Beiträge von pauly

    Hallo Wurdelbrumpft,

    meinen letzten Alkohol hatte ich jetzt vor dreieinhalb Jahren getrunken. In den ersten Tagen meiner Entgiftung war ich zwar wegen der Entzugserscheinungen für die Gabe des Alkohol-Ersatzstoffes dankbar, aber Saufdruck habe ich ab da bis zum heutigen Tage nicht gehabt.

    Mir war aber der Gedanke, nie wieder Alkohol trinken zu sollen am Anfang sehr unheimlich, ja beängstigend. Aber das gab sich dann in den ersten Wochen komplett. Nicht zuletzt auch daher, weil ich merkte, wie viel schöner das Leben ohne den Alk jetzt doch ist.

    Zitat von Micha

    Alarmstufe gelb gilt für mich, sowohl wenn ich in besondere Hochstimmung komme ("Ich bin der Nabel der Welt"), als auch bei Tendenzen zu fataler Miesepeterigkeit ("Hat doch eh alles keinen Sinn").

    Wenn ich mal ein (seltenes) Tief habe, dann kommt mir nicht in den Sinn, dies mit Alk beheben zu wollen. Jedoch muss ich, wie Micha, auch wachsam sein, wenn z.B ein Ereignis ein Stimmungshoch bei mir erzeugt. Zu solchen Gelegenheiten pflegte ich zu Saufzeiten einen "Booster" mithilfe von Alkohol zu zünden.

    Daran denke ich oft, wenn ich in solche Situationen komme. Aber ein ernsthafter Gedanke, dies wieder in die Tat umzusetzen, kam mir bis jetzt nie. Und ich wünsche mir, dass das so bleibt.

    Und ich wünsche Dir, dass das Ausbleiben des Saufdruckes bei Dir so bleibt, und Du Deinen Weg weitergehen wirst.

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Kerstin,

    ja, mit "y", denn der mit dem "i" ist ja der kleine schwarze Kerl mit der grünen Mütze! :D

    In meinem Tb schreibe ich derzeit nicht. Komme irgendwie nicht dazu (Jaja, ich weiß. Faule Ausrede) :)).

    Im unfreiwilligen Urlaub bin ich seit Juli letzten Jahres. Mir hat das zwar zuerst den Boden unter den Füßen weggezogen, aber nur sehr kurze Zeit. Dann ging es mir komischerweise wieder gut. Sehr gut sogar, und das bis heute. :)
    An Alk hatte ich (auch wieder komischerweise) zu keiner Minute gedacht. So kams, dass ich immer noch trocken bin, und das sogar sehr zufrieden! 8)

    Einen möglichen Rückfall darf und kann zwar keiner für sich ausschließen, aber eine Panik erzeugendes Damoklesschwert darf das auch nicht werden.
    Du solltest Deine tiefe Angst vor einem Rückfall unbedingt bei Deiner Therapie zum Thema machen!

    Ich wünsche Dir sehr, dass Dich Deine Aufmöbelungstherapie der zufriedenen Trockenheit ein gutes Stück näher bringt. :wink:


    Liebe Grüße

    pauly mit "y"

    Hallo Kerstin,

    dann hattest Du ja damals auch die Weihnachtstage in der Therapie verbringen dürfen. :)

    Mir geht's prima, vielen Dank! Bin zwar immer noch auf Arbeitssuche, aber ich habe ein paar Eisen im Feuer, d.h. die Lage ist nicht ganz hoffnungslos. ;)

    Dann wünsche ich Dir für Deine "Auffrischung" alles Gute und viel Erfolg!

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von tutanchammun

    ...daher hab ich mich vorher auch nicht genug erkundigt und würde jetzt doch begleitet den Entzug durchführen.

    Hallo Pharao,

    das kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte vor meiner qualifizierten Entgiftung zwei (heftige) Selbstentzüge durchgeführt. Dies allerdings auch nur aus purer Unwissenheit. :oops: Wie gefährlich sowas werden kann, hatte ich dann erst in der Klinik erfahren.

    Ich bin ja erst nach meiner Entgiftung zu unserem Forum gestoßen, sonst hätte ich die Selbstversuche sicher sein gelassen. Daher darfst Du meinen Hinweis nicht als Tadel verstehen. Hatte ja den gleichen Fehler gemacht.

    Aber nun sind wir ja schlauer. :wink:

    Wenn Du den Rentenversicherern bei der Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit für Deinen Antrag etwas behilflich sein willst, dann ruf dort mindestens jeden zweiten Tag an, und frag nach, wie's aussieht. Dann klappts evtl. noch im Februar.

    Drück Dir die Daumen.

    Gruß

    pauly

    Hallo tutanchammun,

    freut mich, dass Dir mein Bericht ein wenig die Sorge vor einer Therapie hat nehmen können. Auch finde ich es klasse, dass Du jetzt schon über sechs Wochen ohne den Alk geschafft hast! Gratulation! Allerdings hättest Du die Entgiftung nicht in Eigenregie durchführen dürfen. Ich nehme an, Du weißt inzwischen, wie gefährlich das werden kann!?

    Aber jetzt wünsche ich Dir, dass es mit der Therapie bald losgeht und Du danach als "freier Mann" wieder heimkommst. :wink:

    Gruß

    pauly

    Hallo Lütze,

    herzlichsten Glückwunsch zu Deinem Zweijährigen!

    Ich hatte damals Deine ersten Postings gelesen und daher freut es mich heute auch ganz besonders, dass Du wieder mit Deiner Frau und Eurem Sohn zusammen bist. :D

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Peter,

    heute bin ich über diesen Thread gestolpert. Der Name "Petter" bei Autor lies mich stutzen: Den kennst Du doch!? Und tatsächlich, ich kann mich noch sehr gut an Dich erinnern. Du warst damals auch noch in den Wirren der Norwegen-Geschichte (vom Norwegischen auch Petter für Peter, gell!? :wink: ). Nachdem Du von der Leukämie erfahren hattest, habe ich nichts mehr von Dir gelesen.

    Daher freut es mich jetzt um so mehr zu lesen, dass Du Dich soweit berappelt hast. Deine Erzählungen habe ich mit heißen Ohren gelesen. :D Du kannst sehr stolz auf Dich sein, aber ich denke, das weißt Du.

    Jetzt bin ich sehr gespannt, wie es in Hessen weiterging.

    Liebe Grüße

    Dein Namensvetter 8)

    Hallo Kai,

    wäre es nicht eine Idee, jetzt die 14 Tage bis zur Therapie nochmal zur Entgiftung zu gehen? Und anschließend nahtlos zur Therapie? Dann wärst Du durchgehend 'versorgt'.

    Gruß

    pauly

    Hallo Kai,

    wie die Backmaus richtig sagt, ist hinfallen nicht schlimm. Jetzt musst Du aber unbedingt wieder aufstehen, denn sonst wird es schlimm!

    Du bist nicht der Erste, der am Anfang des Weges stolpert.

    Also, geh's wieder an!

    Gruß

    pauly

    Hallo Kai,

    habe gerade Deine "Geschichte" im Vorstellungsbereich gelesen. Du hast dort Deinen Fall geschildert, hast Rat bekommen und den sogar befolgt! :D

    Dann holterdipolter zum Arzt und in die Entgiftung und die LZT steht auch schon an.

    Respekt!

    Bleib am Ball!

    Gruß

    pauly

    Hallo Renate,

    darf ich mich vorstellen: pauly, mein Name. :D

    Nachdem wir zwei ja zusammen am 26. im Weihnachtschat sitzen, dachte ich, ich stell mich vorher mal kurz vor, damit wir uns nicht erst dort zum ersten Mal 'begegnen'.

    Damit ich ein bisschen was von Dir weiß, habe ich mich durch Deinen Thread gelesen. Ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt! Du hast da ja im letzten halben Jahr schon Nägel mit Köpfen gemacht. Zielstrebig und konsequent. Mitunter mit einem Quäntchen Wehmut zwar, aber das darf sicherlich auch sein.

    Ich freu mich sehr für Dich, dass sich alles so zum Positiven bei Dir gewendet hat.

    Und auch freu ich mich auf 'unseren' Chat am kommenden Freitag!

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo optimisma,

    ich war wegen Panikattacken und Depressionen schon vor meiner Entgiftung in psychiatrischer Behandlung (wobei ich heute nicht mehr genau weiß, was zuerst da war. Das Huhn, oder das Ei?). Ich erhielt zu der Zeit Medikamente, welche die Depressionen tatsächlich milderten.

    Nach meiner Entgiftung ging ich zur Langzeittherapie in eine Fachklinik. Der Klinikleiter war/ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Bei ihm wurde meine medikamentöse Behandlung auch fortgesetzt, im Laufe der Therapie reduziert, und bei meiner Entlassung konnten die Medikamente ganz abgesetzt werden :lol:

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt durchaus Fachkliniken, die sich neben der Alkoholentwöhnung auch psychiatrischer Probleme annehmen können und so den Einstieg in den Ausstieg erleichtern.

    Un nochwas: Seit ich nicht mehr saufe habe ich keinerlei Depressionen, geschweige denn Panikattacken mehr!

    Gruß

    pauly

    Als ich ihn das erste mal gesehen hab, hat mir hat der Film immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Und keine wohlige!

    Ich finde, der Film sagt viel, obwohl nicht viel gesagt wird (kein Kommentator).

    Zitat von Alpenrose

    der Film "Trocken oder tot" läuft am
    Freitag, 31. Oktober 2008, 11.00-11.30 im TV und zwar beim HR!

    Danke, Alpenrose, für den Tip! Dann kann ich den Film mal in besserer Qualität aufzeichnen.

    pauly

    Hallo Holger,

    Du wirst sehen, das gibt sich. In den letzten Monaten meiner nassen Zeit und in den ersten Trockentagen hatte ich auch sehr große Einschlaf- und vor allem Durchschlafprobleme.

    Heute schlaf ich so gut und erholsam, dass ich mich abends schon richtig auf die Heia freue! :D

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von hubertus

    Leider habe ich meine Vormittage in den letzten Jahren immer verschlafen und damit auch meine Kondition und den Spaß, den all diese Dinge gemacht haben.

    Hallo Holger,

    genau dies ist z.B. eines der Dinge, die ich wieder genießen darf. Und das tu ich auch! 8)

    Du glaubst gar nicht, wie schön das ist, wenn man an den arbeitsfreien Tagen schon zeitig - frisch wie ein Fisch im Wasser - aus dem Bett hüpft (naja, meistens jedenfalls... :oops: ) und den Tag dann auch genießen kann! Da hast Du auf einmal viel mehr Freizeit!

    Und das ist nur einer der vielen Vorteile, wenn man nicht mehr an der Flasche hängt.

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Eric,

    mir geht es genau wie Dir. Wir sind vor zwei Jahren ins Forum gekommen und ich hatte mich auch sehr gerne im Vorstellungsbereich eingebracht, was durch die neuen Richtlinien nun auch bei mir nicht mehr geht. Aus diesem Grund habe ich mich aber jetzt entschieden, einen erweiterten Zugang anzufragen. Wäre das nicht auch eine Option für Dich?

    Falls nicht, dann wünsche ich Dir auch 'Hals- und Beinbruch' auf Deinem weiteren Weg. :wink:

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Oliver,

    da hast Du ja eine 'steile Karriere' hinter Dir.

    Zitat von Oliver1

    ...wurde ich"mutiger" geworden und trank am kommenden Tag wieder um den"Kater"zu besiegen.

    Das war bei mir auch so. Heute sehe ich diesen Zeitpunkt, als ich feststellte, dass es mir sofort besser ging, wenn ich am Tag nach einer Sauferei gleich mit einem 'Konter'schluck weitermachte, als Einstieg in die Spirale nach unten.

    Du sagst, dass Du inzwischen das ganze Leid siehst, dass Du Deiner Familie zugefügt hast. Siehst Du denn auch für Dich eine neue Chance? Ich meine, geht es Dir besser, seit Du aufgehört hast zu saufen? Siehst Du die Vorteile der Nüchternheit?

    An diesen Vorteilen habe ich mich, unter anderem, gerade in der Anfangszeit oft aufgerichtet.

    pauly