Na, wusste ich es doch Ihr Lieben. Ich träumte von meinem armen, eingeschläferten xxl, der plötzlich wieder ganz normal hier im Hause war.
Nun xxl stand vermutlich für den Ex der heute hier mit einer weiteren Lieferung auftaucht.
Na, irgendwie muss ich guten Abstand gewonnen haben. Ich hörte ein Fahrzeug, hatte mich hingelegt, wollte mir aber nicht die Mühe machen zu sehen wer es ist. Wäre früher vor Panik nicht denkbar gewesen.
Schön säuberlich und super still hat er alles ausgeladen. Der Großteil von mir - alte Sachen, die er zuvor nicht rausrückte - aber auch einiges von ihm, was bei mir nichts zu suchen hat, da ich keine Mülldeponie bin.
Nun gut, meine Sachen darf er vorm Gesetz her hier abliefern wenn das ohne Schäden passiert. Zwei Stunden Arbeit, und der Großteil ist weg. Seinen Teil habe ich gestapelt wie schon die Male zuvor und überlege mir dann in den nächsten Woche eine Anzeige wegen Müllablagern oder so. Da warte ich einfach mal ab wie das noch weiter geht.
Tja, so konnte er sich wenigstens überzeugen wie wohl ich mich hier fühle, dass wieder alles weihnachtlich dekoriert ist und es mir gut geht. Die Chance auf eine Einladung hatte er sich ja selber bestens verspielt.
Jetzt gerade, ich weiß jedoch nicht, ob dieses Gefühl bestehen bleibt, bewirkt diese Anlieferung genau das Gegenteil des eventuell beabsichtigten:
Mir ist bewußt dass mein Umzug vorbei ist, ich es überstanden habe und mich in einem wohligen Heim befinde. Er scheint noch mitten im Umzug zu sein, den er ja letzten Monat nicht bewältigen konnte.
Was sind schon ein paar Stunden aufräumen und ein paar Waschmaschinen, die er mir vor die Türe geschmissen hat im Gegensatz zu dem, was ich in den letzten Monaten hier geschafft habe?
Was sind schon die Ängste davor, das er vor der Türe steht, die ich mal hatte? Hat er doch jetzt fast 80 km täglich zum Arbeitsplatz und ich gerade mal 3, die ich auch noch laufend bewältigen kann.
Nein, dieses Mal haben sich andere Gedanken um mich herum bewegt als ich von seiner Anwesenheit erfuhr.
Ich selber war heute tätig und habe mal Belege und Kontoauszüge für den Mietkostenzuschuss gerichtet. Morgen mache ich mich an den Antrag.
Dann richte ich später noch für den Spender des Holzofens ein weihnachtliches Päckchen mit Teelichtern, Duftöl und einigen selbst gebackenen Weihnachtsbäckereien aus dem Holzofen. Ich werde es morgen auf einem Spaziergang ihm und seiner Frau vorbei bringen. Ich denke, er freut sich darüber zu sehen, welche Freude und welche Ergebnisse aus einem Ofen kommen, der bei ihm einfach nur in der Scheune abgestellt war.
Dieser Ofen ist aus den 60er Jahren hat mir der Schornsteinfeger erklärt und war damals verdammt teuer. Heute sind die meisten Hersteller dieser Öfen eingegangen und somit gibt es kaum noch solche wie ich habe - mit Backofen - und wenn doch, dann schweinisch teuer. Und ich habe ein solches Ding quasi (besser gesagt der Vermieter, aber ich nutze es) geschenkt bekommen 
Ach Leute, wo soll da noch Zeit und Laune für Groll, Wut oder Angst sein? Meine selbst zubereitete Pizza, die in den Holzofen kommt, wenn er dir richtige Temperatur hat, wird mir nach den Stunden Arbeit doppelt so gut schmecken.
Und dann hatte ich vorhin einen Geistesblitz: meine Tiere liegen immer in der Küche oder vor dem Kamin im Flur. Ich hasse Licht wegen einer oder zwei Minuten, die der Kühlschrank geöffnet - also gefunden werden - muss oder einfach schnell ein Kaffee nachgegossen wird.
Nun habe ich ganz viele angebrannte Kerzen bspw. von Adventskränzen. Aber auch alte Zinnkerzenzylinder - Zinn unten Glaszylinder zum Schutz über der Kerze. Optimal also, abends einfach nur einen "Stumpen" anzumachen und brennen zu lassen. Es ist so viel Licht wie ich benötige um kein Tier versehentlich zu treten und dennoch alles zu sehen, was ich sehen muss.
Keine Angst, es gibt Licht - und ich putze auch bei Licht
aber abends muss es ja nicht sein, dass alles in Vollerstrahlung die Bude erhellt wo ich einfach nur zu etwas greifen muss oder eben nicht den Tieren irgendwohin treten möchte.
Na ja, wie war das mit der Entschleunigugng 
Lieben Gruß von Dagmar