Alkohol in der Öffentlichkeit

  • Ich weiß nicht, wie es in anderen Städten ist, aber in Berlin und im Berliner Speckgürtel scheint es mittlerweile ganz normal zu sein, mit der Pulle durch die Gegend zu laufen. Ob Maler oder Geschäftsmann, egal, die Knolle schmeckt jedem, besonders auf dem Heimweg in der Bahn. Vor einiger Zeit köpfte eine Frau Mitte fünfzig mir gegenüber in der Bahn ein Bier. Heute sah ich einen jungen Vater auf dem Bahnhof, in der einen Hand die Puppe seiner Tochter, in der anderen eine Flasche Pils. Heute Nachmittag im Bus zogen sich drei schick gemachte Jugendliche einen Six-Pac Biermix rein.

    Es ist nicht so, dass mich das stört, weil ich jetzt am "Trocknen" bin, es störte mich schon immer, weil ich finde, dass vor allem Kinder und Jugendliche das irgendwann als Normalität empfinden.

    Was passiert da mit unserer Gesellschaft?

    Meni

  • hallo meni! :lol:
    dies alles gab es früher schon und dies wird es auch weiter geben. nur als ich noch gesoffen hatte habe ich mir darüber keine gedanken gemacht,denn ich zählte doch zu denen auch wenn ich die pulle nicht in der hand sondern in der jacke hatte.
    das ist doch das schöne am abstinenden leben,das man jetzt nüchtern durchs leben geht und dinge bewusst wahr nimmt, die man früher mit vernebelten blick nicht sehen konnte und wollte.

    :evil: vieleicht musste ich deshalb durch die hölle der sucht gehen um heute mit offenen und wachen augen den sinn des lebens zu erkennen.
    :idea:

    herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Meni,
    Du hast vollkommen recht und trotzdem meine ich, dass, wenn man angefangen hat "nüchtern" durchs Leben zu gehen man viel mehr auf Alkohol achtet als früher. Ähnlich ging es mir in der Schwangerschaft nie zuvor hatte ich so viele schwangere Frauen gesehen oder mit meine Automarke ging es mir ebenso. Trozdem finde ich es auch sehr schlimm was da mit den jungen Leuten passiert. Mit den Zigaretten machen sie einen mords Zirkus aber Alk wird immer noch toll vermarktet. Ich versuche halt im kl Kreis die Dinge zu benennen. Wenn ich aber sehe wie wertvoll Geld in der Gesellschaft ist, dann wundert mich nix mehr. Und mal ganz ehrlich, die jungen Menschen haben verdammt viel Stress mit Schule und mit Ausbildung, falls sie überhaupt eine bekommen. O.k. packen wirs an!!!! Der erste Schritt war, bei mir selbst zu beginnen uns so langsam gehts in die "Freiheit"
    In diesem Sinne...

    Lb. Grüße

    Maria-Rita

  • Ich war im letzten Herbst/Winter auf einer politischen Veranstaltung auf Landesebende. Als es in den gesellschaftlichen Teil überging, sagte der Vorsitzende: "Und nun, meine Damen und Herren, können Sie sich bei einem Glas Wein oder einem Bier entspannen!" Na dann...

  • Guten Morgen,

    seid ihr in letzter Zeit auch auf Veranstaltungen gewesen, habt nette Abende verbracht, euch vlt. mit Freunden getroffen
    ... in der Öffentlichkeit, die ihr in diesem Kreise ohne Alkohol genossen habt ?

    Erzählt doch davon einmal, wie schön es war, was ihr daraus gezogen habt ...,
    das wären Gespräche zur aktiven Trockenheitsarbeit.

    Gruß, Freund.

  • Servus Freund,

    beim ersten Lesen dachte ich noch: "was will er denn damit erreichen, das Thema hat doch soooo nen Bart".

    Aber irgendwo hast Du recht. Um es kurz zu machen: ich gehe am liebsten zu Veranstaltungen unter Freunden. Dort wird kein Alkohol konsumiert. Warum gehe ich da hin? Weil ich mich dort wohl fühle.

    Veranstaltungen, bei denen ich davon ausgehen muss dass dort Alkohol konsumiert wird, besuche ich nur wenn mir das Thema wirklich wichtig ist. Wenn der für mich "interessante" Teil rum ist, verlasse ich meistens die Veranstaltung. Mein Interesse ist befriedigt und das wars.

    Pflichtveranstaltungen, die ich wahrnehmen muss (beruflich oder privat), "blende ich aus", d.h. ich gehe hin um meiner Verpflichtung nachzukommen, aber ich fühle mich in den seltensten Fällen wohl, und sowie sich die Möglichkeit zum höflichen Abschied bietet, nehme ich diese auch wahr.

    Und dann gibt's noch unsere regelmässigen (1x alle 6 Wochen) Familienausflüge mit der SHG. Die sind eigentlich immer ein "Highlight".
    Mal schaun, wie lange wir das in dieser Form weiter durchziehen können (=wieviel neue Ideen wir noch kriegen) - zweieinhalb Jahre lang machen wir das schon so, bis jetzt noch ohne "Wiederholung".

    Ja, und diese "nüchternen" Veranstaltungen sind diejenigen, wo ich mich "gut aufgehoben" fühle und gerne hingehe.

    LG
    Spedi

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