Beiträge von Linde66

    Ich würde auch darauf achten, daß das Kind nicht mit involviert wird. Klar ist es "süß", wenn er selber auf die Idee kommt, daß er mit Einkaufsliste bewaffnet mit Papa einkaufen geht.

    Aber eigentlich ist es nicht süß, sondern co.

    Dein Mann sollte sich beim Sohnemann für den Vorschlag freundlich bedanken, aber ihm sagen, daß er das allein hinkriegt, weil er nämlich allein dafür zuständig ist, das hinzukriegen.

    Als EKA (Erwachsenes Kind eines Alkoholkranken Elternteils) weiß ich, wie extrem früh die Weichen gestellt werden, daß die Kinder von klein an Verantwortungen übernehmen, die absolut nicht in Kinderhände gehören.

    Denn dann kommt eine sehr destruktive Dynamik zustande, wenn dein Mann den nächsten Rückfall hat: Sohnemann könnte dann das Gefühl bekommen, daß er dem Papa nicht gut genug "geholfen" hat oder daß er sogar Schuld ist, daß der Papa jetzt wieder trinkt. Ganz übel.

    Bitte schaut da ganz genau hin.

    Sonst bist nicht nur du co, sondern auch euer Kind.

    LG, Linde

    Hallo Bernd,

    ich habe deinen Beitrag hierher verschoben, damit es übersichtlich bleibt.

    Wann genau hast du zum letztenmal getrunken?

    Ich komme nicht ganz mit mit 5 Jahren, 11 Wochen, 12 Tage.. usw.

    Einfach das Datum.

    Lieber Gruß, Linde

    Es nützt auch nichts, dich mit anderen hier zu vergleichen.

    Wobei unterm Strich rauskommt, daß es überwiegend nicht gut geht, wenn man länger im Forum mitliest...

    Selbst wenn wir dir 100 x sagen, sei endlich konsequent, dann kommt er an mit Kulleräuglein und ihr landet im Bett. Das ist dann halt so.

    Sowohl für Alkoholiker als auch für Angehörige braucht es den Tiefpunkt, sonst ändert keiner was.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo claudi,

    einfach dranbleiben.

    Und nicht vergessen, er ist 27. Das Etappenziel mag die Trockenheit sein, aber irgendwann darf er gerne mal ausziehen, sich selber ein Auto kaufen usw. usw. :wink: Spätestens wenn du 92 bist, sollte er auf eigenen Beinen stehen.

    Viele liebe Grüße, und ich finde es super, daß du dich auf den Austausch hier wirklich einläßt. :thumbup:

    Linde

    Zitat

    nämlich nicht zu streng mit mir selber zu sein, wenn ich "schwach" geworden bin. Weil das hat mir dann noch mehr eines drauf gesetzt.

    Wenn wir solche Sachen rauspicken und ansprechen, dann ist das nie böse gemeint.

    Hier auch: 'Nicht so streng mit sich selber sein, wenn ich mal schwach werde.'

    Genau dasselbe sagen Alkoholiker ja auch: Es war doch nur ein Radler, Rückfälle gehören zur Krankheit dazu, ich trinke doch nur am Wochenende, nächstesmal reiße ich mich zusammen...........

    Die Liste der Beschönigungen ist endlos.

    Zitat

    Aber mit der Zeit hatte ich es raus und konnte dann auch öfter "nein" sagen. Das hat gestärkt, bis dann selber endlich so weit war.

    Genau da geht der Weg lang. Selber bei SICH hinschauen und sich konsequent verhalten. Und nicht ewig hoffen, daß der Alkoholiker sich endlich konsequent verhält.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Claudi, hallo Anita

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man.

    Aber was alles schon vorher kaputtgegangen ist, wird einfach verdrängt......?!
    Ich kann dem Spruch nichts abgewinnen.

    Und nur weil es gutgegangen ist, kann man nicht daraus ableiten, daß es gut war ihm das Auto aufzuschwatzen.

    Das hat er jetzt auf der Festplatte, wie wenig er sich anstrengen muß.

    Vielleicht kennt er aber auch nur deine Co-Knöpfe gut genug, um zu wissen, daß er das Auto bekommt, wenn er was von umständlichen Fahrplänen am Wochenende erzählt.

    Große Frage: Würdest du es wieder tun?

    Schließlich ist es ja zufällig mal gut ausgegangen und die Hoffnungs stirbt zuletzt...

    Es geht doch hier um dein Co-Verhalten.

    Ich will dich, euch nicht ärgern, wenn ich sowas schreibe. Aber es sind solche vermeintlichen Kleinigkeiten, wo die Co dem Alkoholiker die Selbstverantwortung abnimmt, mit der Rechtfertigung doch nur das Beste für ihn zu wollen.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Bernd,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum. :)

    Ungestoppt gehts mit der Alkoholkrankheit immer nur in eine Richtung: abwärts. Von daher ist es gut, daß du merkst, so gehts nicht weiter..

    Der nächsten Schritt ist der Arztbesuch. Bitte besprich dich mit deinem Hausarzt, wie du sicher entgiften kannst. Das geht stationär oder ambulant, aber auf jeden Fall ärztlich begleitet.

    Außerdem ist es wichtig, sich mit anderen Trockenen auszutauschen, also eine SHG. Wir sind eine online-Selbshilfegruppe und 24/7 geöffnet.

    Hast du dich schon ins Forum eingelesen?

    Viele Infos findest du auf unserer Artikelseite:

    https://alkoholiker-forum.de/article-list/

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Kaninchenliebe,

    es ist kaum auszuhalten mit anzusehen, wie schlecht es den Eltern geht und welche Entscheidungen sie treffen. Beide könnten aus dem Teufelskreis aussteigen, tun sie aber nicht.

    Es ist gut, daß du in ruhig bleiben kannst. Man kann tatsächlich von außen nichts tun, denn der Wille aus der Sucht bzw. Co-Abhängigkeit auszusteigen, der müsste von den Betroffenen selber kommen.

    Du bist sicher nicht gefühllos! Das sieht man ja allein an deinen Beiträgen hier. Es ist eine vollkommen gesunde Einstellung, zu den Eltern einen Sicherheitsabstand einzuhalten, im Inneren, aber auch im realen Leben. Es ist ein Schutzmechanismus, in bestimmten Situationen ruhig und überlegt zu bleiben.

    Es ist dein Recht, daß es dir gut geht und daß du etwas dafür tust, damit das so wird und auch bleibt. Gerade auch, weil du selber Mama bist.

    Wir würden dich gerne fürs Forum freischalten. Bitte gehe nochmal zu meinem Beitrag zurück, der unmittelbar über deinen Beiträgen von heute ist. Ich habe dir da einen Link eingefügt. Bitte einfach drauf klicken und kurz das Formular ausfüllen. Es reicht wenn du schreibst, du bist EKA (Erwachsenes Kind alkoholkranker Eltern) und hast dich bereits im Vorstellungsbereich vorgestellt.

    Dann wirst du freigeschaltet.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo rosaclaudi,

    wenn er morgen zum Tennis verabredet ist, kann er sich doch von seinem Tennispartner abholen lassen.

    Irgendwas muß er doch selber schon geplant haben, wenn er dich von sich aus nicht fragt.

    Ich würde an deiner Stellen gar nichts machen.

    Du hast dich eingangs gefragt: "Warum wiederholt sich alles". Bitte schau an diesem Beispiel einfach mal auf dich und nicht auf ihn. Warum hast du schon wieder Helfer-Ambitionen? Er ist 27 (!).

    Er ist für seine Aktivitäten verantwortlich. Lasse ihn mal machen. Wenn er es hinbekommt, tut das seinem Selbstbewußtsein gut, daß er mal ohne Mama was hinbekommen hat... Und wenn nicht, dann kann es entweder Grund zum saufen sein oder Grund sich mehr anzustrengen.

    Es ist kontraproduktiv ihm alles abzunehmen. Laß ihn mal machen.

    LG, Linde

    Hallo Api, hallo alle,

    ich habe mit Api besprochen, daß wir ihre Themen zusammenführen zu EINEM Thema, damit es übersichtlicher ist.

    Alle Beiträge sind in kontinuierlicher Reihenfolge hierher verschoben worden, nichts fehlt.

    Hier gehts also weiter!

    Liebe Grüße, Linde

    Ich kopiere dir hier mal den Link zu unserem Notfallkoffer.

    Vielleicht kennst du die Seite schon?

    Darin gibts auch einen weiterführenden Link zum Thema "akuter Suchtdruck".

    Vielleicht ist etwas für dich dabei - zusätzlich zu dem, was du schon gemacht hast. :thumbup:

    Kann nicht schaden, das immer mal wieder durchzustöbern, damit man im Notfall einen Plan B im Hinterkopf hat.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Viele liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Es hilft mir glaube ich beim Gedanken sortieren.

    Genau dafür ist unser Forum doch da.

    Gedanken sortieren und überlegen, was man dann für sich selber anpacken will - und wie man das dann auch tatsächlich anpackt.

    Dir darf es gut gehen. Und dein Wohl und Wehe sollte nicht von einem bestimmten Menschen abhängig sein.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo A.

    herzlich Willkommen hier bei uns. :)

    Mit deinen Sorgen bist du nicht alleine, hier im Forum schreiben etliche EKA, also erwachsene Kinder von Alkoholikern.

    Bitte klicke als nächstes auf diesen Link und fülle nur kurz das Formular aus. Vorgestellt hast du dich ja hier schon ausführlich. Danach schalten wir dich fürs Forum frei und verschieben dein Thema zu den anderen EKA.

    Liebe Grüße, Linde

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Yvi,

    herzlich Willkommen hier bei uns. :)

    Du stehst ja mitten im Leben, zwei Hunde, einen Fast-Ehemann, die Hochzeit steht bevor! Das ist toll.

    Trotzdem klingt es auch nach Achterbahn, Gefühlsachterbahn. Aber es ist die Achterbahn deiner Mama. Es ist erlaubt da auszusteigen. Dir darf es gut gehen, auch wenn es ihr nicht so gut geht. Das klingt schräg, aber es ist machbar. Ein innerer, lebendiger Abstand. Ich kann es gerade nicht besser erklären.

    Ich bin selber auch EKA, also erwachsenes Kind einer alkoholkranken Mutter. Wir haben hier reichlich Infos für "uns". Ich hoffe dir hilft der Erfahrungsaustausch auch! Und wenn es das ist, daß man sich einfach mal was von der Seele schreiben kann. Nur bitte nicht so detailliert, damit die Anonymität aller Beteiligten gewahrt bleibt.

    Hier gehts für dich weiter: Bitte einfach den Link anklicken und kurz ausfüllen. Dann wirst du von uns fürs Forum freigeschaltet und dein Thema gleich an Ort und Stelle verschoben.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele liebe Grüße, Linde