Hallo ich bin Martin und brauche etwas Rat

  • Hallo Martin ...
    und herzlich willkommen im Forum.

    Begebe dich morgen zu einem Arzt, schildere ihm unverblümt deine Alkoholkrankheit.
    Arbeite mit allen Mitteln an einer zufriedenen und glücklichen Trockenheit fürs Leben, wir können deinen Weg begleiten.
    Nimm hier an und setze um.

    Gruß, Freund.

  • Guten Morgen Martin,

    NEIN gegen den Alkohol ?
    „Arbeite“ akribisch an deiner Nüchternheit, lies, nimm an, setze um.
    Strukturiere deinen Tag. Entsorge dein Zuhause vom Alkohol.
    Nimm Arztbesuch und Termin bei Suchtberatung wahr.

    Meistens wissen die näheren Menschen aus deinem Umfeld, was du meintest verborgen halten zu können.
    Öffne dich einfach und es wird dir besser gehen.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Martin,
    und Willkommen hier im Forum,und unserer SHG.
    Ich für meine Person,brauchte meinen persönlichen Tiefpunkt,um zu der Erkentniss zu kommen,ab heute will ich nicht's mehr trinken!Ich kapitulierte vor dem Alkohol,und gestand mir selbst ein, Alkoholiker zu sein!
    Meiner Familie brauchte ich nicht's einzugestehen,denn sie wussten es ja bereits,und alle anderen Menschen in meinem Umfeld auch,nur ich dachte es besser zu Wissen,bis zu diesem Zeitpunkt!Ab da an,nahm ich mein Leben selbst wieder in die Hand!Ich unternahm alles dafür notwendige,um nicht wieder trinken zu müssen,bedingungslos!Ich nahm an,und setzte um,waß andere mir rieten,und bin froh heute nicht mehr trinken zu müssen!

    Liebe Grüße,Andi

  • Aus deinem Posting, Martin, lese ich heraus, dass dir schon bewusst ist, dass etwas mit der Trinkerei nicht in Ordnung ist. Mir ist aber beim Lesen nicht so ganz klar geworden, ob du mit dem Trinken aufhören möchtest.
    Da musst du mal richtig in dich gehen und dich fragen, was du willst.

    Willst du wirklich und ganz tief innerlich mit dem Alkohol Schluss machen?

    Man stellt es sich immer sehr unangenehm vor, wenn andere (Familie) was mitkriegen. Erst einmal, du wirst dich wundern, wieviele Leute was mittlerweile gemerkt haben. War zumindest bei mir so, obwohl ich mir ja so viel Mühe gegeben haben.
    Andererseits ist es gar nicht schlimme, wenn andere was wissen und sehen, du unternimmst was. Ganz im Gegenteil es wird positiv angesehen. Vll. ist die erste Reaktion nicht so dolle, aber scheiß drauf. In dem Fall bist du am wichtigsten und tu was für dich.

    Ich kann mich nur den anderen hier anschließen.
    Also mit dem Doc. drüber reden und die weiteren Schritte befolgen.

    Und glaub mir, ohne Alk ist das Leben einfach wieder schön und wird immer besser. Ist keine leere Versprechung ist 18 Monate trockene Erfahrung.

    LG Brigitte

  • hallo Martin,
    bin auch Koch von Beruf, bei mir ging es auch in der Ausbildung so richtig mit dem Saufen los, und hab leider noch 20 Jahre weitergesoffen, bis ich nicht mehr weiterwusste mit Selbstmordgedanken etc.Pack es jetzt, wie lang noch warten, jeder versoffene Tag bringt dich weiter weg vom Lebenn du bist noch jung was hast du noch vor dir.,Deine Familie und dein Umfels wird sich freuen, wenn die merken wie positiv du dich veränderst.
    Die werden froh sein über jedenTag den du nicht säuftst.
    MfG
    Jürgen

  • Hallo Martin,

    schön, das Du hier her gefunden hast, somit hast Du auch schon eine virtuelle SHG gefunden.
    Und schön, das Du etwas gegen Deine Krankheit unternehmen willst. Das mit einem Arztbesuch ist die beste Idee für Dich, denn er kann Dir helfen, schämen brauchst Du Dich sicher nicht dafür, dazu besteht kein Grund.

    Bloss geh nicht Montags zum Arzt, da müßten normalerweise die Arztpraxen voller Alkoliker sein und Du kommst nicht dran, weil ich hier so oft lese, ich geh dann am Montag zu Arzt :wink: ....
    Nee, natürlich nur Spaß :lol: , will Dir nur damit sagen, das Du es dann auch nicht mehr auf die lange Bank schieben solltest, je eher desto besser. Er wird Dir evtl. eine stationäre Entgiftung anraten, aber auch davor brauchst Du keine Angst zu haben, ist nicht schlimm, Du stehst unter ärztlicher Betreuung und Deine Entzugssymtome werden mit Medikamenten gelindert.

    Du fragst, was bei anderen der erste Schritt war, um nein zu sagen.
    Bei mir dauerte das leider sehr sehr lange, ich hätt mich beinah tot gesoffen. Ich schämte mich zu sehr, um mir Hilfe zu suchen und soff immer weiter. Eines Tages mußte dann mein Mann den Notarztwagen rufen, ich überlebte die Entgiftung nur knapp. Das war dann allerdings der Wendepunkt in meinem Leben, denn dazu hatte ich mich entschieden, ich wollte wieder leben, das, was ich vorher tat, war nur noch ein vor-sich-hin-vegetieren. Ich habe seitdem nie wieder Alkohol getrunken.

    Meine Familie hat mich sehr unterstützt, besonders meine Tochter und mein Mann. Was mit mir los ist, wußten sie sowieso schon länger, aber es haben alle geschwiegen. Auch meine Freunde unterstützten mich, Vorwürfe oder schiefe Blicke gab es keine, eher Erleichterung, dass das Drama ein Ende hatte. Bestimmte Freunde verabschiedeten sich von mir, die wollten lieber weitersaufen, aber ich fand neue, die mit Alk nichts am Hut haben und so baute ich mir einen neuen Bekanntenkreis auf. Aber meine "richtigen" Freunde sind mir geblieben.

    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg in die Trockenheit, gerne unterstützen wir Dich hier, so gut wir können. Es ist durchaus zu schaffen, aber eine Entgiftung ist auch erst ein erster Schritt in die Trockenheit,aber ein sehr wichtiger. Was danach zu tun ist, kannst Du alles hier im Forum nachlesen oder auch gerne fragen.

    Lieben Gruß an Dich
    Lilly

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