Hallo Nudeltante,
ich bin bin selber EKA (erwachsenes Kind eines alkoholkranken Elternteils) und auch erschüttert, wie das bei euch eskaliert ist.
Ich hoffe inständig, daß du endlich dein Leben in die Hand nimmst. Oder findest du die Opferrolle schön?
Falls du ihn trotzdem noch liebst, ist das Liebe oder Abhängigkeit?
Leider sind die Polizeiberichte voll davon, daß Frauen nach solchen Einsätzen selber ihren Schläger wieder zurück in die Wohnung lassen, daß sie sich ein "letztesmal" für eine Aussprache mitten im Wald treffen (und dann ermordet werden) oder daß sie sich immer und immer und immer wieder schlagen lassen. Dann kommt die Polizei alle paar Tage, die Frau bekommt jegliche Hilfen - und bleibt.
Für Aussenstehende ist sowas fast unerträglich zu Lesen. Daher kann ich sehr gut verstehen, daß man dir hier am liebsten zuschreien will: Jetzt mach endlich!
Man kann keinen Alkoholiker von außen trockenlegen und niemand kann eine Co von außen von ihrem Säufer weg holen. Ohne eigene Bereitschaft endlich Verantwortung fürs eigene Leben zu übernehmen und ins Handeln zu kommen, ändert sich nichts.
Wenn für dich der Tiefpunkt noch nicht erreicht ist, dann gehts eben in die Eskalation. Er wird wieder, er wird öfter und er wird härter zuschlagen. Er wird weitersaufen und er wird weiter Entschuldiungen, Vorwände, Lügen und sonstwas verwenden, damit das kranke Familiensystem erhalten bleibt.
Das Kind lernt, wie man säuft, wie man schlägt, wie man in der Opferrolle bleibt. Es ist auf dem Weg, ein Co, EKA und/oder Suchtkranker zu werden. Oder meinst du allen Ernstes, der bekommt nix mit?
Vielleicht hast du Angst etwas zu verändern. Es ist gefährlich, einen Schläger und Säufer zu verlassen. Aber dableiben machts auch nicht besser. Nimm vor Ort JEDE Hilfe an. Dann kannst du beginnen, die ein eigenes Leben aufzubauen.
Hier ist ein Artikel zum Thema Häuslicher Gewalt.
Artikel
Niemand darf dich oder die Kinder verletzen, sei es durch psychische Gewalt, körperliche Gewalt oder sexuelle Gewalt. Was, wenn es doch passiert?
Wir haben hier eine Liste mit Anregungen zusammengestellt, da einem in einer akuten Situation oft die einfachsten Dinge nicht einfallen. Außerdem gibt es hilfreiche Links!
- nicht provozieren
- Ruhe bewahren
- in Sicherheit bringen
- 110 anrufen, evtl. --> Platzverweis, evtl. Rückkehrverbot
- Anwalt einschalten
- Jugendamt
- Frauenhaus
- zum Arzt gehen, um Verletzungen
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Das Forenteam
2. November 2021 um 16:19
LG, Linde (EKA)