Gedanken
wie soll ich das beschreiben....ich bin jetzt seit über 12 Jahren trocken und habe mehr als mein halbes Leben mit Alkohol verbracht....unter Alkohol ist es immer irgendwie eine Blase, die mich davor schützt....ja was eigentlich....ohne Alkohol konnte ich es mir einfach nicht vorstellen....ich konnte immer fliehen in ein schöneres Leben....alle Sorgen die man hatte und nicht lösen konnte bzw wollte waren für den Augenblick weg und ich war der Größte....auch in der Beziehung und Umgang mit den Kindern kam mir alles richtig vor....ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum mich meine Frau verlassen wollte...ich wusste schon was ich da tue...und wollte es nur aufrecht erhalten ... alle sind zufrieden....und ich muss mich nicht mit mir und meinen Macken befassen....und es ist auch so ein gewohnheits- Ding....es hat wirklich sehr lange als Ausweg geholfen....bloß keine Veränderung.....
jetzt gehe ich zu meiner Psychotherapeutin und wünsche mir diesen vorgegaukelten Zustand wieder....nur ohne Alkohol und eben ehrlicher....vor ca 3 Jahren hat mich meine Frau dann doch verlassen....und es hatte mit Alkohol nix mehr zu tun....es lag gar nicht am Alkohol, sondern an mir....was ich versucht habe mit Alkohol auszugleichen, lag bzw liegt jetzt blank auf dem Tisch und ist wirklich schwer auszuhalten.....ich konnte sehr lange ohne Alkohol leben...."man muss nur stark sein"...und "ein zufriedenes trockenes Leben führen" und sich für den Rest des Lebens als....ich bin ein Alkoholiker unter Gleichen hoch jubeln lassen....
das sollte jetzt ein wenig lustig sein
jetzt habe ich eine neue Beziehung mit meiner Frau angefangen.....ich habe (auch in diesem Forum) erkannt, wie schwer es für den Partner ist....das auszuhalten und dann noch so lange....ich fange langsam an was zu verstehen....aber was, dass verstehe ich selbst noch nicht
Lieben Gruß
mexico