Beiträge von klaro

    Hallo paddy.

    Als ich noch gesoffen hatte, habe ich mir keinerlei gedanken darüber gemacht, was alkoholismus und co-abhängigkeit ist.
    Warum sollte ich auch, denn ich wollte doch nur eines, in ruhe saufen zu können ohne das mir einer vorhaltungen macht.
    Auch meine frau machte sich keine gedanken darüber, das sie meine sauferei durch ihr verhalten noch unterstützte.
    Die gedanken waren bei ihr doch nur darauf fixiert mich von meiner sauferei wegzubringen egal wie und mit welchen mitteln auch immer.
    Sie erzeugte doch durch ihre verhaltensweise schuldgefühle in mir und die wollte ich doch nicht auf mir sitzen lassen, also ging es zum angriff über. Raus dabei kamen streit bis hin zum schweigen. Das wir uns dadurch beide isolierten war uns doch gar nicht bewusst. Nur hielten wir die isolation nicht lange aus und so fing einer von uns wieder an sich dem anderen zu nähern. Was vorher passierte wurde bewusst unter den tisch gekehrt, weil sonst neuer streit vorprogammiert war. Es änderte sich bei uns erst etwas, als sich meine frau aus der isolation löste und sich mit anderen austauschte, die das spielchen schon kannten.
    Erst als meine frau lernte, das sie verantwortung für sich übernehmen musste, wollte sie den teufelskreis durchbrechen, änderte sich was bei uns. Dies geschah nicht von einem zum anderen tag sondern brauchte seine zeit , bis auch ich begriff was ich wollte. Der begriff co ist leicht dahingesagt und mich wundert manchmal, das man sich anscheinend damit zufrieden gibt wenn man herausgefunden hat das es so ist. Geht es bei den co um das gleiche wie bei dem alki. Er muss sich aushalten können um nicht wieder in alte verhaltensweisen zu fallen.
    Hält der alki den druck nicht aus greift er wieder zur pulle und der co geht wieder auf das alte spielchen ein welches er doch eigentlich zur genüge kennt.
    Ich bin nicht nur alki sondern auch ein co. Meine tochter ist auch alkoholikerin
    Gegenüber meiner frau kann ich mich in den trinkenden versetzen weiss aber besser mit meiner co-abhängigkeit umzugehen. ich habe mir gegenüber meiner tochter grenzen gesetzt die ich einhalten musste und nicht meine tochter. Das es mir dabei nicht gut ging, brauche ich eigentlich nicht grossartig erläutern. Aber ich habe mich dabei ausgehalten und konnte dabei meiner tochter mehr helfen, als wenn ich auf ihr spielchen eingegangen wäre. Frauen ticken bei der co-abhängikeit anders als männer, weil sie glauben, alles negative von den anderen fernhalten zu müssen. Das sie sich dabei vergessen brauche ich hier nicht näher erwähnen, welches man ja des öfteren lesen kann. Frauen haben mehr schwierigkeiten mit dem loslassen als wir männer, obwohl wir genauso lieben wie sie.

    Es grüsst recht herzlich heinrich

    Hallo tegan 71!

    Wie du die sache angehst,finde ich richtig und du bist wieder um eine erfahrung reicher.
    Es bringt dir nämlich nichts, wenn du dich in deinem zimmer einigelst und vor deiner sucht die flucht ergreifst.
    Trocken sein, heisst nicht nur den alk weglassen und der rest erledigt sich von selbst, sondern bedeutet arbeit und dabei auch einige dinge ausprobieren um festzustellen was sie in mir auslösen.
    Ich sehe dein beisein zum grillen mit den nachbarn positiv, den die gesellschaft ist nun mal so wie sie ist. Da du dich entschlossen hast, keinen alk mehr zu trinken, hast du gegenüber anderen dies deutlich gemacht in dem du dich geordet hast.
    Du bist offen damit umgegangen und hast damit den anderen den wind aus den segeln genommen die vielleicht mit bohrenden fragen an dich heran getreten wären.
    Dieses konntest du aber nur, weil du vor dem alk kapituliert hast.

    Herzlichst heinrich

    Hallo spinnmeise!
    Einmal co immer co kann man so und so sehen. Es ist das selbe wie bei dem alki. Er bleibt zwar immer ein alki, aber wie ich dabei mit mir umgehe ist das entscheidende. Dabei zählt die offenheit und ehrlichkeit zu sich selbst und die bereitschaft was an mir zu verändern. Ich bin ein alki und bin auch ein co, da meine tochter die gleiche krankheit hat wie ich. Ich bin, im gegensatz zu meiner tochter einige mai monate länger abstinent lebend und weis wie lange der lernprozess dauerte um mit mir selbst erst mal zufrieden zu sein. Ich musste lernen, mich erst mal so zu nehmen wie ich bin und wohin mein weg gehen soll. Ich musste erst mal reifen, mich lieben lernen meine probleme ansprechen, meine schwächen zum positiven umwandeln, mich in meiner abtinenz festigen, neue wege gehen und dabei rückschläge hinnehmen können ohne in selbstmitleid zu fallen usw.usw.
    Da ich nun mal alki bin kann ich mich sehr gut mit trinkrenden menschen unterhalten, weil ich mich selbst in ihnen wieder erkenne als ich noch meine nasse zeit hatte. Ich weis genau, was auf mich zukommt wenn sie sich winden wie ein aal, denn das habe ich damals genauso gemacht. Am anfang meiner abstinenz habe ich auch schwierigkeiten mit meinem umfald gehabt um mich denen anzupassen, aber mit der zeit konnte ich immer besser damit umgehen.
    Wir in der gruppe fragen uns auch, warum sich viele cos wieder einen partner mit den gleichen problemen suchen, die der anlass waren sich von den letzem zu trennen. Meiner ansicht nach weiss er sehr gut mit solch einem partner umzugehen, auch ist die angst vorhanden, erst mal allein zu bleiben und vielleicht keinen partner mehr zu finden. Ich habe es bei meiner tochter erlebt, die sich von ihrem mann auf druck von mir scheiden lies, da sie angst hatte, ihr würde sonst ihr kind abgenommen. Ihr mann war alki und sie fing auch an zu trinken, welches zur abhängigkeit bei ihr wurde. Auf mein anraten hin machte sie eine ambulante thera in einer klinik und es ging auch einige zeit ganz gut bei ihr. Mit der zeit bekam sie angst keinen partner mehr zu bekommen und begann beziehungen die von keiner dauer waren. Sie hatten alle damit zu tun, das der partner trank und schwupps war sie wieder da gelandet wo sie schon mal stand. Ich möchte mit dem verhalten bei meiner tochter zeigen, das sie noch nicht gereift war und noch nicht wusste wohin sie will. Ich bin jetzt 40 jahre verheiratet und habe mit meiner frau alle höhen und tiefen durch. Bei uns war auch schon scheidung ein thema und das nicht nur während meiner saufenden zeit sondern auch am anfang meiner trockenen phase. Nach ungefähr einem jahr hatten wir streit weil ich meine tochter grenzen setzte mir gegenüber. Meiner frau passte das nicht und wollte sich scheiden lassen. Das ist co-abhängigkeit denn anstatt sich aus dem streit herauszuhalten schützte sie meine tochter. Auch ich habe gegenüber meiner familie noch co-abhängiges verhalten und werde es auch nie ablegen, weil ich es in manchen dingen gar nicht möchte obwohl ich das gegenteil sage. Ich kann aber dabei äpfel von birnen trennen. Ich habe früher gesoffen und meine frau hat bei manchen feierlichkeiten auch nicht ins glas gespuckt. Ich habe dann für mich entschieden einen anderen weg zu gehen und nicht für meine frau. Sie trinkt auch heute noch bei manchen anlässen alkohol, aber zuhause trinkt sie nichts ausser es stehen geburtstage an. Auch das ist ihre entscheidung womit ich ganz gut leben kann. Vorstellen kann ich mir aber bei weitem nicht, mit einem partner zu leben, der den alkohol mehr liebt als wie das zusammen sein mit mir. Ich würde mich auch nicht unter druck setzten mit der suche nach einem partner und sollte einer kommen so würde von anfang ich mit offenen karten spielen und sagen wie meine einstellung zum theme alkohol ist und aus die maus. Das bin ich mir doch wert und die wird sich auch nicht ändern.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich alk und co

    Als ich nach meiner ersten thera gefragt wurde warum ich keinen alk mehr trinke fand ich immer wieder irgendwelche ausreden um nicht sagen zu mussen das ich alki bin.
    Nach meiner zweiten thera machte ich nägel mit köpfen und ging ehrlich mit mir um. Wer fragt denn warum ich keinen alk mehr trinke? Doch bestimmt keine fremden, denn denen intressiert es doch gar nicht. Gefragt werde ich doch von menschen die mich von meiner saufenden zeit her kennen. Es kommt darauf an wer mich fragt und bei manchen werfe ich den ball zurück und stelle gegenfragen z.bsp. warum er es wissen will. Meistens bekomme ich darauf keine fragen mehr gestellt obwohl es mir egal ist, denn ich stehe voll und ganz zu meiner früheren sauferei und zu meiner heutigen trockenheit. Ich habe auch kein problem mich zu outen, nur macht es mir bei manchen personen spass gegen fragen zu stellen um deren reagtionen zu sehen. Es ist doch irgendwie komisch sich hinter banale ausreden zu verstecken, denn als ich noch gesoffen hatte und manchmal die bürgersteigbreite gemessen hatte, war es mir egal was die leute von mir dachten. Da war ich doch für viele intressant. Soll ich jetzt wo ich nüchtern durchs leben gehe und stolz auf mich sein kann, sagen lasst mich in ruhe und fragt mich nicht denn ich saufe nicht mehr und mir geht es gut dabei. Für mich ist diese verhaltensweise genauso wie während meiner saufzeit.
    Ich wurde mal im urlaub von einer fremden gefragt, ob ich alki sei weil ich kein beir vor mir hatte. Als ich diese frage mit ja beantwortete zog sie sich ins schneckenhaus zurück und redete nicht mehr mit mir. Das war mir aber so egal, denn wenn in china ein sack reis umfällt ist mir auch egal.
    Die bitterste medizin ist die wahrheit, aber auch die heilsamste.

    Es grüsst recht herzlich heinrich

    Hallo wurdelbrumpft!

    Will dir mal meine erfahrung mit saufdruck schildern. Als ich das erste mal aufhörte zu saufen, geschah es auf druck von meiner familie und meinen arbeitgeber. Da ich ihre
    Ewigen nörgeleien satt hatte entschloss ich mich eine therapie zu machen. Damit hatte
    Ich meine familie und meinen arbeitgeber ruhig gestellt, denn ich machte ja was.
    Nach meiner thera hielt ich mich 5jahre trocken, welches ich heute als die hölle auf
    Erden bezeichne, da ich mich für keine seite entschieden hatte und die thera ja auch nicht
    Wegen mir gemacht hatte. Der saufdruck war über die 5jahre ennorm und ich versuchte jede feier so gut es ging aus dem wege zu gehen. Ich fing dann wieder an zu saufen und mein absturz war grösser als beim ersten male. Wieder machte meine familie druck aber diesmal soff ich munter weiter egal welche drohungen auch kamen. Eines tages merkte ich, das es so nicht weitergehen konnte und ich an meiner sauferei zugrunde gehe, da der alk doch stärker war als ich. Ich kapitulierte vor dem alk und holte mir hilfe. Ich wollte endlich ein alkoholfreies leben führen, egal was auf mich zukam. Von da an war mein wunsch zu trinken weg, musste mich aber entgiften, da ich auch körperlich abhängig war. Ich machte wieder eine thera, weil ich aus meinem umfeld erst mal rausmusste um mit mir ins reine zu kommen.
    Heute bin ich einige jahre abstinend und führe ein zufriedenes leben ohne alk. was saufdruck heißt weiss ich auch noch heute aber ich habe keinen mehr gehabt seid ich kapitulierte und offen mit mir und der wahrheit umgehe.

    Herzlichst heinrich

    Hallo liebe pauliese!

    Was ich dir geschrieben habe ist auf mich, als ich noch gesoffen habe gemünzt, ist aber bei jedem anders. Mache werden agressiv, depressiv, ziehen sich ins schneckenhaus zurück oder gehen zum angriff über. Was du von deinem mann schreibst,(mit der pulle in die hand) kenne ich doch bestens, nur hatte ich sie nicht immer in der hand, aber meine frau sah es mir an wenn ich was getrunken hatte, den sie kannte mich bestens. Es kamen dann die worte, musst du schon wieder trinken und schon war streit vorprogrammiert. Wäre ich kein abhängiger gewesen, so hätte ich doch locker darüber hinwegsehen können und meiner frau erklären können, weshalb ich gerade was trinke oder getrunken habe . Jeder reagiert eben anders, aber meine frau bemerkte doch das es nicht mehr so war wie vorher und sich was verändert hatte. Ich kann auch deine angst verstehen, die du hast, um deinen mann darauf anzusprechen aber das ist deine entscheidung, nur verändert sich dadurch gar nichts.
    Die meisten Menschen fürchten die Wahrheit. Denn meist ist die Wahrheit der erste Schritt zu einer Veränderung. Und nichts fürchtet der Mensch mehr als Veränderungen. Ich wussre ganz genau das mein trinkverhalten nicht in ordnung war und fühlte mich entdeckt.Auch ich hatte angst und scham genauso wie meine frau, dinge anzusprechen die unbequem waren. Auch ich und meine frau gaben uns schon die antworten, die kommen würden, stellte man diese oder jene frage. Meine frau fing als erste an sich hilfe zu suchen und das war gut so. na klar ist das ganze ein lernprozess und es seine zeit braucht bis man sich überwindet dinge anzusprechen die unangenehm sind aber einer bei meiner frau und mir war es gut und ihre offenheit brachte endlich licht in das ganze.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hier Heinrich

    Es scheint, das ich mit narzisst sein eine dikussion angefacht habe und mit denen einige anscheinend ein problem haben.
    Ich habe nichts von narzissmuss geschrieben sondern das selbstliebe (narzisst sein) nicht schlecht ist und dazu stehe ich auch.
    Ich möchte mal eine frage in die runde werfen. Ist ein mensch, der täglich zum abend 1bis2 flaschen bier oder 1bis2 glas wein trinkt ein alkoholiker??????
    Kann er gleich gestellt werden mit einem, der sich täglich die kante bis zu einem gewissen level gibt??????

    Herzlichst heinrich

    Hallo pauline


    ER hat kein Problem mit seinem alkoholkonsum- noch nicht jedenfalls. dass Problem damit habe im Moment nur Ich.
    Solange es ihm nichts ausmacht, unter zu viel Alkoholeinfluss
    - wirres Zeug zu erzählen bzw. gar nicht mehr zu wissen, wovon er redet
    - aggressiv, unbeherrscht und verletzend zu sein
    - irgendwo in der Wohnung herumzuliegen und zu schlafen
    - zu lallen, zu schwanken, dümmlich auszusehen
    - zu stinken, als wäre er völlig von Alkohol durchdrungen
    - kaum mehr S** zu haben ( oder haben zu können)
    - Probleme in der Arbeit zu bekommen, ständig zur Kontrolle gehen zu müssen
    - mich mit all dem sehr zu verletzen und in größte sorgen um ihn zu stürzen
    solange all dies ihm nichts ausmacht, kann er sein Problem nicht nur nicht erkennen, er hat schlichtweg keines!
    dass Problem bei der ganzen Sache habe im Moment nur ICH.


    Ich bin alki und schon einige mai monate trocken. Als ich deinen tread gelesen habe, bin ich gleich an meine nasse zeit erinnert worden. Bei mir war es auch ein schleichender prozess und man anfang habe ich mir auch keine verstecke angelegt. Mit der zeit änderte sich das und damit ich immer auf der sicheren seite war jederzeit den alk zur verfügung zu haben, legte ioch mir verschieden depots an. Meine frau war am anfang auch in dem glauben ich würde doch gar nicht so viel trinken, weil es nicht in ihrer gegenwart geschah. Dabei habe ich mir immer einen gewissen pegel angetrunken und wenn der runter ging wurde ich nervös und musste nachschütten um ihn wieder ins rechte lot zu rücken. Ich war ein sogenannter spiegeltrinker der immer seinen level brauchte und auch hatte aber nie besonders auffiel. Wie sollte es auch denn die anderen kannten mich ja nicht anders. Anders wurde es danach bei meiner frau, die mit der zeit immer misstrauischer wurde. Sie fand zufällig ein versteck und stellte mir die pulle vor die nase, aber um ausreden war ich nicht verlegen und konnte meine frau einigermaßen ruhig stellen. Nur musste ich mir neue verstecke einfallen lassen, da sie vermehrt nach verstecken suchte und teilweise auch fand. So zog sich das ganze über jahre hin und es änderte sich nichts in unser beziehung. Vorhaltungen, drohungen, versprechungen waren an der tagesordnung aber wurden nicht eingehalten. Also änderte sich nichts an unserer beziehung und so wäre ich doch blöd gewesen mit dem saufen aufzuhören. Erst als meine frau sich hilfe holte und sich über alkohol und seine folgen schlau machte bei denen, die dass schon durchgemacht haben und sich im klaren war, das sie durch stillhalten nur unsere leidenszeit verlängerte, sie aber jetzt was an sich änderte wurde es bald anders. Sie lies mich saufen, machte keine kontrolle mehr, grenzte sich von mir ab und fragte ich was los sei bekam ich zur antwort, ich wüsste schon was los war, welches letztendlich auch stimmte. Das ganze zog sich solange hin, bis ich bereit war, was für mich zu tun und mir auch hilfe suchte und annahm. Meine ehe hat heute noch bestand aber sie stand jahrelang auf der kippe. Wir haben während meiner saufzeit viel durchgemacht und ich könnte ein buch davon schreiben, aber heute weiss ich, das man nur an sich selbst was ändern, es einhalten und grenzen sich und anderen gegeüber setzen sollte. Ich musste lerne mich zufrieden zu stellen und meine zufriedenheit bewirkte, das sich unser familienleben auch zum besseren anderte.
    Ich kann mich auch voll in die co-rolle hineinversetzten, weil ich auch ein co bin. Es fällt einen unheimlich schwer zuzusehen und nicht daran ändern zu können aber die grenzen sollte man versuchen einzuhalten, aber jederzeit da sein umd den süchtigen zu begleiten sollte er sich dazu entschliessen was gegen seine sucht zu machen. Sei mal narzisst und lerne dich selbst kennen und lieben und du wirst sehen, das sich dein mann ändert, wenn ihm was an euer beziehung liegt. Störungen können immer wieder auftreten aber man sollte lernen, sich selbst dabei auszuhalten.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo besucherin!
    Du hast kein problem mit deinnem trinkenden partner, sondern mit dir selbst. Hast du dich schon mal gefragt, ob du dich selbst liebst mit all deinen stärken und schwächen? Ich bin ein ehemaliger spritkopf und deine worte, ich mache vieles für andere und helfe denen wo es nur geht, kenne ich bestens von meiner saufzeit. Ich hatte auch einen sprachfehler und konnte nicht nein sagen, war immer für andere da, bekam anerkennung und vergass dabei mich selbst. Ich hielt mich selbst nicht mehr aus und der griff zur pulle war vorprogrammiert. Ich vereinsamte mit der zeit in mir selbst und es wurde immer schlimmer, den ich lebte als gefangener in mir selbst. Was nützte mir dabei das lob von anderen, wenn es mich selbst nicht weiter brachte. Nach jahre langer sauferei wurde mir klar, das ich was an meinem leben ändern musste. Ich hörte auf zu saufen, aber das reichte mir nicht. Ich musste erst mal lernen, was ich wollte und was mich befriedigte und zufrieden machte. Das waren nicht die dinge, den anderen zu helfen und von denen anerkennung bekommen, was ich heute im klaren kopf genauso bekomme wie damals im besoffenen kopf.
    Ich wurde narzisst, lernte mich so zu nehmen wie ich bin und wo ich was verändern konnte, packte ich es an ohne mich zu fragen was dabei herauskommt. Ich mache meine zufrieden heit nicht mehr daran fest, was ich anderen gutes tue, sondern was tue ich mir gutes. Ich lernte, mir grenzen aufzusetzen um was an meinen sprachfehler zu ändern, in dem ich lernte „nein „ zu sagen auch wenn ich dabei manchmal ein schlechtes gewissen bekam. Ich weiss auch was es heisst co-abhängig zu sein, da ich selbst davon betroffen bin, aber ich weiss auch, das ich den süchtigen nicht davon abbringen kann, sondern es es selbst wollen muss. Das hat auch nichts mit verlassen zu tun sondern mit loslassen. Ich war bereit zu helfen aber gehen musste der süchige den weg selbst. Heute vernachlässige ich mich nicht mehr, egal was andere von mir denken. Ich muss heute nicht mehr anderen alles recht machen, sondern nur einer person, nämlich mir selbst.


    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo hartmut!
    Ich bin ein alki und auch ein co.
    Ich war doch als alki nicht anders als die co abhängigen, die hier ihre erfahrungen austauschen und noch nicht bereit sind, die fehler bei sich zu suchen und nicht bei dem partner. Ist doch völlig normal, denn veränderungen an sich vorzunehmen, bedeutet harte arbeit an sich selbst.
    Ich habe am anfang auch nicht auf ratschläge anderer gehört, obwohl ich wusste, das etwas dran sein muss und es eigentlich nicht verkehrt ist danach zu handeln.
    Den ratschläge sind wie abgetragene kleider. Man benützt sie ungern, auch wenn sie noch passen.
    Ich finde es schon mal gut, das man überhaupt hier im forum zum austausch bereit ist, auch wenn manchmal von der eigentlichen thematik abgelenkt wird, aber es ist immer noch besser, als überhaupt nichts zu unternehmen.
    Ich änderte doch erst etwas an mir, als ich mich nicht mehr aushielt und ein anderes leben wollte, egal was dabei herauskommt.
    Erst als ich meine scham und angstgrenze überwand und damit bekann, mit den leichen (problemen) in mir offen umzugehen, sie zu entsorgen, keine heimlichkeiten mehr zulies,
    lernte mich selbst wieder wichtig zu nehmen und zu lieben, fing mein weg zur gesundung an. Wie lange ich dazu brauchte um damit zu beginnen ist eigentlich nebensächlich, das wichtigste ist, das ich überhaupt mal damit beginne
    Denn eines ist mir dabei klar geworden, das es nicht mehr so ist (wird) wie vor meiner saufzeit, sondern anders. Darin sollten sich der alki und co schon bewusst sein.
    Ich bin auch ein co und normal müsste ich die grenzen bestens kennen die man gegenüber einem alki einhalten sollte, aber auch ich bin nicht immer perfekt darin und das ist auch gut so. aus der ferne betrachtet, ist es leicht zu sagen, eiere nicht so herum und handele endlich und aus die maus. Man hat aber auch gefühle und die sollte man auch berücksichtigen.


    Herzlichst heinrich

    Hallo nino

    Wenn man verzweifelt ist und vom mann so niedergemacht wird,steht man sich selbst im weg und kommt nicht auf den gedanken, das man einiges daran abstellen kann.
    Wenn es dir ernst ist, von ihm nicht mehr belästigt zu werden,
    so kann man seine e-mail adresse ändern und sich auch eine andere telefonnummer geben lassen.
    Wenn sich dann immer noch nichts ändert, lasse ihm durch deine anwältin zukommen, wenn er dich weiter belästigst, würdest du ihn bei der polizei wegen mobing anzeigen.
    Hört sich für dich vielleicht hart an, aber einen anderen weg gibt es nicht, willst du ruhe vor ihm haben.
    Meine tochter hat das, was du gerade mitmachst mit ihrem mann erlebt und wollte auch nicht diesen schritt gehen.
    Als es aber immer schlimmer wurde und er ihr drohte habe ich die polizei gerufen und sie hatte etwas ruhe vor ihm. Natürlich bekam ich dann drohungen von ihm, aber da ich diese immer an die polizei weiter leitete und diese bei ihm vorstellig wurde kam nichts mehr von ihm.
    Solange dein mann noch am tropf hängt wird nicht anderes von ihm kommen, als dir zu drohen, weil er genau weiss wie du darauf reagierst.
    Du kommst nicht zur ruhe, wenn du ihm keine grenzen zeigst.

    Da du schon einige zeit von deinem mann getrennt bist und die trennung sowieso geschehen soll, dürfte es dir nicht so schwer fallen.
    Noch eines möchte ich dir mit auf den weg geben.
    Es ist dein leben und änderst du nichts an dir wird es so bleiben wie es bisher ist.
    Ich bin ein trockener spriti und kann mich voll in dich hineinversetzen, da ich das spiel damals auch so bei meiner frau veranstaltete. Es hatte lange gedauert, bis meine frau was für sich macht und ihr egal war, was andere dachten, aber es hatte geholfen.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo spaceflowr!

    Ab wann ist man Alkoholiker ?
    Starker Wunsch oder eine Art Zwang zum Alkoholkonsum
    Verminderte Kontrollfähigkeit bezügl. Beginn, Beendigung und Menge des Alkoholtrinkens, d.h. “Kontrollverlust”
    Körperliche Entzugssymptome bei Beendigung oder Reduktion des Konsums (z.B. Zittern, Schweißausbrüche, Unruhe, Angstzustände, Übelkeit, Schlafstörungen, Krampfanfälle, Halluzinationen etc.)
    Toleranzsteigerung des Körpers, d.h. Gewöhnung des Körpers an den Alkohol, so dass die Trinkdosis gesteigert werden muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen
    Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen und Vergnügen, d.h. mehr Denken und Zeitaufwand bzügl. Konsum und Beschaffung sowie zur Erholung von den Folgen
    Anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen (z.B. Leberschäden, Depressionen, psychosoziale Folgen).
    Die psychische/seelische Abhängigkeit ist v.a. durch den Kontrollverlust, den zwanghaften Drang und die Zentriertheit des Denkens an den Alkohol gekennzeichnet.
    Die physische/körperliche Abhängigkeit erkennt man an der Unfähigkeit zur Abstinenz, körperlichen Entzugssymptomen und der zunehmenden Alkoholtoleranz mit der Steigerung der Trinkmenge.
    Es kann eine psychische oder eine physische Abhängigkeit vorliegen oder eine Kombination von beidem.
    Herzlichst heinrich trockener alki

    Hallo elke!

    WIE ICH ES EINSCHÄTZE, BESTIMMTE DEIN GANZES LEBEN DER ALK UND DEN BEKOMMST DU NICHT AUS DEN KOPF.
    DU HAST DIR SCHULDGEFÜHLE EINREDEN LASSEN, DIE HEUTE NOCH DEIN LEBEN SCHWER BELASTEN,ABER VON DIESEN SOLLTEST DU DICH VERABSCHIEDEN.
    DU BIST BESTIMMT NICHTE DER GRUND, DAS DEINE FAMILIE SÄUFT,DENN DU HAST SIE BESTIMMT NICH DAZU GEZWUNGEN IHN ZU SAUFEN. DAS ES MIT DEINER MUTTER SOWEIT KOMMEN MUSSTE, WAR VORRAUSZUSEHEN, DA SRECHE ICH AUS ERFAHRUNG, DENN ICH HABE AUCH JAHRELANG GESOFFEN UND MIR WAR ES SCHE***EGAL WAS MEINE FAMILIE DAZU SAGTE. ICH HABE AUCH NICHT AN DIE SPÄTFOLGEN GEDACHT UND MUSS HEUTE ZURECHTKOMMEN MIT Den KRANKHEITEN. DIE DADURCH AUFGETRETEN SIND.
    HEUTE BIN ICH FROH. DAS ICH NOCH RECHTZEITIG DEN ABSPRUNG GESCHAFFT HABE. DENN HÄTTE ICH WEITERGEMACHT. SO WÄRE ICH HEUTE NICHT MEHR AM LEBEN.
    OB DU DEINE MUTTER BESUCHEN WILLST ODER NICHT, DIESE ENTSCHEIDUNG KANN DIR KEINER ABNEHMEN, ABER WAS SAGT DIR DEIN BAUCHGEFÜHL??????
    DA ICH SCHON EINIGE MAIMONATE VOM ALK ABSTAND HABE UND AUCH CO- ABHÄNGIG BIN, DENKE ICH ANDERS ÜBER DIE SUCHT. ICH HABE GELERNT ZU VERZEIHEN UND ZWAR DORT, WO ICH SOWIESO NICHTS ÄNDERN KANN. ICH STELLE HEUTE DIE SUCHT ALS KRANKHEIT IN DEN VORDERGRUND UND ES GIBT EBEN SÜCHTIGE, DIE GERNE AUFHÖREN MÖCHTEN ABER ES NICHT MEHR KÖNNEN ODER WIE AUCH IMMER.
    ICH HABE HEUTE KEIN PROBLEM DAMIT, JEMANDEN DIR HAND ZU REICHEN, ABER MIR DABEI GRENZEN ZU SETZEN. ICH WAR UND BIN AUCH BEI MEINER SCHWIEGERMUTTER DERJENIGE DER IMMER SCHULD HAT, NUR ZIEHE ICH MIR DEN SCHUH NICHT MEHR AN.
    SIE IST ALT UND WIRD SICH NICHT MEHR ÄNDERN WAS IHRE SACHE IST.
    MEINE TOCHTER IST ALK, JETZT TROCKEN UND HABE MIR JAHRELANG VORWÜRFE GEMACHT , ES WÄRE MEINE SCHULD. HEUTE SETZE ICH MIR UND MEINER TOCHTER GRENZEN, DIE EINZUHALTEN SIND. BIN ABER JEDERZEIT FÜR SIE DA,SOLLTE SIE MEINE HILFE BENÖTIGEN. GEHEN MUSS SIE DEN WEG ABER SELBST.

    ES GRÜSST RECHT HERZLICH HEINRICH

    Hallo christine1

    Das einzige was du machen kannst, ist loslassen von den gedanken, ihn helfen zu können.
    Ich bin ein ehemaliger erfahrener säufer und weiss wovon ich reden. Als angehöriger hast du noch weniger chancen als ein aussenstehender. Meine frau versuchte auch alles, mich von der pulle zu bringen und bewirkte das gegenteil. Je mehr sie sich um meine belange kümmerte, die eigentlich ich übernehmen musste um so mehr zeit hatte ich zu saufen, denn es ging mir doch gut dabei. Ging es mir schlecht, so kümmerte sie sich schon darum, das was mit mir gemacht wird.
    Alkoholismus ist eine familienkrankheit und die sucht bestimmt das weitere dasein. Es dreht sich alles um den süchtigen und dabei vergisst man sich selbst. Das heisst der eine säuft ihn und der andere hat in im kopf.
    Ich bin auch co und kann dir nur raten, setzte dir grenzen und halte diese auch ein. Dein bruder kennt den weg, will er was gegen seine sauferei unternehmen. Das heisst: arzt, vielleicht entgiftung dann suchtberatungsstelle und dort sieht man weiter was geschehen kann, ob ambulante oder stationäre behandlung. Wichig ist auch, sich einer SHG anzuschliessen, denn dort bekommt er die unterstützung und hilfe die er braucht. Das alles muss er wollen und nicht du und deine schwester.
    Will er das nicht, so muss er, so hart es dir vorkommt noch weitersaufen, bis er was anderes will.

    Als ich noch gesoffen habe, sagte mein bruder, das ich immer nach sprit stinke. Ich habe von ihm abstand gehalten, weil ich weitersaufen wollte und er dabei störte.

    Ein Mensch muss sich verändern wollen
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes
    Wort zuviel und jede Anstrengung
    Ve r g e b e n s.


    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    HALLO RUTHGA!

    Lass dich nicht einlullen, denn so schnell geht es nicht mit einer langzeittherapie. Da sind schon einige wege notwendig, die man machen muss und die hat er doch gar nicht begonnen.
    Wie ich lese willst du auch gar nicht mehr,was ich sehr gut verstehen kann.

    Da alles noch ziemlich frisch ist und deine trauer gross wegen des restaurants, so solltest du doch froh sein, das du dich nicht noch tiefer in den strudel der sucht hast reissen lassen. Als ich aufhörte zu saufen und mein leben neu ordnete musste ich auch von manch liebgewonnenem abschied nehmen und trauerte auch.
    Es wird sich vielleicht blöd anhören, aber die erfahrungen die ich danach sammelte und mit anderen menschen machte, hätte ich nie gemacht, auch wenn ich nicht süchtig geworden wäre. Ich ziehe viel positives für mich heraus, denn an der vergangenheit kann ich nichts ändern aber an mich kann ich immer was verändern und bestimme selbst dabei und lasse mich nicht dabei umbiegen.
    In der kurzen zeit, die du hier im forum bist, hast du viele menschen kennen gelernt die verständnis für deine person gezeigt haben.
    Dies hättest du alles nicht kennen gelernt, wenn dein freund nicht gesoffen hätte. Ich freue mich für dich, das du so schnell einen shop bekommen hast, aber ich glaube das du erst am anfang stehst und noch viele dinge auf dich zukommen denn dein chef hat dir doch gezeigt das du gebraucht wirst. Du schaffst auch deine trauer zu bewältigen und wieder für was neues bereit sein.

    Ich will den Ballast meiner Vergangenheit ablegen
    und mich nicht mehr von ihm beherrschen lassen.
    Ich werde meine Vergangenheit nicht verneinen,
    denn sie gehört zu mir.
    Aber ich werde verhindern,
    dass sie immer wieder meine Zukunft bestimmt.

    Es grüsst rich ganz lieb heinrich

    Hallo Sunflower!!


    Selbsterkenntnis des Co- Abhängigen

    Wichtig ist es zunächst einmal zu wissen, das es sich bei Alkoholismus um eine
    Krankheit handelt, ja sogar eine Familienkrankheit !

    Hier mal meine eigene Erfahrung :

    Ich habe viele Jahre lang "versucht zu helfen", was natürlich zunächst nicht funktionieren konnte.....im Gegenteil...ich habe damit unser aller Leiden nur unnötig verlängert und sogar verschlimmert.

    Wie viele andere habe ich geglaubt das Richtige zu tun, ich habe es in Liebe und mit Geduld, in Zorn und Streit, mit drohen, bitten, betteln, versprechen, fordern, schimpfen, beschuldigen und vielem mehr versucht.

    Ich habe doch geliebt......ABER ich habe mich nicht informiert.

    Ich dachte ebenso wie viele....ICH bin das Opfer und wenn jemand etwas ändern muss....dann ja wohl der Alkoholiker.
    Andrerseits hatte ich mich längst an die Situation gewöhnt und versuchte gar nicht sie zu ändern.

    Ebenso war mir nicht klar, das mein Partner wirklich krank ist, und gar nicht in der Lage war etwas zu verändern. Genau so wenig wie ich wusste, dass Alkoholismus eine Familienkrankheit ist....und das ich Co-Abhängig war.

    Wir mussten beide erst an unseren Tiefpunkt gelangen und aufgeben..... jawohl...aufgeben um zu gewinnen.
    Heute weis ich :
    Einem "nassen" alkoholkranken Menschen zu sagen, er soll aufhören zu trinken, ist ebenso unsinnig, wie einem Asthmatiker zu sagen, er solle aufhören zu husten.

    Erst wenn der Betroffene selbst erkannt hat, dass er ein Alkoholproblem hat, ist er bereit sich helfen zu lassen und etwas zu unternehmen. Diese Einsicht wird aber nur erreicht, wenn der Betroffene an den Folgen seiner Trinkerei mehr leidet, als der Alkoholkonsum ihm andererseits noch Lustgewinn oder Trost verschafft. Erst unter diesem Leidensdruck wird er bereit sein, sich helfen zu lassen.

    Und daher bleibt für die Angehörigen zunächst nur die Möglichkeit sich selbst zu helfen....etwas für sich selbst zu tun und einen Weg zu finden, der Ihnen hilft zu verstehen und mit der Situation besser zurecht zu kommen.

    Daher kann ich nur sagen.. es gibt immer einen Weg....nur Mut!

    Diese selbst erkenntnis brachte meine Frau erst auf den richtigen weg.

    herzlichst heinrich alk und co- alk

    Hallo ruthga!

    Ich bin alki und kann gut nachvollziehen, das es dir beschi***en geht. als ich noch gesoffen habe,war ich der mann mit den 1000 gesichten. Ich konnte perfekt schuldgefühle bei meiner frau erzeugen und sie fiel immer wieder darauf herein. Eigentlich hast du kein problem mit deinem saufenden partner, sondern mit dir. Was macht denn dein partner? Er säuft weil er sich sonst nicht aushalten kann. Kenne ich bestens von mir. Ich wäre ohne einen gewissen pegel nicht über die runden gekommen. Ich musste saufen um über funktiunieren zu können. Ich legte mir depots an um immer auf der sicheren seite zu sein, das sprit da ist und für mich jederzeit griffbereit, um nachzuschütten das der pegel nicht zu stark zurück ging. Meine frau fand des öfteren meine depots und so legte ich immer wieder neue an. Bei uns drehte es sich schliesslich um den alk. meine frau versuchte ihn mir miess zu machen und ihn mir wegzunehmen, aber wer lässt sich schon gerne was wegnehmen, was er zum überleben braucht??? Ich jedenfalls nicht und dadurch war krach wieder vorprogrammiert. Alkoholismus ist eine familienkrankheit. Der eine säuft ihn und der andere hat ihn im kopf. Dadurch vergisst man alles andere und am meisten sich selbst. Sucht ist das verlangen nach einen gewissen erlebniszustand, den alle kräfte des verstandes unterlegen ist. Solange mir meine frau munition zum schiessen gab, änderte sich nichts, auch versprechungen wurden nur so dahergesagt und nicht gehalten. Je mehr mir meine frau den spiegel vorhielt um so mehr soff ich und mir war egal was zum schluss dabei herauskam. Erst als meine frau sich in einer SHG schlau machte, wurde es bei uns anders. Sie lies mich saufen und machte mir keine vorwürfe (dachte ich in meiner versoffenen birne) mehr und schloss mich aus dem familienleben aus.sie verheimlichte auch nichts mehr und sagte wie es um unsere beziehung stand. Ich war dadurch noch einsamer, wie ich es sowieso schon war, als gefangener meiner sucht. Kurz um, meine frau kapitulierte und lies los, von den gadanken mir helfen zu wollen. Auf meine angriffe reagierte sie nicht mehr, obwohl es ihr unheimlich schwer fiel. Ich soff in der zeit noch weiter, aber machte mir schon meine gedanken darüber, das es so nicht weiter gehen könnte. Nach einiger zeit stand ich vor der wahl, mich tod zu saufen oder mir und meiner familie die chance zu geben einen neuen anfang zu starten. Ich wollte leben und holte mir dort die hilfe, wo es sie gab. Ich wollte dir mal aus meiner sicht schildern, wie ich die dinge erlebte und sie verläuft nicht viel anders wie bei den co. Ich bin schon einige mai-monate abstinent und weiss auch was co-abhängigkeit heisst. Meine tochter ist auch alkoholikerin, geschieden ein kind von 10 jahren welches weiss, das ihr opa er auch mal gesoffen hat. Ich weiss, wie schwer es fällt, dazustehen und nicht helfen zu können. Ich konnte meiner tochter nur sagen, wenn sie will kann ihr ihr den weg zeigen den sie gehen soll,will sie weg vom alk, da ich einen guten draht zur suchtberatungsstelle habe und auch zu verschiedenen freundeskreisen und kliniken für eine therapie. Wollen musste aber sie, ohne zu fragen was dabei rauskommt. Für mich gab es nur eines, loslassen ihr helfen zu wollen aber dasein, wenn sie bereit ist, was gegen ihre sucht zu machen. Ihr grenzen zeigen, wie weit sie bei mir gehen kann und diese grenzen auch einhalten. Bei allem musste ich mich aushalten können und nicht meine tochter. Ich muss auch von mir sagen, das ich meine co-abhängigkeit nicht ganz ablegen kann (oder will) den schuldgefühle habe ich heute immer noch, welche auch nie weggehen werden.
    Lieb rithga, ich wünsche dir, das du den richtigen weg findest, der für dich gut ist.

    Mir hilft noch heute der satz:
    An dem Tag, an dem Du die volle Verantwortung für
    Dich selbst übernimmst, der Tag an dem Du aufhörst,
    Entschuldigungen zu suchen, an dem Tag beginnt Dein Weg zum Ziel

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich alki und co

    Hallo opa!
    Hast du dir mal gedanken darüber gemacht, wie es in deiner nassen phase war?
    Bei mir war es jedenfalls so, hatte ich ärger egal ob an der arbeit oder zuhause, habe ich vor lauter frust mir die birne zugeknallt.
    Mir war jeder anlass recht um einen grund zu haben, zur pulle zu greifen.
    Als ich aufhörte, musste ich eine andere strategie entwickeln wie ich irgendwie dem saufdruck entgegen wirken konnte. Du solltest herausfinden welche art am besten für dich ist. Mir hat fluchen ganz gut geholfen und viel kaffee trinken.
    Du schaffst das schon, auch wenn du denkst es ist doch alles sche**e. wenn du es nicht aushalten solltest, so mache dich zum arzt und rede mit ihm über dein problem.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo kürbeis

    Meine frau probierte auch alles um mich von der pulle zu bringen :
    Alle Versuche, mich "trocken zu legen", scheitetern aber. Was blieb,
    waren Enttäuschung, Empörung, Wut, Verzweiflung, Hass, Schuldgefühle, Frust, Trauer, Leid, das Gefühl der Ausweglosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Isolation.
    Co-Abhängigkeit ist eine Vernachlässigung des eigenen Ichs.
    diese äbhängigkeit kann bis hin zum Tod führen.
    Jeder bestimmt seine Leidenszeit selber.

    Sucht ist eine familienkrankheit der eine säuft ihn und der andere hat ihn im kopf. Aus sicht einer co ist es wie folgt:
    ER hat kein Problem mit seinem alkoholkonsum- noch nicht jedenfalls. dass Problem damit habe im Moment nur Ich.
    Solange es ihm nichts ausmacht, unter zu viel Alkoholeinfluss
    - wirres Zeug zu erzählen bzw. gar nicht mehr zu wissen, wovon er redet
    - aggressiv, unbeherrscht und verletzend zu sein
    - irgendwo in der Wohnung herumzuliegen und zu schlafen
    - zu lallen, zu schwanken, dümmlich auszusehen
    - zu stinken, als wäre er völlig von Alkohol durchdrungen
    - kaum mehr S** zu haben ( oder haben zu können)
    - Probleme in der Arbeit zu bekommen, ständig zur Kontrolle gehen zu müssen
    - mich mit all dem sehr zu verletzen und in größte sorgen um ihn zu stürzen
    solange all dies ihm nichts ausmacht, kann er sein Problem nicht nur nicht erkennen, er hat schlichtweg keines!
    dass Problem bei der ganzen Sache habe im Moment nur ICH.

    Schreibe dir im nächsten tread, wie ich aus meiner alki zeit es sah.

    Herzlichst heinrich alki und Co-