Hallo paddy.
Als ich noch gesoffen hatte, habe ich mir keinerlei gedanken darüber gemacht, was alkoholismus und co-abhängigkeit ist.
Warum sollte ich auch, denn ich wollte doch nur eines, in ruhe saufen zu können ohne das mir einer vorhaltungen macht.
Auch meine frau machte sich keine gedanken darüber, das sie meine sauferei durch ihr verhalten noch unterstützte.
Die gedanken waren bei ihr doch nur darauf fixiert mich von meiner sauferei wegzubringen egal wie und mit welchen mitteln auch immer.
Sie erzeugte doch durch ihre verhaltensweise schuldgefühle in mir und die wollte ich doch nicht auf mir sitzen lassen, also ging es zum angriff über. Raus dabei kamen streit bis hin zum schweigen. Das wir uns dadurch beide isolierten war uns doch gar nicht bewusst. Nur hielten wir die isolation nicht lange aus und so fing einer von uns wieder an sich dem anderen zu nähern. Was vorher passierte wurde bewusst unter den tisch gekehrt, weil sonst neuer streit vorprogammiert war. Es änderte sich bei uns erst etwas, als sich meine frau aus der isolation löste und sich mit anderen austauschte, die das spielchen schon kannten.
Erst als meine frau lernte, das sie verantwortung für sich übernehmen musste, wollte sie den teufelskreis durchbrechen, änderte sich was bei uns. Dies geschah nicht von einem zum anderen tag sondern brauchte seine zeit , bis auch ich begriff was ich wollte. Der begriff co ist leicht dahingesagt und mich wundert manchmal, das man sich anscheinend damit zufrieden gibt wenn man herausgefunden hat das es so ist. Geht es bei den co um das gleiche wie bei dem alki. Er muss sich aushalten können um nicht wieder in alte verhaltensweisen zu fallen.
Hält der alki den druck nicht aus greift er wieder zur pulle und der co geht wieder auf das alte spielchen ein welches er doch eigentlich zur genüge kennt.
Ich bin nicht nur alki sondern auch ein co. Meine tochter ist auch alkoholikerin
Gegenüber meiner frau kann ich mich in den trinkenden versetzen weiss aber besser mit meiner co-abhängigkeit umzugehen. ich habe mir gegenüber meiner tochter grenzen gesetzt die ich einhalten musste und nicht meine tochter. Das es mir dabei nicht gut ging, brauche ich eigentlich nicht grossartig erläutern. Aber ich habe mich dabei ausgehalten und konnte dabei meiner tochter mehr helfen, als wenn ich auf ihr spielchen eingegangen wäre. Frauen ticken bei der co-abhängikeit anders als männer, weil sie glauben, alles negative von den anderen fernhalten zu müssen. Das sie sich dabei vergessen brauche ich hier nicht näher erwähnen, welches man ja des öfteren lesen kann. Frauen haben mehr schwierigkeiten mit dem loslassen als wir männer, obwohl wir genauso lieben wie sie.
Es grüsst recht herzlich heinrich