Nicht sicher wie verhalten..

  • Hallo, ich möchte hier gerne wenigstens ein wenig von meiner Geschichte erzählen, da ich hoffe Ratschläge zu bekommen, die mir helfen mich richtig zu verhalten.

    Ich bin Schülerin,17, lebe zu Hause

    Vorgeschichte/mögliche Auslöser der Alkoholsucht meiner Mutter(63):
    -zerrüttete Ehe
    -Bruder(30) 2-mal Selbstmordversuch/kann nicht mit Geld umgehen
    lebt seit 4 Jahren durch gewisse Umstände wieder zu Hause
    -Hauskauf(2002) + anstrengder Umzug und Renovierung
    =>Depressionen, Flucht in den Alkohol
    -zunächst nicht gemerkt das unsere Mutter alkoholabhänngig ist

    Verhalten meiner Mutter wenn sie getrunken hat:
    -reagiert sehr unverhältnismäßig
    -macht aus jeder Fliege einen Elefanten
    -erzählt einem stundenlang wie furchtbar alles ist
    -2 mal hat sie sich auch verletzt als sie stürzt
    -leugt das sie etwas getrunken hat

    die Familie:
    -mein Vater hat immer sehr viel gearbeitet ist deshalb tagsüber nie zu Hause
    -mein Bruder ist auch sehr viel unterwegs
    -meine Schwester(27) hat sich sehr mit der Krankheit auseinander gesetzt, war eine große Hilfe auch für mich, ist allerdings auch sehr strikt/hart dabei geworden
    =>war viel mit meiner Mutter alleine, dadurch fast am meisten die auswirkungen gespürt, meine Mutter hat häufig geweint und mir dann immer und immer wieder erzählt wie schlimm alles ist, ich habe immer versucht zu zuhören sie zu trösten etc.

    Situation früher/heute:
    -die richtig extremen Zeiten sind im moment vorbei
    -meine Mutter ist bei einer Psychologin
    -jedoch keine Therapie gemacht, obwohl sie eigentlich uns zu gesagt hatte
    -wir sind manchmal nicht sicher ob sie doch wieder etwas getrunken hat, bestreitet das aber, bin mir slebst nicht sicher
    -trinkt ab und zu was mit ihren Freundinnen, weil sie meint sie dürfe nur nicht trinken wenn sie grade wieder traurig ist

    meine Situation:
    -will nicht zu hart zu meiner Mutter sein, weil sie mir leid tut und ich ihr leid manchmal sehr gut nachvollziehn kann
    -weiß nicht wie sehr ich mich distanzieren soll, in wie weit ich das überhaupt akn durhc die räumliche bindung
    -will meiner Mutter eigentlich vermeiden ihr zum frühstmöglichen zeitpunkt wieder zu unterstellen das sie etwas getrunken hat, was mein Vater und mein Bruder sehr gerne tun
    -mein bruder ist sehr hart zu ihr, weil er meint nur so kann er ihr helfen bei dem Problem, was ich immer ganz schwer zu ertragen finde seine schon fast herablassende Art weil gerade er meine Mutter total belastet hat seelisch

    Naja mehr schreib ich hier jetzt erstmal nicht, hab versucht mich durch die Stichpunkte möglichst kurz zu fassen, wäre dankbar wenn mir jemand Tipps geben könnte wie ich mich verhalten soll wenn ich mir nicht sicher bin ob meine Mutter wieder etwas getrunken hat und wenn sie sich wieder bei mir 'ausheult'. Will eigentlich nicht zu hart zu ihr sein, weil sie es wirklich nicht so ganz einfach hat. Ich fühl mich immer in ne Verbündetenrolle gedrängt von ihr und weiß auch garnicht mehr wem ich noch glauben soll.

    Danke für die Möglichkeit hier zu schreiben...

  • hallo lotus

    deine zusammenfassung is etwas ungewöhnlich, aber net schlecht. denk aber ehrlich gesagt, dass es dir vielleicht mehr gut tut, wenn du einfach alles runterschreibst, was dir durch den kopf geht, kann vielleicht manchmal für leser verwirrend sein, aber man kann ja immer noch nachfragen.

    es is schwierig zu antworten, da du anscheinend net selber weißt ob sie trinkt. aber wenn deine mutter wirklich trocken werden will, sollte sie meiner meinung nach gar keinen alkohol mehr trinken, auch net mit freundinnen.

    da du noch net volljährig bist, ist das mit der distanz scho viel schwieriger. hast du denn die möglichkeit auszuziehn? ich bin mit 16 ausgezogen, zwar innerhalb des ortes, aber ich bin verdammt dankbar, dass ich diese möglichkeit hatte. so konnte ich mich doch immer zurückziehn, wenn mir bei meinen eltern alles zuviel wurde.

    wenn du dir sicher bist, dass deine mutter getrunken hat, dann sag ihr klipp und klar, dass du erst wieder mit ihr redest, wenn sie wieder nüchtern is. zieh das dann auch durch, geh in dein zimmer oder einfach zu deinen freundinnen. unternimm etwas um dich auch ein bißchen abzulenken. für mich is schon mancher abend, welcher traurig angefangen hat, letztendlich doch amüsant geworden.

    du kannst ja deiner mutter in nem ruhigen gespräch sagen, dass du dir sorgen um sie machst, dass du nicht sicher bist, ob sie wirklich trocken is (mit den alkoholtrinken mit den freundinnen bezweifle ich das ehrlich gesagt), dass du gerne bereit bist ihr zu helfen, aber nur um trocken zu werden. könntest ihr ja auch nen brief schreiben, wenn du angst vor dem gespräch hast.

    liebe grüße

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