Beiträge von Linde66

    Hallo Sonnenschein,

    ich glaube nicht, daß man sich so abgrenzen kann, daß es einem nicht mehr nahe geht, wenn sich die eigene Mutter zu Tode trinkt. Mir gehts in meinem Fall auch nahe. Aber über die Jahre habe ich es hinbekommen, es mir nicht zu nahe gehen zu lassen. Schwer zu erklären.

    Ich finde deinen Ansatz sehr gut, mit dem Hausarzt über eine Betreuung o. ä. zu sprechen. Laß dich beraten, was es für Möglichkeiten gibt. Keiner verlangt, daß ihr alles selber macht. Und ein Pflegedienst, eine Betreuung o. ä. (ich kenne mich da nicht aus, was es alles gibt) kann euch entlasten helfen.

    Ihr müßt eben nicht zusehen. Wegsehen ist aber auch nichts. Daher ist Hilfe holen und delegieren eine wirklich gute Sache.

    Vielleicht läuft es darauf hinaus, daß du oder jemand anderes sie tot oder irreparabel krank auffindet. Ich habe die Krankheit meiner Mutter im Hinterkopf und bin darauf vorbereitet, daß der Tag x unverhofft kommen kann.

    Meine Erfahrung ist, daß es besser war, mit dem auf-sie-einreden aufzuhören. Ich habe damit schon vor Jahren aufgehört, denn mir fiel irgendwann auf, daß sie nach solchen Gesprächen wesentlich mehr trank als zuvor. Wenn sie von sich aus aufhören wollte, dann wird sie mir das schon signalisieren. Ich halte mich aus ihren Lebensentscheidungen raus und rede mit ihr über andere Dinge.

    Liebe Grüße und ein gutes Gespräch mit dem Hausarzt.

    Linde

    Hallo Zoi,

    ich habe vor längerer Zeit versucht, überhaupt eine EKA-Gruppe zu finden, aber egal bei welchem Träger ich nachfragte, wurde überhaupt nichts speziell für EKA angeboten. Aber ich wohne hier auch auf dem platten Land... :roll::lol:

    Mit der Zeit habe ich gemerkt, daß ich hier online gut aufgehoben bin mit meinen EKA-Themen. Von daher vermisse ich nichts.

    Ich drücke dir die Daumen, daß du dich aufgehoben fühlst. Probiere es einfach mal 2, 3 Treffen lang aus. Dann kannst du besser entscheiden.

    Viele fahren aber zweigleisig hier und sind sowohl in einer realen wie in unserer online Gruppe, wie man immer wieder in den Beiträgen lesen kann.

    Liebe Grüße, Linde :D

    Zitat

    In meiner Kindheit war Liebe und Geborgenheit leider einfach nicht vorhanden.


    Guten Morgen Frank,

    deine Frau ist aber nicht deine Mama. Du bist schon groß und euer Zwerglein braucht jetzt ihre ganze Aufmerksamkeit. :)

    Ich kenne ein Paar, bei dem der frischgebackene Papa sich paarmal mit anderen Papas getroffen hat, um über die neue Situation zu reden. Danach ging es ihm etwas besser. Vielleicht wäre das etwas für dich?

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Mara,

    bei mir fehlen lange Zeiträume, an die ich so gut wie keine Erinnerungen habe. Vielleicht weil es so verstörend für mich als Kind war, daß ich damals schon völlig dissoziiert war. Erst in den den letzten Jahren kamen Bilder oder Stimmungen hoch, zum Teil ziemlich beklemmend.

    Auch erwachsene Kinder aus nicht-suchtstrukturkranken Familien können sich nicht an "alles" erinnern. Von daher glaube ich ist es völlig normal, vieles einfach vergessen zu haben, weil ständig neue Erfahrungen dazukommen.

    Ich kenne eine Frau, die per Hypnose an die unzugänglichen Erinnerungen ran wollte. Das hat sie ziemlich retraumatisiert, weil es nicht "an der Zeit war" und auch nicht therapeutisch aufgefangen wurde. Ich grabe inzwischen nicht mehr, sondern lasse das hochkommen, was scheinbar gerade dran ist. Das ist o.k. für mich. Aber ich hatte auch Phasen, in denen ich gezielt mit Familienangehörigen und Nachbarn über die alten Zeiten geredet habe. So bei einer Tasse Kaffee, also ziemlich unverfänglich. So kamen dann doch einige Ereignisse ins Gedächtnis zurück. Auch das Betrachten von Photoalben war hilfreich - auch auch aufwühlend. :?

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Mäuki,

    ich habe auch so einen Bürokratiemarathon hinter mich gebracht. Es war nicht einfach. Von daher kann ich dich gut verstehen.

    Viele liebe Grüße und viel Erfolg bei der Krankenkasse.

    Linde

    Hallo saufnix,

    Willkommen hier im Forum. :)

    Ich finde es gut, daß du dir Gedanken machst und dir Hilfe mit ins Boot holst.

    Wie sind deine Pläne für morgen? Auf der sicheren Seite bist du, wenn du dich ärztlich begleiten läßt während der Entgiftung.

    Was war 2013, daß du wieder reingerutscht bist? Ist deine Wohnung alkoholfrei? Das kann dir nämlich helfen.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Irgendwie wie in der Psychologie, wo durch gezielte Fragen und Antworten Gedanken auf den Probanden übertragen werden, die ihm davon überzeugen sollen, dass er oder sie selbst darauf gekommen ist.

    Hallo Karsten,

    sind das deine eigenen Erfahrungen beim Psychologen? Oder denkst du dir das so?

    Ich habe völlig andere Erfahrungen gemacht. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann mir meine Psychologin das letzte mal eine Frage gestellt hat. Schon gar nicht, daß sie mir je irgendwelche Gedanken eingeben wollte. :shock:

    Gruß, Linde