun, dass er das sagt, um die Beziehung zu beenden, glaube ich nicht. Er sagte mir zumindest, dass dies nicht das Ende sei und dass er mich nicht verlieren will. Wir waren ja auch ansonsten glücklich, deswegen kam das Ganze für mich so überraschend. Aber was nun wirklich weiter wird, das wird sich zeigen. Der erste Schritt kommt im Laufe der Woche, nämlich dass er sich Hilfe sucht.

    Vielen Dank schon mal für die Unterstützung.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!