Beiträge von mexico

    Jetzt wo ich trocken bin, wäre kein Ereignis für mich ein Grund, um zu saufen.

    ich habe meine Sucht und das Leben voneinander getrennt....es gibt also keinen weltlichen Grund wieder zu saufen...wenn dann doch die Gedanken auf Alkohol kommen, spricht da die Sucht oder Gier

    Lieben Gruß

    mexico

    opfermodus ist für mich ein negativer Egotrip....ich lag 6 Wochen im Bett mit Depression und brauchte lange, da wieder rauszukommen...man ist nur mit sich und seinem schlechten Leben beschäftigt...nur mich, meiner, ich armer usw. ...zerflossen in Selbstmitleid...meine Psychologin sagt Selbstmitfühlen hört sich besser an....ich habe alle Anderen garnicht mehr gesehen oder darüber nachgedacht, wie es ihnen mit mir geht...die nasse Zeit ist für mich auch so ein Egotrip....bloß im positiven wie im negativem....fast täglich..Hauptsache ich....ich wollte mich besser fühlen, und dann immer noch noch besser und ich habe die Menschen um mich herum einfach nicht mehr mitbekommen....nur halt meine saufenden Freunde....die haben mich verstanden, waren ja auch auf dem selben Trip...was da meine Famielie mit mir ausgehalten hat ist schon erstaunlich....man nimmt sich eigentlich nur zu wichtig....

    Lieben Gruß

    mexico

    soll sich doch jeder nennen wie er will....wer es schafft, an den Alkoholregalen vorbei zu kommen, schafft das auch zu ertragen....ich verbinde mit dieser Buchstabenkombination nix

    ich bin eher gespannt, was du hier beiträgst

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Erna

    ich hatte auch starke Stimmungsschwankungen....bis Wutausbrüche....ich habe meinen Kindern lauter blöde Verbote auferlegt...und mich dann über den eigenen Quatsch gewundert....es fehlte halt die fragliche Gelassenheit....ich habe mit meinen Kindern darüber geredet....dass ich zur Zeit komisch drauf bin, da ich gerade mit dem Alkohol aufgehört habe....und sie sollen das im Moment nicht so ernst nehmen...wir haben sogar gelacht darüber, wie komisch ich gerade drauf bin....heute würde ich das auch in die Schiene Suchtdruck schieben....geht aber vorbei....bzw wird weniger

    lieben Gruß

    mexico

    letzten Dienstag wurde mein Freund, der es irgendwie nicht geschafft hat tot am Bahnhof Zoo gefunden....er war genauso alt wie ich....ich bin so froh den Absprung geschafft zu haben....das Leben mit dem Zeug kann wirklich tötlich enden...traurig ist das aber trotzdem

    mexico

    ich habe es auch erst verstanden, als ich vor dem Scherbenhaufen stand....irgendwie gaukelte mir der Alkohol vor, dass es noch gut vor 12 war, dabei war es schon 5 nach 12....erst nach der Trennung habe ich verstanden, was ich da meiner Frau und den Kindern antue.....ich war so mit mir beschäftigt und dachte....ich armer Mensch...jetzt soll ich auch noch Wochenendvater werden....wie soll ich das nur machen....später begiff ich erst, dass die Kinder ja auch einen Wochenendvater bekommen....also ich habe total verdängt...was mit dem anderen Menschen um mich herrum passiert....aber ich habe es wirklich nicht vorher verstanden....und dann sagte meine Frau immer irgendwas von Trennung....wie soll ich das ohne Alkohol aushalten....

    irgendwie neigt der Alkoholicker dazu erst zu spät zu reagieren...dh wenn er dann wirklich muß bzw zu spät ist....ich bin immer weiter leicht angetrunken zum Dienst gegangen...also auch mehr oder weniger darauf gewartet, bis ich erwischt werde....ich habe bis zum Ende gehofft auf meinen Alkohol nicht verzichten zu müssen....ich wusste, das der Zeitpunkt irgendwann kommen, dass ich mich dem Problem stellen muß....aber doch nicht heute schon

    heißt....er muß da wirklich alleine durch

    Lieben Gruß

    Mexico

    das ist wirklich schön zu lesen....ich komme gerade von meiner Psychotherapeutin zurück....sie fragte mich, wie ich mir das Ziel vorstelle, wenn ich dann "geheilt" wäre....da habe ich tatsächlich erzählt, was ich bei dir gelesen habe....es fühlte sich wirklich gut an....und ich habe auch noch die Frau dazu, die mit mir den Weg gehen will....wir haben zwar esrst mal noch eine Fernbeziehung....aber ist egal....es fühlt sich offen und frei an....aber leider muß ich noch da hinkommen....wenn der Alkohol nicht mehr da ist, kommen die ganzen Macken und Eigenarten durch....und ich habe gemerkt, die gehen einfach nicht von alleine weg, wenn man sich nicht darum kümmert....davor ist das so eine Art aushalten...aber das reicht mir nicht aus, und hat mit dem Alkohiol nix mehr zu tun.....ich glaube aber, dass mich die Sucht weiter gebracht hat....dh. das Kümmern um die Sucht und sich selber...

    ganz liebe Grüße

    Mexico

    so wie es sich anhört, wird es ja nicht besser....selbst wenn du es mit der Krankheit entschuldigst, änderst du ja nix...jeder muß sich irgendwann um seine Krankheit kümmern...egal welche...so lange, wie du es duldest, wird er sich nichr verändern...gehört irgendwie zur Krankheit....und es wird nicht besser...einige meinen erst bis zum totalem Abgrund, bevor die Einsicht kommt...willst du da wirklich zusammen mit ihm da hin....

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Eldamalu

    es hat sicher was mit Alkohol zu tun.....ich bin ein friedlicher Mensch geworden, seit ich nix mehr trinke...ich gehörte zu den Leuten die wutentbrannt aus dem Auto gestiegen sind und an die Autoscheibe des anderen Auto gedonnert haben wg (ist nicht so wichtig) ich war nüchtern ständig genervt, alles musste ganz schnell gehen...meine armen Kinder, haben auch viel davon abbekommen...

    Lieben Gruß

    mexico

    es gibt aber den co-Abhängigenbereich und ich habe da schon wirklich schlimme Dinge gelesen....es sind halt Menschen die nicht weiter wissen....und sich in einer ausweglosen Situation befinden....ob nun Partner oder Verwandte....manschmal schreit das förmlich nach einer Trennung....ich habe es auch erst verstanden, als dann die Trennung im Raum stand...später hat sich meine Frau dann doch von mir getrnnt....hatte nix mehr mit Alkohol zu tun...jetzt sind wir dabei, eine neue Beziehung aufzubauen...dieser Cut war sehr wichtig, um mit der Vergangenheit (den vielen Lügen und Misstrauen usw ) abzuschließen....neu verlieben ist wirklich cool....wenn sich dann die Blicke wieder treffen, es ist meistens so viel Vertrauen verlohren gegangen, dass man nicht einfach weiter machen kann und so tun, als war da nix....es ist auch eine Hausnummer, mit einem trocken werdenden Alkoholiker zusammen zu bleiben...das kann mit aufs und abs 5 jahre oder länger dauern...so mit Rückfällen usw....es kann auch kürzer sein....

    trotzdem bin ich froh, dass meine Frau mit mir den Weg gemeinsam gegangen ist und ich bin wirklich dankbar

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Yankee

    ich finde nicht, dass man sich das schön reden kann...nur 2 mal.....ich wäre schon beim ersten Mal weg gewesen

    du wustest bevor du trinkst, dass du dann die Kontrolle verlierst (spätestens nach dem ersten mal....

    nur weil ich Alkoholiker bin, bin ich ja nicht weg von allen Sinnen....denk mal an die schlechten Gewissen am nächsten Tag.....aber aufzuhören fällt halt schwer, weil man sich auf einem totalem Egotrip befindet....und trinkt immer mehr Alkohol, um einen noch besseren Zustand zu erreichen, was später aber nicht mehr funktioniert

    viel Erfolg beim trocken werden bzw bleiben

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Yankee

    also ich würde nicht zu dir zurück kommen....du hast eine Grenze überschritten, die nicht geht, ob besoffen oder nüchtern....du stehst ja nun erst am Anfang, mit vielen Plänen und bei mir hat es sehr lange gedauert (Jahre) bis ich es geschafft habe mit vielen Rückfällen....und du kannst ja nicht für dich garantieren, (bei einem Rückfall) wenn du dich dann wieder nicht unter Kontrolle hast....was dann....so entstehen manschmal wirklich toxische Beziehungen....

    ich wünsche dir viel Kraft bei deinen Plänen trocken zu werden

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Nila

    ich bin jetzt von der anderen Seite....

    ich habe meine Frau noch geliebt....aber ich konnte mir nicht vorstellen auf den Alkohol zu verzichten...da entsteht dann eine komische Situation...ich habe immer wieder hinterfragt ...ob sie mich noch liebt...und ob alles in Ordnung sei....um nichts verändern zu müssen....natürlich wusste ich, dass der Alkohol und meine betrunkenen Zustände daran Schuld sind.....aber sich das zuzugeben fällt total schwer...man trinkt ja was weg, was man nüchtern nicht erleben will bzw kann...das muss nicht mal was mit dir zu tun haben....und ich habe es so lange aufrecht erhalten, bis es nicht mehr ging also meine Frau die Trennung verlangte....ich glaube, ich hätte es sonst noch ewig weiter rausgezogen.....ich wurde also mehr oder weniger gezwungen....bzw wenn man da drin steckt erkennt man gar nicht was man dem Partner und den Kindern antut....ist so ein ziemlicher Egotrip...meine Frau hat sehr lange mit mir gesprochen....ich bin immer wieder wütend aus dem Zimmer gegangen.... es hat sehr lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass sie mir gar nichts böses wollte....und es an der Zeit ist sich dem Problem zu stellen...und im inneren wusste ich immer dass der Tag irgendwann kommt... natürlich wusste ich, das ich ein Alkoholiker war bzw bin.....und unter Alkohol ist man nicht mehr der Selbe

    besser kann ich das nicht beschreiben

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Anni

    das ist so rausgerutscht....bin gerade in Psychotherapie...und es kommt scheinbar noch eine Menge auf mich zu, was ich noch nicht fassen kann....bis ich dann meinen Frieden gefunden habe

    Lieben Gruß

    mexico

    Gedanken

    wie soll ich das beschreiben....ich bin jetzt seit über 12 Jahren trocken und habe mehr als mein halbes Leben mit Alkohol verbracht....unter Alkohol ist es immer irgendwie eine Blase, die mich davor schützt....ja was eigentlich....ohne Alkohol konnte ich es mir einfach nicht vorstellen....ich konnte immer fliehen in ein schöneres Leben....alle Sorgen die man hatte und nicht lösen konnte bzw wollte waren für den Augenblick weg und ich war der Größte....auch in der Beziehung und Umgang mit den Kindern kam mir alles richtig vor....ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum mich meine Frau verlassen wollte...ich wusste schon was ich da tue...und wollte es nur aufrecht erhalten ... alle sind zufrieden....und ich muss mich nicht mit mir und meinen Macken befassen....und es ist auch so ein gewohnheits- Ding....es hat wirklich sehr lange als Ausweg geholfen....bloß keine Veränderung.....

    jetzt gehe ich zu meiner Psychotherapeutin und wünsche mir diesen vorgegaukelten Zustand wieder....nur ohne Alkohol und eben ehrlicher....vor ca 3 Jahren hat mich meine Frau dann doch verlassen....und es hatte mit Alkohol nix mehr zu tun....es lag gar nicht am Alkohol, sondern an mir....was ich versucht habe mit Alkohol auszugleichen, lag bzw liegt jetzt blank auf dem Tisch und ist wirklich schwer auszuhalten.....ich konnte sehr lange ohne Alkohol leben...."man muss nur stark sein"...und "ein zufriedenes trockenes Leben führen" und sich für den Rest des Lebens als....ich bin ein Alkoholiker unter Gleichen hoch jubeln lassen....

    das sollte jetzt ein wenig lustig sein

    jetzt habe ich eine neue Beziehung mit meiner Frau angefangen.....ich habe (auch in diesem Forum) erkannt, wie schwer es für den Partner ist....das auszuhalten und dann noch so lange....ich fange langsam an was zu verstehen....aber was, dass verstehe ich selbst noch nicht

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo

    das ist ein schönes Beispiel....je mehr du ziehst, des so doller wird der Gegendruck....er muß verstehen, dass es sich nur um eine Reklame handelt, und es kann sein, dass er erst vom Bus erfasst werden muss, um es zu verstehen

    aber wie es sich anhört, kümmert er sich ja auch um die Sucht....zur Krankheit gehört halt dazu, dass es auch Rückfälle gibt....also offen mit dem Rückfall umgehen...wie ist es dazu gekommen, was waren die Trigger usw....aber ob die Treffen im Netz zur Sucht gehören...na ja...

    Lieben Gruß

    mexico