Beiträge von dagmar007

    Ja, Fuego,
    ich denke, dass sind die "Vorteile" des absoluten Absturzes und absoluten Tiefpunkt. Es konnte nicht mehr tiefer gehen, musste ja fast bergauf gehen.

    Na ja, nicht ganz es gab zwei Wege: aufgeben oder kämpfen. Wer aber nicht kämpft, der hat schon verloren. Also lohnt sich der Kampf um einen selber immer :)

    Ja Fuego: vom Unverständnis, der Angst und Panik um mein weiteres Leben hin in mein Leben. Schritte, die ihre Zeit kosteten, keine Frage - zuweilen durch Umwege gepflastert, aber auf dem Weg zu mir in mein Leben. Wohl mehr als es jemals der Fall war. Es ist noch mehr mein selbstbestimmtes Leben als vor der ungesunden Beziehung.

    Und genau das spiegelt mir mein äußeres Umfeld auch zurück. Ich fühle mich sicherer und schützter als in allen den Zeiten einer Partnerschaft. Gesichert durch mich selber und geschützt durch den Versuch der Umsicht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich habe den Beitrag gelesen und mir meine Antwort verkniffen, verflixt, jetzt muss sie doch raus ;)

    Mir ist es komplett egal, wie andere bzw. wann ihren Weg gegangen sind denn ich habe meinen Weg, mein Tempo und mein Leben, in welches ich diesen Weg integrieren muss.

    Erfahrungen von anderen - egal ob erfahren oder nicht im Thema Abhängigkeit - sorgen dafür ein sorgsames Auge auf mich selber zu legen! Es gibt Sicht- und Lebensweisen von anderen, die mir imponieren wie auch genau das Gegenstück "lieber Himmel, lass es bei mir nicht soweit kommen".

    Beide Extreme helfen mir auf meinem Weg - in meiner Geschwindigkeit und auf meinen (Um-)Wegen in meine Person gebettet.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach pandora, ich denke, diese Wechselbäder sind normal. Ich hatte sie auch - im Laufe der Zeit wurde alles stabiler, die guten Perioden hielten länger an und nunmehr gibt es nur noch wenige "schlechte oder traurige". Wenn letztere eintreten, dann haben sie nichts, absolut nichts mehr, mit dem Expartner zu tun sondern mit Belastungen rund um meine Tiere oder die Gesundheit meiner Mutter.

    Ich habe den Knopf der Bestimmung der Gefühle durch den Ex-Partner erfolgreich "stimuliert". Nicht vergessen, er ist schon noch existent, aber er hat keine Auswirkungen mehr auf mein Verhalten.

    Du machst das schon, liebe Kathrin, wenn nicht heute, dann morgen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das war mir aus dem Herz geschrieben, Fuego, mit Worten, die ich so toll nicht als Erklärung finden konnte.

    Und genau hier sehe ich nämlich den Punkt, denn ich innerhalb meiner Suchtbeziehung nicht sehen konnte: den Respekt durch bzw. wegen Beständigkeit. Zu sagen was angedroht wird, sich so zu verhalten wie es vom anderen eingefordert wird ect. pp...

    Mit welchem Recht kann ich von einem Alkoholiker das Einstellen des Trinkens verlangen, um durch diese Forderung evtl. meine Kontrollmechanismen auszuleben?

    Ich persönlich denke sehr wohl zwei Partner lernen sich und ihre Schwachstellen kennen und setzen diese auch ein! Nicht nur in ungesunden Beziehungen!! Wie weit das geht und wie berechnend das ist, das ist dann eine andere Sache.

    Mir persönlich ist extrem aufgefallen, wenn das Umfeld reagiert hat, bspw. Arbeitsplatz, wurde sehr wohl versucht mittels meiner Hilfe das Bild wieder zurecht zu rücken. Wenn ich Dummerchen mitspiele, dann ist es meine Sache dass ich mich manipulieren lasse - der Versuch dazu ist legitim :) So, wenn nun urplötzlich alle diese Mechanismen, die über Jahre funktionierten nicht mehr funken, dann gibt es vielleicht zuweilen einen "Kurzschluss" welcher sich in Wutanfällen ect. auswirkt. Das jedoch dürfte je nach Person anders sein.

    Auch wenn ein Alkoholiker krank ist und nicht immer Herr seiner Handlungen ist, so denke ich doch sehr wohl, dass er/sie zuweilen vollste Kontrolle (wenn vielleicht auch selten) über eben sein eigenes Verhalten hat. Nicht über den Konsum - aber über andere Dinge.

    Lieben Gruß von Dagmar

    So, hm, nun kann ich es wohl ein bischen besser einschätzen, warum bei mir in den letzten Tagen Träume kommen. Lange durfte ich traumlos und gut schlafen. Gut schlafe ich immer noch aber es begleiten mit Träume, die ich bisher nicht zuordnen konnte. Träume, die auf eine Veränderung zeigten, aber für mich ohne Sinn und Inhalt.

    Heute nacht nun wurden Personen eingesetzt, unter anderem ein hoher Polizeiangestellter, der jetzt in Rente ist und mit dem ich beruflich sehr eng zusammenarbeitete, so daß sich eine Art menschlicher Wertschätzung ergab.

    Polizei = Sicherheit - sein erscheinen und genau die Aktivitäten sollten mir wohl zeigen "Du bist sicher und geschützt". Hm, woran lag das??? Dadurch, dass ich mir Gedanken machte darüber nicht Co-Abhängigkeit nun am Arbeitsplatz oder in Kontakten auszuleben.

    Deutlich fiel es mir bei einem Bekannten auf, der mich partout zu gemeinsamen Unternehmungen "nötigen" wollte. Alle meine Neins brachten am Schluß "Du musst aber mal was anderes sehen". Nein! Nur ich selber weiß, was und wen ich sehen will. Bei meiner Freundin fühle ich mich wohl, dort gehe ich jede Woche hin oder sie kommt her, in meinem Haus fühle ich mich wohl, bei meinen Tieren und ich gestalte farblich neu, was Arbeit verursacht.

    Ich habe nun fürs Frühjahr gepflanzt, was Zeit kostet. Dinge, die mir wichtig sind, Dinge, die ich nicht muss sondern will - und keinesfalls das, was mir von anderer Seite diktiert werden soll. Denn wer, wenn nicht ich selber, kann wissen was ich will, möchte oder tun will um mich wohl zu fühlen.

    So, genau das dürfte der Konsenz sein des geschützt fühlens. Ich habe letzte Woche einen Liebling meiner Vierbeiner gehen lassen müssen. Erstmalig ging es zwar immer noch mit viel Trauer aber nicht mehr mit dem was ich früher kannte: ich will die Wahrheit nicht haben, ich will ihn nicht gehen lassen.
    Ich musste die Krankheit und den plötzlichen Tod annehmen und durfte dankbar sein, dass wenn auch zu früh, so gnädig über ihn und sein Leben entschieden wurde. Ohne Schmerz ohne Leidensweg - einfach so, als hätte das Herzlein aufgehört zu schlagen. Und erstmalig ist mein Trauerschmerz nur begleitet von "schön, dass es ihn gab".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich habe die Frage gelesen und gedacht, mhh, wieso fragt man/frau nicht, wie kann ich mich selber unterstützen? Die Frage kommt kaum.

    Genau das Feeling von Oliver hatte ich auch. Fragt mich jemand wie sich meine Co-Abhängigkeit verändert hat? Wollte ich das überhaupt - bestimmt nicht, weil ich darauf die Antwort leben muss. Doch, in meinem Bekanntenkreis oute ich mich sehr wohl als Co, die Frage könnte kommen, kommt aber nicht, was ich für richtig finde.

    Meine Freunde sehen wie es mir geht und verbringen die Zeit mit mir so wie ich bin. Hat ein Mensch, egal welcher, etwas auf dem Herzen kann er gerne von sich aus beginnen darüber zu reden, denn dann beginnt der andere das Gespräch und ich kann einsteigen oder es lassen, belästige ihn aber nicht dadurch indem ich etwas hochhole, dass vielleicht noch "gar nicht hoch soll".

    Davon einmal abgesehen hätte ich persönlich schon dahingehend ein Problem mit dem Ex-Partner dieses Thema anzusprechen weil es ja quasi der Trennungsgrund war oder ist. Wäre die Frage nach dem "Wie gehts ohne Alk" nicht eine versteckte Frage im Sinne von "geht es Dir gut ohne Alk, dann könnten wir ja wieder". Wie gesagt, das gilt für mich und ich unterstelle es niemandem anderen! Aber würde ich diese Frage nach "wie geht es Dir ohne Alk stellen" dann hätte ich wohl im Hinterkopf die Beziehung zwischen uns.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ein sehr anwesendes Thema auch bei mir - Ette hat ebenso Recht (meiner Meinung nach) wie Kaltblut. Während der Arbeitgeber sicherlich zumeist versucht aus uns rauszukitzeln was auch nur ansatzweise denkbar scheint, so sind wir bemüht bis zum Perfektionsimus eben diese Aufgaben zu tätigen.
    Ein "kluger" Vorgesetzter dürfte erkennen, wie gerne wir so "perfekt" sind und immer mehr auf die To-Do-Liste packen ;)

    Ich habe in der Zeit meiner Beziehung in einer ebenso ungesunden Arbeitsbeziehung gesteckt. Getraut mich zu wehren habe ich nicht, da der Job ja mein eh schon kargliches Überleben sichern sollte.

    Pustekuchen ! Als der Laden nicht mehr lief, versuchte man ebenso mich loszuwerden, als hätte ich dort nicht unentgeldlich gearbeitet, als hätte ich nicht hunderte von Stunden ohne Entlohnung abgeleistet.

    Nun aber:
    Die ungesunde Beziehung existiert nicht mehr - der Arbeitsplatz wurde gewechselt. Das Gehalt ist noch kärglicher, aber die Zufriedenheit da. Die Menschen um mich herum von anderer Struktur.

    Dennoch: auch hier muss ich so bei mir sein um eben nicht genau in selbiges Fahrwasser zurück zu fallen. Meine Arbeit ist gut, entweder das wird auch weiterhin so geachtet wie es bisher der Fall ist oder aber ich wäre am falschen Platz. Derzeit habe ich eine Zufriedenheit mit meiner Arbeit, Freizügigkeit was meine Arbeitszeit betrifft und übernehme dadurch auch die Verantwortung für die entsprechenden Terminarbeiten. Hier gehen derzeit beide Parteien vertrauensvoll aufeinander ein. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt und ich eventuelle Veränderungen sofort spüre ohne in altbekannt Muster und Ängste zu verfallen.

    Und Leute, ich war einfach nur genial darin mich ausbeuten zu lassen. Gerade so, als hätte ich mich hingstellt im Sinne von "alles unzumutbare an mich ran" ich brauche es mich selber verrückt zu machen! Packt noch mehr auf mich drauf, ohne Überlastung fühle ich mich nicht normal.

    Normal - so und da sind wir wieder bei Kaltblut :)

    Ich habe derzeit das Glück einen Chef zu haben, mit dem mich an Einstellungen und Interessen sehr viel verbindet - beide sind wir kreativ, gestalterisch tätig ect. Es wäre sehr, sehr schön, wenn auch das Arbeitsumfeld wie das persönliche so bleibt - gegenseitige Wertschätzung, Unterstützung und bisher ein gegenseitiges Geben und nehmen (über das "muss" hinaus von beiden Seiten)

    So, und nun beginnt der nächste Punkt "Vorsicht". Nicht den Arbeitsplatz, an dem es mir nun gut geht, als einzigen Lebenszweck betrachten und so in die nächste Abhängigkeit zu rutschen ....

    Also Ihr Lieben, was Ette anspricht ist sehr, sehr existent auch bei mir. Ich habe fast 10 Jahre in meiner Gebermentalität funktioniert und mich in Beruf und Privatleben selber zur Verfügung gestellt und angeboten.

    Nunmehr ist meine Aufgabe hier Grenzen zu ziehen, und überhaupt im Vorfeld zu bemerken wenn ein Schneeball zur Lawine werden könnte.

    So, Ihr Lieben, nun geht es ab zum "Brötchen verdienen".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, Ladies,
    wenn die Polizei ins Spiel kommt, dann wird es ganz besonders deftig - war bei mir auch so.

    Plötzlich werden Grenzen gesetzt (was vielleicht zuvor nicht geschah).
    Plötzlich wird nach Hilfe gesucht und somit Außenstehende in Familiengeheimnisse eingeweiht.
    Plötzlich habe jene Menschen nicht mehr alles im Griff, so wie sie es zuvor plötzlich meinten.

    Ist das aber nicht genau das, was so wichtig ist? Genau die Grenzen bei uns selber schützen. Hilfe in Anspruch nehmen und sagen "ich bin hilfsbedürftig, bitte helfe mir".

    Ist es nicht eigentlich genau die Situation, die uns als Co während der Partnerschaft begleitete? Im Griff hatte ich nichts....
    Ich isolierte mich ohne es zu merken, weil mir peinlich war was zuweilen geschah....

    Niemand ist nervig, liebe Wiki! Erst recht dann nicht, wenn man/frau versucht zu begreifen, was überhaupt geschah. Da finde ich Doros Geschichte recht gut nachvollziehbar - und auch beachtenswert dann zu sagen "no more". Ich denke Wiki, ganz viele von uns haben ewig gekämpft und ich beispielsweise kämpfe immer noch. Am Anfang habe ich den Bauch und den Schmerz unterdrückt und mich nur durch den Kopf diktieren lassen, was auch richtig war.

    Irgendwann mal hat das Herz dann im richtigen Takt mit dem Kopf geschlagen, aber das dauerte. In der Zeit stellte ich so viele Fragen wie ich sie auch bei Dir lese. Es dauert einfach, bis wir auch den Mut haben wir selber zu sein! Das Selbstbewußtsein, dass wir jemand sind, und zwar jemand, der nicht tatenlos zusehen muss wenn ungesundes geschieht. Besser noch, wir können uns selber unser kleines Glück zimmern.

    Das Werkzeug und das Material haben wir - anfangen müssen wir eben noch - In diesem Sinne:
    einen guten Anfang wünscht Dir Dagmar

    Zu mir hat mal ein kluger Mensch gesagt "sag niemals nie" das würde ich Dir gerne rüberschicken Wiki.

    Weißt Du Wiki, nachdem ich das Drama überstanden habe - oder hoffentlich - frage ich mich oft ob ein Partner mir die Achtung geben sollte und die Stärke, die ich selber in manchen Momenten nicht hatte.

    Wiki, ich habe mir einen Tyrannen rausgesucht. Liegt das aber vielleicht daran, dass ich wollte, dass der Tyrann über mich bestimmt? Ich befürchte fast ja - hatte ich oder habe ich auch jetzt noch Angst vor gewissen Dingen hätte dieses tyrannische Verhalten, welches ich Jahrlang wohl auch noch gesucht habe, mir Handlungen diktiert, die ich einzuhalten hätte. Diese Handlungen hätte ich nicht in Eigenverantwortung getragen und einen Schuldigen suchen und finden können.

    Ein Armutszeugnis für mich Wiki, aber ein Gedanke, der sich mit zunehmendem Abstand immer stärker heraus kristallisiert.

    Natürlich ist "allein" sein eine Veränderung. Aber sie muss nicht schlecht sein. Wiki, aus meinem Leben kann ich Dir sagen, finanziell bin ich jetzt eine arme Maus, aber Zufriedenheit lebe ich jetzt mehr als in der Zeit meines ganzen Lebens (somit auch zufriedener als in der Zeit vor meiner ungesunden Beziehung). Vielleicht habe ich dadurch, dass ich alles verloren hatte, nur noch gewinnen können???

    Du glaubst gar nicht, was das Leben uns bieten kann wenn wir es nur schaffen mit uns im Einklang zu sein. Wenn es uns nur gelingt, uns selber so anzunehmen wie wir sind. Mit allen Ecken und Kanten - allen Vor- und Nachteilen. Einfach nur ich bin ich und Du bist Du - einfach nur so pur den Mitmenschen begegnen.

    Ich denke Wiki, es geht gar nicht darum, ob die Beziehung beendet wird oder nicht. Ob man/frau zusammen lebt oder nicht. Alles das muss nicht von heute auf morgen entschieden werden. Aber es geht bzw. ging für mich im 1. Schritt nur darum "ja" zu mir zu sagen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich will leben
    Ich will es versuchen glücklich zu leben
    Ich will es schaffen
    Ich werde es schaffen

    und viel habe ich geschafft :)

    Das wünsche ich auch Dir

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wie, liebe Wiki, soll ein Kranker auf andere eingehen können. Er hat es verlernt auf sich selber zu achten und die eigenen Bedürfnisse zu spüren (wie oft werden Hunger, Hygiene oder anderes vernachlässigt?) Das ist für sie "normal" denke ich, also ist es auch "normal" wenn sie unsere Gefühle nicht nachvollziehen können.

    Haben doch wohl viele Suchtkranken, egal ob Co oder Alk oder Droge, selber Probleme gehabt sich selber zu spüren, erfahren und äußern, wie kann es im Rauschzustand denn gehen? Wie sollte es danach gegehen falls Schande empfunden wird? Wie sollte es danach gehen, falls Filmrisse da sind?

    Ja, sie sind egoistisch - aber ist das ein Angehöriger nicht auch, der partout dem Partner die Verantwortung für das eigene Leben nicht zurück geben will? Ist es nicht auch egoistisch zu meinen das richtige für den anderen zu "wissen" und ihm die eigene Meinung aufzudrängen? Ich tat es, bzw. ich dachte zu wissen wie er denkt! Mit welchem Recht wollte ich in seiner Seele bohren? Wenn er sie mir nicht anvertraut, dann soll es eben nicht sein!

    ER - ER - ER soll nämlich für sich sorgen - verantwortlich sein und seine Konsequenzen auch selbst tragen.
    ICH - ICH - ICH habe das Recht, die Möglichkeit und die Verpflichtung (auch gegenüber meinen Eltern, die mich mit SChmerzen geboren und unter Entbehrungen groß gezogen haben) ein menschenwürdiges Leben zu leben. Ein Leben, in welchem die Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bekommen können, die selber die ersten Schritte tun. Wenn diese Menschen auf ihrem Weg sind, so kann ich sie gerne mit Abstand begleiten, aber führen auf den Weg, das kann ich nicht.

    Will ich übrigens auch nicht mehr - jeder ist selber schuld, wenn der eigene Weg nicht gradlinig oder mit Umleitungen gegangen wird.

    Eine Umleitung meines Lebens passiert zukünftig hoffentlich nur durch eigene Irrungen und niemals durch die einer anderen Person. Denn die Konsequenzen muss nur ich tragen, also kann ich auch selber (Fehl-)Entscheidungen treffen.

    Du sagst es: sie verstehen uns nicht und wir sie nicht - wo also bitte bleiben da Kommunikation und Lösungswege? Bei mir gab es keine....

    Aber meinen Lösungsweg....

    Dir wünsche ich Deinen
    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Wiki,
    Du hast Angst alleine zu sein. Eine zwar verständliche - aber zumeist unbegründete Angst. Alleine sind wir selten, oft haben wir uns aber selber isoliert und müssen somit wieder neu lernen auf Menschen zuzugehen.

    Du hast keine Angst um Dich? Deine Seele und Deinen heilen Körper? Wirklich mehr Angst davor alleine zu sein als verbal oder körperlich verletzt zu werden? So weh kann Einsamkeit gar nicht tun wie das was bereits passiert ist.... oder???

    Du hast eine Gesundheit und ein Leben....
    Dein Sohn ein Leben und vielleicht noch etwas Kindheit, denn machen wir uns nichts vor: Kinder spüren auch im Babyalter die Disharmonie und Spannung. Er hat also schon etwas eingebüßt, finde ich.

    Konservativ - Schande - alles Dinge, die Dein Leben prägen. Du kennst aber die Wahrheit, nur willst Du sie (noch) nicht wahrhaben.

    Mensch Wiki, selbst wenn er auf die Idee kommen sollte Deinen Wunsch für sich zu bekommen und zu leben, dann kann das ganze Drama wieder beginnen. Und sei mir nicht böse, ich denke, dann wirst Du ihn ebenso wenig verlassen wie jetzt!

    Mensch Mädchen, er hat Dich körperlich angegriffen! Dein Kind war in der Nähe! Wiki - Du lebst - Dein Sohn lebt - aber wollt ihr nicht auch ein lebenswertes Leben?

    Du verstehst ihn nicht? Musst Du nicht!
    Hauptsache, Du verstehst Dich und Dein Handeln!
    Wiki, jede Entscheidung, die Du triffst ist o.k. aber sie muss von Dir bewußt getroffen werden! Wenn Du bei ihm bleiben willst, so ist es Deine Verantwortung, aber irgendwie sollte man das Kind aus der Schuß- und Gefahrenbahn holen und sei es über Pflegeeltern. Ja, klingt nach "Brutal".

    Sind so kleine Hände von Bettina Wegener. Ein Song, den man sich vielleicht einmal sehr, sehr bewußt anhören sollte. Du hast nämlich genau die Verantwortung, dass diese kleinen Hände und Füße - aber auch die Seele - unbeschadet bleiben.

    Ich habe keine Kinder, Wiki, es war also mein Problem wie ich mich habe behandeln lassen, aber ab dem Moment wo Lebewesen im Spiel sind, die sich selber nicht wehren können sind wir mit unserer Verantwortung gefordert.

    Davon mal abgesehen, was darf noch alles von einem Menschen getan werden ohne dass ihm die Hand zur Freundschaft entgegengebracht wird statt zum eigenen Schutz.

    Unsere Hände sind nicht nur dazu da anderen die Hände zu reichen sondern auch um uns zu schützen - ebenso wie kleine Kinderhände behütet werden sollten.

    Sorry, ist hart was ich sage, aber les Dir mal unsere Geschichten durch ... Du wirst Dich oft erkennen, ich befürchte aber, einige Steigerungen in Deinem Leben warten noch auf Dich wenn Du nicht umgehend Deinen Sohn und Dich so schützt, wie es jedes Menschenleben wert ist.

    Gruß von Dagmar

    Wäre es nicht genau die Zeit, die Du für dich nutzen kannst. Zur Ruhe zu kommen, einfach das gefühlsmässig verarbeiten was passiert ist.

    Gewiß, es zieht einen hin zum Partner, mit dem man jahrelang zusammen war, ich kenne das auch. Aber mir persönlich war sehr wichtig mein Leben zu leben, meinen Schmerz zu überleben und für mich einfach mal zu versuchen zu spüren was überhaupt los ist.

    Langsam habe ich gelernt mich zu spüren und nicht mehr mir Gedanken zu machen, was andere spüren könnten (ich aber schlußendlich nie erfahren werde). Schritt für Schritt habe ich begonnen mich und meine Verletzungen zu spüren und mich nicht immer gefragt, woran liegt es wenn andere Menschen "anders" sind. Alles das ging für mich ganz langsam - aber nur dadurch, dass ich versuchte mich um mich zu kümmern. Das hat gedauert, nicht jeder Versuch war erfolgreich. Aber es wurde immer besser und immer klarer habe ich sehen können was ich will und was ich nicht will. Ganz unabhängig davon, was andere evtl. erwarten.

    Ich persönlich muss auch sagen, in Deiner Situation wäre ich schon deshalb nicht in der Klinik weil er sich selber reingebracht hat. Seine Handlung - seine Folgen, die er tragen muss (müsste).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ich denke auch, dass es für mich uninteressant sein muss, was der andere denkt oder tut oder warum. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß eine Anpassung sehr wohl möglich ist - einlenken beim Riesenkrach - die schönsten Worte und Versprechungen und und und

    Du kannst auch sagen, statt sie wissen - sie probieren Handlungsweisen - um wieder zu besänftigen oder wie auch immer. Ich zumindest habe jahrelang fremden Worten aber nicht meinem eigenen Schmerzgefühl vertraut. Also ungesund!

    Ich weiß nun nicht, wie oder ob ein Alkoholiker sich eine gesunde Beziehung vorstellt. Aber ich persönlich denke sehr wohl, auch ein Abhängiger spürt, dass irgendwas anders läuft als er es gerne hätte.

    Ich denke, ebenso wie ich fühlte dass meine Beziehung ungesund und krank ist spürte das mein Gegenstück. Ob es nun in Worte gepackt werden kann oder in Handlungen ist die eine Sache - aber zu spüren, dass es nicht harmonisch läuft, ich denke, dass ist nicht so schwer. Auch denke ich trotz der Sucht darf ein Alkoholiker nicht unerschätzt werden. Mal gibt es eine Art von Denken (schätze ich) aber im Regelfall keine Umsetzung. Ich kann mir vorstellen, dass oftmals der Wille zu gewissen Dingen da ist, aber die Sucht es verhindert.

    Auch denke ich dass bei allen Paaren, die länger zusammen sind, einer den anderen kennen lernt, auch seine Schwachpunkte und Angriffspunkte. Das nämlich ist menschlich .... somit ist es auch nur menschlich das in Streitsituationen auszuspielen, unahängig davon dass ich es nicht gut finde.

    lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Wiki,ich denke, jeder kann Dich und Dein Verhalten verstehen! Es geht hier auch keinesfalls darum, dass Dein "unter Druck setzen" falsch ist oder Du dadurch "schuldig am saufen" bist!!!!

    Wenn Dein Partner sieht sein Leben geht den Back runter und er sich selber unter Druck setzt, dann ist das eigene Erkenntnis und daraus kann Einsicht und Änderung resultieren.

    Nennen wir das Kind beim Namen:
    Bleiben wir bei den Partnern, die für uns ungesund sind (was diese sehr genau wissen!) so unterstützen wir sie im Alltag, es gibt keinen Grund etwas zu ändern und wir verlieren aufgrund unserer "Naivität" allen Respekt.

    Sollt der Mensch einmal klar werden wollen - trocken werden wollen und ein "normales" Leben führen, dann kann er es mit uns nur dann wenn er Achtung uns gegenüber empfinden kann im Prozeß des Trockenwerdens. Das aber geht nur, wenn wir anders sind als suchtgesteuert. Das geht nur, meines Erachtens, wenn wir für uns selber (über-)lebensfähig sind, wenn wir autonom und straight unseren Weg gehen.

    Was meinst Du, wie schwer es gerade für mich ist: meine Mutter wird immer schwächer, ich befürchte bald wird auch sie sterben. Auch bedeutet, zwei Tiere, die ich über alles liebte, die aber sehr krank waren mussten innerhalb von wenigen Monaten gehen. Es geht mir sonst gut, aber in diesen Momenten spüre ich Angst, Schwäche und das Gefühl es "nicht zu bewältigen".

    Frage ich mich dann aber was wäre zusammen mit ihm, dann muss ich sagen "um Gottes willen"....

    Halt Dich wacker
    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Wiki,
    Du fragst im Sinne von "ist es sinnvoll den anderen vor eine Wahl / Entscheidung zu stellen".

    Ich bin den Weg für mich damals ganz anders angegangen: ich habe mich entschieden mich keiner Gefahr mehr aussetzen zu wollen und bin gegangen.

    Hätte mein Gegenstück sich von Fachleuten helfen lassen, hätten wir uns evtl. zu einem späteren Zeitpunkt neu kennenlernen können.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Dein Partner überhaupt schon in der Lage ist eine Entscheidung zu treffen. Zum ersten ist das tatächlich ein "unter Druck" setzen zum zweiten müsste er (sollte er etwas für sich tun wollen) tatsächlich erst mal den Weg zu sich selber finden. Mit sich für sich und im Prinzip alleine. Erst dann, wenn sein Weg "straight" und direkt ist, könnte ich mir vorstellen, dass er einen Wegbegleiter auf Augenhöhe haben möchte.

    Er weiß nicht mehr was passiert ist? Nun, ich bin mir oft nicht im Klaren, ob Süchtige es wirklich nicht wissen oder ob sie behaupten és nicht mehr zu wissen um keine Verantwortung mehr tragen zu müssen. Ist doch bequem der böse Alk ist schuld. Doch gleichzeitig wollen viele nicht die Finger vom "bösen" lassen.

    Du schreibst:
    Heute habe ich ihm gesagt, es ist viel zu früh für eine Entlassung. Er soll auch psychisch stabil werden. Ich habe lange mit der Ärztin gesprochen, er könnte eine ambulante Therapie machen.
    Ich sehe eine Chance, wenn er die Entgiftungszeit durchhält und auch die Therapie macht. Ansonsten sehe ich nur noch eine Trennung zum Schutz meines Sohnes und auch mir. Mein Sohn hat nur noch mich und wenn mir was passiert, was soll aus ihm werden?
    Ich habe es ihm heute auch so gesagt. Er hält sich zurück, meinte, ich würde ihn unter Druck setzen...
    Er wollte, daß ich wieder heim fahre. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

    Sollte nicht er selber entscheiden was er will oder was nicht? Er soll, er kann, er will er darf ... schon richtig, aber nur alles das, was er selber will, kann und darf. Er ist ein Mensch, der die Folgen seiner Taten selber tragen muss, somit auch Entscheidungen treffen darf.

    Ich befürchte, es wäre sinnvoller, Du würdest Dich auf Dein Kind und Dich konzentrieren und er auf sich. Ihr dürftet beide noch angeschlagen und verletzt sein, zu verletzt, zu angeschlagen, bzw. zu sehr auf Entzug um überhaupt derzeit wichtige Entscheidungen zu treffen. Nur meine Meinung, aber ich denke, hier sollen schnell Entscheidungen über jemanden getroffen werden, das kann nach hinten los gehen.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Liebe Nancy,
    lass Dich durch dieses Wutgeträllerei nicht verunsichern. Auch mir machte es Angst, versetzte mich in Panik. Letztendlich sind es jedoch nur die Schreie eines verletzten Tieres (und sei es nur das verletzte Ego) welches nochmals versucht sich aufzubäumen.

    Schrecklich, wie oft ich lese dass Aggression und Wut losgetreten werden, ich dachte wirklich, ich bin die Ausnahme. Ich hätte mir das nicht bei anderen Menschen vorstellen können. Wohl eine Täuschung...

    Narzismus und Alk scheinen nebeneinander her zu gehen, falls nicht sogar - im schlimmsten Fall - bereits eine narzisstische Störung zu Grunde lag.

    glaub mir Reizdarm ect. wird alles besser, aber es dauert, während der Zeit kannst Du aber stärker werden und dich immer mehr in Dein Leben finden.

    Ich drücke Dir die Daumen,

    lieben Gruß von Dagmar

    Salue Spedi,

    hier die Antwort meines Chefs - den Namen bzw. die Firma darf ich ja leider nicht nennen.

    Hat dies einen Grund, dass sie ein "schweres" Brot haben wollen?

    Hier bleibt viel Geschmack auf der Strecke und es liegt wie Stein im Magen!

    Brot backen ist immer eine Sache für sich, da jeder Ofen anders backt.
    Backen sie in einem Haushaltsofen oder haben sie einen Ofen auf dem sie das
    Brot direkt auf dem Herd backen?

    Grundsätzlich gilt:
    Anbacktemperatur 250 - 270 C mit etwas Dampf, nach 1-2 Minuten den Ofen auf
    200 -220 C runterstellen und Zug öffnen.
    Backzeit bei einem kg -Brot ca 55 min
    Brot ist fertig , wenn Kerntemperatur 93-95 C erreicht hat.

    Viel Spaß und Erfolg beim ausprobieren.

    Mit freundlichen Grüßen


    **********
    Ich hoffe, Dir hilft die Antwort

    Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Thea,
    ich liebe meine Katzen auch - habe eine zweistellige Zahl weil ich um die Streuner meines alten Ortes sorgte und auch die todkranken Tiere versorgte, an denen ich hänge.

    Ich habe ein neues Haus gefunden, sogar für diese vielen Tiere. Ich habe soweit möglich alle mitgenommen und mich auf keine Diskussionen eingelassen.

    Eines sage ich Dir, die Tiere spüren ebenso wie Kinder was von einem Süchtigen ausgeht, sie können unsauber werden, aggressiv und ängstlich. Ich habe das alles erlebt. Und ich sage Dir, wenn der Ex, zu dem ich jeglichen Kontakt meide, hier klingelnd vor der Türe steht werden meine Lämmer zu Wildtieren, stehen mit aufgebauschtem Schwanz vor der Türe und gebärden sich wie wahnsinnig. Oftmals habe ich an deren Verhalten erkannt, dass da jemand läutet, dem ich nicht aufmachen werde.

    Die Tiere machen die Suche schwerer, aber keinesfalls unmöglich!

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s. die Tiere und ich leben jetzt schöner als je zuvor :)

    Hey Spedi,
    ich will mal versuchen, die Zwischenantwort zu geben, obwohl ich als Laie null verstehe.

    Einer meiner Chefs setzt sich demnächst mal an Deine Fragen. Er sagte mir heute, Deine Kombinationen dürften richtig sein und die Antwort wohl im Ofen selber "begraben" liegen.

    Ich hoffe bald mehr zu erfahren,
    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Doro,
    ich persönlich würde denken, das bei einer (gesetzlich nicht möglichen) Zwangseinweisung zwar eine Entgiftung vorgenommen werden kann, diese aber NULL bringt weil die tatsächliche Arbeit ja erst wieder losgeht wenn der Alltag beginnt. Da wo keine Einsicht da ist müssen ja sogar die alten Automatismen anspringen. Das fällt ja sogar denjenigen schwer, die aufhören wollen - wie soll das erst klappen bei jemandem, der gar nicht will.
    Davon mal abgesehen denke ich mal, eine Therapie führt zu nichts wenn der eigene Wunsch nicht da ist weil der Ursache des Trinkens so vermutlich kaum begegnet werden kann.

    Auch ich musste lernen - und lerne noch !!! Grenzen zu ziehen. Was tut mir gut, was nicht. In Fällen, wo ich mich unwohl fühle lasse ich meinen AB für mich sprechen und gehe nicht ans Telefon. Oftmals kommt jemand vorbei ohne zuvor anzurfen, es passt mir nicht - nun gut, dann bleibt die Türe einfach zu, wenn ich alleine sein will. Mein Recht, mein Feeling und mein Wunsch.

    Gerne versuchen andere zu überreden, dass ich dann doch etwas unternehme, wozu ich keine Lust habe. Da fühle ich mich genervt, gedrängelt und unter Druck gesetzt, das könnte bei mir zum Abbruch der Bekanntschaft führen, denn ich wünsche mir, dass meine Wünsche - die nur ich kennen kann - akzeptiert werden. Und wenn ich sage, ich bleibe heute zu hause dann hat das zu gelten und ich fühle mich durch den 10. Überredungsversuch genötigt.

    Auch ich muss hier noch lernen, stehle mich auch zuweilen aus der Verantwortung wenn mir jemand auf den Nerv geht. Ratschläge? Nun anhören ja, aber entscheiden tu ich - übrigens nicht immer gleich. Zuweilen sage ich ich kann die Grundgedanken des anderen nachempfinden, heute und jetzt für mich nicht denkbar, evtl. später.

    Auch ich muss hier noch lernen, da geht es mir wie Dir.

    Lieben Gruß von Dagmar