Servus Tazzy,
erst mal ein herzliches Willkommen hier.
Hier eine Art Ferndiagnose zu erstellen und das weitere Procedere vorherzusehen ist uns leider nicht möglich.
Was wir tun können, ist dich über die Krankheit als solche zu Informieren - und zwar gezielt unter dem Gesichtspunkt, dass Du und Deine Familie aus einer eventuellen Co-Abhängigkeit herausfinden könnt bzw. nicht in eine solche hineinrutscht.
Fakt ist, dass der Alkoholiker von sich aus bereit sein muss, etwas an seiner Sucht zu verändern. Er muss es wollen, sonst sind alle Hilfsangebote vergeblich. In sofern habe ich also keine guten Nachrichten für Dich. Du wirst abwarten müssen, wie sich Dein Onkel entscheidet. Will er Hilfe, OK, dann sind auch die Chancen gut, die Krankheit zum Stillstand zu bringen - heilen kann man unsere Krankheit Alkoholsucht nicht.
Aber wie geht Ihr jetzt damit um? Redet ihr miteinander über Eure Gefühle? Wenn Ihr könnt, dann nehmt (fremde) professionelle Hilfe an. Zumindest in der Anfangszeit ist das nicht verkehrt, bis Ihr Euch gefestigt habt und Euren weiteren Weg einschätzen könnt. Und: es tut gut, auch mal darüber reden zu können - ohne Angst, "was die Nachbarn sagen".
In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Kraft für die kommenden Wochen!!
LG
Spedi