Beiträge von mexico

    Hallo Mary,

    in der Pandemie hat es viele getroffen

    und bei dir passt auch alles zusammen, Beziehungsprobleme, Pandemie, Einsamkeit oder eine "beginnende Depression" (aber das schreib ich nur so....ich bin kein Arzt)

    und ich denke, du nutzt die Sucht als Medikament für diese Dinge, (für die fraglichen Ursachen) ob Essen oder trinken ist egal, beim Essen scheinst du es ja schon erlebt zu haben, dass die Sucht unberechenbar ist.....Alkohol wird auch zu einem Selbstläufer, den man dann nicht mehr alleine bewältigen kann...du musst dich wirklich um dich kümmern

    aber du hast ja schon angefangen...hier mit dem Forum und mit der Hausarztsuche

    ich wünsche dir viel Erfolg

    Lieben Gruß

    mexico

    Gedanken

    Menschen neigen dazu ihre Diagnose auszuleben, also bei Alkoholismus der Rückfall, Frau und Kinder schlagen, bewustlos vor der Kneipe liegen...es legitimiert das alles irgentwie...wenn man es ganz einseitig sieht

    wie bei einer Depression...

    Vor ein paar Jahren, gehört selbsverletzendes Verhalten mit zu den Symptomen einer Depession....seit dem kommt es wesentlich öfter vor, dass sich ein Depressiver selbstverletzt,

    bei Allergien ist es klar, dass man die Substanz weglassen muss und wenn es doch passiert, war das kein Rückfall...ein Allergiker muß auch erst lernen, was er darf und was nicht

    also wenn man die Alkoholsucht wie eine Allergie sieht, entsteht vielleicht ein anderes Verstädntnis...also das Zeug bringt mich wirklich um...

    Nun ist Allergie nicht mit Sucht zu vergleichen und die Rückfälle gehören wirklich dazu...und der Anfang ist sehr schwer... aber es wird leichter....nach dem ich es am Anfang 1 Jahr geschafft hatte, waren die nächten Versuche leichter mit dem Zeug aufzuhören, da ich eine Vorstellung davon hatte, wie man eigentlich ohne Alkohol leben kann, das war für mich vorher unvorstellbar

    nehmt das bitte nicht so ernst was ich schreibe, einiges ist auch totaler Quatsch aber ich habe mich in meinem Leben so viel mit Sucht beschäftigt und ich nehme die Krankheit wiklich ernst

    Lieben Gruß

    mexico

    gedanken .....(habe Urlaub)

    warum will man nicht zugeben oder sagen, das man Alkoholicker ist....jedenfall am Anfang mit Sicherheit nicht, oft höre ich, dass es ja eine Kranheit ist wie zB Diabetis....

    aber diese will man nicht. (Diabetis auch nicht) aber man hätte nicht so ein ungutes Gefühl im Magen, wenn man seine Diagnose "ich bim Alkoholicker" sagt außer man ist stolz darauf oder es juckt einen nicht.... entweder schlechtes Gewissen oder die Dekradierung der eigenen Person zur Krankheit....

    die dicke ist ab jetzt die Dünne, die früher mal dick war...da hallt immer was Ungutes hinterher

    ich sag nicht, dass es falsch ist Alkoholicker zu sagen.... Akzeptanz, Verständnis nicht alleine sein, in der Gesellschaft akzeptiert

    aber vielleicht wissen sie es nicht wie gut das tut, sich Alkoholiker zu nennen und es ist nicx...

    Lieben Gruss

    mexico

    Hallo Franzl,

    das hört sich ja richtig tragisch an, ich denke, du bist genau richtig hier, du musst dich jetzt um dich kümmern, bevor das Loch was du beschreibst immer größer wird....wer soll sich um die 11 jährige Tochter kümmern, wenn du zusammenbrichst....Alkoholicker haben da eine falsche Wahrnehmung, was Erziehung und kümmern von Kindern angeht, ich fand mich als Alkoholiker auch als bester Vater....(meine Kinder durften als höstes schaukeln, vielel mehr Pommes als die Anderen haben), ich fand mich so toll, doch im nachhinein weiß ich wie gefährlich das eigentlich war und wie verunsichernd für die Kinder, ich habe gemerkt, dass ich durchs schreiben viel erkannt habe, erst als ich angefangen habe meine Probleme in Worte zu fassen ergaben sie einen Sinn, vorher war es eher ein thematisierter Brei....

    nun kann man nicht sagen, komm einfach raus aus dem Loch, daher war das Arztgespräch schon ein guter Anfang....die Löcher neigen dazu größer zu werden

    Lieben Gruß

    mexico

    Danke für die Antwort

    noch eine Erfahrung

    ich bin ein bekennender Alkoholicker, aber dieses Wort auszusprechen ist mir früher sehr schwer gefallen, ich mache es auch bis heute nicht gerne, hört sich so altbacken an. so wie eine Sekte, wo alle laut rufen "ich bin Alkoholicker" beim Arzt und im Fohrum, bei Selbsthilfegruppen, LZT oder in der Entgiftung ist es klar und ganz einfach....denn da gehört das auch hin, da ist man auch irgentwie stolz erkannt zu haben dazuzugehören

    im normalen Altag wenn mir zum Beispiel Alkohol angeboten wird (das hört übrings nie auf) sag ich eher "ist nicht meins", "mich hats erwischt", "ist halt die Sucht, was soll man machen" meistens etwas humorvoll "jeder hat halt sein Päckchen zu tragen.....

    ich finde man sollte (trotz der Ernsthaftigkeit) den Humor bei der ganzen Sache nicht verlieren

    Lieben Gruß

    mexico

    Hallo zusammen,

    vor einiger Zeit habe ich eine Mail bekommen, dass sich irgendwas im Forum verändert hat, ich war sehr verblüfft, da ich nicht damit gerechnet habe....ich war schon sehr lange nicht aktiv im Forum....hatte ich einfach vergessen...und dass noch welche da sind die ich noch kenne...lustig

    ich bin froh beide Seiten kennengelernt zu haben, ich glaube ohne Alkohol hätte ich meine Kindheit bzw Jugend gar nicht ausgehalten, sonst hätte ich wahrscheinlich einen anderen psychischen Knacks mitbekommen....dann habe ich halt weiter Alkohol getrunken um das Defizit gegenüber eines Nichttrinkers auszugleichen...doch die Gier der Sucht ist unberechenbar...ich akzeptiere mein ganzes Leben...was bleibt mir auch anderes übrig

    aber es geht ja um die Erfahrungen des trockenen Lebens,

    es ist inzwischen leichter für mich geworden, habe mich viel um mich gekümmert...anfangs kamen die Defizite natürlich zum Vorschein Unsicherheit, nicht in die Welt hinaus wollen, fast täglich mit einem unguten Gefühl aufstehen, irgendwelche ständige Ängste, am Besten nicht angesprochen werden, ( passiert selten immer noch) aber die Alternative mit Alkohol gab es für mich nicht mehr, ich musste mich entscheiden...entweder Frau und Kinder (als ich es begriffen hatte waren die Kinder 9 und 11 Jahre alt) oder halt weiterzutrinken ....ich hoffe, ich habe keinen Knacks bei meinen Kindern hinterlassen....war schon grenzwertig unberechenbar halt...aber ich habe den Entschluss gefast, was sich ganz anders anfühlte wie die vielen Versuche davor, ich wusste was ich wollte und es hat sich gelohnt....ich bin zusammen mit meinen Kindern auf und gewachsen, das war die wichtigste Entscheidung meines Lebens, inzwischen ist die Frau weg, aber die Kinder wohnen noch bei mir in einer Art WG....und Vater sein hat mir sehr viel Spaß gemacht bzw macht es immer noch.

    nur diese Defizite gingen nicht weg, ich habe angefangen viel zu lesen von Osho bis zur Bibel, auch viele Bücher über Sucht... habe mehrere Psychotherapien gemacht (so mit innerem Kind usw.) ich will halt diese Defizite loswerden und nicht mein ganzes Leben ertragen müssen...ich denke, dann hört die Krankheit vielleicht auch auf, Krankheit zu sein, wenn man da in sich was löst, wird es weniger, eventuell macht das älter werden auch was aus, man sieht die Welt doch mit anderen Augen, und es gibt einem eine neue innere Sicherheit, ich will mein Leben nicht nur schaffen, sondern froh leben..... wechselt aber, ist aber glaube ich normal

    ich habe einfach so drauf losgeschrieben, was mir so durch den Kopf geht

    Danke

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Owline

    eigentlich hast du ja ein Problem, weil dein Mann ein Problem hat, ich war in der selben Situation (bloß auf der anderen Seite) 2 Jahre Ausreden, Versprechungen und gute Gründe, dann ein Jahr geschafft aufzuhören und dann wieder Ausreden.....ein Jahr danach stand die Trennung im Raum....noch nicht ausgesprochen aber von mir auch schon vermutet, dann kam der entscheidende Satz....wir müssen mal reden....so in 2 Tagen und nüchtern.....ich wusste natürlich genau worum es gehen wird und habe mir viel Gedanken gemacht was ich nun tun soll, denn einfach aufhören und dann noch für immer war ein schwerer Gedanke, und ich hatte mir überlegt (wie schon öfter) jetzt höre ich aber bestimmt auf, wollte dies mit voller Überzeugung rüberbringen, weil ich war nicht in der Lage die Situation zu verändern, also kam dann das Gespräch...ich selbstbewusst gesagt, ich habe es verstanden und jetzt ist wirklich Schluss versprochen....dann kam die Frage (ganz lieb) was willst du denn dieses mal anders machen? mit der Frage war ich überfordert....aber sie wollte eine Antwort und wartete geduldig während es in meinem Kopf ratterte...sie erklärte mir was ich alles verliere wenn ich nichts verändre die Kinder zum Beispiel...sie hat in dem Gespräch dafür gesorgt, dass ich mir Hilfe holen muss und sie hat nicht nachgegeben, es gab auch nicht so viele Möglichkeiten... ich musste zum Arzt, Psychotherapie anmelden und weiter im Forum schreiben.....so habe ich angefangen das Problem für mich zu lösen und es für mich auch als mein Problem anzusehen, was auch ihres und das der Kinder löste..es geht um den Anfang in die Hilfe einzusteigen, was ich erst später erkannt habe .ich bin bis heute so froh dass es so gekommen ist, ich bin jetzt 11 Jahre trocken, durfte mit meinen Kindern zusammen leben (das war im nachhinein das Wichtigste) inzwischen ist meine Frau weg (seit einem Jahr)...aber die Kinder sind noch da...und die Kinder konnten ein normales schönes Leben führen, und ich habe meinen Kindern diesen Alk-Vatermist erspart...puh gerade noch die Kurve gekriegt, als Alki versteht man das selber nicht

    Lieben Gruß

    mexico

    hallo Cayenne,

    ich bin 55 Jahre alt, trinke jetzt seit über 11 Jahren nix mehr.....durch Hilfe meiner Frau, dem Forum und einer Psychotherapie und natürlich auch durch mich...

    meine Frau hat zu mir gesagt, wir müssen wirklich mal reden, (nüchtern) was ich immer aufgeschoben habe, bis sie mich doch erwischt hat.....ich wusste ja genau worum es geht, dein Mann weiß bestimmt auch, dass es so nicht weitergehen kann, denn selbst im Suff erkennt man das Problem....man will es bloß nicht wahr haben...und hat große Angst vor der Veränderung, bzw mit der einzig anerkannten Möglichkeit gar nichts mehr trinken zu dürfen ist unvorstellbar, ich holperte mit vielen Versprechungen und Einsichten durch das Gespräch und hoffte, dass es bald vorbei ist, bis zu den nächsten Versprechen usw....eigentlich wie immer, aber meine Frau brachte mich irgendwie dazu wirklich zuzuhören, sie holte mich immer wieder zurück ins Gespräch wenn ich meine Ausflüchte suchte...sie hat mich richtig festgenagelt...ich wurde zu einer gewissen Art von Ehrlichkeit gebracht... die Kinder spielten auch noch eine Rolle, es war auch kein negatives oder drohendes Gespräch, war eher so wie "gewaltfreie Kommunikation"....eben nur total offen, .Das war glaube ich der größte Liebesbeweis den ich je erlebt habe, hätte sie es nicht geschafft, wäre ich nur so ein Hilfsvater geworden... inzwischen leben wir getrennt...aber nach 21 Jahren Ehe...ist das auch in Ordnung, die Kinder sind aber noch da

    Meine Eltern haben es anders gemacht.....es war für meine Mutter nicht mehr aushaltbar meinen ewig betrunkenen Vater zu erleben, sie machte sich auch große Sorgen er könnte die Treppe runterstürzen...er hat sehr viel Schnaps getrunken, war aber immer lieb und nett aber eben auch anstrengend....so wie soll man so einen alten Mann noch verändern...nach einem Gespräch (ich war nicht dabei) haben sie sich geeinigt, dass mein Vater erst ab 18:00 Uhr trinken darf und nicht mehr als eine Flasche Wein am Tag...hat mehrere Jahre geklappt....inzwischen ist mein Vater 82 Jahre alt und trinkt nichts mehr

    mein Onkel und Tante, haben sich auch auf eine begrenzte Menge von Alkohol geeinigt....sie wollten halt nach so vielen Jahren noch weiter zusammen leben, aber wenn es einer nicht mehr aushält muss man halt was verändern und sehen was draus wird, es geht glaube ich vor allem um die Erkenntnis, das es so nicht weiter geht und eine Veränderung ansteht

    Lieben Gruß

    mexico

    Hallo1
    Alles geschafft... Geld bezahlt und der Therapeut hat sich heute gemeldet...Termin dauert zwar noch...aber ich hoffe die Zeit bis dahin mit Euch zu überbrüchen (natürlich auch weiter)
    lieben Gruß
    mexico

    Hallo!
    heute meinen ersten Schritt getan... Die Suche nach einem Suchttherapeuten (Verhaltenstherapie)
    Morgen geht es dann zur Bank...geschützten Bereich bezahlen...und dann noch 2-3 Tage, dann gehts los
    lieben Gruß
    mexico

    Hallo
    Ich melde mich jetzt nur, um mich zu melden.
    Ich habe mir vorgenommen mind. 1* am Tag ins Forum zu schauen und auch was zu schreiben.
    einen schönen Tag/Nacht
    Lieben Gruß
    mexico

    Hallo!
    Ich bin 43 Jahre alt. Ich habe mich schon vor zwei Jahren hier angemeldet. Doch hatte ich nach ca. 14 d beschlossen alles wieder alleine zu schaffen. Das ging auch ca. ein viertel Jahr gut, doch dann wieder das Übliche... erst ein Bier usw. kennt hier bestimmt jeder.
    Ich werde in den geschützten Bereich wechseln, wenn er dann frei geschaltet ist...
    Ich möchte trotzdem den Kontakt im Forum halten, desshalb schreibe ich hier schon mal.
    Lieben Gruß
    mexico