Ja, liebe Frau Prof. Dr. Schröder ![]()
es gibt Zeiten, da dürfte sich ein Süchtiger klar sein, werden oder wie auch immer, dass etwas mit dem Tagesablauf nicht stimmt bzw. das körperliche Betätigung helfen kann.
Auch ich habe das erleben dürfen, leider hat es in meinem erlebten Fall kein Durchhalten gegeben. Alle Interessen und Hobbies sind irgendwie nach immer kürzeren Zeitabständen uninteressant geworden. Ich würde Dir wünschen, dass Du anderes erlebst und der Weg über Hobbies und Freizeitinteressen zu erweitertem Bewußtsein führt.
Ich habe mich immer viel zu viel damit beschäftigt, wie er nun lebt und ob er vermeintlich etwas auf die Reihe bringt. Dadurch meinte ich wieder Hoffnung haben zu dürfen. Allerdings war die Sucht stärker - in meinem Fall, was nicht überall so sein muss. Je mehr ich aber hoffte und mich ablenken ließ, umso mehr blieb ich im alten Fahrwasser und versäumte für mich meinen Weg zu gehen. Immer schön die Hoffnungen auf ihn gebündelt um nicht selber Hoffnungsträger sein zu müssen.
Nunmehr sitze ich in einer kalten Bude, weil die Öfen noch nicht angeschlossen sind - meine Möbel sind noch nicht da und es ist noch nicht so, als ob mein Heim wirklich heimelig wäre. Aber selbstverantwortlich und ohne Fixierung auf jemanden anderen. Ich schnattere munter vor mich hin weil ICH friere und nicht weil ER den Ofen nicht angemacht hat. Ich selber muss eben sehen wie der Schornsteinfeger an unserem Termin befindet und welche Lösungen sich auftun, damit ich "auftaue". Alles das sind Dinge, die ich ahnte bevor ich ging und hatte Angst davor, so blieb ich und verlore mich immer wieder mehr.
Nun schnattere ich - aber finde mich selber Stück für Stück.
Lieben Gruß von Dagmar