Hallo Anna,
zuerst solltest du dich fragen, in welcher Situation du momentan genau trinkst, wenn du dieses eine eine mal pro Woche Alk konsumierst. Am Wochendende? Beim Spieleabend? Am langweiligen Sonntag-Nachmittag? Oder eher zufällig an einem x-beliebigen Tag.
Wenn du dir darüber im klaren bist, solltest du die entsprechende Situation natürlich tunlichst meiden, auch wenn du dadurch eventuell Freunden oder Bekannten absagen musst. Es geht hier schließlich um eine schwere Krankheit und um dein weiteres Leben.
Dann solltest du unbedingt (wieder?) zur Suchtberatung gehen und von deiner Entwicklung erzählen. Da die Mitarbeiter dort in der Regel sehr erfahren sind, kann schon ein einziges Gespräch wieder den Mut und die Motivation in dir wecken, wieder auf den richtigen Weg zu kommen, bevor du wieder vollends abstürzt. Auch eine eventuell angebrachte weitere Therapie kann dann erörtert werden. Ausserdem gibt es in den meisten Suchtberatungsstellen gute ergänzende Angebote, bei uns z.B. auch eine Rückfallprophylaxe.
Wichtig ist aber vor allem deine innere Einstellung in diesen schweren Tagen. Mach dir bewusst, dass es da draussen keine unsichtbare Macht gibt, die dich zwingt, das erste Glas anzurühren. Du bist nicht machtlos!