Beiträge von prof_schroeder

    :) hallo phibesifra, willkommen im Club :wink: ich wünsche einen guten Austausch und Antworten auf Fragen......ich kann verstehen und zwar sehr gut, wie es Dir geht, es erging mir auch so und ergeht mir manches Mal noch so. Es tut weh, erkennen zu müssen, dass Freund Alkohol ein derart hohes Machtpotential hat, dass man nichts tun kann, dass man machtlos ist. Der Alkohol ist nicht seine größere Liebe, Dein Mann ist daran erkrankt. Er will Dir nicht weh tun, nur er kann dank Alk nicht anders, der Alk hat ihn scheinbar im Griff.....Wenn er Dinge tut die Dir weh tun, so tut er sie wegen des Alks, der Mann, der dahinter steht und einst vielleicht gesund war, täte es sicher nicht......Ob er der falsche Partner ist, vermagst Du nur allein zu beurteilen. Fakt ist, dass Du ihm nicht helfen kannst, Fakt ist, dss er es ganz allein entscheiden muss und Fakt ist, wenn er erkrankt ist am Alkohol, so trifft dieser für ihn die Entscheidung leider.......Dein Mann kann nur allein entscheiden, ob er leben will oder sich zugrunde richten will, so traurig es auch zu sein scheint......lg Uschi

    Hallo Ossi, na das ist doch mal ein Schritt nach vorn, die neue Wohnung, auch von mir nen herzlichen Glückwunsch dazu. Da wirst Du zur Ruhe kommen Osii, wie beneidenswert *lächel*.
    Das mit den Mails bzw. den bösen Worten zielt nur darauf ab, Dir weh zu tun, aber denke daran, es ist nicht wirklich Dein amnn, es ist Dein durch den Alkohol vergifteter Mann, denn Alkohol ist ja nun mal ein Nervengift, dass das Wesen verändert. Ich verstehe sehr gut, dass es weh tut, aber ich glaube, mit der Zeit wird es weniger und irgendwann prallt es ab.....ganz lg Uschi

    Liebe Isis,
    genau kleine Schritte machen....ja ich finde auch, das Schlimme ist, erst merkt man es nicht, dann will man es nicht wahr haben und dann steht man vor einem Scherbenhaufen und ist machtlos, machtlos gegen diesen Dämon namens Alkohol und seine Macht, die er ausübt auf Menschen...dann sind alle Pläne und Ziele unwichtig, man denkt nur noch, wieso und warum und wie kann ich helfen, bis man begreift, man kann nicht helfen, dann ist man traurig, frustriert und wütend darüber.....
    ich glaube, es gibt Gründe für den Beginn der Sucht. Nur diese Gründe weiß nur der Betroffene selbst und manchmal nicht einmal das. Da kann nur ein Profi diese Gründe bzw. diese ursachen mit dem Kranken erarbeiten.....LG Uschi

    Die Streitereien sind zermürbend und es tut weh , den Menschen, den man liebt ohne Alk so verändert mit Alk zu sehen, das alles kommt mir sehr bekannt vor, auch die Vorstellung, ihn davon abbringen zu können, die Gespräche mit den Andeutungen, es nicht mehr mitmachen zu wollen.....die Wut die Verzweiflung die Angst und die Machtlosigkeit....Mir erging das alles mal genauso und ergeht es oftmals noch so. Nicht mehr immer, da ich dank der Menschen hier erkannt habe, wir können ihnen nicht helfen, wir können nur uns schützen und sie können nur sich selbst helfen, indem sie sich helfen lassen professionell....es helfen keine Gespräche mit dem Partner, zumindest in den meisten Fällen nicht. Die Sucht ist stärker leider...und die wird wohl meist erst erkannt, wenn sie ganz unten sind liebe sadness.....grüße uschi

    ....mit dieser Gewissheit lebe ich momentan, schwanke zwischen "hui schöne alkoholfreie ruhige Zeit, alles geht seinen Gang" und "oh nö wann gehts wieder los?" und ertappe mich manches Mal dabei zu denken, wie schön alles eigentlich sein könnte....das klingt bescheuert ich weiß, ziemlich wirr und durcheinander, aber das ist meine gedankenwelt auch immer wieder.....lg uschi

    Moin aus dem Norden :) Tag 5 des Entzuges habe ich überstanden, mir gehts gut, ich schlafe wie ein steinchen, tief fest und traumlos.
    Noch ist mein mann mit den nachwehen seines Exzesses beschäftigt, wie er berichtet ist es schlimmer als zuvor und er will das nie wieder-sagt er. Die Macht der Sucht hat er noch nicht erkannt. Das ist meine Meinung und ich stelle fest, dass sich meine Meinung zum letzten Mal hin verändert hat. Beim letzten Mal habe ich ernsthaft die hoffnung gehabt, dass er es schaffen würde. Die keimte nach einer Woche langsam und stetig. Dieses Mal weiß ich bzw. glaube zu wissen, dass die Sucht wieder zuschlagen wird, irgendwann.... :cry: lg uschi

    Lieber Micha, ich sehe es nicht als kritisch an, das was ich hier schreibe, kann er ruhig lesen, das würde mir nichts ausmachen, es ist nur ehrlich aber ich habe es ihm nicht empfohlen, ich habe nur gesagt, dass ich hier schreibe und es mir hilft.
    Nein er ist ganz sicher kein verkommenes Subjekt Micha, er ist ein Mensch und hinter Mister Alk ist er der liebenswerteste und gutmütigste Mensch, den man sich vorstellen kann mit einem riesen Herz. Er ist krank, da hast Du recht. Die Krankheit verändert sein Wesen wenn sie schubweise von ihm Besitz ergreift. Es gibt das Ding mit den 2 Buchstaben, aber Micha, das ganze Problem ist: Er sieht sich nicht als krank, nach wie vor nicht. Er sagt, er wisse nicht warum er den letzten Exzess gefeiert habe, es sei blöd gewesen, es tue ihm leid und er wisse, dass er das nie wieder mache. Er wäre nicht bereit für eine Therapie o.ä.....da er sich nicht als alkoholerkrankt einstuft. Er sagt, er sei ein Problemtrinker aber das sei nun ein für alle mal erledigt. Er diagnostiziert seine Entzugserscheinungen als körperlichen Affen zunächst, gefolgt vom Psychoaffen (mit den Träumen) . Er hält mir einen Vortrag über das Nervengift und seine Folgen....das ist schon vertrakt oder? LG Uschi

    :) Ich muss mal was sagen: Das Leben auf einer Insel ist ja in der Regel prima aber heute geht sie unter. Wir haben einen solchen Sturm hier, dass nicht einmal mehr der Autozug rüberfährt, ich sitze im Büro und es prasselt gegen die Scheiben, es stürmt....haben auch Sturmflutwarnung, junge junge, man denkt das Land geht unter :wink: hammer.....

    Liebe Isis04, ich habe gelesen und ich würde mal sagen, Du hast den Weg gefunden, der Dicgh zu Dir führt , ja im ernst, das denke ich. Es ist doch egal wie klein die Schritte sind, es ist doch wichtig, dass Du auf dem Weg bleibst. Denk an die Zukunft, nicht an die Vergangenheit. Wenn Du am Boden bist, zwinge Dich dazu, einen wunderbaren Gedanken zu finden, an Du denken kannst. Wenn Du am Boden bist, dann schreibe hier, schreibs Dir von der Seele, das tue ich auch. Du wirst sehen, es geht immer voran. Und wenn er Deine Forderungen nicht erfüllt, so wird er es nicht können, da die Sucht stärker ist. Die Sucht ist gemein und zerstörerisch und er ist erkrankt daran. Selbst wenn er wollte, und ich denke, er wird wollen, so kann er es aufgrund der Sucht, die ihn dann übermannt einfach nicht umsetzen. Das ist das tragische an dieser Sucht....nur DU mußt DICH finden und dann schützen, das geht auch, wenn man zusammen wohnt. Irgendwann wird er wach, wenn Du Dich um Dich , nicht um ihn kümmerst oder er bleibt in der Sucht gefangen. Dann aber wirst Du irgendwann zum Eigenschutz eine Lösung finden, Deinen Weg zu gehen und für Dich glücklich zu werden. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und unendlich viele wunderbare gedanken Isis04 Uschi

    :) Liebe Isis, vielen Dank für die Grüße :) ja ich will das durchziehen und das sage ich mir jeden Tag. Klar hab ich Hänger und manchnmal denk ich auch "alles nur übel und ich liebe ihn doch noch" aber "ich liebe den Mann hinter dem Alkohol, es ist die größte Liebe meines Lebens, nur leider hat er sich -wie es aussieht- gegen mich und für Freund Alk entschieden und da kann ich nichts tun. Logisch es ist mal wieder Tag5 eines Entzuges und klar würd ich mir immer noch wünschen, irgendwann sagen zu können "jup Tag 100 überstanden" aber ich bin realistisch und weiß, dass es wohl nicht so sein wird - leider :( .Wenn man immer wieder hofft, wie ich es immer wieder getan habe, wird man nur immer wieder enttäuscht. Also versuche ich zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann und bete jeden Abend nach oben, er möge mir die Kraft geben und irgendwann einmal ein bischen Glück :wink: ganz lieben gruß uschi

    Liebe Kürbis, guten Morgen, nein da bist du nicht die einzige hier, ganz sicher nicht , denn an dieser Frage hängen ganz viele hier fest, lies bei mir, da wirst du sehen, ich genauso. ich bin auch noch mit meinem mann zusammen, habe mich jedoch nach jahren distanziert, lebe aber immer noch mit ihm zusammen und wünsche immer noch, er möge endlich aufhören endgültig....das und ähnliche dinge wirst hier bei vielen lesen. Man kann die Uneinsichtigkeit nicht begreifen und anfangs auch die MACHT- UND hILFLOSIGKEIT GEGEN DEN aLK UND SEINE wIRKUNGEN; GEGEN DAS sUCHTPOTENTIAL und seine Macht nicht....man kann es nur akzeptieren und begreifen lernen, dass man NICHTS tun, bzw. nicht helfen kann. Helfen kann nur er sich selbst und das geschieht wohl oftmals erst dann, wennnder Alkohol den Süchtigen am Boden ganz unten hat, so traurig und tragisch das auch ist.
    Du mußt vielleicht einfach versuchen, etwas für Dich zu tun, Du mußt auf Deinen Weg, denn seinen kannst du nicht gehen liebe Kürbis....diese Erkenntnisse zu gewinnen, hat unendlich lang gedauert bei mir und selbst jetzt habe ich Stimmungsschwankungen und es gelingt mir nicht immer, mich zu schützen. Aber der Schutz der eigenen Person vor dem Dämon ist das Wichtigste....LG Uschi

    Guten Morgen all Ihr Lieben, Tag 4 seines Entzuges habe ICH gut verlebt. Er hat nicht getrunken, ist aber noch lang nicht wieder wirklich fit, schläft kaum, konnte gestern nicht einschlafen aus Angst, der Traum kehrt zurück , ich habe aber hervorragend geschlafen und hätte locker liegen bleiben können heut morgen *fg*.
    Gestern abend habe ich oben fern gesehen (der übliche Ablauf) und bin nach Stadt Land Ina ins Bettchen unten gegangen. Ich bin nach wie vor freundlich aber distanziert. Er beginnt Montag den Nebenjob bei der Bäckerei und gestern abend gings um Weihnachten. Er weiß nicht ob er Urlaub bekommt und geplant war die Fahrt zur Mama nach MS vom 18. Dezember bis nach Weihnachten. Üblicher Weise hätte ich gesagt, ok, dann fahren wir erst am 24.sten. Aber ich habe gesagt " Bis dahin fließt noch viel Wasser durch den Rhein und wenn Du arbeiten mußt, fahren Schrödi und ich nach MS und Du kannst ja mit dem Zug nachkommen" Upsala, er hat geschaut wie nen Auto *lol* aber nichts gesagt. Wünsche Euch nen schönen Tag allerseits LG Uschi

    :) Lieber Micha, ja das ist es, was ich meinem Mann auch wünschen würde, egal wie, aber vom Alk endgültig weg zu kommen mit professioneller Hilfe :) ich wunder mich auch arg, dass er die Entzüge so verkraftet, denn ich sehe ja, wie übel es ihm dann geht.

    Der Alkohol -das steht fest- sollte verboten werden, in Werbung als erstes. Wenn man sich mal überlegt, egal in welcher Werbung ob für den Alkohol selbst oder auch in anderen Werbungen, immer spielt der Alk eine Rolle, immer sind Menschen mit Sekt- oder Biergläsern zu sehen, ich finds ziemlich daneben. Da wird die Tabakwerbung verboten und für den Dämon wird fleißig weiter geworben, traurige Geschichte......

    Pendeln zwischen H und HB ist ja heftig :wink: aber dass Du dann ganz wechseln wirst, finde ich supigut, denn HB ist wahrlich eine schöne Stadt und ganz nah an der Nordsee, dass ist wunderbar, ich freu mich für Dich :) Uschi