weiß nicht mehr weiter !!!

  • Hallo Bine,

    und wie gut ich Dich verstehe!!!

    Leider wirst Du ihm aber nicht helfen können, wenn ihm die nötige Einsicht fehlt.

    Dieses rumgeeiere kenne ich nur zu gut! Und jeder Streit ist ein neuer Grund zum trinken.

    Doch es hilft kein schreien, keine betteln und auch kein drohen!

    Wenn Du ihm drohst, musst Du es auch umsetzen, denn sonst wirkst Du unglaubwürdig und er wird weitermachen, wie bisher.

    Es läuft ja alles sehr gut, warum sollte er dann aufhören?

    Sprich mit ihm, aber nur wenn er nüchtern ist! Sonst bringt das nichts!

    Sage ihm, dass Du so nicht weiter mit ihm leben möchtest und wenn Du ihm drohst, dann setze es auch um.

    Tue es für Dich und für Deine Tochter, denn Kinder bekommen mehr mit, als man glaubt! Tue ihr das nicht an, mit einem ewig betrunkenen Vater aufwachsen zu müssen!

    Ich wünsche Dir viel Glück und noch viel mehr Kraft!

    Lieben Gruß an Dich
    Speedy

  • Servus Bine,

    wie Karsten Dir ja schon geschrieben hat kommt es darauf an, wie Du Dein weiteres Leben gestalten willst.

    Es ist zwar schön dass Du Dich um Deinen Mann kümmern willst, aber schmink Dir bitte ab, dass Du ihn "trocken bekommst". Vergiss es ganz einfach. Das wird nicht funktionieren.

    Was Du hingegen machen kannst, ist, ihm Grenzen zu setzen. Grenzen in der Art (wenn das möglich ist - kenne ja Eure Situation nicht), dass ihr nur miteinander wohnt/esst/spielt etc. wenn er nüchtern ist. Dass Du ihm (wenn er nüchtern ist) klar sagst, dass Du mit ihm leben willst, aber nur nüchtern. Dass Du ihm auch klare Konsequenzen aufzeigst und diese Konsequenzen dann aber auch selber einhältst!

    Und vor allem: kümmer Dich mal um Dich selber - was erwartest Du von Deinem Leben, wo stehst Du momentan, wo willst Du hin.
    Und was bist Du dafür bereit zu tun? Wo ist Deine persönliche Schmerzgrenze, ab der Du nicht mehr bereit bist, etwas zu ignorieren, zu decken, schön zu reden?

    Aus der Summe dieser Einzelteile wirst Du dann entscheiden können, wohin Deine Reise geht. Das muss nicht zwingend die gleiche Route sein, wie für Deinen Mann.

    LG
    Spedi

  • Bine, sorry: das ist Augenwischerei, die wir Alkoholiker gerne so betreiben - schließlich wollen wir unser Suchtmittel weiter haben....

    Bine, nochmal: vergiss es. Entweder er hört das Trinken auf, ohne jedes Wenn und Aber, oder es geht den Bach runter.

    Du kannst da ohnehin nicht eingreifen. Du magst den einen oder Anderen Suizidversuch verhindern, ja, aber das Problem wird dadurch nur weiter zeitlich verschleppt und nicht gelöst.
    Versteh mich nicht falsch: ich will Dir nicht dazu raten, ihn einen Suizid begehen zu lassen. Im Gegenteil.
    Wenn er wirkliche Suizidabsichten hat, dann solltest Du den Notarzt rufen und ihn einweisen lassen, weil auch diese Sache behandelt gehört - von Fachleuten!

    Aber Du solltest Dich aus der "Drohung erzeugt Reaktion"-Kette mal komplett rausnehmen - Du bist nicht für ihn verantwortlich! Aber Du trägst Verantwortung für Dich und Euer Kind, und der kannst Du als Co-Abhängige nicht gerecht werden, weil Du mehr mit Dir beschäftigt bist als mit sonst was! :!:

    Schau Dir die abschreckenden Beispiele hier im Angehörigenbereich an, da sind welche dabei, wo seit Jahren "Stillstand" in der Entwicklung ist, ein Verharren auf ungesunden, alten Positionen. Zermürbte Angehörige, die kein eigenes Leben mehr führen, sondern eine Marionette der Sucht ihres Partner sind - und das alles unter dem Deckmäntelchen der Liebe, die schon seit Jahren (zumindest vom Alkoholiker) gegen seinen Stoff eingetauscht wurde... :shock:


    LG
    Spedi

  • Hallo Bine,

    ich kann mich Spedi's Worten nur zu 100% anschließen.

    Es hat noch kein Angehöriger einen Alkoholiker "trocken geliebt"!

    Das funktioniert nicht!!!

    Unternimm etwas und das recht schnell, denn es kann ein sehr sehr langer Leidensweg werden und ich weiss nicht, wo Deine Schmerzgrenze liegt!

    Wenn Du Dich hier im Bereich schon ein wenig durchgelesen hast, dann weisst Du, was auf Dich zu kommt, bzw. zu kommen kann!!

    Nochmal lieben Gruß
    Speedy

  • Ich noch mal Bine....

    gut so...., tue es für Dich und vorallem für Deine Tochter.

    Sie ist noch so klein und es kann ihr mit Dir alleine nur besser gehen!

    Keiner hier möchte Dir weh tun, aber machmal sind harte Worte notwendig!

    Wir haben unsere Erfahrungen gemacht, egal auf welcher Seite, ob Co. oder Alkoholiker.

    Und wir versuchen, Dir zu helfen, aus diesem Teufelskreis rauszukommen!!

    Viel Glück und alles liebe
    Speedy

  • hallo bine
    als ich dein posting las,bin ich an meine saufzeit erinnert worden,
    denn das gleiche hätte auch meine frau schreiben können.sie hatte mir auch
    immer vorgehalten nicht so viel zu trinken und auch gedroht mich zu
    verlassen. hatt mich aber nicht interessiert denn der alkohol war mir
    wichtiger.(dachte ich damals)sie fuhr auch mal für 8tage zu ihrer freundin
    wo ich sie mit telefonanrufen bombartierte.ich machte mir in der zeit auch
    gedanken über meine trinkerei und hörte einige zeit damit auf. als sich die
    wogen so einigermaßen geglättet hatten kam die flasche wieder zum vorschein
    und es wurde nachgeholt was ich in der zeit nicht getrunken hatte.depos wo
    ich alkohol lagerte hatte ich genug auch wenn meine frau so manches fand.
    was glaubst du wieviel mal meine frau sagte sie würde mich verlassen wenn ich
    nicht aufhören wurde zu saufen.dieses passierte aber nicht und so müsste ich
    doch blöd sein mit dem saufen aufzuhören,denn es ging mir doch gut dabei.(dachte ich)
    meine frau sorgte weiter für meine bedürfnisse und schützte mich mit ausreden
    nach aussen.alkoholismus ist eine familienkrankheit:der betroffene säuft ihn
    und der angehörige hatt ihn im kopf!!!! wieviel male hatt meine frau gedacht
    wie sieht er wieder aus wenn er heimkommt?wieviel mal hat sie es im guten versucht?
    wieviel mal hat sie mir aus verzweiflung gesagt ich soll mich zu tote saufen.
    wieviel mal hatt sie zu sich gesagt, vieleicht gibt es doch noch hoffnung,
    das er aufhört zu saufen.wieviel mal sagte sie zu mir,haste schon wieder
    getrunken,was mir willkommen war,denn so konnte ich zum angriff übergehen,indem
    streit vorprogammiert war und ich weiter in ruhe saufen konnte,denn das was mit meinem
    trinkverhalten was nicht in ordnung war wusste ich selbst.so ging der kampf über
    jahre weiter,bis meine frau kapitulierte und sich hilfe holte da sie mit den nerven
    am ende war.sie lernte,das sie an mir nichts ändern konnte aber was an sich.sie lies
    mich weiter saufen und machte mir keine vorwürfe. sie schloss mich aus den familien-
    leben aus und suchte keine entschuldigungen mehr für mich.sie machte mir klar das dies
    nicht mehr ihr weg ist den ich gehe und sie sich für ihren weg entschlossen hatte,sie
    aber bereit wäre mit mir gemeinsam eine lösung zu finden sofern ich wolle.
    da meine frau kein interesse mehr an meinen leben zeigte wurd ich immer unzufriedener
    und wurde ihr gegenüber aggressiver. kurz gesagt ich war an meinen tiefpunkt angelangt
    da ich dachte,das keiner von meiner familie mit mir etwas zu tun haben will.ich habe
    dann auch kapituliert und mir hilfe gesucht.denn je stärker meine frau wurde und mir
    ihre grenzen zeigte um so dreckiger ging es mir.heute führen wir eine ehe in der nicht
    alles harmoniert aber wir gehen respektvoll miteinander um. meiner frau und mir ist
    klar geworden das jeder für sich selbst verantwortlich ist und kein anderer. für meine
    zufriedenheit muss ich selbst sorgen und kann keinen anderen verantwortlich machen.
    du und dein mann stehen der situation völlig hilflos gegenüber weil ihr damit
    überfordert seit.ihr seit beide krank und seit verpfichtet was gegen eure krankheit
    zu tun.wenn dein mann noch nicht dazu bereit ist,so kannst du dir aber hilfe holen
    in dem du zu einer beratungsstelle gehst oder eine selbsthilfergruppe aufsuchst.
    dort bekommst du die nötigen informationen über euer problem.da dein mann schon mal
    eine Shg aufgesucht hatte und die antwort bekam er wäre fehl am platze kann ich
    verstehen,denn wer weiß was er dort von sich gegeben hat.wenn bei uns einer kommt und
    sagt er hätte kein problem und führt sich dementsprechend auf den sagen wir auch
    das gleiche,denn dann muss er eben noch weitersaufen bis er selbst die entscheidung
    trifft hilfe anzunehmen. gebe deinem herzen einen stoss und suche dir hilfe,denn wenn
    du dir hilfst so hilfst du auch deinen mann.ein sprichwort sagt: Wer ständig seine
    Darseinsberechtigung nachweisen,durch Gutsein verdienen,es dem anderen immer recht
    und alles richtig machen muss,wird sich selbst Fremd und weiss schließlich nicht
    mehr,wer er ist, was er braucht und was er macht. UND DAS MACHT KRANK
    es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

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