bitte um hilfe

  • Servus duch,

    schön, dass Du hierher gefunden hast.
    Du sagst, Du hast schon Vieles probiert. Hast Du auch schon mal mit Deinem Arzt darüber gesprochen, und mit der Suchtberatung?

    Ziel könnte eventuell eine Therapie sein.

    Es aus "eigener Kraft" zu schaffen, trocken zu werden und zu bleiben, ist sehr viel schwerer als mit Unterstützung. Wie diese Unterstützung aussehen kann, wäre in solchen Gesprächen zu klären.

    LG
    Spedi

  • Servus duch,

    ja, so stelle ich mir das vor. Alternativ: in jedem Bezirkskrankenhaus Deutschlands gibt es eine auf Suchterkrankung spezialisierte Station. Dort wären z.B. geeignete Ansprechpartner zu finden.

    Dort wird weder verharmlost, noch in falsche Richtungen verwiesen.

    Das hat auch nichts damit zu tun, ob Du das hören willst oder nicht. Du hast Negativbeispiele (aus welchem Grund auch immer) gefunden. Das war für Dich schlecht. Deshalb aber die Medizin(er) als Ganzes zu verteufeln ist aber keine Lösung für Deine Suchterkrankung, oder?

    Also, such Dir einen auf unser spezifisches Suchtproblem Alkohol ausgerichteten Arzt, und geh die Sache entschlossen an! Du bist schon auf dem richtigen Weg, Du musst ihn nur konsequent weitergehen!

    LG
    Spedi

  • Hallo Klaus,

    herzlich willkommen hier in unserem Forum!

    Zitat von duch

    ich weiss das der alkohol das problem ist.


    Dem ist eben nicht so! Das Problem bist Du, bzw. liegt in Dir.

    Ich weiß schon, was Du damit sagen willst, aber schon allein die Wortwahl ist meiner Ansicht nach wichtig. "Ich weiß, dass ich ein Problem mit Alkohol habe." hörte sich schon ganz anders an.

    Klingt jetzt nach Erbsenzählerei, aber Kleinvieh macht auch Mist.

    Tja, vielleicht musst Du tatsächlich nach einem Arzt suchen, der kompetent ist, und sich Deiner annehmen kann, d.h. mit Dir die für Dich geeigneten Maßnahmen einleitet (Entgiftung? Therapie? SHG?).

    Ohne 'richtigen' Arzt im Rücken, wird es schwierig.

    Viele Grüße

    pauuly

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

  • Ups, jetzt hab ich mich mit Spedis Beitrag überschnitten...

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

  • Servus duch,

    genau dieses nasse Denken macht Dir immer wieder das Leben zur Hölle.

    Du hast schon sooooo viel erreicht? Ja, was denn? Bist jetzt nur noch halbschwanger oder viertelschwanger oder wie?

    Du bist Alkoholiker. Und vielleicht (aber deswegen solltest Du ja mit einem Arzt reden, der da Erfahrung hat) wäre eine Therapie genau der "Tritt in den Hintern", der dir klarmacht, dass all Deine Bemühungen der Vergangenheit lediglich dazu dienten, das "Problem" Alkohol zu verniedlichen (ich bin doch kein Alkoholiker, ich kann doch ein Jahr lang ohne...).

    Das, was Du erreicht hast, sehe ich allenfalls als Trinkpausen und Produktänderung an. Im Kern der Suchtproblematik hat sich scheinbar nicht viel verändert. Dass Du Alkoholiker bist (oder zumindest: dass Alkohol Dein Leben bestimmt) willst Du nicht wahrhaben.

    Von daher wäre eine Theraüpie nicht schlecht, auch ein gewisses "outen". Hinter Deinem Rücken reden sie so oder so.

    Denk einfach mal drüber nach - mir kann es egal sein, ich habe keine Aktien in Deinem Leben, und ich darf seit fast vier Jahren ohne Alkohol leben...

    LG
    Spedi

  • Hallo Duch,

    und Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Zu 3 Punkten möchte ich Dir mal meine persönliche Meinung sagen, bitte nicht böse sein, aber ich spreche gern Klartext...

    Zitat

    Was ich damit meine ist das ich mich nicht für einen Klinikpatienten halte nur weil ich mit dem trinken aufhören will.

    Sorry, aber was Du meinst, ist bei einer chronischen Suchterkrankung wie Alkoholismus relativ uninteressant. Dein Beurteilungsvermögen ist allein durch Deine Erkrankung ziemlich eingeschränkt. Alkoholismus ist nicht nur eine körperliche Krankheit, sondern immer auch eine psychische. Die Beurteilung Deiner Sucht sollte besser einem Fachmann/frau überlassen werden, und dann würde ich da sehr gut zuhören.

    Zitat

    Ich bin lediglich der Meinung das eine staionäre Entgiftung (mit anschliesender Sicherheitsverwahrung(kleiner Scherz)),Therapie bei mir wie mit Kanonen auf Spatzen schiessen wäre.
    Ich will damit keineswegs mein Problem herunterspielen nur ich bin der Ansicht das ich schon von alleine viel erreicht habe was man auch als Therapieerfolg sehen könnte so habe ich meine trinkmenge in den letzten Jahren immer mehr reduziert und trinke auch seit Jahren "nur"noch Bier.

    Nein, Du hast überhaupt nichts damit erreicht, Du bist nach wie vor alkoholabhängig. Ein Runtertrinken oder kontrolliertes Trinken ist bei Alkoholikern nämlich überhaupt nicht möglich. Dann wärest Du der erste, den ich kenne, dem das gelingen würde. Es ist völlig uninteresssant, ob Du "nur" noch Bier trinkst oder ne Flasche Schnaps am Tag, Sucht ist Sucht, die getrunkene Menge, die Regelmäßigkeit oder die Zeiten, wann Du trinkt, ist uninteressant und keinesfalls ein Idikator für eine bestehende oder nicht bestehende Abhängigkeit.
    Wie schon gesagt, unsere Krankheit ist auch psychisch, sie ist fest in unserem Kopf verankert.

    Das was Du da beschreibst, hat mit einem Therapieerfolg nix aber auch gar nix zu tun, sorry.
    Und DOCH, Du spielst Dein Problem ERHEBLICH runter.

    Zitat

    Aber was ich tue und wie weit ich gehen will um mein Alkoholproblem zu lösen möchte ich doch selbst entscheiden.

    Mit dieser, Deiner Aussage kann ich mir gut vorstellen, das Dir da keine Suchtberatung helfen kann. Solange Du noch denkst, DU könntest DIR aussuchen, wie DEINE Sucht behandelt wird, bist Du in einem schweren Irrtum. Dann hast Du nämlich noch nicht DEINEN Tiefpunkt erreicht ! Und bis Du den erreicht hast, mußt Du leider weitersaufen.

    Wer aufhören will und aus seiner Sucht nochmal rauskommen will, macht sich keine Gedanken darüber, was ihm am besten in den Kram passt, der ist nämlich bereit, JEDE angebotene Hilfe anzunehmen, egal wie die aussieht :!:

    So, Du magst Dich jetzt vielleicht über meinen Beitrag ärgern und denken, was issen datt für ne Klugschei..erin :roll: , aber glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.

    Also, mach mal Nägel mit Köpfen, keine weitere Rumlamentiererei und Rumeierei, das taugt nämlich nix bei unserer Krankheit.
    Denn die ist unheilbar und verläuft ungestoppt am Ende IMMER tödlich.
    Mach eine Entgiftung, die ist ein wichtiger Grundstein auf dem Weg in die Trockenheit, aber NUR ein Grundstein auf einem langen Weg.
    Aber er ist zu schaffen, hier im Forum gibt es viele Menschen, die ihn schon erfolgreich gegangen sind, höre besser auf die, die wissen, wo der Weg langgeht, ehe Du weiter auf unsicherem Terrain selber herumstolperst.

    Ich wünsche Dir alles Guten auf Deinem Weg in die Trockenheit.

    Lieben Gruß an Dich
    Lilly

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