Beiträge von Linde66

    Hallo Tina,

    weil Alkoholismus eine Suchterkrankung ist und wenn er Alkoholiker ist, mag er es vielleicht noch nicht wahrhaben.

    Bis zum Eingeständnis, daß es so ist und bis zum Punkt endlich Hilfe anzunehmen, ist teils ein sehr langer Weg.

    Im Alkoholikerbereich des Forums liest man sehr oft von Verleugnung, Schönreden, drüber weg gehen usw. usw.

    Bitte vertrau deiner Wahrnehmung. Klar kann man von außen niemandem Alkoholismus diagnostizieren. Aber es geht ja um dich und darum, daß es DIR zu viel ist. Wenn kein Land in Sicht ist, wäre das mit der von dir angedachten Trennung vielleicht wirklich das beste. Auch wenn es furchtbar weh tut und sich so unnötig anfühlt.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Tom,

    das mit dem Kalten Entzug war nicht so prickelnd und es hätte echt übel ausgehen können. Aber das weißt du ja.

    Glückwunsch zu 152 trockenen Tagen! Bleib dran!

    Möchstest du dich jetzt regelmäßig hier austauschen? Momentan bist du noch im Vorstellungsbereich. Aber wir könnten dich auch fürs Forum freischalten, wenn du möchtest.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo JuSe,

    süchtig ist ein Alkoholiker immer.

    Aber er kann seine Sucht zum Stillstand bringen. Wir haben hier trockene Alkoholiker, die 15 oder 20 oder noch mehr Jahre trocken sind. Aber nur die Entgiftung reicht ja nicht. Es braucht viele bewußte Veränderungen im Alltag, Nachsorge, Besuch einer SHG, usw. usw., um "dran" zu bleiben.

    Das will er aber offensichtlich nicht.

    Kontrolliertes Trinken ist der Traum aller Alkoholiker. Aber der Kontrollverlust ist eben ein Symtom von Alkoholismus. Von daher wird er in kurzer Zeit wieder auf demselben Level sein wie vorher.

    Und wenn er den nächsten Kalten Entzug macht, "weil der ja supi dupi geklappt hat und überhaupt nix passiert ist", dann können wieder ähnliche oder schlimmere Symptome auftreten. So wie in dem Artikel beschrieben.

    Manche drehen echt viele Runden, bis sie aufwachen. Oder halt auch nicht.

    Die Frage ist, wie es dir damit geht. Du kannst gegen Windmühlen kämpfen oder dich rausziehen. Schwierige Situation.

    Schade, daß er nicht den Warnschuß seines Körpers verstanden hat.

    Lieber Gruß, Linde

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Hallo JuSe,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    Ich habe dir mal oben unseren Artikel über den Kalten Entzug verlinkt.

    Darin kannst du dich über die lebensgefährlichen Risiken informieren, wenn jemand einfach so im stillen Kämmerlein einfach den Alkohol wegläßt.

    Es ist ganz schlimm, was ihr, vor allem das Kind, da hautnah erleben mußtet. :shock:

    Hoffentlich bekommt er die Kurve und läßt sich ärztlich begleitet entgiften.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Catalina,

    vielleicht ist unser Forum der falsche Platz für dein Problem?

    Einerseits haben wir hier die Regeln, daß über Dritte nicht zu ausführlich geschrieben werden darf, um deren Persönlichkeitsrechte nicht zu verletzten. Daran hälst du dich ja. Noch genauer über ihn zu schreiben würden wir editieren, denn durch solche Beschreibungen könnte er, aber auch du im realen Leben erkannt werden.

    Die meisten Frauen, die sich hier anmelden, tun das, weil sie mit einem Alkoholiker zusammenleben und Hilfe für sich selber suchen. Sie überlegen, wie sie ihre Lebenssituation verbessern oder verändern können.

    Manche melden sich an und suchen anfangs Hilfe für ihren nassen Mann/Freund. Aber irgendwann merken sie, daß ja nicht er sich hier angemeldet hat, sondern sie selber. Der Schwerpunkt des Erfahrungsaustausches sollte auf einem selber liegen.

    Du suchst primär Hilfe für deinen Freund bzw. Ex-Freund, oder? Vielleicht wäre es in deinem speziellen Fall sinnvoll, daß du dich an eine Suchtberatungsstelle wendest, wo du wirklich offen reden kannst. Und dort nachfragst, wie jemandem, der "nicht im System ist" geholfen werden kann. Diese Hilfen gibts ja. Gemeindepsychiatrische Dienste, die Krankenkasse, Obdachloseneinrichtungen u. ä. könnten Auskunft geben.

    Bei all diesen speziellen Fragen bzgl. Wohnung, Finanzen, Therapieplätzen usw. usw. können wir dir eher nicht helfen.

    Das wäre das eine. Das andere wäre, wie es DIR geht und wie du aus diesem Karussell rauskommst - wenn du willst. Du hast geschrieben, du möchtest ihn bei dir haben. Dann ist das so, jeder hier akzeptiert das.

    Vermutlich ist es schwer, wenn hier seitenweise eigentlich immer dasselbe steht und alles in dir drin ihn liebt und ihn gerne trocken hätte.

    Aber bitte gehe davon aus, daß dir hier niemand was Böses will und ihm schon gar nicht.

    Liebe Grüße, Linde

    Vielleicht ist das Gleichgewichtsorgan im Innenohr in Mitleidenschaft gezogen?

    Läßt sich leicht beim HNO-Arzt abklären. Oder war sie schon beim HNO?

    Laßt euch nicht beeirren. Aus dem Elternhaus auzuziehen ist völlig normal. Deine Kinder werden auch irgendwann mal ausziehen.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Catalina,

    es sieht so aus, als ob er quer durch Europa seine Helferlein verteilt hat und sich so irgendwie durchfuttert (und trinkt). Manche Alkoholiker haben nur eine Co-Abhängige, die alles für ihn macht. Er scheint ein ganzes Netz davon zu haben.

    Was hat er, was andere Männer nicht haben, daß er trotz seiner Exzesse immer wieder eine Frau findet, die ihm seine Absichtserklärungen vom Aufhören glaubt?

    Um ihn herum machen Frauen nichts anderes mehr, als sich um ihn Gedanken. Du kannst nachts nicht mehr schlafen.

    Da werden sogar die eigenen Kinder einem ihnen fremden nassen Alkoholiker ausgesetzt, furchtbar. Hört doch endlich damit auf, euch gegenseitig abzusprechen und euch damit indirekt vorzumachen, ihr seid seine Rettung. Sich zu retten ist SEIN Job.

    Zitat

    Ich frage mich, was ihr mit eurer Erfahrung mir hier raten würdet.

    Würdest du denn die Erfahrungen annehmen?

    Wenn ich dir sagen würde: Jede einzelne von euch Helferfrauen trägt dazu bei, daß er nicht an seinen Tiefpunkt kommt. Ein Tiefpunkt kann zum Wendepunkt für einen Alkoholiker werden. Aber ihr räumt ihm ja alles aus dem Weg, ihr räumt ihm hinterher, ihr organisiert ihm europaweit eine Bleibe, ihr gefährdet das Kindswohl eurer eigenen Kinder...

    Was du tun sollst?

    Den Fokus von ihm auf dich selber lenken. Warum bist du im Rettungs-Modus?

    Wie wäre die Vorstellung, daß du ihm anbietest, daß er sich wieder melden kann wenn er ein Jahr trocken ist?

    Viele liebe Grüße, Linde

    Sich und dein Sofa. :?

    Ich denke die ganze Zeit:

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...

    Du kannst nichts für ihn tun.

    Ich würde ihn auch nicht "trockenlegen", soll er doch in seiner Pfütze aufwachen. Vielleicht hilfts.

    Klar tut sowas weh, aber du hast es in der Hand WIE LANGE es weh tut.

    Viele liebe Grüße und viel Kraft,

    Linde

    Zitat

    wenn ich ihn vor die Tür setze, wird er einfach woanders so weitermachen.

    Aber das ist doch seine Verantwortung und nicht deine!

    Wenn er bei dir rausfliegt, kommt er vielleicht schneller an seinen Tiefpunkt, als wenn du ihm alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumst.