Beiträge von Samsara

    Hallo,

    Mit vielen tollen Eindrücken, die ich mit wachen Sinnen genießen konnte, bin ich von meinen beiden Wandertagen wieder zurück - nachher geht es noch weiter in meine "Heimat" Köln.
    Wir waren ab Lippstadt auf dem alten Hellweg unterwegs, einer wichtigen alten Handelsstraße für Fernverkehr, an der hier in dieser Region u.a. die Städte Erwitte, Soest und Werl liegen. Wegen der Salzvorkommen hier diente sie auch als "Salzstraße". Sie ist heute eine recht gut ausgeschilderte Radroute, aber leider eben aspaltiert. Da die Radwege oft auch an/neben der B1 langführten, haben wir uns ein paarmal auf der Suche nach Alternativwegen mächtig verfranzt. Ich denke, dass wir bei Touren in dieser Gegend, ebenso wie im Bergischen Land, leider viel Aspalttreterei in Kauf nehmen müssen. Trotzdem war es wieder ein Fest für KGS!

    In den letzten beiden Tagen habe ich -mit dem Herzen und mit meiner Kamera- wieder viele schöne und ergreifende Augenblicke und Ansichten festgehalten und gespeichert. Vordergründig war es manchmal *nur* eine einzelne Mohnblüte im wogenden Kornfeld oder es waren *lediglich* Kamillenblütenfelder, die in der Hitze des Mittags einen unvergleichlichen Duft nach Kamilletee ausströmten - mich haben diese Eindrücke aber in ganz besonderer Weise berührt und ich habe diese Bilder ganz intensiv in mich eingesogen. Es hat mich regelrecht glücklich gemacht, ohne dass -nach außen erkennbar- irgendetwas Spektakuläres passiert ist...
    Kurz vor Ende der ersten Tagesetappe haben wir Rast an einer alten Mühle gemacht, in der ein griechischer Wirt sein Restaurant betreibt.

    Ihr glaubt gar nicht, wie unvergleichlich gut die eisgekühlte Riesen-Apfelsaftschorle uns ausgelaugten Wandervögeln bei den Klängen griechischer Musik gemundet hat 8) Für mich war es gleichzeitig eine erste Einstimmung auf meinen Griechenlandurlaub Anfang September..

    Wir waren in den letzten beiden Tagen nicht nur wettermäßig trockenen Fußes unterwegs (trotz dunkler Wolken, die sich ab und an zeigten) sondern auch gedanklich *trocken* Ich habe nichts vermisst, im Gegenteil...

    Einen sonnigen Tag wünscht
    RoteLampe

    Liebe Gotti,

    Ich hoffe, ich bin noch nicht zu spät dran -RoteLampe macht das Schlusslicht :oops:

    Dir wünsche ich einen ganz tollen und erholsamen Urlaub! Lasst Euch mal kräftig den Wind um die Nase wehen und denkt an den Sonnenschutz 8)

    Die Sonne bräunt auch bei bedeckten Wetter...

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo,

    Morgen früh geht es mal wieder auf "Kurz"wanderschaft - so weit die Füße hoffentlich tragen :wink: Ich habe sie ja auch in der letzten Zeit gut gepflegt und hoffentlich auch freundschaftlich gestimmt :wink: Wenn die Füße mir die *rote Karte* zeigen und in den unbefristeten Fußstreik treten, mache ich nämlich gar nix :roll:

    Morgen sind wir also wieder unterwegs im "westfählischen Outback" -wie wir immer mit einem kleinen Augenzwinkern zu dieser wunderschönen Gegend sagen :wink:

    Ich freue mich wieder auf das "unterwegs Sein" und auf die vielen kleinen Erlebnisse und Eindrücke, die jeden Weg einzigartig machen 8) Vor allem aber freue ich mich, dass ich trocken und zufrieden unterwegs bin.

    Bin dann mal weg...

    RoteLampe[/b]

    Liebe Backmaus,

    Bevor ich "gehe", möchte ich Dir auch ein virtuelles Willkommensständchen bringen 8)

    Ich hoffe, Du segelst gut gelaunt, erholt und mit vielen neuen Eindrücken wieder in den Forenhafen....

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo liebe Espoir,

    Schön von Dir zu lesen :wink:

    Dann sieh zu, dass Du weiterhin ein wenig kürzer trittst, wo es geht, bis Du wieder fit bist.

    Überschaubarkeit hat den Vorteil, dass Du drüberschauen kannst und sogar noch siehst, was dahinter kommt 8) Genieße es....

    Ich wünsche Dir eine gute Nacht, bist bestimmt schon im Reich der Träume angelangt :D

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo liebe Gotti,

    Die Reise auf die griechische Insel habe ich soeben gebucht und die Mail abgeschickt - so dürfte nicht mehr viel schiefgehen! Ich hatte sogar das Glück, noch einen Flug von Köln/Bonn zu bekommen - so muss ich nicht mehr sonstwohin fahren :wink:

    Anders als meine bisherigen Wanderreisen, die ich/wir alle selbst ausgearbeitet und organisiert haben, verlasse ich mich diesmal auf das Programm eines Reiseveranstalters, da ich allein reisen werde. Da es noch eine fast nicht vom Tourismus erfasste Gegend ist, rechne ich bei der Gruppe eher mit Leuten, die nicht so das komplette Komfortprogramm fahren wollen, aber dennoch nicht im Zelt schlafen möchten. Die Unterkunft ist daher eher einfach und zweckmäßig in einem kleinen "Familienbetrieb" in einer Bucht. Wie es aussieht, werden wir von den weiblichen Mitgliedern der Besitzerfamilie mit einheimischen Gerichten bekocht, was sich schon mal sehr interessant anhört. Ich bin nämlich ein großer Fan der mediterranen Küche - mit viel Gemüse und Olivenöl 8)

    Zitat

    Klingt fast ein wenig wie "Jakobsweg".

    Den gehe ich nun schon im dritten Jahr mit einer guten Freundin. Im letzten Jahr sind wir die Etappen von Burgos bis nach Lèon gegangen, diesmal geht es ab Lèon weiter bis kurz vor Santiago de Compostela (ganz schaffen wir es nicht in 14 Tagen - es sind nämlich noch ca. 320 km bis zum Ziel)
    Auf dem Jakobsweg übernachten wir in den offiziellen Pilgerunterkünften, die teilweise sehr einfach sind. Gerade dies macht aber den Reiz aus, denn es können sehr interessante Kontakte zu Menschen aus aller Welt entstehen, wenn man zusammen auf engem Raum ist.

    Schade, dass Du niemanden zum Wandern findest - könntest Du Dir vorstellen, Dich alleine auf den Weg zu machen? Der Weg beginnt ja eigentlich vor der jeweiligen Haustüre des Pilgers....Hunde habe ich übrigens auch auf dem Jakobsweg gesehen - einer hatte sogar die Pilgermuschel um den Hals :D Der war eine zeitlang unheimlich beliebt als Fotomodell :P

    Zitat

    Naja, ich bin ja noch nicht so alt. Ich kann mir ja noch ein paar Träume offenhalten.


    Du bist in meinem Alter, habe ich gesehen - also keine Ausreden :wink:
    Lebe Deine Träume, denn Du weißt nicht, was morgen kommt...

    Für mich ist die Nordsee eine wunderbare Alternative zu fernen Reisezielen - bin ja selbst ein Nordlicht, das es an den Rhein gespült har :wink:

    Bevor Du Dich auf die Reise begibst, schau ich noch bei Dir rein..

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo liebe Espoir,

    Ich wollte mal wieder bei Dir herein"leuchten" und schauen, ob es Dir inzwischen besser geht? Kann es sein, dass Dir die Trostpflästerchen von Backmaus fehlen :cry: Ich kann leider nicht backen - ich kann nur leuchten :oops::oops:

    Lass es auf jeden Fall langsam angehen, wenn Du noch nicht wieder auf dem Damm bist und erlaube Dir auch mal ein paar "faule" Tage.

    Danach kannst Du dann wieder voll durchstarten :roll:

    Hoffentlich bis bald!
    RoteLampe

    Lieber Lütze,

    Es freut mich, dass Du selbst einmal wieder das Bedürfnis hattest, Dich mitzuteilen :wink:

    Und dann gleich dies:

    Zitat

    Ich habe viele Pläne und auch viele Träume.

    Ist es nicht ein unheimlich wertvolles Geschenk, wieder Lebensziele und Lebensträume zu haben? Ohne den Weg in eine trockene Zukunft hätten wir auf all das verzichtet - und auch auf die Hilfe und Unterstützung, die uns von lieben Menschen zuteil wird, die uns so nehmen, wie wir sind!

    Ich wünsche Dir das Durchhaltevermögen, das Du für die kommenden Tage benötigst und versprühe noch ein wenig Energie 8):idea:

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Guten Abend,

    Nachdem ich gerade einen wunderschönes Abendrot von meinem Balkon beobachten und mit allen Sinnen genießen konnte, lasse ich mich mal wieder hier blicken.

    In den letzten Tagen war ich ein wenig erschöpft und fühlte mich abends auch schlapp. Dies wird mit Sicherheit an den ganzen Eindrücken der letzten Zeit liegen, die sich erst einmal setzen müssen, die betrachtet, verarbeitet, einsortiert und umgesetzt werden müssen.

    Mit meinen Kräften haushalten und meine eigene "Begrenztheit" spüren und annehmen, ist immer wieder ein sehr zentraler Punkt bei mir. Es gelingt mir inzwischen immer besser, auf meine inneren Signale zu achten und rechtzeitig auf die Bremse zu treten, anstatt ungebremst in die Überforderung zu schlittern :roll: Was dabei herauskommt, möchte ich mir nicht mehr antun :twisted:

    Zusätzlich zu schönen Ruhepunkten, die ich mir im Alltag hole - so die Betrachtung des Abendrots eben auf dem Balkon- habe ich nun auch urlaubsmäßig ein Highlight, auf das ich mich freuen kann.
    Ich habe mich für einen 14tägigen Wanderurlaub auf einer noch nicht so sehr vom Tourismus verseuchten griechischen Insel entschieden. Da noch Kontingente frei sind, habe ich die Buchung eben auf den Weg geschickt.

    Nun darf ich mich auf einsame Bergdörfer, Klöster, verfallene Mühlen, antike Ruinen, Wälder und meine so heiß geliebeten Olivenhaine freuen.
    Im Schatten des Olymp auf schmalen Ziegenpfaden zu einem Quellheiligtum - in meiner Fantasie habe ich bereits ziemlich konkrete Vorstellungen von einem unverwechselbaren Urlaub - ganz ohne Animation und all inclusive.

    Das Leben hat immer wieder eine Überraschung parat :wink:

    RoteLampe

    Hallo Comet,

    Schön, dass Du wieder hier bist und Dich dazu entschlossen hast, Dich im Forum auszutauschen!

    Zitat

    Hab ich die Kraft die Steine aus dem Weg zu räumen, die er mir zwischen die Füße werfen wird?

    Du hast ganz sicher die Kraft, die Steine Schritt für Schritt aus dem Weg zu räumen. Wenn Du es nicht alleine schaffst, kannst Du Dir professionelle Hilfe dazunehmen und wirst auch hier moralisch unterstützt.

    Denk daran, aus den Steinen, die Dein Mann Dir möglicherweise in den Weg legt, kannst Du Dir etwas Schönes aufbauen: Deine Zukunft.

    Du bist nicht alleine - viele haben den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben geschafft. Ich bin eine davon - nach 15 Jahren Ehe mit einem gewalttätigen Alkoholiker aus einem anderen Kulturkreis konnte ich mich erst trennen, als ich selbst Alkoholabhängig und am Ende war.
    Lass es nicht soweit kommen, denn Du hast etwas besseres verdient, als das, was Du gerade noch ertragen kannst!

    Ich wünsche Dir alles Gute,
    RoteLampe

    Lieber Harry,


    Zitat

    Jeder Kapitän überprüft auf hoher See seinen Kurs ständig, denn das Wasser das sein Schiff umgibt ist auf jedem Meer das Gleiche.

    Ich sag`einfach nur DANKE für Deinen Beitrag!

    Bleib weiter auf Deinen Kurs!

    Mit lieben Grüßen,
    RoteLampe

    Guten Morgen,

    Heute morgen beim Duschen ist mir noch eine Begebenheit vom Suchtselbsthilfetag eingefallen, die ich Euch gerne als Start in einen neuen trockenen und zufriedenen Tag hierlassen möchte:

    Im Vorfeld der Podiumsdiskussion sollte jeder Beteiligte ein Symbol mitbringen, das für ihn den Sinn von Selbsthilfegruppe darstelle. Am beeindruckendsten fand ich den seit 25 Jahren trockenen Politiker. Er brachte eine Wäscheklammer mit - diese gebe der Wäsche an der Leine halt und sorge mit dafür, dass die Wäsche trocken werde!

    Ich fand es einfach genial, denn er brachte die Funktion von SHGs - so wie ich sie auch sehe- genial auf den Punkt. Zusammenhalt geben und die Trockenheitsarbeit unterstützen. Klasse....

    Allen einen zufriedenen Tag..

    RoteLampe

    Liebe Gotti,

    Zitat

    wir machen es besser! Für uns!

    Da können wir ja gleich mal in unseren eigenen Gruppen anfangen - denn die Gruppe ist ja immer so gut, wie die Gesamtheit der Gruppenmitglieder sich einbringt!
    Ich habe am Samstag vieles aus dem Vortrag des FAS-Vorsitzenden über Selbsthilfegruppen mitgenommen und hoffe, dass die Rede bald auf deren Homepage für alle, die es interessiert, auch abrufbar ist!

    @Weitsicht
    Liebe Weitsicht,
    Vielleicht schaust Du mal in unserem Freizeitthread nach, ob es zu diesem Thema bereits etwas gibt. Oder eröffne einfach einen neuen Thread zu geeignetem Schuhwerk.

    Trotz guter Schuhe und guter Wandersocken kommt es auch bei mir (leider) vor, dass ich mir Blasen laufe. Ich bin noch dabei herauszufinden, woran das liegen könnte..
    Es freut mich, dass Dich mein Gedicht /meine Gedichte anspricht/ansprechen. Als sie entstanden sind, sind die Worte nur so in die Tastatur geflossen. Ich nutze allerdings auch solche schöpferischen Momente aus - sonst wird das nichts..

    espoir
    Liebe Espoir,
    Ich freu mich immer über Deinen Besuch :D Wer sagt denn, dass wir immer etwas Weltbewegendes von uns geben müssen....

    Schön, dass Ihr alle von meinen letzten Beiträgen ein wenig profitieren konntet und ich freu mich natürlich auch, wenn ich dadurch Betroffene, die noch am Anfang ihres Weges sind, dazu ermutigen kann, den Weg in eine zufriedene Trockenheit fortzusetzen.

    Yes, we can :!:

    Eine gute Nacht wünscht
    RoteLampe

    Hallo, mein lieber Bernd 8)

    Auch ich freue mich, wieder Lichtblicke aus Deinen Zeilen herauslesen zu können!

    Dir ist sicher ein Stein vom Herzen gefallen, dass Deine Mutter die OP gut überstanden hat und dass der Befund keinen Anlass zur Sorge gibt!

    In kleinen Schritten geht es wieder nach oben - es gibt hier sicher viele, die Dich dabei moralisch unterstützen werden!

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und einen guten Wochenstart!

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Lieber Lütze,

    Zitat

    Ich schäme mich in dem Falle nicht dieser Gedanken,sondern teile mich zu meiner eigenen Sicherheit mit.Ja nichts verschüttet lassen,alles raus lassen,was in mir vorgeht.

    Das sehe ich ganz genau wie Du und habe festgestellt, dass mir eine größere Offenheit im Umgang mit meiner Krankheit nicht als Schwäche ausgelegt wird, sondern mich sogar stärker macht.

    Von gestern habe ich noch den Satz in den Ohren, der mich stark beeindruckt hat (aus dem Munde eines seit 25 Jahren trockenen Politikers)
    "Unsere Stärke liegt darin, Schwäche zu zeigen"

    Auch ich habe den Alk gedanklich nie weggedrückt - im Gegenteil ist er ziemlich präsent im Hinterkopf. Aber eher im Vergleich "gestern-heute". Dies hilft mir persönlich sehr, mir die Unterschiede und den Stand meiner (Weiter-)Entwicklung immer wieder zu verdeutlichen. Den Alk aus den Gedanken zu verbannen, wäre für mich eher gefährlich und führte möglicherweise auch zu einer trügerischen Sicherheit.....

    Nimm Dir die Zeit, Dich in angemessener Weise vom letzten Jahr mit Dir alleine zu verabschieden. Denn es war (ist) ein wichtiger Abschnitt, den Du gebraucht hast, um Dich selbst (wieder) zu finden.

    Für alles Weitere (wie Einweihungsparty etc) wirst Du das richtige Gespür haben, wenn die Dinge anstehen!

    Ich wünsche Dir einen zufriedenen Sonntag - auch Weglassen, Wegwerfen, Aussortieren, was Du für Dein neues Leben nicht mehr brauchst, kann sehr befreiend und erleichternd sein 8)

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Lieber Lütze,

    Ich danke Dir für Dein Feedback!

    Wie bekomme ich das hin? Ich glaube, die Lösung liegt zum großen Teil in den Überlegungen, die ich eben hiergelassen habe...

    Mit der Offenheit mir selbst und anderen gegenüber sind die Lebensgeister zurückgekommen - fühle ich wieder Kraft und Energie in mir, die wohl -so habe ich es den Reaktionen aus meinem Umfeld entnommen- auch sehr stark nach Außen strahlt und sich in neueren Fotos von mir wiederfindet.
    Dennoch fühle ich mich geerdet und achte vor allem auf Ruhezeiten und darauf, mich nicht zu überfordern. In letzter Zeit hatte ich das große Glück, einige für mich wertvolle Veranstaltungen besuchen zu dürfen, die 100%ig zu meinem jetzigen Lebensabschnitt passen und die mich ein ganzes Stück weiter gebracht haben.

    Ich bin die Steuerfrau meines Lebensbootes und darf -ja muss- für meine Belange eintreten. Seit ich das tue -mich auch abgrenze, wenn notwendig- und festgestellt habe, dass die Welt sich weiter dreht und mein Umfeld mich auch mag, wenn ich mal NEIN sage, habe ich ein erhebliches Stück Lebensqualität dazugewonnen.

    Dafür bin ich sehr dankbar.....

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag - nimm Dir Zeit, nur für Dich 8)

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Guten Morgen,

    Bevor ich gleich zu einer kleinen Etappe mit Wanderfreunden auf dem Jakobsweg ab Bad Münstereifel aufbreche, möchte ich noch einige Gedanken hierlassen, die mich gestern im Nachgang zu meiner Veranstaltung bewegt haben.

    Vor dem Schlafengehen habe ich nochmal drüber nachgedacht, worauf die Verändererungen der letzten Zeit und die Lebensenergie, die ich wieder spüre, denn *eigentlich* zurückzuführen sind. Ich glaube, dass der Schlüssel zu mehr Lebensglück in der Offenheit liegt.

    Ich zeige Stärke, indem ich mich zu Schwäche bekenne - wie der Politiker, der sich gestern im Podiumsgespräch als seit 25 Jahren trockener Alkoholiker vorstellte. Der war nicht schwach, sondern unheimlich souverän. Ich bin auch nicht schwach, weil ich im Kampf gegen Alkohol nicht als Sieger hervorgegangen bin und es ist keine Schwäche, diesen Kampf erst gar nicht (mehr) kämpfen zu wollen.

    Diese Energie, die für das Verstecken und den sinnlosen Kampf gegen die Droge draufgegangen ist, ist nun wieder frei und steht für anderes zur Verfügung. Ich kann sie nutzen - für mich, und damit letztlich auch (wieder) für andere. Es hört sich ziemlich einfach an, aber ich habe lange gebraucht, um dies zu verinnerlichen -*eigentlich* fast bis zum heutigen Tage, denn das Bäumchen der Erkenntnis und der Lebensenergie ist seeehr langsam gewachsen. Ein zartes Pflänzchen, das sich durch ganz viel Asphalt durchkämpfen musste. Aber es konnte eine kleine Ritze zwischen Gehsteinen nutzen, um zu wachsen.

    Ich bin dankbar für diese Erkenntnisse, die ich mir mit klarem Kopf und scharfem Verstand erarbeiten darf. Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann einmal, dass Kopf und Bauch in einem etwas anders gewichteten Verhältnis agieren können, als sie es heute tun.....

    Einen schönen Sonntag wünscht
    RoteLampe

    Hallo Vogel,

    Sieh es doch als Chance, dass Deine Tochter Dich wieder alle 14 Tage besuchen darf und sich freut, Dich zu sehen. Darauf kannst Du langsam wieder aufbauen - mit Alk im Kopf geht das nicht...

    Viel Glück beim Mensch-ärgere-dich-nicht...

    RoteLampe

    Hallo,

    Nachdem ich ein wenig verschnauft habe, nochmal ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind.

    Der erste Schock wurde bei mir von der Tatsache ausgelöst, dass im Eingangsbereich des Landtagsgebäudes ein Bierwagen stand :shock: - mit einem für alle sichtbaren Aufdruck einer bekannten Bierbrauerei :o Im Vorfeld einer Veranstaltung, die sich u.a. mit Suchtprävention und Suchtselbsthilfe befasste, fand ich das schon makaber .....Vielleicht war es auch nur Gedankenlosigkeit des Lieferanten, der das wohl besser abgeklebt hätte, denn ausgeschenkt wurden natürlich alkfreie Getränke. Aber es war eben diese Gedankenlosigkeit, die mir dort in dem Augenblick aufgestoßen ist :roll:

    Natürlich zieht sich keiner so gerne Statistiken rein, aber es hat mich doch erschüttert zu hören, dass 10% der trinkenden Bevölkerung 51% der gesamten Alkmenge in sich reinkippen (das sind 10 Liter reines Gift :evil: pro Kopf)

    Weiterhin war mir aufgefallen, dass unter dem vielfältigen Infomaterial, das auf den Tischen der diversen Selbsthilfeorganisationen zur Mitnahme ausgelegt war, gerade mal eine einsame Broschüre zur Co-Abhängigkeit zu finden war. Dies vor dem Hintergrund, dass davon auszugehen ist, dass auf einen Betroffenen mindestens 3 Mitbetroffene/Angehörige kommen (wobei von einer Zahl von ca. 18 Millionen Angehöriger bei niedriger Schätzung auszugehen ist)

    Also sowohl Co-Abhängige als auch als Alkoholikerin hat mich dies sehr betroffen und nachdenklich gemacht. Ich habe die Leute am Tisch auf diese Schieflage angesprochen und sie haben mir sogar zugestimmt.......

    Ich hoffe sehr, dass solche Tage wie der heutige und der Austausch der Gruppen mit Entscheidungsträgern aus der Politik dazu beitragen, hier Licht ins Dunkel zu bringen und -zumindest ansatzweise- die Weichen für Veränderung zu stellen.

    Einen schönen Abend noch,
    RoteLampe