Einzelzimmer durch Arzt Attest in der Langzeit Therapie.

  • Servus Sonnenschein,

    mach Dir erst mal über solche Dinge keine Gedanken - Du würdest die Therapie auch im Schlafsaal überstehen. Schau, Deine Zimmergenossin hat die gleiche Krankheit wie Du, was soll da peinlich sein?

    Sollte Dir das Einzelzimmer aber derart wichtig sein, dann frage ich mich allen Ernstes, was bei Dir Priorität genießt: Die Therapie oder Peinlichkeiten?!?
    Ach ja, es gibt übrigens auch Therapieplätze, wo es prinzipiell keine Einzelzimmer gibt, Attest hin, Attest her!

    Einfach mal so als Denkanstoss...

    LG
    Spedi

  • Hallo Sonnenschein,

    in meiner LZT sind im Laufe der Zeit die Zimmer immer kleiner geworden. Angefangen mit 4- Mann Zimmer, nach soundsovielen Wochen 2-Mann und die letzten Wochen Einzelzimmer.
    Da würde ich mich erstmal nach den Gepflogenheiten erkundigen.
    Mich würde auch mal interessieren was da passieren muss, damit man während einer Therapie die auf Gruppenarbeit ausgelegt ist mit Attest ein Einzelzimmer bekommt.

    Besonders sinnvoll ist das nicht. Das miteinander auskommen und sich kennenlernen sind ein wichtiger Bestandteil.
    Als Einzelgänger der sich komplett abschottet weil er einfach die Tür zumacht wenns eng wird kommst Du da nicht weit.

    Wenn sich wirklich Probleme ergeben sollten durch Deine genannten Verhaltensweisen lässt sich das sowiso am besten vor Ort klären. Dann kann immernoch über eine Einzelunterbringung entschieden werden.

    Gruss

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo,

    Normalerweise gibt es schon feste Zeitpläne und es wird viel in der Gruppe gemacht. Die Teilnahme ist Pflicht.
    Aber es gibt auch Mittagspausen und Wochenenden.

    Nach meiner Erfahrung waren die sozialen Kontakte die sich durch die Zimmerbelegung automatisch ergeben haben sehr wichtig. Es hilft auch Berührungsängste abzubauen und es kann auch wichtig sein zu lernen das man nicht immer einfach weglaufen kann wenns nicht passt.
    Das haben wir in unserer nassen Zeit ja genug gemacht.
    Viele haben wenn Sie in eine Therapie kommen ein ...sagen wir mal.. etwas gestörtes Verhältnis zum Umgang mit Mitmenschen. Peinlichkeit, Vermeidungsverhalten, manchmal nahezu vollkommene Isolation beim Saufen haben das bewirkt.
    Aus diesem Grunde gibt es auch Therapiestätten die solche Extrabrote garnicht zulassen weil es zum Lernverhalten dazugehört ( wie spedi schon geschrieben hat ).

    Nochwas zum Attest.

    Die Therapiestätten sind keine Kuranstalten wo mit der Scheckkarte gewedelt wird und schon läufts.

    Es sind FACHKRANKENHÄUSER

    Es befinden sich eigene Ärzte und Therapeuten vor Ort die den Patienten individuell behandeln.
    Ein Attest von einem Arzt ausser Haus muss also nicht übernommen werden. Es liegt im Ermessen der Ärzte vor Ort ob Sie sich nach einem Attest richten.
    Die Gesundheitsprüfung vor Ort entscheidet über die weitere Behandlung.

    Ich habe die Erfahrung gemacht das vorhandene Unterlagen zwar gesichtet wurden aber die Diagnose völlig neu gestellt wurde.

    Tabletten wurden abgesetzt oder anders dosiert egal was in den Unterlagen stand.

    Wie gesagt , es sind eigenständige KRANKENHÄUSER

    Gruss

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

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