Beiträge von Linde66

    Das hier ist DEINE Selbsthilfegruppe! Wenn dein Mann für sich selber Hilfe möchte: Das Internet ist groß und es gibt ja auch noch die realen Suchtberatungsstellen!

    Nimm dir nicht deinen eigenen Rückzugsraum.

    Ich finde, du bist unglaublich mutig, daß du für deine Kinder eingestanden bist. Jetzt hast du gefühlt "alle" gegen dich. Aber auch das ist "normal" in alkoholkranken Familiensystemen. Wer über den Elefanten im Zimmer spricht ist bööööse und muß ausgegrenzt werden, damit das kranke System aufrechterhalten werden kann.

    Zitat

    es mangelt bei uns an all den Auslösern, die man hier so liest, Agressivität, Unpünktlichkeit, körperliche Symptome, Schapsflasche auf dem Tisch, eindeutiges Betrunkensein, Fahhne, Unzuverlässigkeit...

    Meine Mutter ist ganz zart und lieb und niemals aggressiv.

    Sie ist pünklich, zuverlässig, hoch funktional im Beruf und im Haushalt.

    Schnapsflaschen waren versteckt überall im Haus, aber nie sichtbar.

    Sie hatte ihren Spiegel, war nie eindeutig betrunken.

    Fahne wurde kaschiert.

    Von daher, vertrau deinem 7. Sinn, dafür wurde er erfunden.

    Die Frage ist, wie gehts jetzt weiter? Erst mal mit der unmittelbaren Rückmeldung klarkommen, also daß Schwager und Ehemann so überreagieren. Die sind schließlich beide EKA! also erwachsene Kinder ihres alkoholkranken Vaters. Das geht vielleicht schon ewige Jahre so, nur ist es dir vorher nie aufgefallen.

    Konzentriere dich auf das eine, was du unbedingt willst: kein Opa-Taxi mit deinen Kindern im Auto. Fertig. Mehr willst du ja gar nicht. Aber sie führen sich auf, als wenn du sonstwas von ihnen wolltest. Allein an der Reaktion kann man ablesen, daß du ins Wespennest gestochen hast. Sonst wäre das nicht so eskaliert.

    LG, Linde

    Hallo Dothe,

    wenn es so schlimm um ihn steht, daß er Pflege benötigt, dann kann man eine Pflegestufe beantragen und einen Pflegedienst kommen lassen.

    Gibt keinen Grund dich da reinziehen zu lassen. Ey, 20 Jahre...

    Rein praktisch: WIE machen die das mit dem "unter Druck setzen"? Telefonisch? Persönlich? Kannst du das irgendwie blocken?

    Wie gehts deiner Tochter?

    Lieber Gruß, Linde

    Das Wort "Familienfrieden" ist die ganz GROSSE Keule... :roll:

    War fast klar, daß die nicht sachlich bleiben können und es so kommt. Wenn in einer dysfunkionalen Familie - und das ist ein Alkoholiker mit seinen diversen Co's und EKA's drumherum - jemand das Tabu-Wort ausspricht, dann hält plötzlich die Familie zusammen, obwohl alle darunter leiden. Das kranke System erhält sich selbst...

    Menno. :?

    Hallo Baileys,

    Willkommen hier bei uns! :)

    Dein gewählter User-Name ist identisch mit einer bekannten Alkoholmarke.

    Damit die trockenen Alkoholiker hier nicht beim Lesen pausenlos diesen Markennamen lesen müssen, möchte ich dich bitten, dir einen anderen User-Namen auszudenken. Unser Admin kann das unkompliziert abändern.

    Du kannst entweder eine PN schreiben oder einfach hier in dem Thema.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Heute ist Mittwoch. Wenn du ihm gleich absagst, dann hat er noch Zeit genug sich einen anderen Fahrer zu suchen, wenn er es ernst meint.

    Du musst dich nicht rechtfertigen. Es reicht, daß du drüber nachgedacht und es dir anders überlegt hast.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Irrwitzer,

    ich habe hier im Forum immer mal wieder von Angehörigen gelesen, die mit ihrem alkoholkranken Parter "mittrinken", in der Illusion, dadurch deren Konsum im Auge bzw. unter Kontrolle halten zu können.

    Es bekommt aber Schräglage, wenn man dadurch selber mehr trinkt, als man eigentlich trinken würde. Oder wenn man das Trinken anfängt und plötzlich selber in eine Abhängigkeit reinrutscht.

    Nimm unsere Antworten nicht als Angriff. Bei mir jedenfalls gehen bei deiner Wortwahl alle Alarmglocken an. Wann immer verniedlichende Worte für Alkohol genommen werden, da wird sich was schön geredet: ein Gläschen, nur ein Schlückchen, nur ein Bierchen usw. usw.

    Mit dem alkoholkranken Partner mitzutrinken ist eine Art Zwischenstufe in der eigenen Co-Abhängigkeit. Man versucht die Illusion aufrechtzuerhalten, wie "schön" es ist, gemeinsam "kontrolliert" zu trinken.

    Aber das funktioniert bei einem abhängig trinkenden Menschen nicht mehr. Da wird vor, während und/oder nach so einem netten Abend heimlich getrunken, um den eigenen Spiegel auf dem notwendigen Niveau zu halten, um keine Entzugserscheinungen zu bekommen.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Kaffeetante,

    ihr wohnt Hunderte von Kilometern auseinander, habt keinen gemeinsamen Alltag, keinerlei Verpflichtungen. Wovor hast du Angst?

    Ihr "braucht" kein Opa-Taxi. Ich habe hier im Forum immer mal wieder von Alleinerziehenden gelesen, sie "brauchen" das Großeltern-Taxi für die Kinder, weil sie sonst nicht rumkommen mit Beruf, Schule usw. Das ist traurig zu lesen, was da teils für faule Kompromisse gemacht werden.

    Aber ihr habt bis auf wenige Termine im Jahr keinerlei Berührungspunkte. Auf die kommts dann auch nicht an, wenn er an den Tagen eben nicht mit den Enkelkindern im Auto zum Park fährt. Gibt sicher andere Lösungen, falls gewünscht.

    Wovor habt ihr Angst?

    Ich bin EKA, also erwachsene Tochter einer alkoholkranken Mutter. Bei deinem Mann, der ja EKA ist, könnte ich mir so eine Art anerzogene Hemmung vorstellen. Bei uns war es der rosa Elefant mitten im Raum. Alle wußten es, keiner durfte drüber reden. Da wird Jahrzehnte später jedes Gespräch sowas von bedeutungsschwanger. Dabei lebt ihr euer ganz eigenes Leben.

    Kein Grund das Kaninchen vor der Schlange zu sein. Ihr kommt mir fast erstarrt vor Angst vor.

    Alk und Auto schließen sich aus, das mal vollkommen unabhängig von der Trinkmenge, ob er Alkoholiker ist oder nicht und ob er Beifahrer bzw. Kinder im Auto hat.

    Das könntest du in einem Satz kommunizieren, Ansage, fertig. Je eher, desto besser. Dann können sie sich noch überlegen, ob sie überhaupt anreisen oder nicht. Und du hättest den Knoten aus dem Magen raus.

    Liebe Grüße und hab Mut!

    Linde

    Hallo Kaffeetante,

    du bist doch die Mama. Und kannst dem Schwiegervater gegenüber einfach für dich selber dein Unbehagen kund tun. Völlig unabhängig, was der Rest der Familie sagt oder denkt, auch dein Mann. Es sind deine Kinder. Du fühlst dich unbehaglich. Es reicht, genau das zu äußern. Da gibts keinen "richtigen" Moment dafür. Und es braucht auch keine Beweise, ob er schon Alkoholiker ist oder nicht. Trinken und Autofahren schließen sich eh aus, egal wie alt die Beifahrer sind.

    Starte doch einfach mal einen Versuchsballon und schau, was passiert: Du (Schwiegervater), ich fühle mich unbehaglich mit dem Gefühl daß ich oder meine Kinder bei jemand im Auto sitzen, der etwas getrunken hat. Die Gefahr ist mir zu groß.

    Dann hast du eine Ich-Botschaft geäußert. Kein Angriff, keine Unterstellung, kein Appell. Dann hat er etwas, worauf er rumkauen kann.

    Liebe Grüße, Linde

    DEIN Suchtberater sollte dich beraten für DEINE Co-Abhängigkeit.

    Andererseits hättest du nicht auf sein Angebot anspringen müssen.

    Du kannst es dir ja nochmal überlegen, also ob du deinen Noch/Ex wirklich dabeihaben willst bzw. ob du dir einen anderen Suchtberater suchst.

    Liebe Grüße, Linde

    Bitte achtet auf eure eigene Anonymität und auf die eurer Angehörigen.

    - Daher bitte keine realen Briefe, WhatsApp oder SMS hier ins Forum einkopieren.

    - Bitte keine tatsächlich so stattgefundenen Telefonate und Gespräche wörtlich wiedergeben.

    Ihr könntet zufällig gefunden und erkannt werden bzw. die Angehörigen könnten sich selber hier erkennen - mit all den unvorhersehbaren Folgen in eurem realen Leben.

    Hallo Jean,

    wie gehts deiner eigenen Trockenheit?

    Bringt es dir etwas für deine frische Trockenheit, im Thread von MadMax Mutmaßungen über dessen Exfreundin anzustellen?

    Ein bißchen kommst du rüber wie wenn du alles, was du selber in deinen Therapien gelernt hast, jetzt anderen überstülpen möchtest, z. B. das mit den fiktiven Briefen.

    Wann hast du zum letztenmal getrunken?

    Lieber Gruß, Linde