Hab nun auch endlich verstanden dass ich losslassen muss

  • Hallo bonny,

    Zitat

    ich weiß dass ich ihm nicht helfen kann, ich weiß aber auch wenn ich ihn gehen lasse, wird es ihm viel schlechter ergehen. denn in den letzten monaten trinkt er wirklich selten (alle paar wochen einen tag lang).
    wenn ich nicht mehr bei ihm bin, wird er 1oo% abstützen, ich habe ihn einmal nachhause gebracht und einige tage später mit dem notarzt ins krankenhaus gebracht.

    aus meiner trockenen Alkoholikerinnen-Sicht.........

    .......es KÖNNTE aber auch sein, daß er erst durch die Trennung wirklich "aufwacht".........und dann den "Absprung" schafft......

    ......war bei mir zumindest so,........es gab allerdings auch kein zurück und kein WIR mehr,...........TROCKEN verändert sich vieles.......

    Liebe Grüße, Rose

  • Hallo Bonny, gut, dass Du hier am Ball geblieben bist. Die Überschrift deines Themas liest sich aber noch anders als Sätze wie diese hier:

    Zitat von bonny24


    ich merke immer wenn der suchtdruck bei meinem freund steigt, ich sitzte daneben und kann nichts machen. ich habe alles versucht, liebe verständniss.. es muss wirklich die hölle sein.
    schlaflose nächte, selbstvorwürfe, selbstzweifel und man sitzt daneben wie gelähmt.

    ich weiß dass ich ihm nicht helfen kann, ich weiß aber auch wenn ich ihn gehen lasse, wird es ihm viel schlechter ergehen. denn in den letzten monaten trinkt er wirklich selten (alle paar wochen einen tag lang).
    wenn ich nicht mehr bei ihm bin, wird er 1oo% abstützen, ich habe ihn einmal nachhause gebracht und einige tage später mit dem notarzt ins krankenhaus gebracht.

    Solange Du dich so aufopferst, wird sich nichts ändern. Als trockener Alkoholiker kann ich dir sagen: Ja, das hätte mir gefallen, wenn zusätzlich zu meinem Selbstmitleid noch ein einfühlendes Wesen neben mir gesessen hätte und mit mir mitgelitten hätte. Aber damit verlängerst Du nur dein und sein Leiden. Dein Freund hat ganz offensichtlich keine geistige Distanz zum Alkohol aufgebaut. Solange dies nicht der Fall ist, kann sich auch nichts ändern.

    Alles Gute
    Eric

  • Zitat von bonny24


    darf ich fragen wie es bei dir war? hast du rückfälle erlitten? ich finde es so schwer zu verstehen, dass man wirklich wochenlang trocken bleibt und auf einmal wieder nachgibt, dann wieder wochenlang nichts....
    und des mal hoffe ich: er schafft es jetzt!

    Ich hab immer mal wieder Trinkpausen gemacht, einmal sogar ein halbes Jahr lang, aber ich hatte mich nie geistig vom Alkohol gelöst. Daher war ich immer wieder ziemlich schnell unten, wenn ich erstmal wieder etwas getrunken hatte. Und es wurde schlimmer. Erst vor genau einem Jahr hatte ich die Schnauze so voll, dass ich erstmals wirklich zu mir und anderen gesagt habe: In diesem Leben möchte ich nie wieder Alkohol trinken! Mein gesamtes Leben baue ich seitdem um diese Erkenntnis herum. Es mag passieren was will, ich werde nicht mehr trinken.

    Wer trocken sein will, der schafft es auch! Davon bin ich fest überzeugt. Aus deinen Zeilen lese ich aber irgendwie, dass dein Freund zwar weiß, dass ihm der Alkohol nicht gut tut (wußte ich auch schon jahrelang), aber nicht auf seine Geliebte Alkohol verzichten will.

    Was gedenkt er denn für sich zu tun? Du willst mit ihm zum Therapeuten, aber wie äußert er sich denn? Will er etwas tun oder will er vielleicht doch lieber einfach nur weitersaufen?

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