Beiträge von dagmar007

    Guten Morgen Ihr Lieben,
    ich hoffe, bei Euch ist der Himmel ebenso blau wie bei mir, auch wenn es "sakrisch" kalt ist.

    Ja, ich habe gestern tatsächlich noch in dem Holz-Beistellofen Brot gebacken - und es hat funktioniert.
    Allerdings muss ich sagen, ich habe es nur mit einer Brotbackmischung getestet. Denn es ist schon heavy, den Ofen mit Brennmaterial zu befeuern um dann die richtige Temperatur zu bekommen. Da werde ich noch lange üben müssen, bis ich mal wirklich mehrere Speisen auf diese Art zubereiten kann.

    Hätte man mir das vor Jahren erzählt, ich hätte mich tot gelacht: morgens eine 10 l Wassergießkanne aus dem Brunnen befüllen. Holzofen befeuern, Topf mit Wasser aus dem Brunnen zum erwärmen auf den Herd um damit dann zu spülen ;) Fasziniert mich vielleicht in ein paar Wochen nicht mehr, aber derzeit ist es einfach ein gewisser Charme.

    Ich war gerade mit den Katzen draußen, die fühlen sich hier einfach nur bombig. Ich selber komme langsam an mich ran aber es ist dennoch so manches, über was ich mir Gedanken machen muss, wo ich meine Persönlichkeit in den letzten Jahren verändert habe ich eine Richtung, die nicht meine ist und in der ich mich nicht wohl fühle.

    Lieben Gruß aus Baden-Württemberg
    von Dagmar

    Hallo, liebe Amy,
    auch ich musste mich schon oft erziehen, nicht mal beim vorbeifahren einen Blick zu riskieren. Ich mache es nicht - schlage mir lieber auf die Finger ;) denn nur ich tue mir weh...

    Ich wollte vor zwei Wochen noch etwas abholen und war mir sicher er ist weg. Es hat mir nicht gut getan sein Auto zu sehen und ihn in meiner Nähe zu wissen. Das werde ich mir nicht wieder antun. Ich verzichte sogar auf dinge, die noch bei ihm sind wie Fotoalben, die mir wichtig wären. Aber ich möchte ihn weder sehen noch hören - ich will nicht mehr zurückgeworfen werden.

    Es ist wohl auch Flucht was ich mache - vielleicht sogar Fremdbestimmung, aber ich für mich gehe meinen Weg nicht ohne Steine und Hindernisse, da will ich mir kein einziges zusätzliches Stolpersteinchen einbauen.

    Verstehen kann ich Dich gut, vermutlich aber auch den Schmerz nachempfinden, den ich nicht mehr erleiden will.

    Lieben Gruß von Dagmar

    muss aber dennoch meinen Senf abgeben - und auch später suchen, denn das Thema Energiearbeit empfinde ich als interessant.

    Ich finde es schade dass Du nicht mehr aktiv sein wirst. Wohl kann ich Deine Gedanken nachempfinden, denke aber es ist wie im normalen Leben mit manchen Menschen "passt" es, mit anderen nicht. Manche Themen verbinden, andere entfremden.

    Akzeptieren müssen wir selbstverständlich Deine Entscheidung, auch wenn es wirklich schade ist, denn gerade von Gegensätzlichkeiten und unterschiedlichen Meinungen lebt ein Forum - finde ich persönlich.

    Mach es gut, vielleicht lesen wir uns an anderer Stelle ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, an sich selber zu denken ist immer gut :) Problematisch wird es dann für mich, wenn ich das verbinde mit der Hoffnung "Jetzt wacht er auf" weil dann, ja dann, bin ich halt nicht wegen mir auf Entspannung, sondern auf dem Versuch etwas zu "erarbeiten" mit Trick 17.

    Weißt Du Ingrid, mein Problem war oder ist, dass es immer Momente gibt, an denen ich mich verlasse und wieder mal bei meinem Suchtmittel hänge. Das lässt sich aber, derzeit, von mir selber noch nicht komplett bestimmen. Ich kann mich dann zwar "wegreißen" aber wenn ich "abgelenkt" werde, dann ist es passiert und ich muss arbeiten wieder zu mir zu finden. Das aber passiert nicht dann wenn ich wie jetzt NULL Kontakt habe sondern einfach weil es eben passiert.

    Deshalb denke ich vier Tage Abwesenheit schützen nicht vor den Gedanken an den anderen.

    Interessanter ist die Frage: wann kann man mit ihm reden, wann ist er nüchtern ect. Denn sind wir mal ehrlich, diese vielen Fragen beschäftigen uns, rauben uns die Kraft und eigentlich, ja eigentlich wollen wir so nicht leben, oder?

    Ich wünsche weiß gott jedem gute Gespräche führen zu können - gerade wenn eine Beziehung zu brechen droht - mir ist es in meiner alkgeladenen Beziehung nicht gelungen. Wenn ich dachte, es sind keine Promille im Spiel, so täuschte ich mich bei einem Spiegeltrinker. Was heute gesagt worden war, mochte heute stimmen - morgen aber nicht mehr. Wenn es um Gefühle oder Erwartungen ging, so war die Aussage bei 1 Promill anders als bei 2 Promille. Mir war das ganze "was, wäre, wenn und wann geht es und wann geht es nicht" zu nervenaufreibend.

    Also liebe Amy, laß Herz und Bauch für Dich reden - oder schweigen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dieser Weg wäre jetzt für mich persönlich nicht denkbar, weil es mir zu viel Planung wäre und ich persönlich für mich selber nicht wüsste ob ich was wie fühle oder durchhalte und später nicht von mir selber enttäuscht sein wollte.

    Ich für mich habe immer versucht aus meinem aktiven Gefühl zu handeln - schon auch mal über Tage verschwunden, denn das ist schon o.k. aber eben dann, wenn ich das Gefühl habe mir tut das gut. Ich selber habe mich mit meinen Planungen leider oft selber abgeschossen.

    Und eines Mädels ist ja auch so eine Frage: Tut es uns selber gut, wenn wir versuchen zu manipulieren und ihn am Rädchen drehen zu lassen. War auch oft mein Wunsch, so ist es nicht ;) aber irgendwie werden wir dann dem Süchtler verflixt ähnlich: der lügt wegen dem Alk und wir weil wir ihn "weichkochen" wollen.

    Eigentlich wollen wir ja dass es uns gut geht und wir wollen ihm ja seine Entscheidungen lassen. Kochen wir ihn weich, so manipulieren wir ihn und haben selber nicht viel gewonnen, außer vielleicht eine Oskar-Nominierung ;)

    lieben Gruß von Dagmar

    Tja Ihr Lieben, mir selber hilft mein Wissen nichts. Denn dass mein Partner gefühlskrank ist oder war - bzw. eine narzisstische Ader hat, das habe ich nicht geblickt. Er tat ja so, als hätte er Gefühle, er tat ja so, als öffne er sich oder spräche darüber. Ich habe nicht bemerkt dass die Grundlage dennoch ein verschlossener Mensch war.

    Somit wüsste ich nicht, wie ich das zukünftig anders erkennen würde. Höchstens dadurch, dass die männliche Person mit der ich spreche nicht in mein Beuteschema passt und eben deshalb wichtig wäre um genauer betrachtet zu werden.

    Wie gesagt, ich denke die Ursache zu kennen, verkenne diese Veranlagung aber in den Menschen, die mir als Partner ins Auge springen.... So... und nu .....???

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Ingrid,
    Ratz fatz gestalten :) HAha schön wäre es - auch bei mir gibt es keinen Kleiderschrank, zwei provisorische Kleiderstangen, eine davon musst eich entsorgen weil sie immer wieder zu Boden ging.

    Nee Du, mir geht es ähnlich caotisch wie Dir, demnächst kommen ein paar neue Stücke, aber im Wohnzimmer sind eigentlich noch Kinderzimmermöbel. Aber das ist "wurscht" meins, hell und viele Pflanzen und irgendwann vielleicht einmal vollständig.

    Jetzt gerade teste ich den Uralt-Ofen aus. Die Temperatur zum Brot backen und zum Kochen kriege ich schon mal. Nun muss ich mal versuchen vom Hersteller Bleche oder Gitter zu erhalten, weil die leider nicht mehr in dem Ofen sind. Bzw. mir zu überlegen, ob das vielleicht mit einem Backstein als Aufstellfläche für die Brotform funktionieren könnte.

    Mal sehen, ob ich morgen fit bin und eine entsprechende Brot backen kann.

    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Stefka,
    probier es - ich bin mit einer Masse von Katzen eingezogen! Wegen Ihnen (ich habe/hatte) ein privates Katzenasyl!

    Ich habe inseriert Katzenmama sucht für sich und ihre Tiere neues Heim im Grünen. Probieren - diese Anzeige brachte viele Anrufe - und ein Objekt, in dem ich jetzt wohne.

    Das mit der Wut habe ich verstanden, was Du schreibst aber ist irgendwie doch fremd für mich nachzuvollziehen. Man trennt sich weil es nicht geht, basta, aber doch unter Achtung, Wertschätzung (man hat sich ja mal geschätzt, oder) und ohne unnötige Wutanfälle und Eskalationen. Das hat mich dermaßen fertig gemacht und manchmal fragte ich mich macht er das einfach weil es mich fertig macht - weil ich darunter leider und er dadurch Stärke empfindet.

    Nun gut, es ist so wie es ist - ich kann nichts ändern - dennoch finde ich es erbärmlich wenn am Ende nur Wut und Hass bleiben oder Drohungen, wie ich sie bekomme mit Aufforderungen dies oder jenes zu tun.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, liebe Ettena,
    ich kann mich anschließen. Wobei mein Vater leider nicht mehr lebt und ich immer, er starb sehr früh, vermisst habe nicht zu Lebzeiten mit ihm richtig gefühlvoll sprechen zu können.

    Meine Eltern wurden selber ohne Gefühle erzogen und gaben es streng-preußisch weiter. Somit keine oder wenig Gefühle aus dem Elternhaus, der Bruder als Intelligenzbestie hervorgehoben ist leider der Konsenz klar: "gefühlkalte oder arme" Partner, die ich "knacken" wollte um Liebe zu bekommen.

    Nur: wie es mir gelingen soll, dass diese Muster durchbrochen werden weiß ich nicht. Wobei das Thema Partnerschaft für mich so und so jenseits von gut und böse ist.

    Dieses selbst schätzen, was aus dem Elternhaus (dann natürlich noch aus den Partnerschaften als "Nichtachtung") rüberkam selber zu erarbeiten wird ein langer Weg sein, weil das alles nicht über das Bewußtsein geht. Ich weiß über den Kopf sehr wohl was ich bin, kann oder nicht kann. Habe Freunde, die fair ehrlich und direkt sind - dennoch.... irgendwann einmal habe ich die Spur im Schneegestöber verfehlt und bin am erfrieren....

    Nicht, daß Ihr mich falsch versteht, es geht mir gut, aber die "Erfrierungen" haben mich manchen Finger und manchen Zeh gekostet, die wohl nicht mehr zurückbringbar sind.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Der gestrige Abend hat ebenso genial geendet wie der heutige Tag angefangen hat.

    Gestern wurde der gute alte Beistellherd, der für eine Holzbefeuerung in der Küche sorgen soll aufgestellt, wenigstens provisorisch - funktioniert und gab schön warm.

    Ich war fit bis 23.00 Uhr, was ich schon lange nicht mehr kannte weil ich vorher schlapp machte - einfach körperlich fertig war. Ich habe mir jedoch etwas harmloses aufbauendes als Kur gekauft, was mir von Bekannten empfohlen wurde wenn man schlapp ist. Da es mehrere verschiedene Leute gut finden, die sich nicht kennen probiere ich es mal mich so körperlich aufzubauen.

    Dann kam eine Riesenladung Katzenfutter von einer Tierarztpraxis die mich unterstützt bei meiner Streuneraufpeppelung :) Wahnsinn - so viel tolles Futter für meine Rasselband :) Da muss ich mir doch gleich mal ein spätes Frühstück gönnen, denn diese Zeit habe ich mir noch nicht genommen vor lauter Futter ein- und umräumen, Aschee aus dem Ofen tun und und und.

    Als nächstes muss ich mich um meine Schlafzimmer-Baustelle kümmern, für die ja eigentlich diese Woche die Möbel kommen sollten.... sollten ... nun ja, hoffentlich....

    Ich habe nämlich überlegt, wie das neue Bett stehen soll und habe mal versucht nach Feng Shui Basis zu planen. Sicher ist sicher und somit habe ich das Gästebett auf alle erdenklichen Möglichkeiten gestellt und "probe geschlafen" Nach jetzigen Erfahrungen ist das angenehmste Schlafen tatsächlich wie diese Richtlinien. Nun, falsch machen kann ich nichts.

    Schöner Tagesanfang,

    in diesem Sinne,
    lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebe Ingrid,
    ob ein Partner Dich unterdrückt oder ein Partner mit Alkohol ist sich eigentlich gleich oder: es ist Fremdbestimmung, die über uns hereinfällt und uns ganz klein macht. Ohne dass wir es wollen und merken. Was ich das extremste an der Sache finde, die meisten von uns Co's sind starke Menschen, die im Leben stehen und die den Alltag real meistern. Alles das, was über Logik und Verstand geregelt werden kann, das scheinen wir bestens zu erfüllen.

    Wenn es aber um uns und unsere Gefühle geht, dann werden wir taub, blind und extrem schmerzunempfindlich. Meine gesamte Kraft schien ich aufgebracht zu haben um das zu übersehen und zu überspüren, was mir nicht gut tat. Powerlos, kraftlos - klar Verteidiungsmechanismen kosten Kraft ohne Ende ....

    Diese elenden Klicks laufen so schnell, liebe Uschi, dass wir funktionieren und funktionieren. Ich denke, Dein Thema deshalb noch besonders gut nachvollziehen zu können weil ich einige Leute bei der Berufsfeuerwehr kenne und gerade deren Krisenbewältigung und den Umgang untereinander ect. Es ist ein ganz schweres Paar Stiefel, welches Dein Mann tragen muss. Es wäre sinnvoll, wenn Du Dir ein paar leichtere Sandaletten daneben stellst, in denen Du mal selber leichtfüssig spazieren gehen kannst auf dem Weg in Dich, zu Dir, für Dich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Ettena - warum - wieso - was lässt sich wie ändern. Ich mach(t)e mir auch eine Menge Gedanken darüber, habe sicherlich auch einige Ansätze, nur befürchte ich für mich allein über das Wissen der Auslöser komme ich bei mir nicht weiter.

    Ich müsste für mich mir selber mehr vertrauen - denn in jeder meiner Beziehung hatte ich am Anfang genau die Ahnung, die sich später bestätigte. Somit traue ich mir selber nicht - wodurch das ausgelöst wurde kann ich nicht mehr nachvollziehen, weil es ganz viele Möglichkeiten dazu gibt die ich also nicht mehr verändern kann.

    In meinem Fall ist es ganz sicher der Punkt in sich selber zu ruhen ohne die Bestätigung des Umfeldes zu benötigen. Komme ich mit mir selber klar, benötige ich auch nicht den Partner (von dem ich mich abhängig mache) um ihn quasi regelmässig in meiner Nähe zu haben um ihn zu befragen.

    Es ist ein sehr schweres und schwieriges Thema, es benötigt Zeit und Aufarbeitung, die bei mir über den Schmerz läuft. Warum fühle ich jetzt Schmerz, woran erinnert es mich und was ist Fantasie, Wunschvorstellung oder real.

    Eine meiner größten Gefahren ist der Selbstbetrug und alles bei anderen zu verniedlichen und bei mir selber schwerer zu nehmen. "Nein, er hat kein Problem, das sehe ich falsch" aber ich "ich habe das falsch gemacht".

    Klasse finde ich: ich will der Sucht keinen Raum geben was Spedi sagt. Das muss ich noch lernen, wobei ich meine Rückschläge schneller und besser verkrafte wenn ich wieder in meine Suchttendenzen zurück falle.

    Ich habe für mich gespürt wenn ich lebe, mich lebe und der Gedanke ans Suchtmittel fern ist, dann beginne ich jemand zu werden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich hatte mir gestern mal Deine letzten Beiträge durchgelesen, wie sich bei Dir die Änderung auftat vom lieben Partner zum kleinen Wutbrocken. Irgendwie komisch welche Änderungen sich da abspielen. Bei Dir, bei mir und wohl noch bei manchen anderen.
    Ob das tatsächlich der Verlust der helfenden Hand ist, die da gespürt wird? Das Wissen das äußere Gesicht wird enttarnt?
    Denn am Alkoholkonsum selber dürfte es wohl nicht liegen, das "dürfen" sie ja nun wenn wir unsere Konsequenzen benannt haben und diese durchziehen.

    Das würde mich tatsächlich interessieren woran das liegt. Ich habe mich schon gefragt ob die Steigerung dieser Streibereitschaft tatsächlich durch diese Wirkung von Alkohol entstehen kann, die scheinbar Zufriedenheit unmöglich macht durch hormonelle Veränderungen.

    Auch habe ich mich gefragt, sind diese Menschen nur den engen Angehörigen gegenüber so aggressiv? Reagieren sie sich nur dort ab während sie außerhalb Schauspieler sind? Ich kann es nicht beurteilen, kann mich aber noch an viele Postings erinnern (in meiner Anfangszeit) wo es darum ging, dass diese Leute durch das Verlassenwerden sich nicht mehr an uns abreagieren können.

    Traurig und logisch, dass diejenigen, die uns am nächsten stehen bzw. im Alltag am nächsten neben uns leben das meiste abbekommen.

    Meine Kraft war schnell ausgelagt, es kam Angst und es eskalierte. Mich haben gute Freunde aufrecht gehalten - mal hie und da eine Nacht auswärts bei Freunden - und das Wissen um mein Haus. Das war bei mir alles - hätte ich nicht gewußt ich kann ausziehen in mein Heim, dann weiß ich nicht ob ich durchgehalten hätte.

    Du könntest Dich mal mit Deinen Bürgermeisterämtern/Einwohnermeldeämtern in Verbindung setzen. Oftmals kennen die die Wohnungen und Häuser die frei sind und können sie Dir benennen. Ich würde jedoch wirklich ehrlich schreiben warum es wichtig und schnell ist. Ich würde an Deiner Stelle auch mal das Sozialamt ansprechen! Wenn es Dir so geht wie mir, dann kann die Kraft von einen Tag auf den anderen versagen - ich will Dir keine Angst machen, aber bei mir hing es am Schluß am silbernen Faden, einfach weil ich nicht mehr konnte, den Druck, die Wut die Enttäuschung - alles das war mir zuviel.

    Mich aufgebaut haben die Anrufe, die auf Grundmeiner Zeitungsanzeige kamen - auch wenn vieles nicht passte, es gab Reaktionen. Diese Anzeigen sind relativ billig in den entsprechenden Amtsblättern des Ortes.

    Viel Kraft wünscht dir Dagmar

    Arme Stefka,
    ich kenne diese Nummern und weiß wie bescheiden es Dir jetzt geht, aber es legt sich. Ich habe mich zurückgezogen in solchen Streitgesprächen, die zu nichts geführt hätten, außer zu meinem Kraftverlust.

    Leider kann ich Dir nicht wirklich gute Tip)p)s geben. Ich war ein Feigling und hatte Angst, wollte auch keine Übergriffe. Oft bin ich ganz früh ins Bett und ganz spät morgens raus (habe damit wertvolle Zeit verplempert) einfach um mit ihm abends nicht zu sprechen damit er denkt ich schlafe und mir morgens verkniffen auf die Toilette zu gehen, damit ich ihn nicht sehe. Ist aber kein guter Tip(p), denn meiner Psyche tat es nicht gut.

    Ich habe selber über Anzeigen eine Wohnung gesucht. Allerdings ging es dann erst richtig ab....

    Mich kostete es furchtbar viel Kraft alles durchzustehen und ich sage offen und ehrlich, ich habe (zwar minimal dosiert) aber ich habe Antidepressiva genommen, die mir sehr geholfen haben. Aber es ist kein Weg, sondern war eine Stärkung für mich.

    Für mich galt "raus, raus, raus". Meine Kraft kam langsam wieder als ich das Haus versprochen hatte und mir langsam Gedanken über "mein Hexenhaus" machen konnte.

    Liebe Stefka, ich habe in meinem Fall erkennen müssen, dass keine Gespräche etwas brachen und jede Art Einigung oder vermeintlicher Friedensschluss zu meinen Lasten ging. Versuch aktiv die Wohnungssuche voranzutreiben. Ich habe versucht Gesprächen und Streitsituationen aus dem Weg zu gehen - Kontakt so gering wie möglich.

    Ich würde Dir gerne etwas raten, aber mir fällt nichts ein außer Dir Stärke zu wünschen und eine schnelle Wohnung :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Geht mir ähnlich, liebe Ettena. Aber es wird besser. Ich merke so Stück für Stück, wenn ich mal etwas für die letzten Jahre ungewöhnliches tue, dass sich etwas ändert.

    Zwar immer noch festgehalten von Erinnerungen, so verblasst das Bild der Person, langsam auch Leid und Kummer und Anspannung. Liegt wohl daran, dass vorhin provisorisch mein Beistellherd zum heizen gestellt wurde :) da wird es einem wärmer ums Herz :)

    Für mich selber wurde es besser als ich begriff, ich bin noch viel zu viel beim anderen. Aber ich bin traurig und ich darf das - ich benötige meine Zeit und die gebe ich mir auch. Komischerweise war mit diesem Friedensvertrag mir gegenüber etwas anders geworden.

    Mir geht es ähnlich wie Dir Ettene, ich suche gerade einen Job und arbeite in der Zwischenzeit an Texten, das ist zuweilen als wäre man mit sich selber gefangen. Wo lebst Du in welcher Region?

    Ich musste auch flüchten, ich musste begreifen, verstehen, umsetzen warum ich mir Dinge antat, die mir nicht gut tun, ich musste erstmal ganz krass auf den Fußboden knallen um zu erfahren, hier ist eine wohl unheilbare Krankheit am Werk - alles was ich dachte was wichtig wäre war unwichtig. Wichtig wäre eigentlich ich, was ich viele Jahre nicht mehr gelebt habe.... Umlernen ist schwer!!!

    Aber wir kriegen das hin - Gebe Dir die Zeit, die Du brauchst und die Chance für Dich - glaub mir, es kommt - auch ich arbeite noch herzhaft daran!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Leute, ein schweres Thema, schon im Lesen, dann im Begreifen und letztendlich dann am Umsetzen.

    Ja, liebe Ettena, und wie gut ich das kenne: man beginnt etwas umzusetzen, immer wieder kommt etwas hinzu und plötzlich erscheint alles wirr, weil vielleicht zuviel. Geht mir oftmals nicht anders: dieser hallo-wach-Moment, wo ich dann Querverbindungen begreife und irgendwann wird es zuviel.

    Für mich waren "Kapitulation" und "Loslassen" so und so ganz, ganz schwere Kost. Überhaupt zu begreifen, wie und was es sein sollte um dann auch noch auf den Weg der Umsetzung zu gehen. Einfach etwas versuchen umzusetzen, was so entgegen dem ursprünglich gelebten war. Egoismus und Selbstbezogenheit zu lernen - das, was andere schon als selbstverständlich besitzen erscheint mir falsch und fühlt sich "falsch" an.

    Harter Weg und für mich noch ein langer ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube liebe Ettena, so lebe ich es für mich, dass ich nicht mehr gegen Windmühlen ankämpfe. Ich versuche auf mein Ziel zuzuarbeiten und es nicht aus den Augen zu verlieren - aber auch nichts mehr zu erzwingen.

    Früher war das anders: ein Ziel, direkt drauf los und ackern ackern ackern - und oftmals bin ich vor dem Ziel ohne Puste liegen geblieben.

    Seit ich anders an die Dinge gehe und auch in Erwägung ziehe dass es länger dauert oder plötzlich das Ziel ein anderes wird oder sich verschiebt, ist mehr Ruhe und Gelassenheit eingekehrt, das widerum kostet mich weniger Kraft als zuvor.

    Ich akzeptiere - und dadurch kapituliere ich - dass die Beziehung gescheitert ist. Ich nehme es hin, akzeptiere es und versuche nicht mehr gegen diese Windmühle anzukämpfen.

    Früher hätte ich es brachial versucht: entweder der Alkohol oder es ist aus. Hätte gegen den Alk gekämpft, kontrolliert und wäre nicht weiter gekommen.

    Hätte es eine Chance und Krankheitseinsicht gegeben, dann hätte ich mit Kapitaluation wohl einen Schritt zurück gemacht, hätte versucht auf etwas hinzuarbeiten, es aber nicht zu erzwingen.

    Sorry, mir fällt gerade kein passenderes Beispiel als der Alk ein. Aber auch ich lasse mir gerne andere Erklärungen gefallen.

    Ich denke einfach, wir sollen akzeptieren was wir sind, das hindert uns nicht daran gut und gesund damit umzugehen oder das zu lernen. Kapitulieren heisst nicht, so glaube ich, aufgeben sondern "annehmen wie es ist".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Relativ unbewußt habe ich gerade festgestellt (ich hatte meinen Nachbarn chauffiert) dass je mehr neue Aktionen und neue Menschen in mein Leben "verirren" desto mehr lande ich bei mir selber.

    Dinge und Menschen, die jetzt neu in mein Leben kommen und nichts mit der Vergangenheit zu tun haben. Es entsteht jetzt langsam ein Ablauf/gesellschaftliches miteinander welches von vorneherein nur zwischen mir und den betreffenden Menschen stattfindet. Somit etwas "neues".

    Mein neuer Nachbar ist ein recht kreativer Mensch und zaubert ständig irgendwelche netten Überraschungen aus dem Hut. Heute ein paar Ölbilder, morgen einige Glassteine und gestern abend bimmelte es, zwei Gläser wurden mir entgegengestreckt mit der Bitte diese zu spülen, der Wein stünde dann "hinten".

    Nun, eigentlich mag ich keinen Wein, aber ich dachte nun gut testen wir mal, damit wir überhaupt wissen, wovon wir reden und lassen den Abend gemütlich ausschwenken. Ganz ohne alte Erinnerungen oder Melancholie .... sofern möglich ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schnatter, schnatter hurra..... es ist etwas kühl hier ohne Heizmöglichkeit. Ich hoffe am folgenden Montag den Schornsteinfeger überzeugen zu können hier einen Holzofen/Kaminofen stellen zu dürfen und bis dahin muss ich schnattern.

    Meine Bedarfsschränke geben langsam auf und brechen zusammen, Zeit also, dass die Möbel kommen... sind zwar für diese Woche avisiert, aber da könnte natürlich eine verspätete Fertigstellung einen Strich durch die Rechnung machen.

    Ansonsten komme ich gut mit mir klar, merke aber, jede Information die noch ankommt (Handy ließ mich kalt, diese Anrufsversuche war ich ja gewöhnt und habe nicht reagiert) werfen mich zurück und bringen mich wieder etwas weg von mir.

    Nachdem aber wohl bald alle Spielarten ausgespielt sind dürfte es bei mir dann auch irgendwann mal aufwärts gehen. Ich nehme wieder ganz zaghaft am gesellschaftlichen Leben teil und sitze abends öfters mal mit dem Nachbarn zusammen.

    Bewältigungsphase halt ;) es läuft noch nicht so wie es schön wäre, aber das ist halt so.

    Zwar hatte ich bereits im Juli auf der Bank die Papiere vorbereitet, aber nachdem nun die Umschreibung in die Wege geleitet worden war stellt die Bank fest - upsala - das geht gar nicht bei nicht verheirateten. Hmmm, komisch, vor 8 Jahren ging es noch ;) da wurde es nämlich auch namentlich umgeschrieben. Nun gut, dann gibt es eben doch Formalitäten, wobei mein Part relativ klein ist und auf dem Schriftweg erledigt werden kann.

    Ob eine weitere Anlieferung erfolgt weiß ich nicht. Nachdem ich nicht auf Anrufe reagiere kam eine Mail ich solle bis 30.9 meinen Müll (mit drei Ausrufezeichen) abholen und meine Sachen, ich solle Leute mitnehmen und ihn informieren damit er da sei. Na, ich glaube mal, dass ich lieber auf meine Sachen und natürlich auch den Müll :) gerne verzichte. Sind zwar Fotoalben, aber ich will kein Gegenübertreten, das tut mir nicht gut.

    Wer weiß, vielleicht geht das später mal - in ein paar Monaten oder so, ich denke nämlich dass er seine Kündigungsfrist einhalten muss weil am Haus ja Bauarbeiten sind und es so kaum zu vermieten ist. Und wenn nicht, dann sind diese Dinge halt weg, weniger schlimm als ein erneuter Gang in dieses Haus und ein Wiedersehen.

    So einen kleinen Kloß gab die Vorstellung schon, dass er dann ganz weg ist. Es kam aber dann auch gleich der Gedanke "nun gut, dann kannst Du ja zu dem Supermarkt wieder fahren, weil er Dir da nicht begegnet. Ist zwar Fremdbestimmung, aber ich denke, wenn er mir als Suchtmittel fernbleibt ist es nur gut für mich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Prof. Schröder, auch ich fragte mich immer "ist er abhängig, Alkoholiker oder nur suchtgefährdet" Was aber erst sehr viel später kam war mein Bewußtsein dass mich der Alkohol stört.

    Mich stört die Fahne, mich stört ein Rausch, mich stört das Lallen und die Selbstbeweihräucherung, die durch den Alk entstand. Schlichtweg und ergreifend, es war irgendwann einmal nicht interessant, ob oder was er ist sondern dass mich die ständige Präsenz von Alkohol stört.

    Ich weiß immer noch nicht ob oder was "er" war - auch ich bohre noch dran rum, aber mir ist klar, egal was es war - es brachte Wut, Unzuverlässigkeit und ein Leben voller möglicher Gefahren. Ich wollte das für mich nicht.

    Lieben Gruß von Dagmar