Hallo liebe Wegbegleiter,
lieben Dank Correns, Wacholderfrau und Lena für Euer Feedback - mit Euren Gedanken kann ich viel anfangen. Ich freu mich, dass Euch meine *unspektakulären* Gedanken nicht fremd sind.
@Correns
Zitat
als hätte ich mich damals mit dem *Spektakulären*
vom eigentlichen Leben abgelenkt.
Das sehe ich mittlereile genauso. Die Suche nach dem täglichen Drama und der Kampf an vielen anderen Fronten (außer meiner eigenen) haben mich vor allem davon abgehalten, genau hinzuschauen, wo es denn in meinem eigenen Leben *hakte*. Zu schmerzhaft erschien es mir damals, meinem Leben wieder eine lebenswerte Richtung zu geben und die Baustellen anzugehen, die sich aufgetürmt hatten, weil ich während meiner Saufzeit vieles habe schleifen lassen. Zu groß war die Angst vor unbekanntem Terrain und so hielt ich lange an Dingen fest, die mir vertraut waren - auch wenn sie mir nicht gut taten.
Das schrittweise LOSLASSEN war bei mir ein langer Prozess, der noch immer anhält - obwohl ich mittlerweile mit wesentlich leichterem Gepäck unterwegs bin.
Ich bin froh, dass ich inzwischen wieder aufrecht gehen kann, nachdem ich vieles loswerden konnte, was auf meine Schultern drückte.
Wacholderfrau
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Ich bin sehr froh, nichts Spektakuläres mehr zu brauchen.
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Irgendwann kam mir dieser Gedanke: Leben ist, wenn nichts passiert.
Vor einigen Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass Stille etwas Positives ist...... Sicher hat mir die Beschäftigung mit der Meditation vor 4 Jahren geholfen, den Blickwinkel zu verändern und den konstruktiven Charakter der Stille zu erkennen. Heute merke ich, dass ich für die Konfrontation mit mir selbst und meinen Gedanken die Stille brauche. Ich werde von nichts im Außen abgelenkt, kann meine Gedanken und die dazu gehörenden Gefühle ordnen und dann (wenn nötig), zu einer Entscheidung kommen, hinter der ich auch stehen kann. Ich habe die Stille als gute
Freundin kennengelernt, die es gut mit mir meint - anstatt wie früher als etwas Bedrohliches, vor dem es wegzulaufen gilt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade in Zeiten, in denen (zumindest im Außen) augenscheinlich nichts passiert, im Inneren sehr viel in Bewegung ist. Im Grunde kommt es wohl niemals vor, dass *nichts* passiert - vielleicht passiert nur nicht immer das, was wir uns wünschen oder erwarten?
Zeiten der Ruhe waren/ und sind für mich immer wieder Anzeichen dafür gewesen, dass danach wieder ganz viel in Bewegung kommt.
So auch aktuell. Ich hatte vor einiger Zeit meine Weichen auf berufliche Veränderungen gestellt und einiges in die Wege geleitet. Nachdem es zunächst aussah, als würde ich auf diverse Widerstände stoßen, die ich nicht ohne größere Mühen und Zeit aus dem Weg würde räumen können, bekam ich vor 2 Tagen für mich völlig überraschend *grünes Licht* .
So geht es also Anfang Oktober los mit einem neuen Projekt, in das ich nochmal all meine langjährigen Erfahrungen einbringen kann.... Es zeigt sich, dass gedrückte Forumsdaumen wohl nicht nur kurzfristig helfen, sonder offenbar auch Langzeitwirkung entfalten können!
Lena
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vor allem mich und meine Gefühle nicht spüren, mich selbst wegtrinken.
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ich geniesse sozusagen mich selbst.
Nachdem ich lernen durfte, dass alle meine Gefühle -seien sie nun positiv oder negativ- zu mir gehören und mich als Person ausmachen, konnte ich mich ohne Betäubungsmittel damit auseinandersetzen.
Ich kann mich heute mit den Augen einer guten Freundin betrachten und meine Stärken und Schwächen als Teil von mir annehmen, der zusammengehört, damit ich als Mensch *ganz* bin.
Mittlerweile finde ich es sehr spannend, an welchen Stationen auf der Reise zu mir selbst ich schon Halt gemacht habe und was als nächstes kommt.
Mein Sanskrit-Name Shoshin wird mir ein guter Wegweiser sein, bei künftigen Entscheidungen an diversen Wegbiegungen noch mehr auf die Stimme des Herzens zu hören, ohne den Kopf auszuschalten 

Einen schönen Sonnentag,
Samsara