Beiträge von Linde66

    Hallo fab,

    vielleicht hilft es dir, in den Threads der Co-Abhängigen zu lesen, das ist der Forumsbereich etwas weiter oben. Da geht es meistens um Partner oder Ehemann/frau oder Geschwister. Vieles könntest du vielleicht für deine Situation übertragen.

    Du kannst nix für oder gegen etwas tun. Das ist ja das, was ich auch gelernt habe: ich hab keinerlei Einfluß. Es ist egal wie ich mich verhalte, weil sie erst ihren Tiefpunkt erreicht haben muß, um Hilfe annehmen zu können. Wenn es egal ist wie ich mich verhalte, dann kann ich mich auch so verhalten, daß es MIR gut tut!! Also meinen Abstand verändern, meinen Weg gehen, konsequent sein.

    Grüße, Linde

    Hallo fab,

    ich bin Erwachsenes Kind einer alkoholkranken Mutter. Jahrelang habe ich zu helfen versucht mit dem "Erfolg", daß die Mutter noch mehr getrunken hat, weil sie das Thema damit abblocken konnte.

    Ich habe es dann komplett gelassen. Sie ist für sich selber verantwortlich, ich für mich. Lange Jahre habe ich sogar den Kontakt fast komplett abgebrochen, das hat uns beiden gut getan! Und heute ist es so, daß wir uns wieder gut begegnen können, es sind richtig schöne Mutter-Tochter-Gespräche möglich. Sie trinkt ja immer noch, ganz wenig, keine Ahnung wie sie das macht. Wenn sie trinkt, halte ich Abstand, wenn sie nüchtern ist, sind die Begegnungen lebbar. Das wichtigste ist, daß ich bei mir bleiben kann und meine Helferitis ad acta gelegt habe.

    Ich selber habe keine Kinder, ich kann dir also auch nicht wirklich was dazu schreiben. Stell es mir aber nicht einfach vor, was dich gerade umtreibt. Ich drück dir feste die Daumen, daß du konsequent bleiben kann. Es geht hier um DICH.

    Und er hat nur dann eine Chance trocken zu werden, wenn er tatsächlich für SICH trocken werden möchte und nicht weil er Druck von außen bekommt. Möglicherweise dreht er noch so einige Ehrenrunden, aber versuch bei dir zu bleiben, Achterbahnfahren ist nicht gesund, das hab ich als EK mit meiner Mutter auch hinter mir.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Finchen,

    ich habe mich hier im Forum freigeschrieben. Schreiben ist für mich DAS Medium überhaupt. Mein Tagebuch ist allerdings im geschützten Bereich, weil es irgendwann ans "Eingemachte" ging.

    Meine EK-Thematik habe ich im Forum viel besser verarbeiten und vor allen Dingen verändern können, als in der Therapie. Hier wissen die Leute ohne viele Worte worum es geht.

    Ich wünsche dir weiter einen guten Austausch!

    LG, Linde

    Hallo Finchen,

    herzlich Willkommen hier im Forum. :)

    Deine Geschichte habe ich heute abend mehrmals gelesen. Ich hoffe, daß das Schreiben dir schon etwas Erleichterung gebracht hat.

    Du mußt nichts machen für ihn. Er ist selber dafür verantwortlich, seine Situation zu verändern. Das könnte er. Du hast da keinen Einfluß darauf, das merkst du ja schon seit Jahren. Es ist völlig egal wie du dich verhälst, ein Kind kann niemals das Elternteil trockenlegen, das geht einfach nicht.

    Ich habe Abstand gehalten, sehr, sehr viele Jahre lang. Und auch heute noch halte ich den Abstand, der für MICH stimmt.

    Ich habe für mich etwas getan, damit es mir besser geht und nicht in diese Abwärtsspirale mit runtergezogen werde.

    Schau dir mal die Hinweise für Co-Abhängigkeit an. Vielleicht hilft es dir etwas zu sehen, daß wir als Kinder, die in einer alkoholkranken Familie aufgewachsen und geprägt worden sind, in eine Rolle hineinwachsen. Wir meinen verantwortlich zu sein und helfen zu müssen. Und werden darüber selber krank.

    Du schreibst das völlig richtig, er zerstört dich. Aber das Gute ist, daß wir heute den Abstand verändern können. Hör auf deinen Instinkt, der weiß ganz genau, was für dich richtig ist.

    Lieber Gruß, Linde

    Mir fällt bei dem Satz "ich brauche dich" ein, daß es Suchtmittelmißbrauch und Mißbrauch gibt. Also ein Mensch benutzt, gebraucht, mißbraucht einen anderen für seine Zwecke.

    Ich liebe dich um deiner selbst willen hört sich anders an, als "ich brauche dich". Ich möchte mit niemandem zusammensein, der mich braucht. Weder einer der so schwach ist, daß er mich benötigt, noch einer der mich für was auch immer mißbraucht, benutzt, gebraucht.

    Es reicht, daß du aufgewacht bist. Deine Baustelle bist DU! :wink:

    LG, Linde

    Hallo desperateS,

    alles Gute nachträglich zum Geburtstag! :)

    Er kann nicht eben mal an deinem Geburtstag nüchtern sein, denn er ist Alkoholiker und muß trinken, um nicht in den Kalten Entzug zu kommen. Spätestens an Weihnachten wirst du wieder "enttäuscht" werden, wenn du and dieser Erwartungshaltung festhälst.

    Zum Geburtstag wünsche ich dir, daß du bald deinen Tiefpunkt erreichst, das meine ich jetzt nicht böse oder ironisch. Tiefpunkt heißt, es reicht, es geht nicht mehr tiefer und ein Tiefpunkt kann zum Wendepunkt werden.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Knutscherl

    Zitat

    er beherrscht wieder den alkohol

    Alkohol ist ein süchtigmachendes Nervengift. Es ist unmöglich, Alkohol zu beherrschen.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie sehr du nach jedem Strohhalm greifst.

    Vielleicht wäre es gut, wenn du dich mal über Alkohol informierst, statt einfach zu hoffen, daß das alles stimmt, was dein Freund dir erzählt.

    LG, Linde

    Hallo sabiha,

    was für eine Geschichte. Ich schick dir ein dickes Kraftpaket.

    Ob deine Mutter die Situation als Chance wahrnimmt, das kann keiner vorhersagen.

    Ich finde es gut, daß du dich informierst, wie es weitergehen kann.

    Wie war das Gespräch?


    Viele Grüße, Linde