Nur noch eine Gedanke: Es bringt ja nichts, wenn das Gegenüber verstummt, sei es bei den Alkoholikern oder den Angehörigen. Jede/r Angehörige sollte hier angstfrei schreiben können. Und jede/r Alkoholiker sollte sich melden können, egal wie peinlich es ihm ist, gerade bei einem Rückfall.
Beiträge von Linde66
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Ich empfinde das gar nicht so. Jeder, der sich hier meldet, wird erstmal begrüßt, die individuelle Situation wird hinterfragt und Vorschläge unterbreitet.
Es ist nur leider nicht immer das, was das Gegenüber hören möchte.
Das sehe ich auch so.
Hallo Hanseat, hallo Seeblick,
das Thema "schroffer Umgangston" kommt immer mal wieder auf.
Bei den Alkoholikern kann man Hilfestellung geben, gerne deutlich werden, gerne auch die entsprechenden Artikel verlinken, aber man kann niemanden drängen oder trockenschreiben.
ZitatWer mit dem Trinken aufhören will, bekommt Hilfe. Aber man muss auch selbst etwas dafür tun.
Das ist der Punkt.
Bei den anderen Forenbereichen ist es etwas weniger "griffig", um es mal so zu sagen.
Wenn man den obigen Satz auf Angehörige anwendet, dann ist es schon ein Riesenschritt, sich hier überhaupt zu öffnen und zu schreiben. Das Schweigen zu brechen und das Schönreden zu beenden ist das 1. Tun. Das nächste: Lernen der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Das nächste: Eigene Bedürfnisse wahrnehmen und - vielleicht wieder Monate später: Endlich etwas dafür tun, damit es einem besser geht.
Plötzlich kommt zum 97. mal der Alkoholiker und sagt: JETZT habe ich Krankheitseinsicht, hilf mir, unterstütze mich. Soll die Angehörige das glauben? Soll sie sich wieder auf den Alkoholiker konzentrieren und ihm helfen, wo sie selber seit Jahren auf dem Zahnfleisch geht? - Was soll man so einer Userin dann raten?
Nicht in allen Fällen sind die Angehörigen auch co-abhängig. Manche sind erwachsene Kinder, manche Partner, manche Eltern von Alkoholikern. Der Grat, wann jemand wirklich co-abhängig ist, ist für denjenigen selber und noch viel weniger für uns hier im Forum genau festzustellen. Daher sehe ich es schon auch so, daß in den Alkoholikerbereichen des Forums relativ klar ist, welche aktuellen Schritte für denjenigen empfohlen werden können. Aber bei den Angehörigen ist es etwas anders.
Die kommen ja her, teils unter hohem Leidensdruck, und wollen erst mal sowas wie eine Bestandsaufnahme machen und dann lernen sich abzugrenzen, sich zu wehren, neue Wege finden und dann zu gehen. Das dauert seine Zeit und ist manchmal von außen gesehen sehr quälend zu lesen. Denn sie machen diese ganzen quälend langsamen Schritte, in den meisten Fällen WÄHREND sie wie schon Jahre zuvor täglich gedisst werden, geschlagen oder vergewaltigt werden, die Kotze und Pisse wegwischen, die Kinder versorgen und abschirmen und noch arbeiten gehen usw. usw. usw.
Aber genausowenig wie man Alkoholiker trockenschreiben kann, kann man auch keine Angehörige pushen, drängen oder dergleichen mehr. Erstens bringt es nichts, sondern es ist im höchsten Maße anmaßend und vor allem kontraproduktiv. Man muß sich das vorstellen, da kommen Angehörige an, die teils seit Jahrzehnten eine Art Gehirnwäsche hinter sich haben, vielleicht in einer alkoholkranken Familie aufgewachsen und indirekt zu gut funktionierenden co-Kindern gemacht worden sind und die später sich einen suchtkranken Partner gewählt haben, weil sie das Muster kennen und sich eine gesunde, suchtfreie Beziehung gar nicht vorstellen können.....
Und solche rohen Eier, die sich hier vertrauensvoll anmelden um sich zu sortieren, um das Knäuel im Kopf erst mal zu sortieren, die möchten auf dem Weg begleitet werden und nicht gezogen oder geschoben.
Ich unterstelle mal, daß die allermeisten sich nicht hier anmelden, damit ihnen jemand die notwendigen Schritte im realen Leben abnimmt. Wie sollte das auch gehen. Aber man sollte sie die Schritte auch gehen lassen, in ihrem Tempo. Auch wenn man von außen meint, "das muss doch schneller gehen!". Nö, muss es nicht. Alkoholiker haben ja auch ne Ecke gebraucht um jetzt auf dem Punkt zu sein, die notwendigen Schritte umsetzen zu können.
Wenn man bestimmte Threads nicht ertragen kann zu lesen, dann einfach draußenbleiben und NICHT schreiben.
Die einzigen Angehörigen-Threads, wo klare Ansagen notwendig sind und wo man gerne mal von außen die rosarote Brille entfernen darf, das ist in Fällen von akuter häuslicher Gewalt. Dafür haben wir in der Artikelseite etliches reingenommen, was verlinkt werden kann.
Ich finde, hier im Forum ist eigentlich eine gute Mischung von Antworten. Jeder hat ja seine eigene Biographie im Rucksack und manchmal ist es leichter und manchmal schwerer, die "andere Seite" zu verstehen. Aber wie gesagt, die Mischung der Antworten kann einem echt weiterbringen.
Liebe Grüße, Linde
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Hallo Snow White,
wie geht es dir denn inzwischen?
Du hast ja einiges an Ballast hier loswerden können.
Liebe Grüße,
Linde
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Hallo Walter,
es geht hier um DICH, Walter.
Beteilige dich, so wie es für dich stimmig ist. Lass dir Zeit und komm erst einmal an.
Schreib und lese für DICH. Klar ziehst du nebenbei auch was für dein Ehrenamt heraus, aber wenn man nur für andere gibt, dann ist man irgendwann ausgebrannt. Schau auf dich.
Um dich fürs Forum freischalten zu können, fülle bitte kurz das Feld in dem verlinkten Formular hier direkt darunter aus. Dann verschieben wir dein Thema in den entsprechenden Bereich im Forum und du kannst dich da austauschen.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Viele Grüße, Linde
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Hallo Walter,
herzlichen Glückwunsch zu deinen 3 Jahren im neuen Leben!
Du tust echt was dafür, daß das Thema bei dir immer präsent ist.
Ich habe großen Respekt vor Menschen, die sich ehrenamtlich für andere engagieren.

Schreib ruhig noch etwas ausführlicher zu deiner eigenen Geschichte.
Wenn wir hier Menschen fürs Forum freischalten, dann tauschen die sich primär aus, um für sich selber eine bessere Lebenssituation zu erarbeiten. Das scheint für dich mit deiner Anmeldung hier nicht ganz das Ziel zu sein, aber vielleicht habe ich es auch falsch verstanden.
Du kannst hier schon durchs Mitlesen der Bereiche und durch das Stöbern der Artikel sehr viel für dich und deine Gruppe herausziehen.
Hier ist der Link zu unserer Artikelseite:
https://alkoholiker-forum.de/article-list/
Viele Grüße, Linde
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Hallo Fabienne,
eigentlich hattest du die Lösung doch schon, falls dich wer fragt: Mir gehts grad aktuell nicht so gut.
Gar nicht viel Worte machen. Denn Lügen holen einem ein, weil man sich nicht mehr an die Einzelheiten erinnern kann. Also lieber gar nix sagen als lügen.
Aber, keiner von uns steckt in deiner Situation drin.
Schau was geht und was nicht geht.
Ich habe mit Erleicherung gelesen, daß du paar zupackende Hände organisiert hast zum Helfen. Das ist super.
LG, Linde
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Zitat
Dazu hat ein Herr Widmark eine Formel erstellt nach der auch heute noch gerechnet wird.
Mit meinen kurzsichtigen Augen haben ich gerade gelesen: Herr Bismarck hat eine Formel erstellt, nach der heute noch gerechnet wird - und mich gewundert, daß der sich mit sowas auskannte.
Dann habe ich Herrn Widmark gegoogelt und gesehen, daß das ja auch schon eine Ecke her ist. Das muß man in der MPU berechnen können?Lieber Gruß, Linde
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Hallo Walter,
Willkommen hier bei uns online.

Ich habe deinen Familiennamen editiert.
Glückwunsch zu drei Jahren, du bist ja sehr aktiv und im Thema drin!
Die Rechtschreibung ist hier nicht wichtig, mach dir darüber keine Gedanken.
Viele Grüße, Linde
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Hallo Billy,
herzlich Willkommen hier, wir beißen nicht.
Gut, daß du dir ein Herz gefaßt hast dich anzumelden. Deine Vorstellung ist völlig in Ordnung so wie sie ist.Als erstes möchte ich dir mein herzliches Beileid zum Tod deines Vaters aussprechen. Es ist so traurig, wenn jemand an etwas stirbt, was er selber hätte zum Stillstand bringen können. Aber es ist wie es ist und als EKA mußte man früher schon und heute bis zum traurigen Ende mit den Lebensentscheidungen der Eltern zurechtkommen.
Aktuell haben wir über 100 Beiträge täglich, das kann einem schon erschlagen. Aber man lernt sich zu fokussieren. Hast du mal im EKA-Bereich des Forums geschaut? Wenn du da dich ein wenig einliest, findest du den ein oder anderen Thread, in dem auch vom Tod eines Elternteils geschrieben wird. Viele der Themen sind nicht so lange wie in anderen Forenbereichen. Andererseits gibts EKAs, die schon jahrelang hier in der SHG schreiben. Hier ist der Link:
Wenn du da reinklickst, findest du als erstes oben das Thema "Merkmale für ein EKA". Das haben wir in den letzten Jahren zusammengetragen und in vielem kann ich mich (ich bin eine erwachsene Tochter einer alkoholkranken Mutter) und vielleicht du dich auch wiederfinden. Für mich gabs in dem Thema etliche Aha-Erlebnisse...
Schau dich im Angehörigenbereich mal um und wenn du freigeschaltet werden möchtest, einfach hier melden. Wir schicken dir dann den Bewerbungslink.
Liebe Grüße und schön, daß du hier bist.
Linde
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Hallo Hoffnung,
meine Mutter ist ungefähr so alt wie deine. Sie hat vor wenigen Jahren nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung aufgehört und ist seitdem trocken.
Ich hatte mir in ihrer nassen Zeit angewöhnt, ausschließlich vormittags mit ihr zu telefonieren. Dasselbe mache ich mit meiner Tante = ihre Schwester. Kontakt ausschließlich vormittags, da ist die Chance am größten, daß es ein Gespräch wird.
Liebe Grüße und ich freu mich, wenn du öfters schreibst!
Linde
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Hallo Ohnemich,
herzlich Willkommen hier im Forum.
Nun bin ich neugierig, was ist dein Konzept?
Schreibe gerne etwas ausführlicher.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag.
Linde
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Hallo Fabienne,
wow, das nenne ich mal Nägel mit Köpfen machen.

LG, Linde
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Hallo Tina,
ich kenne das aus einem anderen Zusammenhang, aber dieser innere Abstand, der fühlte sich bei mir ziemlich komisch an. Aus dem Beruf kenne ich noch den Begriff "innere Kündigung", also daß man sich einfach nicht mehr mit dem Arbeitsplatz identifiziert.
Das ist dann so. Was man dann macht ist auf einem anderen Blatt geschrieben. Ob man weitermacht, obwohl man eigentlich "raus" ist oder ob man sich anders orientiert.
Grüße, Linde
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Hallo Welsh-Dragon,
ich möchte dir Mut machen, dein Leben neu zu sortieren, wie du es ja willst.
Dinge anders machen, neue Wege gehen.
Wenn man alles macht wie immer, ändert sich ja nix.
Und du machst es dir nur unnötig schwer, vielleicht mit Zeitverzögerung, aber schwer.
Hab Mut. Und kleine Schritte sind auch Schritte.
Lieber Gruß, Linde
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Zitat
Tatsache ist auch ,für ihn ist alles gut ,er ist auch Lichtjahre davon entfernt ,aufzuhören.
Hat das irgendwelche Konsequenzen für deine Entscheidungen?
Lieber Gruß, Linde
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Hallo Stern,
auf dem Handy hast du rechts 3 Punkte. Einfach anklicken und dann BEARBEITEN auswählen.
Lieber Gruß, Linde
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Zitat
aus und alles weitere wird sich dann zeigen…
Irgendwann und irgendwo sind auch wieder unbefangene Begegnungen möglich, zum Kaffeetrinken oder sowas alles. Die werden ja auch älter. Aber jetzt, aktuell, sorgt ihr für einen Wohlfühlabstand. Und zwar völlig unabhängig davon, ob, wann, wohin sie ausziehen, verkaufen, kaufen...... Macht euer Ding. Das ist völlig in Ordnung. Der Traum von Großfamilie unter einem Dach funktioniert mit aktiven Alkoholikern leider nicht. Und warten? verhandeln? hoffen? weinen? reden? Das habt ihr ja alles durch.
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Hallo Fabienne,
in einer ruhigen Minute kannst du dir mal den Artikel über die häusliche Gewalt durchlesen.
Selbst wenn du davon nicht betroffen ist, in dem Artikel finden sich hilfreiche Tipps, was man vorbeugend tun kann. Gerade wenn die häusliche Trennung im Raum steht, Kinder im Spiel sind.
Erzähl nicht groß über deine konkreten Pläne, mach deine Dinge unter der Woche, lasse nie dein Handy rumliegen, lösche den Verlauf im PC, nimm ein gutes Paßwort (der Name der Kinder oder 'Paßwort' ist kein gutes Paßwort..), und erzähle nie nie nie, in welchem Forum du dich angemeldet hast. Falls du nachträglich deinen Nutzernamen geändert haben willst, melde dich.
ArtikelHäusliche Gewalt kann jede/n treffen - was tun? Hilfe!
Niemand darf dich oder die Kinder verletzen, sei es durch psychische Gewalt, körperliche Gewalt oder sexuelle Gewalt. Was, wenn es doch passiert?
Wir haben hier eine Liste mit Anregungen zusammengestellt, da einem in einer akuten Situation oft die einfachsten Dinge nicht einfallen. Außerdem gibt es hilfreiche Links!- nicht provozieren
- Ruhe bewahren
- in Sicherheit bringen
- 110 anrufen, evtl. --> Platzverweis, evtl. Rückkehrverbot
- Anwalt einschalten
- Jugendamt
- Frauenhaus
- zum Arzt gehen, um Verletzungen
Das Forenteam2. November 2021 um 16:19 LG, Linde
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Wenn er jetzt den Kindern beibringt, das Leergut zu entsorgen, dann bringt er ihnen als nächstes bei mitzusaufen. Gehört doch zum Erwachensenwerden dazu, oder?

Nimm die Wohnung und rede mit denen nicht groß drüber. Montags packen, dienstags raus.
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Zitat
...und sie auch nicht..
Was für ein beklemmendes Umfeld für die Kinder.
Dir gehört da nix. Willkommen, wertgeschätzt und geliebt bist weder du, noch die Kinder, noch deine Mama.
Mir zieht es alles zusammen von deinen Beschreibungen. Es fühlt sich so traurig an.
Wenn du DA sogar Miete zahlst, dann kannst du auch woanders Miete zahlen und bist langfristig glücklicher. Schnapp dir die Wohnung und ziehe es durch, auch wenn es vermutlich ein Kraftakt wird.
Zitatund fühle mich schlecht dabei ihn hier alleine zu lassen, er tut mir leid..
Er ist ja nicht allein. Er hat seine mittrinkenden Eltern, sein Haus, seine 8 Kästen Bier.
Wir würden dich gerne fürs Forum freischalten. Bitte gehe dafür auf folgenden Link und fülle das Formular aus. Dann verschieben wir dich zeitnah in den offenen Forenbereich, wo du dich mit den anderen Betroffenen austauschen kannst!
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Liebe Grüße, Linde