Das hier ist DEINE Selbsthilfegruppe! Wenn dein Mann für sich selber Hilfe möchte: Das Internet ist groß und es gibt ja auch noch die realen Suchtberatungsstellen!
Nimm dir nicht deinen eigenen Rückzugsraum.
Ich finde, du bist unglaublich mutig, daß du für deine Kinder eingestanden bist. Jetzt hast du gefühlt "alle" gegen dich. Aber auch das ist "normal" in alkoholkranken Familiensystemen. Wer über den Elefanten im Zimmer spricht ist bööööse und muß ausgegrenzt werden, damit das kranke System aufrechterhalten werden kann.
Zitates mangelt bei uns an all den Auslösern, die man hier so liest, Agressivität, Unpünktlichkeit, körperliche Symptome, Schapsflasche auf dem Tisch, eindeutiges Betrunkensein, Fahhne, Unzuverlässigkeit...
Meine Mutter ist ganz zart und lieb und niemals aggressiv.
Sie ist pünklich, zuverlässig, hoch funktional im Beruf und im Haushalt.
Schnapsflaschen waren versteckt überall im Haus, aber nie sichtbar.
Sie hatte ihren Spiegel, war nie eindeutig betrunken.
Fahne wurde kaschiert.
Von daher, vertrau deinem 7. Sinn, dafür wurde er erfunden.
Die Frage ist, wie gehts jetzt weiter? Erst mal mit der unmittelbaren Rückmeldung klarkommen, also daß Schwager und Ehemann so überreagieren. Die sind schließlich beide EKA! also erwachsene Kinder ihres alkoholkranken Vaters. Das geht vielleicht schon ewige Jahre so, nur ist es dir vorher nie aufgefallen.
Konzentriere dich auf das eine, was du unbedingt willst: kein Opa-Taxi mit deinen Kindern im Auto. Fertig. Mehr willst du ja gar nicht. Aber sie führen sich auf, als wenn du sonstwas von ihnen wolltest. Allein an der Reaktion kann man ablesen, daß du ins Wespennest gestochen hast. Sonst wäre das nicht so eskaliert.
LG, Linde