Beiträge von Linde66

    Hallo Daniel,

    diese Frage könnte dir jemand, der diese Diagnosen tatsächlich stellt, wohl am genauesten beantworten, also ein psychiatrischer Facharzt. Vielleicht wendest du dich an die nächste Klinik und fragst dort mal nach.

    Wir sind hier ja nur Laien und können bestenfalls Mutmaßungen anstellen.

    Gruß, Linde

    Hallo Ultra,

    schön dich hier zu lesen.

    Wenn er ein Jahr geschafft hat trocken zu bleiben, dann seid ihr beide nicht mehr, die ihr heute seid. Wer weiß was dann ist...

    Versuche im Heute zu bleiben. Mache heute Musik. Das mit den 120 geocaches ist das Lustigste, was ich hier seit langem gelesen habe. :wink:

    Da geht der Weg lang.

    Möglicherweise macht er ja nur eine Trinkpause, um sich selber und dir vorzugaukeln, wie einfach alles ist, wie sehr du das alles überbewertet hast und er alles im Griff hat................. Jou. Das ist aber wirklich Seins!

    Ich gehe im Moment lieber spazieren, aber jeden Tag einfach raus.


    LG, Linde

    Hallo Kamino,

    viel Glück für deinen heutigen Zahnarztbesuch.

    Mach dir keinen Kopp was das mit den Antworten angeht. Manchmal ist das so, manchmal ist das anders. Und je mehr du selber im Forum ankommst und auch mal bei anderen schreibst, desto intensiver wird der Austausch! Das dauert einfach ein paar Tage.

    Kühlen nicht vergessen! :wink:

    LG, Linde

    Hallo Engelchen

    Zitat

    mit der mutter meines ex hab ich natürlich wieder telefoniert

    Findest du das natürlich, mit der Mutter des Ex zu telephonieren?

    Zitat

    er möchte keinen kontakt mit mir ,weil er mich zu lieb hat und mich nicht verletzen will...und er noch nicht bereit ist sich selbst zu helfen.

    Das könnte man aber auch als Co-Knopf interpretieren, auf den du wie gewünscht anspringst. Er hält dich mit so Sprüchen "er mich zu lieb hat" warm und säuft gleichzeitig weiter. Dir scheint es ja zu reichen.

    Zitat

    denn erst wenn er merken würde,dass seine gefühle für mich stark sind,und er sich helfen lassen muss um mich wieder zu bekommen,wäre das vielleicht ein neuer anfang für uns

    Und so lange er nix merkt, weil er säuft, wartest du? Wie lange?

    Außerdem MUSS er sich nicht helfen lassen. Wenn er möchte, kann er Hilfe annehmen. Für SICH, nicht für dich und nicht für euch. Eine Trockenheit ist nur dann langfristig lebbar, wenn der Alkoholiker für sich die Trockenheit an alleroberste Stelle rückt! Wenn er für dich oder euch trocken werden würde, dann ist die Rückfallgefahr riesig, wenn es mal mit dir oder euch nicht so läuft, wie er das gerne hätte.

    Zitat

    nicht mehr sicher bin,ob ich die kraft habe,das mit ihm durchzuziehen

    Er ist für seine Trockenheit selbst verantwortlich. Es ist SEIN Job. Nicht deiner. Als Co-Abhängige meint man, daß man den Partner mit seiner Kraft unterstützen muß. Muß man aber nicht. Es ist sogar kontraproduktiv. Denn was passiert, wenn du mal keine Kraft mehr hast für ihn? Dann kann er das prima zum Anlaß nehmen, wieder zu trinken.

    Zitat

    ob ich das wirklich noch will???

    Was willst DU? Was willst du für dich tun? Für deinen Ex kannst du nichts tun, denn er will ja saufen. Aber für dich und deine Kinder kannst du was tun.


    Zitat

    wieder,und wieder und immer nur für Alkoholkranke Menschen MEIN LEBEN opfern???nein,dass will ich nicht mehr!

    Da geht der Weg lang.


    LG, Linde

    Hallo Kamino,

    freut mich für dich, daß es a nicht so schlimm war wie du befürchtest hattest und b du den Zahnarzt an das alkfreie Spülmittel erinnern konntest. Bei sowas heißt es ein Leben lang hellwach sein. Die anderen müssen ja nicht für mich mitdenken, das muß jeder für sich.

    Jemand, der selber nicht alkoholkrank ist, kann diese Rückfallkrankheit nicht nachvollziehen. Wie auch?

    Aber auch hier: es ist DEIN Thema, nicht ihres.

    Das kannst du auch als Chance begreifen. Im Moment schreibst du noch von "Durchhalten mit Begleitung", wir begleiten dich gern (du ja auch jeden anderen hier! :wink: ) Mit der Zeit wandelt sich das pure Durchhalten in eine lebendige, ausgefüllte Trockenheit. Das kannst du hier lernen. Ich schreibe im geschützten Bereich, dort sind mehr Langzeittrockene aktiv. Von denen kann sich gerade jemand am Anfang seines Weges viel abgucken. Wissen wie es geht ist schon sehr viel! Und das Anwenden im Alltag, dafür braucht es Zeit. Hab Geduld. Und schreib viel. Dann bekommst du auch Rückmeldungen vom Forum und kannst nachsteuern, bevor du in Schräglage kommst!

    Das mit der Ironie ist vielleicht auch Schutz. Ich würde hier im offenen www auch nicht sooo tief einsteigen wollen.

    Bis denn und vergiß nicht, deine Backe zu kühlen! :lol:

    LG, Linde

    Hallo Kamino,

    was immer du da rechts oder links gemacht kriegst: leg dir vorher paar Kühlakkus oder so etwas in den Kühlschrank. Ich weiß wovon ich rede... :wink: Kühlen ist das a und o, vor allem bei der Hitze.

    Weiß dein Zahnarzt, daß du trockener Alkoholiker bist? Das ist ganz wichtig. Nicht daß dir plötzlich ein alkgetränkter Tupfer im Mund landet oder ein Medikament mit Alk.

    Nicht denken oder grübeln kann man hervorragend beim Sport oder Trommeln...

    Das mit der Depression kommt oft parallel vor, bist du da schon aktiv geworden?


    Grüße, Linde

    Hallo Zeppeline

    Mein herzliches Beileid zum Tod deines Vaters. Das war sicher sehr belastend für dich.

    Du merkst ja selbst, was dir gut tut. Und wenn das Lesen im Forum dich über diese Zeit soweit stabilisiert hat, dann ist das doch gut.

    Vielleicht schreibst du ja jetzt wieder etwas öfter. Es macht Mut zu lesen, wenn jemand solch eine schwere Lebensphase trocken erleben kann. Da bist du sicher gestärkt daraus hervorgegangen.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Grafty,

    du hörst dich sehr erschöpft an.

    Hautnah, das ist viel zu nah.

    Das einzige was du verändern kannst ist dein Abstand. Gib da deine Kraft rein, nicht in das andere, sonst erschöpfst du dich immer weiter.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Rivanna,

    so richtig zu Leben beginnt er ja auch nicht... Hm.

    Ich kann deine Gedanken ganz gut verstehen, aber man kriegt die - vermeintliche - Konfliktlösung ja nie auf dem Silbertablett präsentiert.

    Vielleicht findest du ja für dich eine stimmigere Lösung, wie du den inneren Abstand noch besser herausarbeiten kannst.

    Wie geht/ging es dir inzwischen mit dem Zimmerausräumen?


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Lana,

    herzlich willkommen hier im Forum! Gut, daß du dich hier angemeldet hast.

    Wieso setzt du denn das Wort "schlägt" in Anführungszeichen? Sie tut es ja. Das geht ja gar nicht. Da sind schon lange sämtliche Grenzen überschritten.

    Was ich nicht rauslese ist, ob du noch bei ihnen wohnst.

    Du kannst nichts für sie tun. Dieses Leugnen und den anderen als Lügner darstellen gehört zum Krankheitsbild des Alkoholikers. Meine Mutter streitet auch alles ab und bezeichnete mich als Lügnerin, wenn ich sie darauf angesprochen habe. Ich unterlasse das inzwischen, denn sie will ja trinken. Es ist in einer alkoholkranken Familie auch oft so, daß der Ehepartner co-abhängig ist und zum Trinker hält und die Kinder fertig macht, damit der Alkoholiker "geschützt" ist, das kranke System aufrechterhalten werden kann und sich niemand ändern muß. Leider ist das so und wir Kinder fallen durchs Netz.

    Versuche, da Abstand von zu bekommen, du kannst das System nicht verändern, es ist völlig unmöglich. Es ist auch völlig egal wie du dich verhältst. Also kannst du dich auch so verhalten, daß es DIR gut geht. Und das wird wohl nur zustande kommen, wenn du Abstand hältst.


    Du kannst hier lernen, etwas für DICH zu tun. Bei DIR hinzuschauen, DEINEN Weg zu gehen. Lies dich mal durch die Threads, auch die älteren. Es gibt/gab einige Leute hier in deinem Alter. Grabe mal den Thread von Roa aus, die ist auch etwa 22 J., ihr geht es jetzt recht gut! Sie hat schon länger nicht mehr geschrieben, aber ihr Weg kann vielleicht für dich paar Wegweiser aufzeigen.

    Das wünsche ich mir für dich.

    Schreib wann immer dir danach ist, du wirst gelesen. Selbst wenn nicht gleich eine Antwort kommt, du bist nicht mehr allein!

    Viele Grüße, Linde

    Hallo wiki

    Zitat

    Wozu sollte er etwas für sich tun?

    ...um einen neuen Sinn in seinem Leben zu entdecken, um von der Straße herunter zu kommen, um neue Freunde zu finden, um zu seiner Familie und zu seinem Kind einen alkfreien Kontakt zu pflegen usw. usw.

    Der Tiefpunkt kann sein Wendepunkt werden, aber das ist SEINE Angelegenheit. Dein Mitleid hilft ihm nicht. Entweder er kommt in Bewegung oder versumpft im Selbstmitleid und säuft eben weiter.


    Und so ähnlich ist es ja jetzt auch für dich. Für dich einen neuen Weg finden, einen neuen Sinn, neue Freunde, neue Arbeit. Das findet sich alles zu gegebener Zeit.

    Lieber Gruß, Linde

    Vielleicht hast du einfach noch nicht DEIN Rudel gefunden.

    Bis dahin, mach dich nicht passend auf deine Kosten. Du kannst dich aus einer Situation rausnehmen und den Abstand bestimmen.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Rivanna,

    du machst das gut. Ich wünsche dir alle Kraft jetzt für DICH! Das mit dem Zimmer ausräumen ist wichtig. Damit setzt du für dich ein Zeichen.

    Wann immer dir danach ist, schreib einfach weiter, wir begleiten dich gern.

    Bis dann, Linde

    Hallo Inga,

    halt durch. Es wird vielleicht nicht leichter, aber anders. Und du lernst ja immer mehr über die Alkoholkrankheit und über die eigenen Co-Anteile.

    Das mit dem Anrufen wegen dem schlechten Gewissen oder der Angst 'war wäre wenn' ist ja so: sie könnte auch 5 Minuten NACH deinem Anruf stürzen... :roll:

    Darum geht es nicht.

    Sie ist für sich verantwortlich und du für dich. In einer alkoholkranken Familie drehen sich leider die Verantwortlichkeiten um und das EKA übernimmt die Verantwortung für die Eltern.

    Auch ein EKA oder Co kann früher oder später an seinen persönlichen Tiefpunkt kommen, wenn es sich selbst völlig vorausgabt hat und sich alles nur noch um den Alkolholiker dreht. Einfach immer wieder genau hinschauen!

    Dir noch einen schönen Abend!

    Linde

    Hallo ihr beiden,

    das "Argument" mit dem Krebs wird immer mal von EKA oder Co geschrieben.

    Alkoholismus ist aber kein Krebs! Äpfel und Birnen sind auch nicht dasselbe.

    Bei Alkoholismus muß! der Alkoholiker von sich aus etwas unternehmen, sonst boykottiert er ja innerlich. Wenn er nicht will, geht gar nichts. Und wenn man als Angehöriger noch so am rotieren ist.

    Im Gegenteil, je mehr man dem Alkoholiker abnimmt, desto weniger muß er an seinem Zustand ändern. Für ihn wird gekocht, gewaschen, Schulden bezahlt, eingekauft, sein Leben organisiert, er wird gefahren wenn der Führerschein weg ist... usw. usw. Das alles ist als "Hilfe" gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Jede "Hilfe" verlängert das Trinken, denn wenn man dem nassen Alkoholiker alles abnimmt, dann kommt er lange nicht an seinen Tiefpunkt.

    Die beste Hilfe für einen Alkoholiker ist die Nicht-Hilfe. So wird er auf seine eigene Verantwortlichkeit zurückgeworfen. Was er damit macht und wie er das hinkriegt ist allein Seins. Er bzw. sie ist ja erwachsen!

    Grüße, Linde

    Hallo Kaleu,

    kannst du dich mal bei dir vor Ort über den Familienentlastenden Dienst schlau machen? Sowas in der Art gibt es eigentlich überall. Auch die Krankenkasse kann dich da beraten. Wenn du dazu sagst, daß du akut in Rückfallgefahr bist bzw. kommst, dann bekommst du Hilfe, einfach durchfragen. Hast du mal bei der Suchtberatungsstelle vor Ort angefragt, was denen einfällt an konkreter Entlastung für Alleinerziehende? Bist da sicher nicht alleine mit dem Problem!

    Zitat

    ich fühl mich völlig im Stich gelassen von denen die damit zu tun haben.

    Wie meinst du das? Womit zu tun haben...?

    Viele Grüße, Linde