Ein Anfang

  • Servus Ewa,

    "es ist keine Schande, ein Alkoholiker zu sein. Aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun".

    So lautet einer der vielen Sinnsprüche, die ich aus meiner Therapie mitgenommen habe.
    Mir gefällt die Kernaussage: das Vergangene können wir nicht ändern, aber die Zukunft können wir gestalten. Da können wir Einfluss darauf nehmen, wie wir uns verhalten, ob wir Menschen weiter weh tun, uns inklusive.

    Ich finde, Du bist auf einem guten Weg - kein Rumeiern, sondern sinnvolle Trockenheitsarbeit.
    Deine therapie wird Dir sicher dabei helfen, es ist eine Art Werkzeug für die Zeit danach.

    Hast Du schon eine SHG, der Du Dich anschließen möchtest? Für eine dauerhate, stabile und zufriedene Trockenheit ist es ratsam, sich auch nach der Therapie weiter mit dem Thema Sucht auseinanderzusetzen. Wäre das Forum etwas für Dich, als SHG?

    Wie dem auch sei - Willkommen hier, und viel Kraft auf Deinem Weg

    LG
    Spedi

  • Hallo ewa,
    auch die Therapie ist das tatsächliche Leben. Hier hast Du im geschützten Rahmen die Möglichkeit, neue Wege auszuprobieren.Die alten kennst Du ja - sie führen direkt zur Flasche. Sei mutig, Du hast nichts zu verlieren!
    Du möchtest Vieles wieder gut machen - dann fang doch gleich damit an! Aber bei Dir!!!
    Sprich offen über Deine Ängste vor dem "Danach."
    Fang an, an Dich zu denken - nutze die Gelegenheit - hol Dir von Deinen Therapeuten was Du brauchst! Diese Gelegenheit kommt nicht wieder.
    Nutze alle Möglichkeiten, die Dir die Klinik bietet.
    (Familienseminar? Paargespräche? Belastungserprobung?...)
    Erst wenn Du mit Dir selbst im Reinen bist, kannst Du auch auf andere zugehen.
    Du hast Zeit!
    Denk daran, wie lange Du getrunken hast. Der Weg nach unten war lang - der Weg nach oben wird auch lang sein. In kleinen Schritten schaffst Du auch diesen Berg.
    Nur Mut!

    Warum schreibe ich das? Ganz einfach - ich habe mich viel zu lange schuldig gefühlt und wollte alles wieder gut machen. Dabei wurde ich kleiner und kleiner.... und irgendwann musste ich wieder trinken.
    Heute sage ich mir, was ich in der Vergangenheit getan habe, kann ich nicht mehr ändern, es ist ein Teil meines Lebens. Ich lebe heute. Ich entscheide, wie ich weiter gehe. Ich trage für mein Handeln die Verantwortung. Ich mache Fehler, aber ich stehe dazu.
    Ich habe keine Alternative, wenn ich leben will!

    Es ist keine Schande krank zu sein.
    Es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

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