Beiträge von andreas57

    Servus @Alle !

    Alkoholismus ist eine körperliche, geistige und seelische Krankheit.
    Das heißt Ursachenvorschung könnte man in allen drei Teilbereichen betreiben aber verbindliche Antworten wird man trotzdem nicht finden.
    Der Wissenschaft ist es bis heute nicht gelungen fundiert nachzuweisen welche Faktoren zum Entstehen einer Alkoholsucht führen.

    Wenn man jedoch die Lebensgeschichten der Alkoholiker, auch hier im Forum, her nimmt kann man feststellen, dass gewisse Verhaltensmuster in den Abläufen der "Trinkerkarrieren" prägend waren und sind.

    Auch ich habe mir immer wieder den Kopf darüber zerbrochen warum ausgerechnet ich zu den "Auserwählten" gehöre - gebracht hat es nichts.
    Erst als ich meine Krankheit akzeptieren und bedingungslos annehmen konnte war der Weg dafür vorbereitet, der aus der Sucht herausführt.

    LG
    Andreas

    Servus ottonv !

    Da du dieses Thema ansprichst möchte ich dir auch meine Erfahrungen die das Thema deine Threads betreffen mitteilen:

    Ich konnte nicht feststellen, dass Personen mit höherem Niveau (was ist höheres und was normales Niveau) bzw. höherer Bildung mich anders behandlen als sogenannte kleine Leute. Vielleicht haben Menschen mit
    höherer Bildung ein größeres Allgemeinwissen und daher auch mehr Wissen über die Alkoholkrankheit.

    Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass Alkoholsucht bei Menschen aller Rassen und Bildungsschichten vorkommt.

    Ich vermute vielmehr, dass sich die Akzeptanz der Alkoholsucht eines befreundeten oder bekannten Menschen im emotionalen Bereich abspielt.
    Freunde die um meiner selbst Willen mit mir befreundet sind und mich als Person respektieren, werden auch meine Alkoholkrankheit akzeptieren und respektieren. Von Saufkumpanen aus vergangenen nassen Tagen kannst du hingegen kein Verständnis erwarten zumal sie ohnehin mit dem Pflegen und Weiterentwickeln ihrer eigenen Alkoholsucht beschäftigt sind.

    Dazwischen gibt es natürlich auch Menschen die aus Unwissenheit und Borniertheit das Existieren einer Krankheit namens Alkoholkrankheit ablehnen. Hier wäre von den öffentlichen Stellen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

    Aber sei es wie es sei:
    Ich bin absoluter Egoist in Sachen Nüchternheit und stelle alles andere hintan:
    das gilt für Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften.

    Wer nicht für meine Trockenheit ist, ist gegen mich und hat in meinem nüchternen Leben nichts verloren!

    Liebe Grüße
    Andreas

    Servus ottonv !

    Da du, wie du mir im Vorstellungsbereich geschrieben hast, eine ähnliche Trinkerkarriere hattest wie ich freue ich mich mit dir ganz besonders über das bisher Erreichte.

    Glückwünsche werde ich dir wie gewünscht nicht übermitteln, auch nicht für morgen, sondern ich wünsche dir gute24h und das an jedem Tag deines restlichen trockenen und zufriedenen Lebens.

    Das mit der Werbung stößt mich auch immer wieder vor den Kopf.
    Auf jeder Zigarettenpackung müssen rießengroße Warnhinweise stehen nur auf Getränkeflaschen, wo ein nicht minder gefährliches Gift enthalten ist ist das nicht notwendig ? - Verkehrte Welt?
    Bei einer derartigen Medien- und Massenbeeinflussung braucht man sich über den Alkoholikernachwuchs keine Sorgen machen ! :shock:

    Besser Wegzappen statt Reintappen!

    LG
    Andreas57

    Servus Sweety 15 !

    Möchte deinen Schlußsatz noch ergänzen:

    ICH BIN NICHT AUF DER WELT, UM ANDEREN ZU GEFALLEN, SONDERN UM MEINEN EIGENEN WEG ZU GEHEN !


    Und meine eigener WEg ist der, dass ich nicht mehr trinken
    will auch wenn ich " saufen dürfte".

    Und keine Situation kein Problem kann nüchtern betrachtet so
    aussichtlos sein als es in [/b]betrunkenem Zustand vernebelt erscheint.

    Lg
    Andreas

    Servus Karsten!

    Ich habe die bisherigen Meinungen und Ansichten der Forenteilnehmer aufmerksam verfolgt und für mich ergibt sich daraus folgendes Resümee:

    Es kann keiner trockengestreichelt noch trockengeprügelt werden. Die Antworten auf so manche Beiträge erfordern sehr viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen und wenn hier Fehler in der Trockenheitsarbeit aufgezeigt werden so kommen die Erfahrungen nicht von Theorethikern sondern von Betroffenen die am eigenen Leib oft schmerzlich diese Erfahrungen machen mussten und nun andere Alkoholiker davor bewahren möchten.

    Wenn jemand wider besseres Wissen und der Erfahrung von Langzeittrockenen gewisse Warnungen in den Wind schlägt, so ist das ganz alleine sein Problem. Nur sollten andere Forenteilnehmr, denen ihre Trockenheit das Wichtigste ist darauf hingewiesen werden und das geschieht in diesem Forum meiner Meinung nach ganz augezeichnet durch dich und die anderen Moderatoren und auch durch die Beiträge von langjährigen Forenteilnehmern ( z.B. Spedi u.a. )

    Alles in allem kann gesagt werden:
    Wenn jemand Unterstützung und Hilfe sucht, so wird er sie hier finden!

    Danke dafür!

    LG Andreas

    Liebe Diskussionsteilnehmer!

    Ich bin noch nicht lange registriert in diesem Forum lese aber seit Beginn meiner Trockenheit ( 29.12.2006 ) intensiv in allen offenen Bereichen mit und möchte euch meine bescheidene Sicht der Dinge zur Kenntnis bringen:

    Zu allererst ist mir beim Stöbern nach Alkoholikerforen im Internet aufgefallen, dass dies wohl das größte und auch kompetenteste Forum ist.
    (Kompliment an Karsten und seine Mitarbeiter) Gleichzeitig habe ich beim Lesen der Beiträge und Antworten festgestellt, dass einige der Forenteilnehmer ( allen voran Spedi ) kompromißlos und manchmal auch schonungslos offen den Weg in die Trockenheit vorzeigen und auch vorleben. Es gab und gibt so viele Ansichten, Meinungen und Ratschläge wie ein zufriedenes nüchternes Leben erreicht werden kann. Manches ist als unbedingte Grundvoraussetzung ( Grundbausteine) zu verstehen andere Erfahrungen der Langzeittrockenen sind individuell anwendbar ( Je nach Person und Situation verschieden).
    Allem gemeinsam ist jedoch alle auch noch so verschiedenen Wege sollten in eine dauerhafte Trockenheit und in ein zufriedenes, nüchternes Leben führen.

    Inwieweit sich Hilfesuchende von den Erfahrungen der Langzeittrockenen führen und leiten lassen können wir alle nicht beeinflussen und sollten es auch nicht. Jeder muss seinen eigenen Weg finden - Wegweiser gibt es ja hier genug und Patentrezept gibt es auch keines. Wer wirklich den Willen hat trocken zu werden bekommt Unterstützung in allen Lebenssituationen.
    Nur annehmen und umsetzen muß jeder für sich selbst - es kann keiner trocken gelegt werden.

    Ein drastisches Eingreifen der Administratoren bzw. Moderatoren, so wie hier auch gefordert, sollte meiner Meinung nach nur in besonderen Fällen
    ( grobe Gefährdung anderer, totale Uneinsichtigkeit bzw. Unwilligkeit, etc.) erfolgen. Ansonsten sollte man den Hilfesuchenden auch die Gelegenheit geben in ihren Einsichten und Ansichten zu reifen.

    Wünsche dem Administrator und den Moderatoren noch eine erfolgreiche und zufriedenstellende Arbeit, Spedi eine spezielle gute Gesundheit und allen anderen trockene, zufriedene 24h jeden Tag aufs Neue!

    Lg
    Andreas

    Servus fish!

    Das Verteidigen des "kontrollierten Trinkens" mit Zähnen und Klauen kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich wollte es in meiner nassen Zeit nicht wahrhaben, dass ein Alkoholiker dieses Vermögen nicht mehr aufbringen kann. Bei jedem Rückfall auch nach einer längeren Trinkpause wurde ich eines Besseren belehrt und es wurde mit jedem Male schlimmer und die Zeitabstände kürzer.
    In meiner Verzweiflung das doch so schöne ( so glaubte ich damals )
    kontrollierte Trinken wieder erlernen zu können, begab ich mich sogar in die Hände eines sog. alternativen Arztes der mir mit fragwürdigen homöopathischen Methoden die Fähigkeit zur Trinkkontrolle wieder beibringen wollte. Funktioniert hat natürlich nichts.

    Ich mußte erst meinen persönlichen Tiefpunkt erreichen. Und der ist für jeden individuell - es muß nicht unter der Brücke oder auf der Parkbank enden. Auch die Bedrohung einer Beziehung kann ein solcher Tiefpunkt sein wenn der Partner konsequent eine Trennung ins Auge fasst.
    Eines ist natürlich Grundvoraussetzung: dein Mann muss sich auch selbst als Alkoholiker verstehen und gewillt sein entsprechende Schritte in Angriff zu nehmen. Nur das Hingehen in eine SHG und vielleicht dort auch nicht die Wahrheit sagen oder zu beschönigen bringt ihn nicht weiter.

    In diesem Forum findest du so viele Beispiele wie sich Beziehungen mit einem Alkoholiker weiterentwickelt haben - von ganz tragischen Ereignissen bis hin zum vollständigen Wiedererlangen von Eheglück, Zufriedenheit und Harmonie.
    Und das letztere wünsche ich auch dir von ganzem Herzen !

    LG
    Andreas

    Servus Sabine!

    Bei mir war es so, daß ich beim ambulanten Entzug die ersten paar Tage die vom Neurologen im KH verschriebenen Tabletten genommen habe.
    Die Entzugserscheinungen waren nicht so schlimm und ich mußte die Dosis langsam wieder herunterfahren.
    Ich litt ebenfalls unter Depressionen die sich jedoch im Laufe der Trockenheit von selbst zuerst besserten und mittlerweile verschwunden sind.
    Viele Ärzte haben eben von der Alkoholkrankheit wenig Ahnung und neigen eben dazu zuallererst Tabletten zu verschreiben ( vielleicht weils der Patient auch erwartet). Wenn du dich jedoch gut fühlst, wie du geschrieben hast kannst du dir die Tabletten ja als mögliche Option offen halten.
    Ein hervorragendes Mittel gegen Depressionen und sonstige Gefühlsverstimmungen ist auch Ausdauersport, wie ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen kann!
    Wie wärs damit?

    Alles Gute weiterhin!

    Andreas

    Servus Ruegi !

    Deine Gefühlsirritationen kann ich sehr gut nachvollziehen. Ist mir am Anfang meiner Trockenheit ebenso ergangen. So extrem wie ich im Trinken war so wollte ich auch in der Trockenheitsarbeit sein. Alles und möglichst gleich. - Musste aber sehr bald einsehen, dass das so nicht funktioniert und dieses Forum hier und meine reale SHG leisteten mir dafür wertvolle Hilfestellung.
    Bin nur mehr in einer Richtung extrem und das ist in meinem Bergsport.
    Das sehe ich aber als sehr positiv an.

    Habe auch erst verinnerlichen müssen, dass ich nur für mich trocken werden und bleiben will - alles andere ergibt sich aus dem vorgenannten.

    Wünsche dir einen erfolgreichen Weg in die Trockenheit !

    LG
    Andreas

    Servus Sabine !

    Auch ich habe einmal gezweifelt ob ich ein richtiger Alkoholiker bin.
    Manchmal passte ich in das sogenannte JELINEK- Schema, dann wieder nicht, je nachdem wie ich es für mich ausgelegt hatte. Allein schon dass ich mich überhaupt damit beschäftigt hatte zeigte mir, dass etwas nicht in Ordnung ist.
    Ich mußte noch auf schmerzvolle Art und Weise meinen persönlichen Tiefpunkt erreichen um zu begreifen - ich bin Alkoholiker und werde es ein Leben lang bleiben!

    Schätze dich glücklich, wenn es dir schon vorher bewußt wird und du die Spirale der Alkoholsucht noch vor dem absoluten Tiefpunkt verlassen kannst. Denn er kommt über kurz oder lang.

    Mit einer DIN A4 Seite wäre ich nicht ausgekommen, wollte ich meine Abstürze zu Papier bringen - bräuchte wohl eher ein Buch dazu
    ( vielleicht mach ich's noch und schreibe dann gleich ein Drehbuch :roll: )

    Liebe Grüße
    Andreas

    Hallo Sabine!

    Das mit den Bekannten und Freunden die trinken ist so eine Sache!

    Ich musste auch erst in meinem Umfeld selektieren zwischen:

    Bekannten
    Bekannten die trinken
    Freunden
    Freunden die trinken

    inzwischen sind nur mehr übriggeblieben:

    Bekannte
    Freunde
    Freunde die zwar mäßig trinken, aber in meiner Gegenwart nicht.

    Und allen Bekannten und Freunden denen ich etwas bedeute freuen sich mit mir über meine Trockenheit. Der Hauptzweck von Zusammenkünften ist für mich jetzt nicht mehr das vordegründige Trinken, sondern ein geselliges und freundschaftliches Unterhalten über gemeinsame Interessen und Themen.

    Wünsche dir alles Gute auf deinem trockenen Weg!

    LG
    Andreas

    Hallo osopolar!

    Dein Freund kann sicherlich nur selbst erkennen ob er Alkoholiker ist - ein Problem mit Alkohol hat er aber sicher.

    Mir selbst ging es in nassen Zeiten ebenso wie deinem Freund - aber das war nur der Anfang. Mit den Jahren wurde alles schlimmer die Alkoholmengen wurden mehr und die Zeitabstände immer kürzer. Vor allem traten Erinnerungslücken auf und ich wußte nicht mehr was ich alles getan oder gesagt hatte. Die Alkoholsucht folgt ihren eigenen Gesetzen wie dir hier alle trockenen Alkoholiker bestätigen können. Du kannst dich auch in diesem Forum über den Ablauf und Fortschreiten der Alkoholkrankheit informieren. Es gibt sehr viele gute Beiträge und auch Informationsseiten.

    Ich wünsche dir, dass du nicht in eine CO-Abhängigkeit schlitterst und deinem Freund, dass er rechtzeitig die Gefahrensignale erkennt.

    LG
    Andreas

    Servus Lilith67 !

    Kann mich nur der Meinung von Spedi anschließen.
    Wie zufrieden lebst du dein Leben an der Seite eines Alkoholikers ?

    Ich war ebenfalls Quartalstrinker und bin trockener Alkoholiker ein Leben lang. Erst als ich meinen absoluten, persönlichen Tiefpunkt erreichte
    (kannst du in meinem Thread " Vorstellung im offenen Bereich " nachlesen) konnte ich mir meine Alkoholkrankheit eingestehen und auch annehmen. Vorher war das so wie bei deinem Mann immer nur Selbstbetrug gewesen. Wenn er wirklich etwas unternehmen will muss der Auslöser von ihm selbst kommen ansonsten wird nichts dauerhaftes daraus.

    Die notwendigen Schritte die du setzen kannst um für deinen Mann ein eventueller Auslöser zu sein konstruktiv etwas gegen seine Sucht zu unternehmen, kannst du hier in diesem Forum in vielen Beiträgen nachlesen.

    Wünsche dir, dass du die richtigen Entscheidungen triffst!

    LG Andreas

    Servus Odin !

    Gründe fürs Trinken gibt es ebenso viele wie fürs Nichttrinken!
    Aber entscheiden tust immer nur du - keiner setzt dir das Glas an den Mund und keine Situation kann nüchtern betrachtet so schlimm sein als in betrunkenem Zustand.

    Wenn du in meinem Thread Etwas zum Nachdenken..... lesen magst, wirst du feststellen unter welchen absurden Zuständen Rückfälle auch von Langzeittrockenen passieren können und sehr oft ist der Irrglaube vorhanden "kontrolliert Trinken" zu können. Es hat für Alkoholiker noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren.
    Ich kenne keinen Alkoholiker dem dies längerfristig gelungen wäre und ich oder du werden garantiert nicht die ersten sein.


    Ich litt im Laufe meines Lebens auch mal unter Angst-und Panikattacken
    konnte sie aber mit der Methode der paradoxen Intention nach Prof. Viktor Frankl gänzlich weg bekommen. Vermute aber auch, dass diese Störungen auch mit der Alkoholsucht zusammen hingen. Habe dir einen diesbzgl. Link in meine Antwort kopiert, weiss aber nicht ob dies in diesem Forum zulässig ist.

    Wünsche noch einen erfolgreichen Weg in die Trockenheit!

    Lg Andreas

    Servus ottonv!

    Um den Wortbegriff lange Zeit noch etwas zu strapazieren:
    ]lange Zeit ist für jeden relativ und die Erinnerung daran
    in gewissen Gemütszuständen und Situationen getrunken zu haben kommt auch nach
    absolut langer Zeit immer wieder zum Vorschein.
    Dies habe ich hier im Forum schon gelesen und auch in meiner realen SHG wurde mir von Langzeittrockenen bestätigt, dass Erinnerungen an "alkoholhaltige Situationen" aus frührern Zeiten gelegentlich auftauchen auch im Traum und sogar mit Alkoholgeschmack nach dem Aufwachen.
    Das Suchtgedächnis lebt eben zeitweise wieder auf. Wichtig ist nur das wir wissen wie wir damit umgehen!!!!!!

    Ich wünsche dir noch eine sehr, sehr lange Zeit der Trockenheit" :)

    LG Andreas

    Servus Pauli 71!

    Die Zustände die du beschreibst, ...massive Unruhe, down, zittrig, etc...kenne ich auch aus den Anfangszeiten meiner Trockenheit.

    Habe mich beim Auftauchen solcher körperlichen Irritationen immer gezwungen mich sportlich zu betätigen (Joggen, Radfahren, etc.)
    Ich war nachher müde und zugleich stolz etwas geschafft zu haben.
    Denke auch dass jegliche Art körperlicher Betätigung und sei es nur ein flotter Spaziergang dir Wohlbefinden bringen könnte.

    Im Laufe der Zeit sind diese Berschwerden aber abgeklungen obwohl ich mich nicht an jedem Tag gleich gut fühle. Aber unterschiedliche Gemütszustände kennen Nichtalkoholiker auch.

    LG
    Andreas[/quote]

    Ein herzliches Servus aus Österreich @alle!

    Besten Dank für die bisherigen Antworten in meinem Thread!

    Mir ist durch eure Meinungen und Ansichten die geschilderte Rückfallsituation, die mich doch sehr bewegt hat, verständlicher geworden.
    Gefahren der Trockenheit lauern überall und es ist für mich wichtig, diese schon im Vorfeld zu erkennen um gegensteuern zu können.

    Ein wichtiges Fazit für mich:
    Wir sind eben alle nur eine Armlänge vom Rückfall entfernt, der Langzeittrockene genauso wie der eben erst Entgiftete.

    Wünsche noch einen schönen Tag!

    LG Andreas

    Hallo Erdling!

    Kann die Erfahrungen von Spedi nur bestätigen. Apfelsaft hat auch bei mir eine "durchschlagende Wirkung" vor allem wenn er kalt ist und nach sportlicher Betätigung.

    Trinke an sonsten stark verdünnte Fruchtsäfte aller Art und verschiedene Tees (grüner Tee, Rotbuschtee, etc.) warm und im Sommer kalt oder eisgekühlt. Bei Sportausübung auch isotonische Fertiggetränke soferne nicht bedenklich aufgrund der Inhaltsstoffe.

    Auch Kaffee gönne ich mir in Maßen.

    Aber probier dich doch selbst durch die Möglichkeiten alkoholfreier Getränke!

    LG Andreas

    Liebe Forenteilnehmer!

    Hatte gestern mein wöchentliches Meeting in meiner SHG-Gruppe und möchte euch einen Fall schildern der mich außerordentlich beschäftigt und zum Nachdenken gebracht hat:

    Eine Frau, nennen wir sie S. berichtete über ihren Rückfall der sich wie folgt ereignet hat:

    S. war seit 10 Jahren trocken und ging die ersten fünf Jahre regelmäßig in eine SHG-Gruppe.
    Danach hielt sie es nicht mehr für notwendig und ließ den Kontakt abbrechen – blieb aber weiterhin trocken. Ob sie auch in zufriedener Nüchternheit lebte konnte sie nicht beantworten.

    Im Oktober vergangenen Jahres suchte sie ihren Hausarzt wegen Entzündungen in der Mundhöhle auf. Vorauszuschicken wäre, dass dieser Arzt von ihrer Alkoholkrankheit wusste. Er verschrieb ihr ein
    alkoholhältiges Mundwasser zur Spülung und erwähnte so nebenbei, dass sie ja nach der nunmehr langjährigen Trockenheit auch gelegentlich Alkohol trinken könnte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    S. trat im November einen schon seit längerer Zeit geplanten Kuraufenthalt an. Alles lief gut und die
    Behandlung der ursächlichen körperlichen Beschwerden zeigte Erfolge. Am letzten Abend stand ein
    Abschiedsfest der Kurteilnehmer an und eh sich S. versehen konnte stand ein Glas Wein vor ihr.
    Sie trank es und noch ein zweites Glas – damit nahm das Schicksal seinen Lauf.

    Binnen kurzer Zeit wurden die Mengen größer und die Zeitabstände kürzer bis sie wieder täglich trank.
    Ihr Hausarzt vor die Tatsache gestellt daß sie wieder trank, meinte nur, dass dies eben in manchen Fällen und selten vorkommt – nach so langer Trockenheit!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Mittlerweile hat sie den Arzt gewechselt , ambulant entzogen bzw. ist noch dabei und gestern zum ersten Mal wieder unsere SHG aufgesucht was sie auch weiterhin tun wird. Ich hoffe für sie, dass sie es diesmal dauerhaft schafft.

    Was mich aber beschäftigt ist wie konnte es dazu kommen bzw. was ist falsch gelaufen und was kann ich daraus für mich lernen ?

    Ein paar Überlegungen:

    S. hat nach 5 Jahren den Kontakt zu ihrer SHG abgebrochen.
    Der Hausarzt hat scheinbar keine Ahnung über Art, Verlauf und Dauer einer Alkoholsucht.
    S. hat sich am Beginn ihres Kuraufenthaltes nicht als trockene Alkoholikerin „geoutet“.
    S. hat eine Veranstaltung besucht, wo vordergründig Alkohol konsumiert wird.
    Und
    die für mich entscheidenste Frage an S. war:
    „Hast du wirklich daran geglaubt jemals wieder kontrolliert trinken zu können?“
    Worauf sie sagte:„Ja, das habe ich ! „

    Dieser Fall hat mich die ganze Nacht über beschäftigt. Habe nicht gut geschlafen und mir immer wieder Gedanken gemacht was ist alles falsch gelaufen und welche Lehren kann ich daraus für mich ziehen. Auch habe ich mir in den schlaflosen Stunden bereits im Geiste überlegt wie ich das Ganze zu Papier bringen könnte.
    Ich würde euch nunmehr ersuchen mir eure Sicht der Dinge mitzuteilen bzw. was können wir daraus für uns und unsere weitere Arbeit an der Trockenheit annehmen bzw. vermeiden!

    Liebe Grüße
    Andreas