Die Weihnachtsfeiertage sind sooo bedeutungsschwanger, das ist schon für "normale" Familien stressig. Alles soll perfekt sein, heile Welt, Friede, Freude, Weihnachtsbraten. Aber an den Tagen haben Polizei und Krankenhäuser Hochbetrieb.
Ich meine das nicht böse, wenn ich es so schreibe. Eher so, daß man seine eigenen Erwartungshaltungen auf den Prüfstand stellen sollte. Und vor allem: die Erwartungen runterfahren.
Bei eurer Familienkonstellation gehts eher um Schadensbegrenzung als um friedliche Weihnachten. Wie wäre es, wenn du das ganze entzerrst? Also mit den freiwilligen Gästen feierst und an einem weniger bedeutungsschwangeren Tag, also vorher oder nachher, alleine einen Kontakt hast? Du kannst von denen, die sich völlig zurecht vor dem Aggressor schützen, nicht erwarten oder verlangen, daß sie sich verbiegen oder in Gefahr begeben. Vor allem, weil ja vorher schon bekannt ist, wie es laufen wird. Oder hoffst du auf ein Wunder? Die Realität holt einem gerade an Feiertagen oft knallhart auf den Boden der Tatsachen zurück. Bei vielen Leuten liegen eh die Nerven blank, da wird es bei ihm auch so sein.
Ich glaube es hilft am besten, schon im Vorfeld die Erwartungen runterzuschrauben. An sich selber, aber auch an die anderen. Nur weil Weihnachten ist, wird es nicht anders oder besser sein, wie die ganze Zeit schon. Eher ist die Situation noch explosiver als sonst. Wenn man sich das im Vorfeld schon klarmacht, Abstand hält, mimimalen Kontakt, die anderen zu nichts zwingen, nichts erwarten..... dann hat man eine Chance auf ein einigermaßen ruhiges Fest.
Klar wäre es schön, wenn es so wäre, wie du es dir erträumst. Aber es ist halt so wie es ist.
Viele liebe Grüße, Linde