Vorstellung

  • Hallo Anla,

    herzlich willkommen im Forum.

    Ich gehe bei deinen Erzählungen jetzt davon aus, habe es so verstanden, dass zum einen du und zum anderen dein neuer Partner Alkohol trinkt.

    Du möchtest ein neues Leben führen, gänzlich fern des Alkohols und in stabiler, lebenslanger Nüchternheit ?
    Dieses Ziel verfolgen wir, mit keinem wenn und aber.

    Es kommt auf deine Initiative an.
    Vieles kennst du, vieles kannst du neu erfahren.
    Hast du schon mit deinem Hausarzt über deine Krankheit gesprochen ?
    Wir sind dir gern behilflich, diesen Weg zu erlernen.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Anla,

    wenn ich dieses große Wort >Lebenslang< benutze, wollte ich nur damit zum Ausdruck bringen, dass wir keine Trinkpausen anstreben, wirklich die ultimative Wende im Leben vorhanden sein sollte, ein glückliches, nüchternes Leben erlernen zu wollen.
    Ansonsten zählen deine nächsten 24 Stunden.

    Sicherlich unterliegst du einem großen Handicap, sollte dein Partner weiter in deinem Beisein Alkohol trinken, ein nicht tragbarer Umstand.

    Gruß, Freund.

  • hallo anla,
    ich denke auch, daß es schwierig, wenn nicht unmöglich wird, mit einem trinkenden Partner zufrieden trocken zu leben, wie sieht es denn bei ihm aus hinsichtlich Einsicht?
    gruß

  • Hallo Anla

    Herzlich Willkommen im Forum.

    Ja, ich seh es auch als sehr problematisch, einen saufenden Freund zu haben. Ich sags mal so, ihr seid ja noch nicht so lange zusammen, wäre es nicht besser für Dich, aus der Sache wieder auszusteigen, sozusagen ein Schrecken mit Ende ?
    Wir steht er dann zu der ganzen Sache, will er denn aufhören, zu trinken ?
    Meine Trockenheit stand und steht für mich an erster Stelle. Hätte mein Mann mich nicht unterstützt, hätte ich die Beziehung beenden müssen, und das hätte ich auch getan. Und mein Mann und ich waren damals schon über 12 Jahre zusammen, ich hätte es trotzdem getan.

    Wie man trocken bleibt, weißt Du ja, aber Du hast aufgehört , an Dir bewußt zu arbeiten, hast Dich selber vernachlässigt, ein fataler Fehler, wie ich sehe und es zeigt mir auch, das niemand vor Rückfällen gefeit ist. Ich weiß nun seit längerer Zeit, das die Arbeit an sich selbst sehr wichitg ist und auch der Austausch mit anderen Betroffenen. Ich denke, das ist auch ein wichtiger Schutz vor einen Rückfall.

    Bei mir ist es eher so, das ich mir denke, ich will NIE WIEDER trinken, das ist mein fester Vorsatz. Und die schweren Tage sind bei mir längst vorbei. Aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, das ich anfangs die Stunden zählte, wo ich mir sagte, Du trinkst nicht.
    Aber ich weiß auch, das jeder Rückfällig werden kann, darum muss man sich so gut wie möglich selber schützen. Und wenn ich jeden Tag an meiner Trockenheit arbeiten müßte, würde ich es tun. Und ich tu es ja auch, und zwar hier, weil das hier MEINE SHG ist.

    LG an Dich
    Lilly

  • hallo anla!
    du schreibst das du eine erfahrene alk bist und weisst wie dein weg sein sollte.was hindert dich daran wieder in eine SHG zu gehen. eine SHG ist wie eine lebensversicherung, wo ich mich einbinde und als sicherheit hilfe für meine probleme habe. das du einen freund hast der ebenfalls alk ist,frag ihn ob ihr nicht gemeinsam eine SHG aufsuchen wollt. wenn nicht bleibt nur abstand,oder hast du schon mal gehört,das ein nichtschwimmer einen ertrinkenden gerettet hat? wünsche dir viel erfolg auf deinem weg zu einer zufriedenheit abstinenz.

    herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Anla,
    ich begrüße dich hier mal verspätet im Forum,und unserer SHG.Du hast wohl recht,wenn Du sagst,daß Du dich nur da abholen kannst,wo Du aus dem Zug ausgestiegen bist,doch was nützt es Dir,wenn Du zig von Zügen einfach an Dir vorbeifahren lässt?Du schreibst,wenn es für dich an der Zeit ist,wirst D,Dir wieder eine SHG suchen in der Du dich aufgehoben fühlst,und wachsen kannst!Tja,aber wann ist es denn an der Zeit?wann möchtest Du denn deinen unterbrochenen Weg fortsetzen,und wieder in den Zug steigen?Fragen über Fragen,die nur Du,Dir am besten beantworten kannst.Eine SHG kann immer gut sein,es kommt aber darauf an,wie ich mich dort auch einbringe,und an mir arbeite!Nur zuhören alleine reicht bei weitem nicht aus,genauso wenig,wie wenn man sagt,ich will nicht mehr trinken,aber das kennst Du ja bereits,also wann geht deine Zugfahrt weiter?

    Liebe Grüße,Andi

  • hallo anla!
    meine regelmässigen besuche einer SHG sehe ich eben als eine art versicherung,denn sie erinnert mich an mein verhalten während meiner saufzeit. es kommen doch immer wieder neue hinzu die mir den spiegel vorhalten und dann von den erfahrungen betroffener lernen. ich stelle in unserer gruppe auch fest,das einige sich nicht mehr so einbinden,wie bei ihren ersten gruppenbesuchen. ich habe mal gefragt was sie daran hindert sich mehr in die gruppe einzubinden.mir konnte keiner eine antwort geben und ich selbst kann sie mir nicht geben,da ich ausser der gruppe mein netzwerk erweitert habe und andere SHGs und seminare besuche.
    in einem gebe ich dir recht.man sollte sich schon eine gruppe suchen in der man sich wohlfühlt. es stellt sich aber auch die frage zum thema: ich möchte mich auch mal über was anderes unterhalten,als nur über alkohol.
    was stört dich daran,wenn du einmal in der woche in die gruppe gehst und wo sich dort 2stunden über alk unterhalten wird.
    wenn mich was daran stört,so muss ich mich doch fragen warum.du hast doch sonst die ganze woche zeit dich mit anderen themen zu befassen. es gibt immer welche aus der gruppe mit denen ich mich auch ausserhalb der gruppenzeit treffen kann.in vielen SHGs gibt es verschiedene gruppen,dabei auch solche wo die betroffenen schon länger abtinenz leben und in der andere themen vorkommen. die gefahr für einen rückfall ist doch dadurch gegeben,je mehr ich mich von der selbsthilfe entferne,je näher rückt der alkohol in den vordergrund.man nimmt das thema alk nicht so ernst und bei irgend einer gelegenheit schlägt er zu.diese erfahrung habe ich durch gespräche mit rückfälligen gemacht. als ich aufgehört habe zu saufen,war dies ein wichtiger lebensabschnitt und den möchte ich heute nicht mehr aufs spiel setzen. dafür brauche ich die gruppe, oder gespräche mit betroffenen.

    herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
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