Beiträge von mexico

    Hallo Mimose,

    ein Ultimatum zu setzen ist ein weg, aber er sollte die Langzeittherapie alleine absolvieren, mit dem Wissen das tun zu müssen, um sein Leben bzw die Beziehung ev. noch auf die Reihe zu bekommen....er sollte sich auch nicht nur um einen Job usw kümmern...er muß sich intensiv um seine Sucht und die Suchtauslöser kümmern...die Sucht verschwindet nicht einfach nach einer Langzeittherapie..da kommen dann die Drehtürpatienten zu Stande, die das glauben oder hoffen..hat er ja wohl auch schon selbst gemerkt...das wird dann zum Teil seines Lebens...und das sollte ihm bewust sein...denn es gibt selten funktionierende Beziehungen mit einem Suchtkranken...wie du ja schon gelesen hast...aber auch hir gibt es Menschen bei denen es geklappt hat...es ist ein schwerer Weg und sehr viel Arbeit...und ich weiß nicht ob das jemals aufhört..ich würde darüber mit ihm reden...wenn er es versteht, könnte es sich lohnen...wenn nicht...

    Lieben Gruß

    mexico

    ich wolte nur noch was zur Suchtverlagerung schreiben

    ich habe vor allem eine Suchterkrankung...trift so 3 1/2 millionen Menschen in Deutschland....und ich gehöre halt dazu...was soll man machen...mein erster Plan war, die Sucht die mich umbringt weg zu lassen...war der Alkohol

    dann kamen ungewollte und gewollte Suchtverlagerungen....weil die Sucht verschwindet ja nicht, wenn man einfach aufhört damit....ist so als wenn man zu einem Depressiven sagt...er soll einfach nicht mehr depressiv sein...

    gewollte Suchtverlagerungen waren tatsächlich auch Lakritzbonbons, sehr viel Rauchen, mörderisch viel Kaffee und Informationen tanken

    unggewollt waren Essattacken....sieht einfach scheiße aus...aber ich hatte einfach das Gefühl einfach nicht satt zu werden...dann habe ich völlig aufgehört zu essen und nach einigen Tagen war es auch ein gutes Gefühl ....ist aber auch sehr ungesund und man wird immer schwächer

    jetzt habe ich aber fast alles wieder im Griff....und ich weiß nicht genau ob Sucht heilbar ist...aber mit der Zeit und dem Alter wird es leichter

    vor 1 1/2 Jahren habe ich mit E-Zigaretten angefangen und seit dem keine Zigarette mehr geraucht ...das war eine wirklich gewollte Suchtverlagerung

    Lieben Gruß

    mexico

    ich finde, dass du es nicht übertreibst

    es gibt auch ein Sorgentelefon (findet man sofort im Netz) und die wissen genau Bescheid und planen mit dir, was für dich und deine Kinder das Beste ist....geht auch anonym...du brauchst wirklich Hilfe

    lieben Gruß

    mexico

    hallo Aranea

    es tut mir total leid wie es dir gerade geht...das hat keiner verdient...du musst da raus mit deinen Kindern

    gib einfach im Internet "Frauenhilfe" ein, da findest du Ansprechpartner zB ein Nottelefon...und die kennen das und können dir bestimmt helfen...glaube mir...von alleine wird es nicht besser....und das hat Formen angenommen....das geht einfach zu weit...ich wünsche dir Kraft

    lieben Gruß

    mexico

    damit würde sich ja die Frage stellen, ob sich Alkoholiker impfen lassen sollen oder nicht...es ist irgendwie immer davor oder und danach....ich finde das ein sehr mutiges Thema...da könnten die Geister auseinander gehen...kann man jetzt die Impfung oder den Alkohol anraten?

    ich empfinde mich als geimpften Impfgegner....kann ich nicht besser beschreiben

    Lieben Gruß

    mexico

    in meiner nassen Zeit dachte ich, dass es komisch aussieht wenn man nichts trinkt....ich habe gemerkt, dass das nicht stimmt...im Restaurant, wird viel mehr Wasser oder anderes getrunken....und es kommt mir inzwischen auch normal vor, zB eine Cola zu trinken dh wenn man nicht mehr dazugehört, ist das völlig normal geworden

    wenn mich jemand fragt, ob ich zB ein Bier trinken will, sag ich ganz einfach nein...will er dann wissen warum, sage ich...ist halt die Sucht...was soll man machen...das oder so ähnlich sage ich dann völlig unbetroffen und offen...und mir ist auch egal, was der Andere darüber denkt

    meine Famielie, meine Freunde und die meißten Arbeitskollegen wissen bescheid oder ahnen es...wenn sie es dann genau wissen wollen, sag ich es ihnen, wenn sie mich fragen

    ich bin Alkoholiker, sag ich selten...das ist so altbacken und hört sich wie eine Rechtfertigung an...

    am Anhfang für die Selbsterkenntnis bzw Erklärung beim Arzt ist das Wort Alkoholiker OK...also hier im Forum bin ich Alkoholkrank

    lieben Gruß

    mexico

    hallo Seeblick

    danke für die Antwort...er hat eben angerufen aus dem Krankenhaus, und fragte nach Tabak....ich habe ihm das so erklärt, dass die Freundschaft nicht gekündigt ist und er mir einen Nachweis über eine LZT bzw einen Nachweis darüber, dass er min 3 Monate trocken gewesen ist....das war eine ziemlich klare Ansage....er hat nicht mal diskutiert und war damit einverstanden....ich habe meine Türen wieder auf gemacht....hoffentlich hält er sich daran....sonst werde ich über die Kündigung der Freundschaft nicht mehr nachdenken

    danke

    Lieben Gruß

    mexico

    Hallo,

    Ich habe ein echtes Problem....ich habe einen langjährigen Freund den ich im Krankenhaus kennengelernt habe, der ist jetzt schon länger rückfällig und es hört einfach nicht auf... ich war der Einzige der ihm neue Sachen und Kaffee und Tabak in die Klinik gebracht hat. 4 x schon... (geht jetzt so seit 8 Wochen) er bekommt dann immer wieder ein Zimmer (für Obdachlose) von seinem Betreuer besorgt...kommt aber nie an, weil wenn er Geld (vom Betreuer) in der Hand hat geht alles für ALK drauf... die letzten 3 Jahre war er trocken, hat sogar vom betreuten Wohnen eine eigene Wohnung bekommen...also ihm ging`s zu gut... er kam mich regelmäßig besuchen...ein Freund halt....ich habe eine Regel aufgestellt...er darf nicht betrunken zu mir nach Hause kommen...und er hat sich bis jetzt immer daran gehalten vor Allem weg meiner Kinder.. und ich will das auch nicht... jetzt ist er schon 3x betrunken bei mir aufgetaucht... lallend laut sagend :ich habe nichts getrunken... ich habe ihn dann vor die Tür gesetzt...vor 2 Tagen kam er dann zu mir und wirkte nüchtern...er hat sich gerade aus dem Krankenhaus entlassen lassen geg. ärztl. Rat...hatte eine Wunde am Ellenbogen (die ich erst mal versorgt habe)...in der Klinik wurde ihm gesagt, dass die Wunde operiert werden muss... ich habe eigentlich die Einstellung, dass keiner meiner Freunde auf der Straße leben muss....also habe ich ihn bei mir schlafen lassen....dann kam der typische Alkoholgeruch... und ich erkenne auch ob jemand getrunken hat oder nicht, heute ist es dann völlig ausgeufert...er hat betrunken in meinen Garten "gekackt" (mir fällt kein anderes Wort dafür ein) und auf meinen Stuhl gepinkelt... 50 Euro aus meiner Tasche sind auch weg und er auch....das mit dem Geld unterstelle ich ihm einfach....ich weiß es natürlich nicht hundert prozentig...aber sonst tut sowas keiner bei mir

    wie soll ich reagieren? er ist nun mal ein Freund, und ich weiß, dass er unter Alkohol nicht der selbe Mensch ist, wie nüchtern...und ich habe auch verstanden, dass ich ihm so auch nicht weiter helfe.... er hat auch keinen Magen mehr und trinkt praktisch direkt in den Darm....hat also viel mehr Wirkung...

    ich habe mich mit meinem Untermieter und Freund unterhalten...wir haben geplant...er darf uns nicht mehr besuchen für min 3 Monate mit Nachweis einer Therapie und min 3 Monate trocken... Frage: ist das realistisch, ergibt das Sinn?...ich hatte bis jetzt immer ein offenes Haus...nun habe ich mit Fahradschlössern das Tor und die Gartentür abgeschlossen...nun kann er noch über den Zaun klettern...aber ich glaube, dass schafft er gar nicht mehr

    ich bin wirklich etwas hilflos...und er weiß noch nichts von meinen Plänen

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Seregon

    es ist schwer, die "neu gewonnene" Zeit auszufüllen.... ich dachte immer, dass viele Aktivitäten nur mit Alkohol Spass machen...Strandbad zB, war für mich mit Alkohol verbunden..

    heute freue ich mich schon richtig auf meine Eisschokolade...obwohl ich jetzt die Eisschokolade ohne Strohhalm bekommen habe....beim trinken hat man immer die Schlagsahne in und auf der Nase...

    mir hat auch das viele lesen im Forum geholfen (Zeit hast du ja nun genug) jede gelesene Zeile hilft....du solltest dich weiter um dich bzw um deine Sucht kümmern....das muss man ja auch im Kopf verstehen und alle Folgen erkennen...ich habe auch viel geschrieben... beim formulieren der Gedanken, erkannte ich erst, was mit mir los war und wie ich eigentlich ticke....in der Zeit versuchte ich mit meinen Gedanken ehrlich zu sein, bzw mir selbt nichts vor zumachen

    sind die Schlafstörungen noch vorhanden?

    als ich aufgehört habe zu trinke, kamen die Schlafstörungen wieder und es viel mir sehr schwer nichts zu trinken....

    Lieben Gruß

    mexico

    Gedanken

    kann ich was für meinen Alkoholismus?

    also...ich bin nicht absichtlich Alkoholicker geworden....das war mein Weg mit meinem komplizierten Leben umzugehen....ich habe meine fraglichen Defizite (Unsicherheit, Unverständnis mit dem Umgang meiner Eltern, und alle haben getrunken, Sorgen, Probleme) mit Alkohol ausgeglichen....dann kommt der Zeitpunkt der Gier....um so mehr Alkohol....desto besser....später noch als Schlafmittel....ich fühlte mich anfangs sehr gut dabei....eigentlich ist das Leben eines Alkoholiker ein purer Egotrip....hauptsache mir gehts gut...alle Probleme verdrengt, viele fragliche Freunde....das Umfeld wie Familie war für mich in Ordnung...wenn nicht....Alkohol und alles war wieder vergessen, bis dieses ungute Gefühl wieder kam....mir war schon klar, dass das so nicht in Ordnung war....ich wuste auch dass mein Verhalten ein Problem für meie Kinder und Frau war, aber ich habe es immer wieder mit Alkohol verdrengt...irgendwie habe ich auch auf eine Lösung gehofft....ich mußte vor meinen Kolegen die zitternden Hände verstecken, und die Kinder wurden in meiner Gegenwart unsicher, wollten nicht zu mir...

    ich habe angefangen mich um meine Sucht zu kümmern und diese auch anzuerkennen....wichtig für mich war auch das kümmern um meine Defizite und die ewige Unsicherheit, Angst nicht dazu zugehören, aufarbeiten meiner Kindheit bzw diese als solche zu akzeptieren...es sind glaube ich die ungelösten Defizite, die das Suchtgedächnis ankurbeln und wenn die dann alle zusammen kommen und man immer länger aushält....kommt irgendwann der Rückfall

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo AnFo,

    ich glaube auf meine Mutter habe ich schon lange nicht mehr gehört.....bei mir kam immer nu bla, bla an, er muß es schon selber erkennen, bzw die Freundin hat bestimmt größeren Einfluss....bei mir war es so wie bei vielen...erst habe ich probiert einen Monat nichts zu trinken...hat nicht geklappt...also kontrolliert dh 3 große Bier am Tag...das wurde dann zur Katastrophe mit heimlich trinken und vielen Schummelein...ich habe erst dann realisiert, dass ich ein Problem habe, und dass ich das nicht alleine schaffe... nach einem sehr intensieven Gespräch mit meiner Frau habe ich was verstanden....es lag in der Waagschale Frau und Kinder (noch kleine Kinder) oder der Alkohol mit mir... da habe ich verstanden was ich meinen armen Kindern und meiner Frau eigentlich antue...irgendwo da kam der Klick im Kopf....und hält noch bis heute...

    ich glaube, ein guter Vater sein zu wollen bzw der Beste, kann einem den Klick näher bringen (war halt bei mir so)

    Lieben Gruß

    mexico

    mexico - Bringt es denn was, ihm das alles zu sagen und ihm Vorschläge zu machen?

    Meine Ansage wäre: 100% trocken, kein Alkohol + Unterstützung durch Gruppen, Therapie etc

    Hallo LeaLux,

    die Frage ist, wie sehr du ihn liebst bzw wie groß der Wille ist, die Beziehung aufrecht zu erhalten oder eben nicht (lohnt es sich für euch?)....bei mir hat es mit vielen Gesprächen, Bedingungen Selbsterkenntnisse und nutzen des Hilfesystems und Liebe) funktioniert....mir wurde verklickert was ich alles verliere, ich hatte die Wahl (ohne richtigen Druck, ich musste selbst die Entscheidung treffen) ist für beide ein schwerer Weg und es hat dann noch ca 11 Jahre gehalten und war schön.......

    er muss es verstehen, dass du ihn nicht bestrafen willst....er kann auch nicht richtig was dafür, dem Alkohol verfallen zu sein, war halt seine Art und Möglichkeit durchs Leben zu kommen....wurde dann wie bei fast allen zum schwer aufzuhaltenden Selbstläufer die Alkoholkrankheit halt....dh er muss sich um seine Alkoholkrankheit kümmern, unbedingt zum Arzt und halt irgendwas aus dem vielseitigen Hilfesystem annehmen und von alleine bzw mit seinem Arzt)drauf kommen...und MACHEN...ANFANGEN...

    dies ist wirklich ein sehr schwerer Weg....Depressionen, Stimmungsschwankungen, Rückfalle....du musst halt wissen ob du das eingehen wirst...,denn die Krankheit nimmst du dann mit in dein weiteres Leben mit... wenn du noch nicht genau weißt was tu tust....6 Monate Trennung ist doch ein guter weg...da hat er genug Zeit für sich die Entscheidung zu treffen und du auch

    Lieben Gruß

    mexico

    Liebe kann Berge versetzen

    Hallo Eismann,

    also dein Brief hat mir sehr gut gefallen....

    ich habe am Anfang versucht keine Angst vor der Realität zu haben (und die kommt) ich habe mich in eine Beobachterposition versetzt, und beobachtet was es in mir auslöst und habe es erst mal, als was neues akzeptiert und auch beobachtet welche Gefühle ich dabei habe zB Angst, Unsicherheit, Wut, Suchtgefühle und es als solches hingenommen. damit konnte ich es aus einer gewissen Ferne ansehen. und wenn mich so ein Gefühl doch überwältigt....bloß weg da... am schlimmsten war die Zeit...davon war unendlich viel da, ich habe immer gehofft, dass die Kinder bald aus der Schule kommen..... Eis essen und so vieles was ich mit den Kindern nachholen konnte..... außer wenn ich arbeiten ging, war alles normal ... wenn ich nicht weiter wusste habe ich viel im Forum gelesen und geschrieben....gab mir so eine friedliche Sicherheit

    ich wünsch dir viel Erfolg im trockenem Leben

    Lieben Gruß

    mexico

    Hallo Lea,

    schön dich zu lesen,

    ich lese, dass du beschlossen hast ihm noch eine Chance zu geben und dich nicht zu trennen ....es ist natürlich deine Entscheidung und es gibt tatsächlich Beziehungen bei denen das klappt....aber da muss man viel für tun...

    du schreibst, er wisse, dass eure Beziehung in der Luft hängt und es an dir liegt...also mach was....ich glaube nicht, dass die Beziehung weiter (gut) läuft wenn er einfach weiter trinkt, das hast du ja auch sicher jetzt schon oft, hier gelesen... ich habe auch diese Erfahrung gemacht...und das mit dem vielen Geld ist eine Illusion, Geld hat damit wirklich nichts zu tun,

    wenn du eine weitere Beziehung willst musst du ihm sagen was du von ihm willst und wie eine Beziehung für dich möglich ist....du hast geschrieben, dass du auch über eine Trennung nachdenkst...sag ihm das! und gib ihm Aufgaben auf, die er zu machen hat, vor allem aufhören mit Alkohol trinken....das ist sonst ein nicht aufzuhaltender Selbstläufer, wenn er nicht weiß wie... mach ihm Vorschläge oder bestehe darauf das er sich Hilfe holt zB. Arztbesuch Selbsthilfegruppe, Therapien...seine Philosophie wird sein (wenn er darauf eingeht) ....OK ich trinke nichts mehr....aber so funktioniert das nicht er muss was dafür tun, wenn man nichts anders macht, verändert sich auch nichts

    er scheint ja auch in der Luft zu hängen und weiß nicht wie es weiter geht...das kann ein sehr langer und anstrengender Weg werden, wenn er sich darauf einlässt...wenn nicht liebt er sich und seinen Alkohol mehr als dich...und dann????

    Lieben Gruß

    mexico

    Hallo Franzl,

    versuche viel zu schreiben, denn erst wenn die Sorgen in Worte gefasst sind, erkennt man das Ausmaß... das was du erlebst hört sich wirklich böse an...du solltest versuchen, dich um dich kümmern, ich glaube, du brauchst gerade viel Kraft um das alles zu bewältigen....gut ist , dass deine Tochter da erst mal raus ist, mit 11 Jahren bekommt man schon viel mit....ich glaube ich wiederhole mich...aber mir fällt da wirklich nichts anderes ein...mir hat schreiben wirklich viel geholfen...jetzt muss ich weiter arbeiten...

    ganz lieben Gruß

    mexico

    Hallo Zitrone,

    vom Alkohol wegzukommen dauerte bei mir ca 2 Jahre, es ist ein Prozess vom Leugnen bis zum Erkennen ich habe es 2 Jahre einfach nicht kapiert was ich da überhaupt mache und meine Frau und vor allem meine Kinder standen auf dem Spiel, es war für meine Familie schwer zu ertragen, die vielen Versprechungen und Lügen.....

    meine Frau fragte mich was ich anders machen will um vom Alkohol wegzukommen...ich habe gar nicht verstanden was sie meint....ich habe wie immer gesagt ich trinke nichts mehr, alles wird gut....und in diesen Momenten habe ich das auch geglaubt....

    ich musste eine Psychotherapie anfangen, dh ich muss mich vorher beim Arzt melden und mein Problem öffentlich machen....bzw es als Problem anerkennen... ich konnte es als Krankheit verstehen (mit Hilfe meines Psychotherapeuten)...und ich habe dieses Forum gefunden und mich in den Berichten erst wirklich wieder gefunden bzw mein Problem

    die räumliche Trennung und das Abgrenzen ergibt Sinn....anders ist das glaube ich auch nicht auszuhalten

    ich wünsche dir viel Kraft

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo zusammen

    danke für die Antworten und für die Sorge....

    ich bin nicht nur Alkoholiker....sondern auch Vater, Bruder, Sohn, Angler und Freund.... ich habe in den Anfängen, das Leben getrennt vom Alkoholismus...dh es gab keinen weltlichen Grund, wieder zu trinken, da das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat...so habe ich mir das im Kopf zurechtgelegt ...ich glaube, das war ein Tipp meines Therapeuten....und dann gehen einem die Gründe aus

    Angst vor einem Rückfall habe ich nicht mehr....das ist so fest in meinem Kopf verankert.... und alle die mich kennen (auch Arbeitskollegen) wissen und akzeptieren, dass ich Alkoholiker bin....und je offener und selbstverständlich, ich damit umgehe, desto leichter fällt es der Umgebung, mit mir umzugehen

    Lieben Gruß

    mexico

    Gedanken

    Urlaub

    morgen fahre ich wieder zu meinem Freund für ca 1 Woche, der ist meines Erachtens Spiegeltrinker, aber ich kenne ihn nun schon seit 35 Jahren...ist auch mein Bester....aber ich habe aufgegeben ihn zu verändern, kann es sowiso nur vormachen, ich bin auch nicht sein Therapeut.... wenn er zu viel getrunken hat, schläft er einfach nur ein, ist nie böse und hat auch keine Verantwortung, ich weiß mal wieder nicht was richtig oder falsch ist...ich glaube ja es gibt kein falsches Leben.... jeder halt seins....er sagt auch, er hat kein Problem damit, dass er trinkt....er findet, man hat erst ein Alkoholproblem, wenn man selbst oder andere (Familie, Kinder) ein Problem damit haben, die Verkürzung seines Lenens ist ihm egal

    irgendwann gehöre ich nicht mehr dazu....es wird immer lauter, und immer das Selbe erzählt...dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich die Situation verlasse....ist meistens abends...also gehe ich schlafen

    mir war und ist es sehr wichtig, dass ich und mein Weg akzeptiert wird.....also werde ich auch die Lebensweisen der anderen akzeptieren....ich muntere ihn immer etwas auf...er kommt mir vor, wie in einer Dauerdepression....Depressionen und Alkoholismus, liegen ziemlich dicht zusammen

    länger als eine Woche, halt ich das aber nicht aus...da muß ich dann weg, der ewige Alkoholgeruch und die Wichtikeit sich tgl. seinen Alkohol organisieren zu müssen....ist ein sehr eintöniges Leben, mit ewiger Wiederholung...

    dann bin ich doch froh, mich für ein alkoholfeies Leben entschieden zu haben

    ps ich habe erst nach ein paar trockenen Jahren den Kontakt wieder aufgenommen.....aber das Leben, neben dem als Alkoholicker, existiert nunmal auch und hat seine Berechtigung

    Gedanken

    in drei Jahren ist es soweit....ich werde dann vom schwerst Alkoholicker zu einem normalen Alkoholicker....was die Zeit alles so bringt...

    (schwerst Alkoholicker ist man, wenn man mehr als die Hälfte seines Lebens Alkohol getrunken hat)

    Lieben Gruß

    mexico